■■■■MM :r«» s^\'\^^^^^'"'^ V. T •JUN 14 isz; Der - Tropenpflanzer. Zeitschrift für Tropische Landwirtschaft. Organ des Kolonial - Wirtschaftlichen Komitees. Herausgegeben von O. Warburg, F. Wohltmann, Berlin. Bonn -Poppeisdorf. YLl. Jahrgang 1903. Inhaltsverzeichnis. Die arabischen Ziflfem geben die Seitenzahlen an. Die mit * versehenen Ziffern beziehen sich auf die Beihefte. Acacia adstringens siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174. — . — albida siehe Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Proviuz S. Louis in Nord Westargentinien 181. - -.— } siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, *17G, *177, *178 — fasciculata J *192, *193, *198. — fistula 1 . p„ f siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *178. — guramiiera J ^ — leucophloea siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *42, *46. — Nebouel siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, — nilotica siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *194, *198, *204. — Seyal siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, *176, *177, *178, *192, *193, *198. — steiiocarpa siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *178. — tomentosa siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, *176, *177, *178, *192, *193, *198. — tortilis siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *202. — Vera syn. arabica I siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, *176, *177, — Verek ' *178, *192, *193, n98. Achras Sapota siehe Obstpflanzen in Costarika 427. Ackerbaukolonien Neu- Württemberg und Kingu in Rio Grande do Sul von Dr. Herrmann Meyer siehe Neue Literatur 617. Affenbrotbaum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *203, *204. Agave rigid a, var. sisalana, siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Yerde 447. Agavenbau siehe Zum neuen Jahr 3. Agavengesellschaft, Deutsche — siehe Zum neuen Jahr 3, 266. Agu, Douglassche Versuchsfarm am — siehe Zum neuen Jahr 8, 9. Ägypten, Der Baumwollbau in — 606. Ahaggar, Bergland der — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *198. Air, Senna in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *195. Aizoon canariense siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189. Alanggras (Imperata arundinacea) siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *6, *24. 1* — JV — Albizzia moluccuiia siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *7, *3H, *48, *5n. — . — montana sielie Die Nutzpflanzen der Sahara *48. — .-- stipulata siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *38, *46, *48. „Algaroba" siehe Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Provinz ö. Louis in Nordwestargentinien 179. Algerien, Haifa in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *183. Algerische Sahara, Dattelpalme in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *188. Alhagi Maurorum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *192. Aloe siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902 330. Alstonia Dürckheimiana siehe Neue Kautschukbäume aus Neucaledonien 528. — . — pluraosa siehe Neue Kautschukbäurae aus Neucaledonien 528. Aminoniakum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *181. Amonium erythrocarpum Ridlev \ -- Melegueta Roscoe ^ 1 ^^«*^^ ^^^«'' ^^^ '"^«^ Principe 329. Amrad-Gummi siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *179. Anabasis setifera siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *202. Anabaum siehe Vorschläge zur Hebung von Deutsch-Südwestafrika 163. Anacardiaceae \ .,„ „^j- „„„i/i„„+ !„(„ ,. ~ .\f siehe Obstpflanzen in Costarika 427. Anacardium occidentaie (maranou) J ' — . .— siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. — . — — .— siehe Über die Insel Principe 329. Analysen von Bodenproben der Moliwe-Pf lunzungs-Gesellschaft, Kamerun von Prof. Dr. Grüner 182. Ananas siehe Zum Neuen Jahr 11. — . — sativus siehe Obstpflanzen in Costarika 438. — . — — . — siebe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. Anatolien, Wirtschaftsgeographie von Dr. R. Fitzner siehe Neue Lite- ratur 188. — .— , Rosinenkultur in — siehe Aussichten für die Baumwollkultur in Vorderasien 364. Anden, Die Wachspalmen der — 232. Andropogonart aus Kamerun, Das ätherische Öl einer — 272. — . — citratus DC siehe Über die Lisel Principe 329. Ajigola siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch-Afrika 93. Angoraziege, Die — von G. F. Thompson siehe Neue Literatur 44. — .— , Die Zucht der — siehe Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von Deutsch-Südwestafrika 164. Aiinalen, Hei fenb erger 1902, Band XV siehe Neue Literatur 505. Anona cherimolia ( „chirimoya" i ^ — . — macrocarpa („guanäbana") \ siehe Obstpflanzen in Costarika 428. — . — muricata J — . .— L. siehe Über die insel Principe 329. — . — reticulata \ — .— squamosa \ siehe Obstpflanzen in Costarika 428. Anonaceae ' Anonen siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. A:ithratherum pungens siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *188, *192. Anti-Moskiticum, Ocimum viride als — 144. — . — — • .- - siehe Auszüge und Mitteilungen 560. Äpfel siehe Oljstpflanzen in Costarika 426. A popin öl siehe Bericht der Fabrik v.^n Schimmel i\: Co. Oktober 1903, 611. — A — Arabischer Kaffee siehe Zum Neuen Jahr 8, 11. Aramina, Über eine brasilianische — genannte Textilfaser siehe Auszüge und Mitteilungen 560. Araucarien siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *6. — . — excelsa siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *56. Areca-Palmen siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5. Arenga saccharifera siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *6, *11. Arglnia Sideroxylon I ^^«^^^ ^'^ Nutzpflanzen der Sahara *181. Argentinien, Stauanlagen in — 259. — . — . Laubabwerfende und Salz vertragende Pflanzen in — 327. Aristida pungens siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *172, *188. Arrowroot siehe Zum Neuen Jahr 5. Artocarpus incisa L. 1 _ _ intero-ri foli'i L ' siehe Obstpflanzen in Costarika 425. Asphodelusarten siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *193. Asphodelus fistulosus siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *201. Aspidosperma Quebracho blanco Schlecht. 328. Assali-Krankheit siehe Über Krankheiten der Sorghumhirse in Deutsch- Ostafrika 518. Association Cotonniere Coloniale siehe Bericht II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *8(j. Atamisquea emarginata Miers. 327. Ätherisches Öl einer Andropogonart aus Kamerun von Dr. C. Mannich 272. Atriplex Halimus siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189, *193. — .— spec. var. 328. Aus deutschen Kolonien 34, 90, 13G, 182, 226, 272, 324, 392, 444, 495, 550, 603. Aus fremden Produktionsgebieten 39, 93, 140, 184, 229, 276, 325, 398, 445, 497, 552, 606. Ausfuhr von Rohbaumwolle aus Lagos von 1867 bis 1901 556. Auszüge und Mitteilungen 450, 501, 558, 616. Averrhoa bilimbi siehe Obstpflanzen in Costarika 425. Avicennia officinalis siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *202. Azoren, Die landwirtschaftliche Produktion des Distrikts Ponta Delgada auf den — 276. Bagamoyo. Katholische Mission in — siehe Zum neuen Jahr 4. Bagdad bahn und das schwäbische Bauerne lernen t in Transkaukasien und Palästina, Die — von H. Grothe siehe Neue Literatur 454. Balanitis aegyptiaca siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *200, *201, *202, *203. Balata in Brasilien 140. Bambus siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 221. — .— siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *6, *7, *9, *11. *21, *23, *24, *56. Bananen Ostafrikas 392. — . — siehe Die Kulturpflanzen der Eingebore)ien von Neuguinea 217. — . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. — .— siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *4, *23. — VI — Bananen Biehe Über die Insel Principe 329. — . — siehe Zum neuen Jahr 11. — . kultur in Westusanibara 226. — . — "Pflanzungen, Vernichtung von auf Teneriffa durcli Heu- schrecken 16. — . und Pisaugkultur von Th. Koschuy 112 bis 124. I. Benennung 112. — II Nutzen 113. — III. Boden und Klima 117. — IV. Kultur. A. Bananen 118. B. Pisang 121. — V. Ernte 122. - VI. Verschiedenes 123. Banyanfeige siehe Der Kautschuk liefernde Feigenbaum von Neucaledoaien 581. Bassia siehe Obstpflanzen in Costarika 427. Bastbanane, Über eine — aus Ostafrika 550. Bataten i süfse Kartoffeln) siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch- Timor 94. — .— — . — siehe Über die Insel Principe 329. — . . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. Baumwollbau, Die Bedrohung des amerikanischen — s durch den Rüsselkäfer siehe Auszüge und Mitteilungen 502. — . — in Ägypten, Der — von Dr. A. Preyer 606. — . — in Togo siehe Zum neuen Jahr 8, 9. Baumwolldüngung, Zur — von E. Lierke 261. Baumwolle, Bericht über peruanische — von F. Hilbeck, Konsul 153. ^. — siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Seuegambieu 230. — . — nach Geschichte, Anbau, Verbreitung und Handel, Die — von Prof. Dr. A. Oppel siehe Neue Literatur 233. — . — auf Cypern \ — . — in Englisch-Ostafrika > siehe Auszüge und Mitteilungen 452. — . — in Liberia i — . — in Maranhäo siehe Auszüge und Mitteilungen 616. — . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. Baum woll-Expedition nach Togo siehe Bericht 11 des Kolonial-Wirtschaft- lichen Komitees *82. - -farmen und Baum wollmärkte, Inspektion der — siehe Bericht II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehraungen 1902/1903 *112. - -kultur, Die Aussichten für die — in Vorderasien von Dr. S. Soskin 362. - -kulturversuche in Deutsch-Ostafrika siehe Bericht II, Deutsch- koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *84. - — .— in Deutsch-Südwestafrika ] siehe Bericht II, Deutsch-koloniale ! Baumwollunternehmungen 1902/190.'! - — . — in Kamerun f *85 - -samen, Versuche über das Sterilisieren von — siehe Bericht II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *138. - -Unternehmungen, Deutsch-koloniale — Bericht II 1902/1903 *81. . — in Togo siehe Bericht 11, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *83. — . — -Versuchs- und Lehrstation zu Tove siehe Zum neuen Jahr 9. — . — -Zucht im VVirtschaftsprogramm der deutschen Überseepolitik^ Die — von Dr. A. Etienne siehe Neue Literatur 457. Bayöl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co. Oktober 1903 611. Bellucia costaricensis siehe Obstpflanzen in Costarika 43 44. - VII — Bergreis siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britiseh-Indien *23. Bericht über die Verarbeitung der Togobaumwolle siehe Bericht 11. Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *150 bis*156. — . — des Kolonial- Wir tschaft liehen Komitees siehe Bericht IT, Deutsch- koloniale Baumwollunternehmungen 19021903 *81 bis "-89. — . — des Direktors Fr. Hupfeld über seine Togoreise 1903 siehe Bericht II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungeii 1902/1903 *123 bis *1B4:. Einleitung *123. — Allgemeines *124. — Die Baumwollkultur in Südtogo *127. — Die Bauinwollkultur in Mitteltogo *129. -- Die Baumwollkultur in Nordtogo *132. — Zusammenfassung "133. — .— über englische Baumwollkulturversuche siehe Bericht It, Deutsch- koloniale Baumwollunternehmungen 1902 1903 *144, *147. — . — über französische Baumwollkulturversuche siehe Bericht 11, Deutsch-koloniale BaumwoUunternehmiingen 1902 1903 ■"144, *147. — . — II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *8l bis *156. — . — der Fabrik ätherischer Öle usw. von Schimmel & Co. i Inhaber Gebr. Fritzschei in Miltitz bei Leipzig, April 1903 402. — . . .— , Oktober 1903 611. — . — über die Mission nach Chari-Tcliad siehe Auszüge und Mit- teilungen 559. Besiedlungsfähigkeit, Bemerkungen zu ., Die — von Westusambara"' von Dr. Neubaur vom Standpunkt südbrasilianischer Kolonisation von Dr. Aldinger 173. Betelpalme siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 221. — . — siehe Studienreise nach Niedei'ländiseh- und Britiseh-Indien *5. Kibundi, Westafrikanische Pflauzungsgesellschaft, Hamburg 31, 270. Biologisches über die Sisalagave 557. Birne Ji siehe Obstpflanzen in Kostarika 426. 1-Jismarckarchipcl, Kokospflanzungen im — 38. — . — , Schädlinge der Kokospalme im — 136. Bittermandelöl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co. 613. Bixa Orellana siehe Über die Insel Principe 329. Blakea gracilis siehe Obstpflanzen in Costarika 435. Blattlauskrankheit der Sorghumhirse siehe Über Krankheiten der Sorghuinliirse in Deutsch-Ostafrika 519. Blauholzsorten von Honduras, Die — 39. Blighia sapida siehe Obstpflanzen in Costarika 425. Bodenproben. Analyse von — der Moliwe-Pfla n zungs-GeseUschaf r, Kamerun 182. Bodenverhältnisse und Kulturen auf Samoa von Dr. F. ßeinecke 197. Bohnen, schwarze siehe Landwirtschaftliches aus Rio Grande do Sul 449. — • — (Phaseolusi siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — • . — siehe Über die Insel Principe 329. ~-— — — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-indien *23. Borassus flabellifer L. var. aethiopum Mart. siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien 230. Botanic Garden as au aid to agriculture, The — von \V. Trelease siehe Neue Literatur 619. Tropenpflanzer 1903. 2 — VJJl ~ IJotuiiischer Garten von Eula, District de l'Equateur 329. — . — — . — zu Victori.-i siehe Zum nenen Jahr (S. Ho tekeberp^ in Kiiinerun siehe Zum neuen Jiihr 8. Brand der Öurghumliirse sielie Über Krankheiten der Surgiiumliirse in Deutsch-Ostafrika 522. ]>r;isilien und seine Bedeutung' für Deutschlands Handel und In- dustrie von Dr. Walter Kundt siehe Neue Literatur 282. — .— . Balata in — HO. J'.ritisch Cotton Growing- Association siehe Bericht II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *86. — . und Niederländisch-Indien, Studienreise nach — *1. Bromeliaceae siehe Obstpflanzen in Costarika 43.S. Bromelia sp. pinguin siehe Obstpflanzen in Costarika 438. Br otfruehtl)aum siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neu- guinea 222. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *4, *23. Büffel siehe Stndiem-eise Jiach Niederländicli- und Britisch-Indien *10. Bulnesia bonariensis Griseb., foliosa Griseb., Retawo Griseb. 327. Bulupflanzung siehe Zum neuen Jahr 2, 8. Biinchoöia costaricensis siehe Obstpflanzen in Costarika 434. Bureau für auswärtige Handelsbeziehungen in Holland siehe Aus- züge und Mitteilungeji 559. Burin fii niilien in Deutsch-Süd westafrik a und am Kilimandscharo sielie Zum neuen Jalir 12. Buse iiirihof siehe Zum neuen Jahr 3. Butea frondosa siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Indien ■^■4<). Byrsoninia crassifolia siehe Obstpflanzen in Costarika 434. Ciibo Verde, Die Landwirtschaft im Archipel von — 445. Cactaceae siehe Obstpflanzen in Co.starika 43S. Calabreser Essenzen siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 332. Calamus Rotang siehe Landwirtschaft aus Portugiesisch-Timor 94. Calligonum comosum siehe Die Nutzi)flanzen der Sahara 191. Callitris (juadri valvis siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *180. *198. Calotropis gigantea siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *42. — . — ])rocera siehe Landwirtsclmft im Archipel von Cabo Verde 44G. -. .- siehe Die Nutzj.flanzen der Sahara *191. *193, *194, *202, *204. Camellia siehe Die Kultur des Tees in Indien 532. Cap-Gum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174. Capi>aris decidua siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *200, *201. — . - galeata \ ( siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *201. — . — spinosa ' '■ Capverden, Kakaukullur auf den — 18G. Cardamom sielie Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 332. Carica doli eh au la ^ — . — Pa]iaya L. ! siehi^ Obstpflanzen in Costarika 437. — . — peltata -' Carludovica palmata siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. Casimiroa edulis siehe Obstpflaiizen in Costarika 129. Cassia acutifolia siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *195. — IX — Cassia t'lorida siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *1, *10, *48. — . — obovata siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *195. Cassia öl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co. April 1903, 402. Casuarina montana siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *J:8. Castilloa elastica siehe Zum neuen Jahre 4, 8, 9, 10, 11. — . — — . — , Rüsselkäfer auf, siehe Die Kultur von Kautschuk liefernden Bäumen von Neuguinea 23. — . — — . — siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — . . — siehe Über die Insel Principe 329. — . — — . — siehe Zur Kautschukkultur in Kamerun 606. Cearukautschuk siehe Zum neuen Jahre 4. Cedrela febrifuga siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *46. — . — serrata siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *10. *48. Ceiba pentandra siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *6, *37. Centaurea eryngioides siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *201. Cercospora coffeicola siehe Untersuchungen über die von Stilbella flavida hervorgerufene Kaffeekrankheit "'62. Cereus stenopterus -i — . — triangularis siehe Obstpflanzen in Costarika 438. — . — trigonus ) — .— Quisco Griseb 328. Cero.xylon andicola siehe Die AVachspalmen der Anden 232. Chari-Tchad, Bericht über die Mission nach — siehe Auszüge und Mit- teilungen 559. Chartumgummi siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *177. China, Die Kultur des Kampfers in — und Japan 555. Chinas 'J'eeausfuhr im Jähre 1902, 554. Chininbäume, Düngung der — siehe Studienreise nach Niedei'ländisch- und Britisch-Indien *16, *20. — . — Krankheiten der — siehe Studienreise nach Niederländiscl - und Britiscli- ludien *20. — . — iCinclionai siehe Zum neuen Jahre 6, 8. Chininbereitung siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *16. Chlorophora tinctoria siehe Olistpflanzen in Costarika 431. Chocolä Plantagen-Gesellschaft, Hamburg 31. Chrysobalanus Icaco siehe Obstpflanzeu in Costarika 430. Chrysophyll um cainito siehe Obstpflanzen in Costarika 427. Cinchona Ledgeriana siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Indien *11, -12. -13. — . — offieinalis siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *18. — . — SU cci rubra siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *14, *18. — . — — . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. — .— (Chinarinde) sielie Handelsbericht von Gehe «fc Co. für 1902, 331. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *8. 9* - X — Ciiichoua siehe Über die Insel Principe 321). — . — (Chiuinbäume) siebe Zum neuen Juhi-e G, S. Cinuamom (Ziinnit siehe Hundelsbericlit von Gehe & Co. für 1902, 331. Cinuainoniuni (Janiphoru siehe Künstliclier Kampfer 278. — . — Zeylanicum siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *56. Citronellöl in Kamerun 37. — . — , Ceylon siehe Bericiit der Fabrik von Schimmel & Co. April 1903, 402^ Oktober 1903, GIl. CitrulluB Colocynthis siehe die NutzpHanzeii der Sahara "191, *196, *197, *201. Citrusarten siehe Obstplianzen in Custarika 425. — . - siehe Studienrei.se nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5. Citrus uurantium siehe Obstpflanzen in Costarika 425. — . — decumana siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. — •— japouica siehe Obstpflanzen in Costarika 425. Ciudad Boiivar (Venezuela . Export von — im Jahre 1902, 229. Cladosterigma fusisporum siehe Untersuchung über die von Stilbella flavida hervorgerufene Katl'eekrankheit *63. Clitandra cirrhosa siehe Auszüge und Mitteilungen 551». Coca siehe Zum neuen Jahre 8. Cocculus Leaeba siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *201. Cochenillekultur sieheWirtschaftliches vonMadeira, Teneriffa und Kanarischen Inseln 14. Cocos uucifera siehe Obstpflanzen in Costarika 438. — . . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. Coffea arabica siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien ''ll. — . — — . — siehe Über die Insel Principe 329. — . — canephora, var. kouillouensis | 1 . , • f siehe Auszüge und Mitteilungen 559. — . — 11 b er IC a ' ^ " Colocasia antiquorum iTaro siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 215. — . — esculenta Schott siehe Über die Insel Principe 329. Colonial-Gesellscliaft für Südwestafrika, Deutsche, Berlin 86. Companhia Assucareira da Afrika Oriental siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch- Afrika 93. — . — — . — de Angola siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch-Afrika 94. — . — do Assucar de Mo^ambique siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch- Afrika 93. — . — do Bengo siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch-Afrika 93. — . — do Cazengo siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch-Afrika 94. — .— do Ilha do Principe von Ad. F. Moller 226. Company, Pacific Phosphate, London 133. — . — The Port Chester Chemical, siehe Künstlicher Kampfer 279. Congo, Hölzer vom — siehe Auszüge und Mitteilungen 451. — . — 'J'he — Slave State von Ed. W. Morel siehe Neue Literatur 457. Copernicia cerifera ( Carnaubapalme) siehe Die Wachspalmen der Anden 232. Cordia subopposita .sieiie L»ie Nutzpflanzen der Saliara "'''201. Costarika, Obstpflanzen in — 425. — . — Die Viehmast in 471. - XI - Cotton growing Association siehe Zum neuen Jahre 9. Cow pea (Vigna sinensis) siehe Zur Baumwolldüngung 263. Crozophora tinctoria siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *193. Cryptostegia raadagascarensis siehe Auszüge und Mitteilungen 451. — .— — . — siehe Auszüge und Mitteilungen 503. Cubeben, afrikanische (Piper Clusii) siehe Pfeffer und Paradieskörner aus Togo 184. — . — siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 332. — . — in Westafrika siehe Pfeffer und Paradieskörner aus Togo 183. Cultures tropicales, Traite pratique de — von J. Dybowskis, siehe Neue Literatur 288. Cupressus funebris siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *56. Curcunia longa siehe Über die Insel Principe 329. Cynomorium coccineum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189. Cypern, Baumwolle auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 452. Cyphomandra siehe Obstpflanzen in Costarika 435. Cypressenöl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co., Oktober 1903, 612. Dahomey siehe Kautschuk in den französischen Kolonien 448. Dammara alba siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *48. Dattelpalmen siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegainbien 230. — . — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *187, *199. — . — siehe Obstpflanzen in Costarika 425. — . — siehe Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von Deutsch -Südwest- afrika 163. — , — Die Einfuhr von — in die Vereinigten Staaten von Nord- amerika 450. Deutsche Agaven-Gesellschaft siehe Zum neuen Jahre 3. —. .— 266. — . — Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande 547. — . — Handels- und Plantagengesellschaft der Südsee-Inseln zu Hamburg siehe Zum neuen Jahre 10. -. . . .— 320. — .^ Kamerun-Gesellschaft siehe Zum neuen Jahre 2. — .— Kolonial-Gesellschaft für Südwestafrika, Berlin 86. — . — Kolonialschule zu Witzenhausen 143. — . — Kolonisation in Südbrasilien, Über die. Von A. Papstein 571. — .— Ostafrika-Linie. Hamburg 224. Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft siehe Zum neuen Jahre 3, 4, 5. -. . .— 411, 601. — . . — Pflanzungen siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien 56. — . . — Plantagen-Gesellschaft siehe Zum neuen Jahre 3. — . Ostafrika, Baum wo 11 versuche in — siehe Bericht 11. Deutsch - koloniale Unternehmungen 1902/1903 *84. — • . — Gummi arabicum von Neu-Langenburg — 552. — . .^ Kakao von —272. — . . — Ramie in — 138. — . .— Kautschuk von Manihot Glaziovii von der Kommunal- pflanzung Kilossa — 495, 605. — . . — Massewekaffee aus dem Bezirk Langenburg — 551. — • . — Über die Krankheiten der Sorghumhirse in — 517. — XJl — Deutsche Samoa-GesellBchaft, Berlin 89. — . — Südwests frika, Baumwolle ans — siehe Bericht U, Deutsch-koloniale Bauinwollunternehmungen *85. — . .■ — von Karl Dove siehe Neue Literatur 455. . — Einführung von Obstbäumen nach — 275. - Gartenbau in — von Gentz 28. - Obstbau in — Hl. - als Siedlungsgebiet siehe Zum neuen Jahre 11. - Siedlungs-Gesellschaft für — Berlin 390. - Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von — Kil. Deutsche Togo-Gesellschaft siehe Zum neuen Jahre 2, 9, 32. .— 323, 599. „Dickbäuche" des Tabaks siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *27. Dillenia speciosa siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *46. Dioscorea papuana (Yams) siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 215. Diospyros Kaki (Kakipflaume), siehe Obstpflanzen in T'ostarika 426. — . — virginica siehe Obstpflanzen in Costariku 426. — . — siehe Obstpflanzeu in Costarika 428. Diplotaxis acris siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *201. — . — Duveyrierana ^ 1 endul J siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189. Dipteryx odorata (Coumarouna odorata) siehe Kopal in Auszüge und Mitteilungen 450. Donde-Liwale, Pflanzung siehe Zum neuen Jahre 4. Douglassche ^'ersu';hsfarm am Agu siehe Zum neuen Jahre 8. Drahtseilbahn von Muyusi in das Gebirge von Ostusanibara, Entwurf der Firma Adolf Bleichert & Co. 66. Düngung der Chiuinbäume siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *16 bis *20. — . — des Tabaks siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *27. Eala, Botanischer Garten von — , District de l'Equateur 329. Ebenaceae siehe Obstpflanzen in Costarika 428. Eierausfuhr, Über die — Madeiras 16. Einfuhr von Datteln in die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die 450. Eingeborenen von Neuguinea, Die Kulturpflanzen der — 211. Elfenbeinküste siehe Kautschuk in den französischen Kolonien 448. Empresa Agricola de Principe 271. Englisch - Ostafrika, Baumwolle in — siehe Auszüge und Mittei- lungen 452. Ephedrii alata siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *191, *201. Eragrostisart siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *197. Erdjiufs siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. — . — siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien 230. — . — : Die Kultur der — in Senegal 398. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- nnd Britisch-Indien *23. — . — siehe über die Insel Principe 329. — XIII - Erioboti'yu japonica (Loquasch oder japanische Mispel) siehe Oljst- pflauzen in Costarika 426. Eriostilbella siehe Untersuchungen über die von Stilbella flavida verursachte Kaffeekrankheit *63. Erodium hirtum sielie Die Nutzpflanzen der Sahara *H)1, *201. Erythrina siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5. — . — lithosperma siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *38, *48. Erythrostictus punctatus sielie Die Nutzpflanzen der Sahara *191. Essai sur l'histoire financiere de la Turquie depuis le regne du Sultan Mahmoud II. jusqu'ä nos jours von A. du Velay siehe Neue Literatur (jl9. Eucalyptus calophylla siehe Zwei Nutzhfilzer Westaustraliens 111. — . — di versicolor F. v.M. (Karri) siehe Zwei Nutzhölzer Westaustraliens 106. — . — lo.\ophleb;i siehe Einführung von Eucalyptusürten in unsere Kolonien 273. — . — marginata Sm. (Jarra) siehe Zwei Nutzhölzer Westaustraliens 103. — . — reduuca siehe Einführung von Eucalyptusarten in unsere Kolonien 27;). — ■. — saliiionophloia siehe Einführung von Eucalyptusarten in unsere Ko- lonien 273. — .— salubris siehe Einführung von Eucalyptusarten in unsere Kolonien 273. — . — arten, Einführung von — in unsere Kolonien 273. Eugenia („arrayan") siehe Obstpflanzen in Costarika 433. Euphorbia resinifera siehe Obstpflanzen in Costai'ika 433. Euphorbium siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *181. Euproctis flexuosa auf Chiuabäumen siehe Studienreise nach Nieder- ländisch- und Britisch-Indien *20. E X p e d i t i n , P f 1 a n z e n p a t h 1 o g i s c h e — nach We s t a f r i k a siehe Bericht TI, Deutsche koloniale Baumwollunternehmnugen 1901/02 *142 — *143. Export von Ciudad Bolivar 'Venezuela i im Jahre 1902. Von O. Engel- hardt 229. Eruca sativa siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *I89. Faserpflanzen von Madagaskar siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Feigenbaum, Der Kautschuk liefernde — von Neucaledonien 581. Fessan, Dattelpalme in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *191. Ficusarten siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 222. - — . — , Neue Kautschukbäume aus Neucaledonien 526. - Carica siehe Obstpflanzen in Costarika 426. . — Cunninghamii, carolinensis — siehe Der Kautschuk liefernde Feigen- baum von Neucaledonien 584. . — elastica siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *1, *6. . .— siehe Zum neuen Jahr 4. 8. 10, 11. - inaequibracteata siehe Der Kautschuk liefernde Feigenbaum von Neu- caledonien 584. - nesophila, aoa siehe Der Kautschuk liefernde Feigenbaum von Neu- caledonien 584. .— prolixa siehe Der Kautschuk liefernde Feigenbaum von Neucaledonien 581, 582, 584. . — — . — siehe Nene Kautschukbäume aus Neucaledonien 527. - raduloides siehe Obstpflanzen in Costarika 431. - Schlechteri siehe Der Kautschuk liefernde Feigenbaum von Neu- caledonien 582. — XIV — Ficus species „higuito'' sielie Obstpflunzen in Costarika 431. Fiji siehe Zum neuen Julir 11. Frankreich, Die Kapernkultur in — 448 Französischen Kolunien, Kaut sc link in den — 447. Fran7.(')sisch-G ui nea siehe Kautschuk in den französischen Kolonien 447. — . — Guyana siehe ebenda 447. — . — Congo siehe ebenda 447. . — Indien sielie ebenda 447. Führer durch Peru, siehe Neue Literatur 617. Galainoummi siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, *175. G-are, Trappisten niissioji in — siehe Zum neuen Jahr 5. Gartenbau in Deu tsch-Südvvestafrika. Von Gentz 28. Gayac siehe Auszüge und Mitteilungen 450. Gedarif, Gummisorten siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *178. Gerauiumöl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co., April 1903, 403. — .-- sielie ebenda Oktober 1903, 612. Gezirehgummi siehe Handelsbericht von Gelie & Co. für 1902, 333. — . — siehe Kordofangummi 18G. Gewürznelken und Stern an is öl 187. Ghegira. Gummisorten siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *178. Gimlet Gum siehe Einführung von Eucalvptusarten in unsere Kolonien 273/274. Glossonema Boveanum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *200. Goma brea siehe Auszüge und Mitteilungen 558. Gourliea decorticans Gill 328. Guatemala-Plantagen-Gesellschaft, Hamburg 89. Guanolager siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo V'erde 447. Guayrule-Kautschuk G15. Guayule- Kautschuk 556. Guide to tht.' South African Press, ßatcliffe's siehe Neue Literatur 562 Guilielma edulis siehe Obstpflanzen in Costarika 438. Gummi arabicum siehe Einige Mitteilungen über Kordofan- und andere Gurniniarten 231. --.— — . — siehe Handelsbericht von Gehe it Co. für 1902, 333. — . — — . — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *173. — . — — . — von Neu-Langeiiburg, Deutsch-Ostafrika 552. — . — — . — von der Regierungsstation Sansanne-M anga in Togo, Be- richt über die Untersuchung von - 228. — . . — in Tripolis siehe Die Nutzpflanzen der Sahara "182. — . — Produktion in Südpersien, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 558. Guttapercha aus Blättern siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-lndien *3. — .— , über die neue — von Neuguinea. Von R. Schlechter 467. — . — siehe Zum neuen Jahr 9. — . — pflanzen, Vermehrung der — durch Stecklinge 94. — . — Pflanzung, Ist die Anlage einer staatlichen — in Kamerun zu empfehlen? Von Dr. Preuls 24. — .— und Kautschuk-Expedition, siehe zum neuen Jahr 9. — . .■ — — . — nach den Südsee-Kolonien, Bericht der — 308. — .— aus Portugiesisch-Ostafrika. Von Prof. Dr. 0. Warburg 325. Guttiferae siehe Obstpflanzen in Costarika 434. Haifa (Macrochloa tenacissima) siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *172, *182, *199. — X^^ — H aiidei-Plan tagen-Gesellscliaft, Rheinische — 546. — . — Regierungsstation in — siehe Zum neuen Jahr 7. Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 330. — .— nnd Plantagen-Gesellschaft, Deutsche siehe Zum neuen Jahr 10. — . — — . — — . — — . — der Süd see- In sein zu Hamburg 320. — . — — . . — , AYestd eutsche 321. — . . . — • — . — siehe Zum neuen Jahr 2, 3, 4. — . — gesellschaft, Swakopmunder — m. b. H.. Berlin 224. Hanseatische Kolon isations - Gesellschaft m. b. H., Hamburg 89, 134, 439. Harthölzer siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Hedychium coronarium Koen. siehe Über die Insel Principe 329. Helopeltis auf Cinchona siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *14, *20. Ilemileiakrankheit des Kaffees siehe Zum neuen Jahr 11, Usambara- Kaftebau-Gesellschaft 224, Horva-Mate in Paranä siehe Auszüge und Mitteilungen 501. Heuschreckenplage in Transkaspien siehe Auszüge und Mitteilungen 501. — . — , Vernichtung von Bananenpflanzungen auf Teneriffa durch — 16. — . — siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. Hevea siehe Zum neuen Jahr 4, 8, 10, 11. — . — siehe Über die Insel Principe 329. —.— brasiliensis siehe Zur Kautschukkultur in Kamerun 606. Hibiscus esculentus L. siehe Über die Insel Principe 329. Holarrhenakautschuk aus Ostafrika 183. — . — raicroterantha K. Seh. 183. Holland, Bureau für auswärtige Handelsbeziehungen in — siehe Auszüge und Mitteilungen 559. Hölzer vom Congo siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Honduras, Die Blauholzsorten von — 39. Ho venia dulcis siehe Obstpflanzen in Costarika 426. Hyoscj'amus Palezlez siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189. Hyphaene thebaica i Dompalme) siehe Die Nutz])flanzen der Sahara *191, *194, *197. *201, *202, *203. Indien. Die Kultur des Tees in — 530, 588. Indigofera anil L. — siehe Über die Insel Principe 329. — .— leptostachya siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Indieu *28, *29, *30, *32 — . — oligosperma siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *29. Indigoindustrie, Lage der — 143. — . — kultur und Fabrikation siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien -="24, *25, *26. Inspektion der Baumwollfarmen und Baumwollmärkte. Von J. N. Calloway, siehe Bericht IL . Deutsch-koloniale Baumwoll- unternehmungeu 1902/03 ■■112 bis *122. Die amerikanischen Ansiedler *112. — Einrichtung von Baum- woll- Aufkaufsmärkten mit maschineller Erntebereitung *113. — Inspektion *114. Institute, Imperial — in London. Von Dr. R. Hennings 584. Instrument zum Anzapfen von Kautschukbäumen 614. Tropenpflanzer 1903. 3 — XVI — Irvingia gabonensis siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Isniailia und Suez, .Mahiriü in — siehe Auszüge und -Mitteilungen 453. Jack sielie ötndieiirei.sen nach Niederländiscli- und Britisch-Indien *4. ■riigerlehen. Pflanzer- und - - auf Sumatra siehe Neue Literatur Stjn. .Taluit-Gesellschaft, Hamburg 2t;7. Jamliosa vulgaris siehe Obstpflanzen in Costarika 425. ■ — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und ])riti>ch-Indien *5. Jarra sielie Zwei Nutzhölzer Westaustraliens 1U3. — . — siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Japan, Die Kultur des Kampfers in China und — 555. Jatropha Curcas L. siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. Java siehe Studienreise nach Niederländisch- und Hritisch-Indien *1. — . — ponies siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *7. — . — rinder ebenda. — . — tabak siehe Studienreise nach Niederländisch- und IJritisch-Iiidien *27 Jewish Colonization Association siehe Die wirtschaftlichen A'erhältnisse der Provinz S. Louis in Nordwestargentinien 178. — .— — . — siehe Über die deutsche Kolonisation in Südhrasilien 573. Jodina rhombifolia Miers 328. Johannisbrot siehe Die Nutzpflanzen der Sahura *193. Juncus acutus siehe ebenda *2()2 Kaffee, Der. Herausgegeben vom Kaiserlichen Gesundheitsamt siehe Neue Literatur 503. - arabischer siehe Zum neuen Jahr 8. 11. - Ernteaussichten für — siehe Auszüge und Mitteilungen 502. - Liberia siehe Zum neuen Jahr 8, 11. - Masse we aus dem Bezirk Langen bürg, Deutsch-Ostafrika 551. - siehe über die Insel Principe 329. . — Vergleich des Kouillou- und Liberia- — siehe Auszüge und Mit- teilungen 559. bau siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 440. . Gesellschaft, Usambara Berlin 224. 44(i. bohnen-Sortiermaschine, Eine eigenartige — 4() . — distrikt in Usambara, Nachrichten aus dem — 227. - krajikheit, Untersuchungen über die von Stilbella fluvida her- vorgerufene — mit Angaben der aus den Untersuchungeii sich ergebenden Mafsregeln gegen diese Pilzepidemie. Von Prof. Dr. Kohl *61. — .— krisis in Säo Paulo, Zur — 497. — — kultur in Timor siehe Landwirtschaft aus Portugiesisch-Timor 94. — . . — in Portugiesisch-Senegambien siehe Notizen aus Portugiesiscli- Senegambien 2on. — . — — . — siehe Zum neuen Jahr 6. — . — markt in San tos und Rio de Janeiro im .luni 1903. Der — 552. — . — ]»flaJizungen siehe Studieni-eise nach Niederländisch- und Britisch- indien *5. *i). *8. — . — plantagc Sakarre. Aktiengesellschaft. Berlin 32. — . — , Der — seine Kultur und Bereitung. Von E. Ettling, siehe Neue Literatur b06. Jvakaobau von l)eut>ch-()st;( frlk:i 272. — xvn - Kakao siebe Handelsbericht von Gelie & Co. für 1902 330. — . — in Portugiesisch - Senegamb ien siehe Einige Notizen aus Portu- giesisch-Senegambien 230. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5, *37. — . — siehe Über die Insel Principe 329. — . — siehe Zum neuen Jahr 3. — .— bau, Praktische Ratschläge für den — 243 bis 252. Die Pflege des Kakaobauraes. 1. Das Kakaofeld 243. — 2. Die Bepflanzung des Feldes 244. — 3. Das Reinigen des Feldes 245. — 4. Das Aufleiten und Beschneiden der Bäume 246. — Die Kakao- frucht und ihre Behandlung. 1. Die Kakaoernte 247. — 2. Die Gärung 248. — Das Waschen und Trocknen der Kakaobohnen 250. — . — — .— auf Trinidad siehe Trinidad 490. — . — — . — an der Goldküste Westafrikas 401. — .— iiohnen, Gewichtsverlust der Kameruner — durch Waschung 90. — . — export der portugiesich - afrikanischen Kolonien. Von Ad. F. Moller 141. — . — kultur auf den Capverden. Von Ad. F. Moller 186. — . — — . — , Die Aussichten der — auf Samoa. Von C. E. Ettling 79. — . — — . — in Timor siehe Landwirtschaft aus Portugiesisch-Timor 94. — . — — . — siehe Zum neuen Jahr 2, 7, 8, 9, 10. — .— markt in Hüvre im Jahre 1902, Der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 61G — . — -Rindenwanze in den Pflanzungen des Bezirks Victoria zu Kamerun. V"on C. Zwingerberger 176. — . — -Trockenvorrichtungen in Kamerun, Über — . Von Professor Dr. P. Preufs 419. Kaktusfeige siehe Über Wüstenwirtschaft im Namaland 131. Kalifornien, Das Räuchern von Orangenbäumen in — siehe Auszüge und Mitteilungen 502. — . — , l'abakbau in — siehe Auszüge und Mitteilungen 558. Kamerun, Analysen von Bodenproben der Moliwe - Pflanzungs- gesellschaft — 182. — . — Baum wollkultur versuche in — siehe Bericht 11, Deutsch -koloniale Baumwollunternehmungen 1902/03 *85. -, Citronellöl in — 37. -, Das ätherische Öl einer Andropogonart aus — 272. . Die Kakao-Rindenwanze in den Pflanzungen des Bezirkes Victoria zu — 176. , Erträge von Kickxiabäumen in — 93. , Ist die Anlage einer staatlichen GuttaperchapflaJizung in — zu empfehlen? 24. , Kleine Notizen über Kautschuk in — 324. , Über Kakao-Trockenvorrichtungen in — 419. -, Über Pflanzenschädlinge in — 345. - siehe Zum neuen Jahr 7. -, Zur Kautschukkultur in — 606. gebirge. Die Regenmenge und Regensicherheit am — 1. 124. - -Gesellschaft, Deutsche — siehe Zum neuen Jahr 2. - Pflanzungenin — sieheDie wirtschaftliche E[jtwicklunguusererKolonien57. 3* — XVlll — Kamerun. Guayrulekautschuk Gin. — . — Guayul ekantficliuk 55(5. Kampier, Die Kultur des — s in China und Japan 555. ^. — , künstlicher 278. — . — bäum (Cinnamomum Camphora) siehe künstlicher Kampfer 27S. Kanarische Inseln, Wirtschaftliches von Madeira, Teneriffa und den — 14 Kapernkultur in Frankreich, Die 448. Kapok siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien 37*. — . — siehe Zum neuen Jahr 5, 9. Kardamom siehe Zum neuen Jahr 5. Karolinen, Tikaphanf von den — 34. — .^ siehe Zum Jieuen Jahr 10. „Karri" siehe Auszüge und Mitteilungen 451. — . — siehe Zwei Nutzhölzer Westaustraliens 103. Kartoffeln siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo A'erde 447. — . — siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — . — siehe Über die Insel Principe 329. — . — siehe Zum neuen Jahr 5. — . — bau als Grundlage der Besiedelung Westusambaras, Der — 83. — . . — in Westusambaru. Von W. v. St Paul lUaire 274. — — , süfse siehe Bataten. Katholische Mission in Bagamoyo siehe Zum neuen Jahr 4. Kaukasus, Die Teekultur im — siehe Auszüge und Mitteilungen 453. Kautschuk aus der Gegend von Mombassa (Ostafrika) siehe Auszüge und Mitteilungen 501. — . — der portugiesischen Kolonien. Von Ad. F. Moller 14U. — . — in den französischen Kolonien 447. — . — in Kamerun, Kleine Notizen über — 324. — . — von Manihot Glaziovii von der Kommunalpflanzung Kilossa, Deutsch-Ostafrika 495, 605. — . — siehe Guttapercha- und Kautschuk-Expedition in Zum neuen Jahr 9. — . — siehe Bericht der Guttapercha- und Kautschuk-Expedition nach den Süd- see-Kolonien 308. — .— siehe Über die Insel Principe 329. — . — , Die Weltproduktion von — 449. — . — bäume von Madagaskar siehe Auszüge und Mitteilungen 503. — . .— , Neue — aus Neucaledonien. Von R. Schlechter 52<). — . — und Guttapercha-Expedition siehe Zum neuen Jahr 9. — . — Instrument zum Anza])fen von — bäumen (514. — . handel der Welt 277. — . — kultur siehe Zum neuen Jahr 4. 7. 9, 11. — . . — in Kamerun, Zur — 606. — . — , Die Kultur von — liefernden Bäu7nen in Neuguinc:! \on W. Kolbe 20. — . — liefernde Feigenbaum von Neucaledonien, Der — . Von Professor Dr. 0. Warburg 581. — . - pflanzung .Meanja'" A. G. Berlin (5(11. — . — region in Ostperu siehe Auszüge und Mitteilungen 558. — . — Statistik 500. — . — Zeitschriften, Zwei neue — siehe neue Literatur .")07. — XIX — Kickxia elastica siehe Über die Insel Pi-incipe 329. — . — — . — siehe Auszüge und Mitteilungen 559. — . — — . — siehe Zur Kantschukkultur in Kamerun 606 . — . — bäume Erträge von — in Kamerun 93. — . — kultur siehe Zum neuen Jahr 2, 4, 7, 11. Kikogwe-Mwera-Pflanzung siehe Zum neuen Jahr 3. Kilimandscharo bei Moschi siehe Zum neuen Jahr 12. Kiomonl-Pflanzung siehe Zum neuen Jahr 4. Kitopeni siehe Zum neuen Jahr 4. Kleinasien, Baumwollkultur in — siehe Bericht II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 19Q^/03 *86. Klopstockia cerifera siehe Die Wachspalmen der Anden 232. — .— interrupta siehe ebenda. — -. — quindinensis siehe ebenda. — . — utilis siehe ebenda. Kokospalme siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien 230. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *4, *6, *24. — .— siehe Über die Insel Principe 329. — . — Schädlinge der — im Bismarckarchipel 136. Kokospalmen siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 219 — .— kultur siehe Zum neuen Jahr 3, 8, 10. — . — Pflanzungen im Bismarckarchipel 38. —. — — . — in Timor siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. Kolanufs siehe Zum neuen Jahr 8, 9, 11. Kolonialbaumwolle, Die Verarbeitung der deutschen — siehe Be- richt II, Deutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/03 *87. Koloniale Gesellschaften 31, 85, 133, 224, 266, 320, 390, 439, 493,544,599. Kolonial-juristische und — politische Studien. Von L. Bendix, siehe Neue Literatur 335. — . — Missionsschule der P. P. Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria in Engelport bei Treis an der Mosel 278. — .— politik der Niederländer, Die — . Von A.Zimmermann, siehe Neue Literatur 335. — . — schule, Deutsche — zu Witzenhausen 143. — . — AVirtschaftliches Komitee siehe Zum neuen Jahr 9. — . . .— 34. Kolonisations-Gesellschaft m. b. H., Hanseatische — Hamburg 89, 134, 439. Kopal siehe Auszüge und Mitteilungen 450. Kopra siehe Zum neuen Jahr 4. Kordofangummi 186. — . — und andere Gumraiarten, Einige Mitteilungen über — 231. — • — — .— siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902 333. — • ■ — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *177. Kouillou- und Liberiakaffee, Vergleich des — siehe Auszüge und Mit- teilungen 559. Kpeme-Plantage in Togo siehe Zum neuen Jahr 2, 4, 8. — . . .— G. m b. H.. Berlin 322. Kräuselkrankheit des Tabaks siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *27. Krebs der Chininbäume siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *20. — XX — Kriegsscilif thafen in Kamerun siehe Zum neuen Jahr S. Kulturen, Bodenverhältnisse und — auf Öamoa 197. Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea, Die — . Von W. Kolbe 211. Kwai. Versuchsstation sielie Zum neuen Jahr 5. Landolphia Heudelotii siehe Kautschuk in den französischeu Kolonien 447. — .— Klainii, humilis, florida siehe Auszüge und Mitteilungen 559. — -. — owariensis, Tholloui siehe ebenda. — . — sphaerocarpa siehe Auszüge und Mitteilungen 503. — . — siehe Kautschuk der portugiesischen Kolonien 140. — . — siehe Zum neuen Jahr 4. Landwirtschaft im Arcliipel von Cabo \'erde, Die — . Von Ad. F. Moller 445. Landwirtschaftliche Produktion des Distriktes Ponta Delgada auf den Azoren. Von Ad. F. Moller 27fi. Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — . — aus Rio Grande do Sul 449. — .— aus Rhodesia 554. Laestadia coffeicola siehe Untersuchungen über die von Stilbella flavida hervorgerufene Kaffeekrankheit *G2. Lagerstroemia flos reginae siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *4G. Lagos, Ausfuhr von Rohbaumwolle aus — von 1867 bis 1901 55ii. — . — Palmöl- und Palmkernhandel von — 499. Langen bürg, Bezirk — siehe Zum neuen Jahr 5. Laos, Die Textilpflanze Pöh von — siehe Auszüge und Mitteilungen 403. Laubabwerfende und Salz vertragende Pflanzen Argentiniens 327. Larrea divaricata Cav. 327. Lauraceae siehe Obstpflanzen in Costarika 429. Lavendelöl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co., Okt. 1903 (^12. Lecanora esculenta (Mannaflechte) siehe Die Nutzpflanzen der Sahai'a '*193. Lecythis sp. siehe Obstpflanzen in Costarika 434. Leptadenia pyrotechuica siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *200, *202. Leucaena glauca siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Indien *42. Lewa sielie Zum neuen Jahr 3. Liberia, Baumwolle in — siehe Auszüge und Mitteilungen 452. — . — kaffee siehe Zum neuen Jahr 8, 11. — . — — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5, *7, *37, *55. — . — — . — , Vergleich des Kuuillou- und -- siebe Auszüge und Mit- teilungen 559. Libysche Wüste, Dattelpalme in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *194. Limonen siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. Lindi-Handels- und Pflanzungs-Gesellsehaft m. b. H., Koblenz 601. Literatur, neue 43, 96, 144, 188, 233, 288, 335, 404, 454, 503, 560, 616. Lome, Sonderl)er icht der Versuclisstation - siehe Bericht H, Deutsch- koloniale Baumwollunternehmungen 1902/03 *110. Louren^o Marques siehe Die Zuckerindustrie in Portugiesisch-A l'rika 93. Lucuma mammosa siehe Obstpflanzen in Costarika 427. — XXI - LucuiiKi rivicona .canistel nnd sigiiapa" siebe ebenda. — .— species .,sapotilla" siehe ebenda. Lycium arabicum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *200, *202. Lycopersicum cerasiforme Dun siehe Über die Insel Principe 329. Lygeum Spartum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *182, *183, *185, *186. ^lacis, Muskatnüsse und Macis siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 333. Macrochloa tenacissima siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *172, *182, *183, *184, *185. Madagaskar siehe Kautschuk in den franzosischen Kolonien 448. — . — , Faserpflanzen von — siehe Auszüge und Mitteilungen 451. --. — , Kautschuk bäume von — siehe Auszüge und Mitteilungen 503. ]Madeira, Wirtschaftliches von — , Teneriffa und den Kanarischen Inseln 14. Maerua rigida siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *20o. Mafute-Kr ankheit siehe Über Krankheiten der Sorghumhirse in Deutsch- Ostafrika 518. Mahagonibaum siehe Zum neuen Jahr 8. ]\lais siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien 230. — siehe Landwii-tschaft im Archipel von Cabo Verde 44G. — siehe Landwirtschaftliches aus Rio Grande do Sul 449. — siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *23. — siehe Über die Insel Principe 329. Makombe-Syndikat, Hannover 89. Malabaila pumila siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *201. Malariamoskiten 187. — . — in Ismailia und Suez siehe Auszüge und Mitteilungen 453. — .— Sonnenblumen als Vorbeugemittel gegen — 503. Malpighiaceae siehe Obstpflanzen in Costai'ika 434. Malpighia mexicana siehe ebenda. Mammea siehe Obstpflanzen in Costarika 434. siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. Mandelöl, fettes (aus Aprikosenkernen) siehe Bericht der Fabrik von Schimmel & Co., Oktober 1903, 613. Mangifera indica L. siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. — . — — . — siehe Obstpflanzen in Costarika 425. — . . — siehe Über die Insel Principe 329. Mango siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5. Mangroven siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *2, Manihot Glaziovii siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. — .— — . — siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambin 230. — . . — , Kautschuk von — von der Kommunalpflanzung Kilossa, Deutsch-Ostafrika 495, 605. — . — — . — siehe Kautschuk der portugiesischen Kolonien 140. — . .— siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — . — — . — siehe Über die Insel Principe 329. — . — — . — siehe Zum neuen Jahr 4, 11. Manilahanf siehe Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor 94. — . — siehe Zum neuen Jahr 10. — XXII — Maniok siehe Die Landwirtschaft im Arcliiitel von Cabo Verde 447. — . — siehe Landwirtschaftliches aus Poitn.i?iesiscli-Tinior 94. — '.— siehe Landwirtschi»ftliche.s aus Klo Grande do Snl 449. — . — siehe Studienreise nach Nicderhindiscli- und Britisch-Indien *1L ^■'21, *23. — . — siehe Über die Insel Principe 329. Maranhao-Baumwolle siehe Auszüge und Mitteiluii. Moschuskörneröl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel Sc Co, Oktober 1903. 61:;. — XXIIJ — Mosäamedes, Die Hochebene von — . Von Ad. F. Moller Ifö. Motor ladeboot 4:2. Mozambique, Zuckerindustrie in — 93. Muoa. Pflanzung siehe Zum neuen Jahr 4. , . . siehe Über eine Bastbanane aus Oätairika ooO. — . — paradi&iaca J — .— proboscidea i ■ ^ rw .. a • r- * -i lo- • siehe übstpflanzen m Costarika 42o. — . — sapientum | — . — textilis siehe Manilahanf. Muskatnuss siehe Zum neuen Jahr 8. — .— und Macis siehe Plandelsbericht von Gehe A: Co. für 1902, 333. Myrtaceae siehe Obstpflanzeu in Costarika 432. Namaland über Wüstenwirtschaft im — 129. Nashornkäfer siehe Zum neuen Jahr 8. Nelken siehe Handelsbericht von Gehe vV Co. für 1902, 331. --. — öl siehe Bericht der Fabrik von Schimmel i^ Co., Oktober 1903, 613. Neucaledonien, Neue Kautschuk bäume aus — 526. — . — , Der Kautschuk liefernde Feigenbaum von — 581. Neuguinea, Die Kultur von Kautschuk liefernden Bäumen in — 20. — . — Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von — 211. — . — Pflanzungen in — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien 59. — . — , Über die neue Guttapercha von — 467. — .— siehe Zum neuen Jahr 9. — . — -Gesellschaft siehe Zum neuen Jahr 9. Neue Literatur 43, 96, 144, 188, 233, 280, 335, 404, 454, 503, 560, 616. Niederländisch- und Britisch-Indien, Studienreise nach — *1. Niger-Gum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174. Nil. Länder am — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *177. — . — tal, Die Dattelpalme im — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *200. Nipa fruticaus (Nipapalmeni siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *3, *42. Nitraria tridentata siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *192, *200. Nordwest-Argentinien, Die wirtschaftlichen Yerhältnisse der Pro- vinz S. Louis in — 178. — .— Kamerun, Gesellschaft, Berlin 600. Nubien, Senna in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *195. Nutzhölzer, Zwei — Westaustraliens. Von L. Diels 103. — .— pflanzen der Sahara, Die — Von Dr. E. Dürkop *159 bis *204. A. Allgemeiner Teil: I. Detinition der Wü-ste Sahara *161. — n. Grenzen der Wüste Sahara *165. — Hl. Niederschläge in der Sahara *170. — IV. Pflanzenwuchs *171. — B. Spezieller Teil: I. Gummi *173. — A. Senegambien *173. — B. Länder am Nil *177. — C. Marokko *178. — a. Gummi arabicum *178. — b. Sandarak *lsO. — c. Euphorbium* 181. - d. Ammoniakum *181. — e. Argan *181. — Anhang *182. — II. Haifa *182. — A. Marokko *183. -- B. Al- gerien *183. — C. Tunesien *185. — D. Tripolitanien *186. — III. Dattelpalme *187. — A. Algerische Sahara *188. — B. Fessau *191. — C. Tripolitanien *193. — D. Libysche Wüste und Niltal *194. — IV. Senna *195. — A. Air *195. — B. Nubien *19ö. — V. Gebiet der Coloquinthe und des Ssuak *196. — VI. Bergland — XXIV — der Aliaggar *198 — VII. Westliche Sahara *1!I9. - VIII. Wüste östlich des Niltales *200. — IX. Gel)iet der Balanites aeir.vptiaca und der Hyphaene thebaicu Mart *20;$. Obstbaiiane i^Miisa sapientumi siehe Obstpllanzen in Costarika 4'2^ — . — siehe Die Landwirtschaft im Arcliipel von Cabo Verde 4-47. — . — l)an in Deutsch- .Südwestafrika 91. — . — bäumen, Einführung von — nacli Deutscli-Südwesta frika 2Tö. — . — pflanzen in Oostiirika. Von C. Werckle 425. I. Ausländisches Obst 425. — TL Amerikanisches Obst 427. Ochradenus baccatus siehe Die Nutzpflanzen der .Sahara *200. Ocimum viride als Anti -Moskiticum 144. — . — — . — siehe Auszüge und Mitteilungen 560. Ohrmuschelschraubenboot, Kin 557. Ölpalme siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien (Guine 230. — . — siehe Über die Lisel Principe 329. — . — siehe Zum neuen Jahr 9. Opantia Ficus indica siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *193. — . — — . — siehe Obstpflanzen in Costarika. 438. Orangenbäumen in Kalifornien, Das Räuchern von — siehe Auszüge und Mitteilungen 502. Orseilleflechte siehe Die Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. Osmunda - Farne siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Tndien *2. Ostafrika. Bananen — s 392. — . — linie, Deutsche, Hamburg 224. — . — , Holarrhenakautschuk aus — 183. — . — , TJber eine Bastbanane aus — 550. — . — siehe Zum neuen Jahr 0. ' Ostindischer Gummi siehe Einige Mitteilungen über Kordofan- und andere Gummiarten 232. Ostperu, Die Kautschukregion von — siehe Auszüge und Mitteilungen 558. Otavi-Minen und Eisenbahn - Gesellschaft, Berlin 88. Pachypodium Rutenbergiaiium siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Pacific Phosphate Company, London 133. Palästina, Die Bagdadbahn und das schwäbische Bauernelement in Transkaukasien und — siehe Neue Literatur 454. Pallaquium born eense 1 . , -i., ,. ^, , .. ^ ,. \ siehe Lber die neue Guttapercha von jseuuiiinea — .— Gutta I . 1 , . /. 1 . 4bh bis 4(1. — . — oblongifohum ^ — .— Supfianum siehe Über die neue Guttapercha von Neuguinea 4(>9. 47(>. — . — Treubii siehe Über die neue Guttapercha von Neuguinea 470. Palmae siehe Obstpflanzen in Costarika 438. Palmöl- und Palmkernhandel von Lagos 499. Pauicum maximum i Guineagras! siehe Die N'iehmast in Costarika 471. — . — numidianum (Parägrasi siehe Die Viehmast in Costarika 472. — . — sanguinale var. horizontale siehe Die Viehmast in Costarika 473. — . — turgidum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *188, *197. Papaya siehe Die Landwirtschaft im Arcliipel von Cabo Verde 447. — . — ceae siehe Die Obstpflanzen in Costarika 437. Parakautschuk siehe Zum neuen Jahr 8. — . — siehe 95. - XXY — Paradiesköriier, Pfeffer und — aus Togo 183. Paranä, Herva-Mate in — siehe Auszüge und Mitteilungen 501. Paspalum conjugatum siehe Die Viehmast in Costarika 47o. Passiflora coerulea siehe Obstpflanzen in Costarika 43(5, 437. - edulis siehe Über die Insel Principe 329. . — ligularis siehe Obstpflanzen in Costarika 436, 437. - membranacea siehe Obstpflanzen in Costarika 436, 437. - quadrangularis siehe Über die Insel Principe 329. . — , var. macrocarpa siehe Obstpflanzen in Costarika 436, 437. - species, -pococa" siehe Obstpflanzen in Costarika 436, 437. Passi floraceae siehe Obstpflanzen in Costarika 436, 437. Payena Leerii siehe Zum neuen Jahr 8. — . . — siehe Über die neue Guttapercha von Neuguinea 468. Peganum Harinala siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *190. Petitgrainöl siehe Bericht von Schimmel & Co., April 1903, 403. Peunisetum dichotomum siehe Die Nutzpflanzen der Sahara "204. Pentadesma butyraceum siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Persea gratissima (^aguacate") siehe Obstpflanzen in Costarika 429, — . — frigida (,.yas'') siehe Obstpflanzen in Costarika 429. Peru, Führer durch — siehe Neue Literatur 617. Peruanische Baumwolle, Bericht über — 153. — .— balsambaum siehe Zum neuen Jahr 8. Personalnotizen 96, 508. Pferdezucht siehe Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von Deutsch- Südwestafrika 164. — . — sterbe, Über die — in Südafrika siehe Auszüge und Mitteilungen 454. Pfeffer siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 333. — . — , roter — sielie Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *21. — . — , spanischer oder roter — siehe Zum neuen Jahr 5. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5. — . — und Paradieskörner aus Togo 183. Phytophtora infestans ( Saatkrankheit l siehe Studienreise nachNiederländisch- und Britisch-Indien *27. Pfirsiche siehe Obstpflanzen in Costarika 426. Pflanzenschädlinge in Kamerun, Über — . Von Dr. P. Preufs 345. Pflanzer- und Jägerleben auf Sumatra. Von Ed. Otto, siehe Neue Literatur 560. Pflanzung Kikogwe-Mwera siehe Zum neuen Jahr 3. — . — Kiomoni siehe Zum neuen Jahr 4. — . — Muoa siehe Zum neuen Jahr 4. — . — Don de Liwale siehe Zum neuen Jahr 4. — . — Sakarre siehe Zum neuen Jahr 5. — . — Moliwe siehe Zum neuen Jahr 8. Pflanzungs-Gesellschaft, Westafrikanische — . — „Bibundi", Ham- burg 31, 270. — . — — . — , — . . — Viktoria siehe Zum neuen Jahr 2, siehe 268. Pflaumen siehe Obstpflanzen in Costarika 426. Phelipaea lutea siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *193. — . — violacea siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189, *193. Phoenix dactylifera siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *187, *202. Phyllocactus lepidocarpus siehe Obstpflanzen in Costarika 438- — . — niiicropterus siehe Obstpflanzen in Costarika 348. — XX VJ — Phyllosticta coffficola siehe Untei-sucliuiigen über die von Stilbella flavida hervorgerufene Kafifeekrankheit *73. Piper (lusii afrikanische Cubebem siehe Pfefler und Paradiesköruer aus Tüo-o 184. Pisang, siehe Bananen- und Pisangkultur 112. Pisonia alba siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indieu *1. Pistacia atlantica siehe Die Nutzpflabzen der Sahara *190, *193. — . — Lentiscus siehe Die Xutzpflaiizen der Sahara *193. Pithecolobiuni Saman siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *1, *42, *48. Pistillaria flavida siehe Untersuchungen usw. *62. Plantagen-Gesellschaft. Deutsch-ostafrikaii i sehe — siehe Zum neuen Jahre 3. — . — Chocolä, Hamburg 31. Plantage Kpeme in Togo, siehe Zum neuen Jahre 2, 4, 8. — . .— G. m. b. H., Berlin 322. Plantagen- und Handels -Gesellschaft, Westdeutsche — siehe Zum neuen Jahre 2, 3, 4. — .— -.— 321. Plantagen-Gesellschaft, Guatemala — Hamburg 89. PI an taue oder Mehlbanane iMusa paradisiacea) siehe Obstpflauzen in Costarika 425. Plantes tropicales de graude Culture, Les par E. De Wildeman siehe Neue Literatur 281. Plectocarpus tetracantha Gill. 327. Poa cynosuroides siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *202. Pöh von Laos, Die Testilpflanze siehe Auszüge und Mitteilungen 452. Poinciana regia siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- ludien *1. Polyochnell.ota punctulata siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Ponta Delgada auf den Azoren, Die landwirtschaftliche Produk- tion der Distrikte — 276. Portugiesisch-Ostafrika, Guttapercha aus — 325. Portugiesische Kolonien, Kautschuk der — 140. Portugi esisch-Afrika, Die Zuckerindustrie in — 93. — Afrikanische Kolonien, Kakaoexport der — 141. — Senegambien (Guine"). Peinige Notizen aus — 230. ----Timor, Landwirtschaftliches aus — 94. Principe, Empresa Agricola de — 271. — Insel, Die Schlafkrankheit auf der — 232. .— Über die — 328. Produktion, Die land wirt.schaftliche — von Ponta Delgada auf den Azoren 27(3. Prosopis arten siehe Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Provinz St. Louis in Nordwest-Argentinien 179, ISI. — . — juliflora DC, Strombulifera Bth. 328. Protokoll der Baumwollkonferenz vom 31. März 1903 in Tafie siehe Bericht 11, Deutsch -koloniale Baumwollunternehmungen 1902/1903 *135-*137. Prunus chicasa i — .— triflora siehe Obstpflauzen in Costarika 426. — . — hattan •' — XXYII — Psidium guavava ( „ guiivaliu" ) 1 . , ^, ,, n ■ . „ " ( siehe Ubstptianzeu iii Costarika 432. — . — raolle, „guisaro ' '■ — .— pomiferum L. siehe Über die Insel Principe 329. --•— savannarum "| ^, ^ .<-,.., ■ ,. ( siehe übstpnanzen in Oostarika 432. — . — species .-cas J ' Puccinia purpurea siehe Über Krankheiten der Sorghumhirse in Deutsch- Ostafrika 521. Punica Granatum siehe Obstpflanzen in Costarika 426. Ramie aus Deutsch-Ostafrika 138. Ramiekultur siehe Zum neuen Jahre 3, 8. Raphiapalme (Raphia vinifera ßeauv.) siehe Einige Notizen aus Por- tugiesich-Senegambien 230. Rapport sur une visite aux instituts botaniques et coloniaux de Paris, Berlin et Dresde en 1902, von E. De Wildeman siehe Neue Literatur 618. Räuchern von Orangenbäumen in Kalifornien, Das — siehe Auszüge und Mitteilungen 502. Reblaus siehe Wirtschaftliches von Madeira, Teneriffa und Kanarischen Inseln 14. Regenmenge und Regensicherheit am Kamerungebirge, Die. Ton Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Wohltmann 124. Reis siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien (Guine) 230. — . - siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *3, *4, *7, *8, *10, *21, *23, *24, *25, *26. *42, *55. — .— siehe Zum neuen Jahre 5. Reisebericht der Guttapercha- und Kautschuk-Expedition nach den Südsee-Kolonien. Von R. Schlechter 308—320. Torricelli-Gebirgsexpedition 308. — Bericht über die Expedition in Neu-Mecklenburg 314. Reisebericht über Sam.oa I. Von Geh. Regierungsrat Prof. Dr. F. Wohlt- mann 291. — . . — — . — II. Von Geh. Regierungsrat Prof. Dr. F. Wohltmann 295. — . . .— III. Von Geh. Regierungsrat Prof. Dr. F. Wohltmann 369. Rhabarber siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 334. Rheedia edulis siehe Obstpflanzen in Costarika 434. Rheinische Handel -Pia 11 tagen -Gesellschaft 546. Rhizophora siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *2. Rhodoleia Teysmannii siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *6. Rhododendron siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Indien *6. Rhodesia, Landwirtschaftliches aus — 554. Rhus dioica siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *190. — . — oxy acanthoides siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *190. *193. Ricinus siehe Landwirtscliaft im Archipel von Cabo Verde 447. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *11. — . — siehe Über die Insel Principe 329. Rio de Janeiro, Der Kaffeemarkt in Santos und — im Juni 1903, 552. Rio Grande do Sul, Landwirtschaft aus — 449. — . — Dr. Herrmann Meyers Ackerbau-Kolonien Neu-Württemberg und Kingu in — .siehe Neue Literatur 617. - XXVIII — Rocella tiiictoria siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 44(>. Rohbauin wolle, Ausfulir von — aus Lagos von ISGT bis 1901. 55(1. Rohstoffe des Pflanzenreichs. A'on .T. VViesner siehe Neue Literatur 281. Rosaceae siehe Obstpflanzen in Costarika 429. Rosenöl, Türkisches siehe Bericht von Schimmel iV Co. Oktober 190;i, 613. Rosinenkultur in Kleinasien siehe Die Aussichten für dii? Baumwollkultur in Vorderasien 364. Rosmarinus officinalis sielie die Nutzpflanzen der Sahara *189. *190. Rostkrankheit 1 der Sorghumhirse siehe Über Krankheiten der Sorghum- Russtaupilze I liirse in Deutsch-Ostafrika 519—521. Rotanpalmen siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch Indien *24. Rüben siehe Zum neuen Jahre 5. — . — Zuckerindustrie in den Vereinigten Staaten, Die Entwicklung der — 610. Rubus deliciosus siehe Obstpflanzen in Costarika 4:)0. Rüsselkäfer auf Castilloa siehe Die Kultur der Kautschuk liefernden Bäume in Neuguinea 28. — . — , Die Bedrohung des amerikanischen Baumwollbaue.=; durch 'o den — siehe Auszüge ujid Mitteilungen 502. Runiex vesicarius siehe die Nutzpflanzen der Saliaru *201. Russisch- Asien, Baumwollkulturin — siehe Bericht II, Deutsch-koloniale BaumwoUunternehTnungen 1902/1903. *86. Rutaceae siehe Obstpflanzen in Costarika 429. Saatetablissenient, Haupt-Preiskourant des — . Von J. Klar siehe Neue Literatur 44. Safata-Samoa-Gesellschaft 87. Safatalaod. Gutachten über das — 305. Sagopalme siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von NtMiguinea 222. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britiscli-Indien *53. Sahara, Die Nutzpflanzen der — *159. — . — westliche, Die Nutzpia nzen der — *199. Sakarre-Kaffeeplantage siehe Zum neuen Jahre 5. — . — Aktiengesellschaft, Berlin 32. „Sallabreda'" (Gummi) siehe Die Nutzpflanzen der Sahara 174. Salmon Gum siehe Einführung von Eucalyptusarten in unsere Kolonien 273. Salzvertragende und lau babwerfendc Pflanzen Argentiniens 327. Salvadora persica siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189, *191, *197, *20(). *201, *204. Sämereien. Winke für Laien beim Bezüge von - nach überseeischen Ländern sowie über deren Aussaat. Von J. Klar 264. Samoa, Bodenverhältnisse und Kulturen auf — 197. — . — Die Aussichten der Kakaokultur auf - 79. — . — Die Aussichten der Kakaokultnr auf -. Von R. Ueeken siehe Neue Literatur 44. — . — Gesellschaft, Deutsche, Berlin s9. Samoainseln siehe Zum neuen Jahre 2, 10. Samoa, Pflanzungen auf — siehe Die wirtscluiftliche Entwicklung unserer Kolonien 59. .— Reisebericht über — I 291. -. . . 11 295. — . . . in 365. — .— VanilK-kultur auf - 220. — XXIX — Saiidai-ak siehe die Nutzpflanzen der Saliara *^180. Sandwicli-Insehi, Zuckerkultur auf den — 184. S. Jose da Lagöa iMinas Geraesi, Die Seidenraupenzucht in — siehe Auszüge und Mitteilungen 453. S. Louis, Provinz in Nordwest-Argentinien. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in — 178. Sansanne-Munga in Togo, Regierungsstation, Bericht über die Untersuchung von Gummi arabicum von — 228. Santos, Der Kaffeemarkt in — und Rio de Janeiro im Juni 1903, 553. Sao Miguel (Azoren, über die Teekultur auf der Insel — 164. Sao Paulo, Zur Kaffeekrisis in — 497. Sapotaceae siehe Obstpflanzen in Costarika 426. Satyria Warszewiczi siehe Obstpflanzen in Costarika 438. Savai siehe II. Reiseljericht über Samoa 300. Savannenbrände, Die Bedeutung der — in den Te.vasfiebergegenden. Von S. G. Endlich 252—258. Schädlinge der Baumwolle siehe Bericht über peruanische Baumwolle 159- — . .— Guttaperchapflanzen siehe Über Pflanzenschädlinge in Kamerun 357. — . — — .— Kaffeearten siehe Über Pflanzenschädlinge in Kamerun 340. — . — des Kaffees siehe Nachrichten aus dem Kafifeedistrikt in Usambara 227. — .— — . — Kakaos siehe Über Pflanzenschädlinge in Kamerun 348. — .— — .— — . — . siehe die Kakao-Rindenwanze in den Pflanzungen des Bezirks Victoria zu Kamerun 176. — .— der Kautschukpflanzen siehe Über Pflanzenschädlinge in Kamerun 354. — . — — . — Kokospalme im Bisniarckarchipel 136. — . . — Schattenbäume siehe Über Pflanzenschädlinge in Kamerun 357. — . — — . — Sorghumhirse siehe Über die Krankheiten der Sorghumhirse in Deutsch-Ostafrika 517. — . — des Teakbaumes siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *46. — . — — . — Tees siehe Die Kultur des Tees in Indien 597. Schäferei-Gesellschaft, Südwestafrikanische, Berlin 443, 602. Schämbäk siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Schantung-Eisen)jahngesellschaft 494. — .— Bergbau-Gesellschaft, Berlin 548. Schibaum in Togo. Der — von Graf Zech 413 -419. Schinus depeudens (Ortega) Engl. 328. Schildlaus siehe Zum neuen Jahr 8, 10. Schlafkrankheit auf der Insel Principe, Die. Von Ad. F. Moller 232. Schleichera trijuga siehe Studienreise iiuch Niederländisch- und Britisch- indien '-"46. Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica' siehe Zur Seidenbaufrage 72 ff". Scorzonera Schweinfurthii siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *2ul. Sechium edule Ld. siehe Über die Insel Principe 239. Seidenbau frage. Zur. Von Dr. Udo Daranier 72 ff. Seidenraupenzucht in S. Jose da Lagoa (Minas Geraes). Die sieht- Auszüge und Mitteilungen 4.53. — . — aus Süd westafrika 603. Seidenspinner (Bombj-x Mori) siehe Zur Seidenbaufrage 72 ff. Senebiera lepidioides siehe Die Nutzpflanzen der Saliara *189. Senegambien, Gummi in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *^173. — XXX — Senegal, Die Kultur der Erdnufs in — 398. Senegalgumini siehe Einige Mitteilungen über Kordofan- und andere Gumnii- arteu 232. — .— siehe Handelsbericht voji Gehe & Co. für 1902 333. — . — siehe Kordofangumnii 180. — . — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *174, *175, *179. Seuna in Air siehe Die Nutzpflanzen der Sahara* 195. — . — Nubien siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *195. — . — Tripolis siehe Die Nutzpflanzen der Sahara ■■■182. Sennesblätter siehe Handelsbericht von Gehe A: Co. für 1902 332. Sledelungsgesell.schaft für Deutsch-Süd westa frika, Berlin 390. Sigipflanzung siehe ZuTn neuen Jahr 5. — . gesellschaft m b. H., Essen 225, 493. Sisalagave, Biologisches über die — 557. — . — siehe Zum neuen Jahr 3, 10. Soeiedade de Agrieultura Colonial 323. Sojabohnen siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-lndien *24, *25. Solanaceae siehe Obstpflanzen in Costarika 435. Solandra grandiflora siehe Obstpflanzen in Costarika 439. Solanum guatemalense siehe Obstpflanzen in Costarika 429, 435. — . — verrucosum siehe Obstbau in Costarika 435. Sonderbericht der Versuchsstation Lome von Allen Bums siele Be- richt IL Deutsch-koloniale Baumwolleiiunternehmungen 1902 19(»3 nio, *111. Sonderbericht der Versuchsstation Tove von John Robinson siehe Bericht II. Deutsch-koloniale Baumwollenunternehmungen 19O21'.>03 *90-*109. — . — Allgemeines *90, Baumwollenernte und Aufkauf *95, Zugvieh -9.^. 'lY.nis- port *99, Baumwollschüdlinge *101, Arbeitsplan "''lOG. Sonje in Kamerun siehe Zum neuen Jahr 8. Sonnenblumen als Vorbeugemittel gegen ^lalaria siehe Auszüge und Mitteilungen 503. Soppopflanzung siehe Zum neuen Jaiir 2, 8. Sorghnmbohrer siehe Über Krankheiten der Sorghumhirse in L)eutsch- Ostafrika 523. Sorgliumliirse, Über die Krankheiten der in Deutsch-Ostafrika. Von Dr. Walter Busse 517. Soudan, Sur les routes de — von Emile IJaillaud siehe Neue Literatur 5<>7. South African Press, Ratcli ffes Guide to the-, siehe Neue Literatur .5tj2. .South African Territories Limited 33. South West Africa Company Ltd. Lon-don — Berlin 390. Spathodea camp an u lata siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britiseli- Indien ''9. .Sphaereila coffeicola siehe Untersuchungen über die von Stibella flavida hervorgerufene Kafleekrankheit *G1. Spondias lutea Forst, siehe Über die Insel Principe 329. .Spondias mombiu, var. ]iurpureu „ciruelo" i siehe Obstpflanzen in Co.starika 428. — . — var. lutea „cismoyo") | siehe Obstpflanzen ii'. — . — var. macrocarpa („jocote trunador") ' Costarika 428. Ssuak siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *19G. — XXXI — Stauanlagen in Argentinien. Von A. Papstein 259. Steinnufspalmen, siehe Zum neuen Jahr 10. Sternanisöl, Gewürznelken und — 187. Stilbum flaviduin siebe Untersuchungen über die von Stilbella hervorgerufene Kafieekrankheit *61, *62, *63. Stilbella flavida siehe Untersuchungen über die von — hervorgerufene Kaffeekrankheit mit Angaben der aus den Untersuchungen sich er- gebenden Mafsregeln gegen diese Pilzepidemie *61, *63, *64, *69. Stipa teuacissima siehe Macrochloa tenacissima. Straufsenzucht siehe Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von Deatsch- Südwestafrika 164. Studienreise nach Niederländisch- und B r i t i s c h - 1 n d i e n . Von Dr. Stnlilmann *1. Südafrika, Die Pferdesterbe in — siehe Auszüge und Mitteilungen 454. Südafrika, Über die 'J'ermitenplage in — Auszüge und Mitteilungen 559. Südbrasilien siehe Über die deutsche Kolonisation in — 571. Südkamerun-Gesellschaft, Hamburg— Brüssel 85. Südpersien, Die Gummiproduktion in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 558. Südwestafrika siehe Deutsche Kolonial-Gesellschaft für — Berlin 86. — . — Seidenraupeneierzucht aus — 603. Südwestafrikanische Schäfereigesellschaft, Berlin 443, 602. Südsee-Kolonie siehe Bericht der Guttapercha- und Kautschukexpedition nach den — 308. Südseeinseln siehe Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft der — zu Hamburg 320. Suez, Die Malaria in Ismaila und — Auszüge und Mitteilungen 453. Sumatra, Pflanzer- und Jägerleben auf — - siehe Auszüge und Mit- teilungen 560. Swakopmunder Handelsgesellschaft m. b. H., Berlin 224. Sycomoren siehe die Nutzpflanzen der Sahara *194. Symphonia gabonensis siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Tabac, sa culture et son exploitation dans les contrees tropieales, Le. Von Octave J. OUet siehe Neue Literatur 618. Tabak aus Togo 324. — . — siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neu-Guinea 217. — ■ — , Krankheiten des — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indieu 27. — . — La culture et industrie. Von E. Bonant siehe Neue Literatur 96. — . — siehe Laudwirtsehaft im Archipel von Cabo Verde 447. - — siehe Zum neuen Jahr 5, 8, 9, 11. Tabakbau. Düngung des — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch Indien 27 — . — in Kalifornien siehe Auszüge und Mitteilungen 558. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *24, *25, *26. Tabebnia nodosa griseb. 328. Tabernaemontana Donnell-Smithii siehe Zum neuen Jahr 8. Talka Guramii siehe Die Nutzpflanzen dir Sahara *178. Tamarinden siehe ebenda *50. Tamarindus indica siehe Über die Insi I Principe 329. — . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. — XXXJl — T.'imariiidus indica siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *204. Tamarix articulata siehe ebenda *190, *192, *19G, *202. — . — gallica siehe ebenda *191. Tanga siehe Zum neuen Jahre 4, 5. Taro siehe Die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neu£;uinea 215. — .— siehe Landwirtschaft im Archipel von ('abo A^erde 447. Teakbaum (Tectona grandis) siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *10, *24, *42, *43 bis *48. Telfairiasamen aus Wilhelmsthal in Westusambara 496. Teneriffa, Wirtschaftliches von Madeira, — und den Kanarischen Inseln 14. Terfezia Leonis (Trüffel) siehe Die Nutzpflanzen der. Sahara *18S, *192, *193. Termitenplage in Südafrika, ("ber die ■ — siehe Auszüge und .Mittei- lungen 559. Terustroemiaceae siehe Die Kultur des Tees in Indien 532. Texasfiebergegenden, Die Bedeutung der Savannenbrande in den — 252. Textilpflanze Pöh von Laos, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 453. — . — faser, Über eine brasilianische Aramina genannte - siehe Aus- züge und Mitteilungen 560. Thea bohea — viridis > siehe Die Kultur des Tees in Indien 532. — assamica — sinensis — — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *53. Teeausfuhr Chinas im Jahre 1902, 554. — . — Pflanzungen auf Java siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *8, *48, *53. — . — Die Kultur des — in Indien 588 bis 598. Das Verpflanzen 588. — Nachpflanzungen 590. — Behandlung der Pflanzung 591. --Das Verschneiden 592. — DasTrocknen oder Schossen des Tees 594. — Sameiizucht und Behandlung 594. — Düngung 595. Schädlinge des Tees 597. Teekultur siehe Zum neuen Jahre 2, 8, 11. — . — Über die — auf der Insel Sao Miguel i Azoren . Vom Korpsstabs- ap:)theker Bernegau 164 bis 173. I. Das Reifen der Blätter 171. — II. Das Drehen oder Rollen der Blätter 171. — IIl. Gärung 172. — .— siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 334. — . — Versuchspflanzungen in Boea 444. — . — kuitur im Kaukasus, Die — siehe Aufzüge und Mitteilungen 453. — .— Die Kultur des Tees in Indien. Von Geo. A. Schmidt 530 bis 544. Geschichte des Tees 530. — Botanische Bei7ierkungen 532. — Klima und Boden 533. — Arbeiterverhältnisse 534. — Anlage von Pflanzungen 536. — Auslegen der Samen an dauerndem Standort 538. — Samenbeete 540. — Vorteile und Nachteile der Samenaus- legung am dauernden Standort und der Anzucht auf Samenbeeten 543. Thibaudi aceae lEricaceae) siehe Obstpflanzen in Costarika 4.38. Thymian öl siehe Bericht von Schimmel & Co., Oktober 1903, 613. Thymus hirtua siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *190. — XXXIII — Tientsin-Baugesellschaft 495. Tikaphanf von den Karolinen 34. Tinibuktugumrai siehe Die Nutzpflanzen der Sahara ^172. Togo, Baumwollunternehmungen siehe Bericht 11, l>eutsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1902/03, *83. Togo, Der Schibaum in — 413 — . — siehe Bericht über die Untersuchung von (rummi arabicum von der Re- gierungsstation Sansanne-Manga in — 228. - siehe Bericht über die Untersuchung von ■Melonenkernen aus — 139. - -Gesellschaft, Deutsche siehe Zum neuen Jahr 2, 9. - -Handels- und Plantagengesellschaft siehe Zum neuen Jahr 8. - siehe Pfefifer und Paradieskörner aus — 183. — . — Pflanzungen in — siehe die wirtschaftlichen Entwicklungen unserer Kolonien 58. — .— siehe Tabak aus — 324. — . — siehe Zum neuen Jahr 8, 9. Tomatenkultur, Über — in Teneriffa 15. Tove, Baumwollversuchs- und Ij ehr Station zu — siehe Zum neuen Jahr 9. — . — Sonder bericht der Versuchsstation — siehe Bericht II, Deutsch- koloniale BaumwoUunternehmuugen 1902 03, *90. Transkaspien, Heuschreckenplage in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 501. Transkaukasien, Die Bagdadbahn und das schwäbische Bauern- element in — und Palästina siehe Neue Literatur 454. Trappistenmission in Gare siehe Zum neuen Jahr 5. Trecnlia africana Dcne siehe über die Insel Principe 329. Tripolis, Gummi und Senna in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara ■"1S2. Tripolitau ien, Haifa in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *186. — .— Dattel in — siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *19o. Trinidad 498. Tropische Agricultur, Die. Von H. Semler siehe Neue Literatur 561. Tsetsekrankheit, Zur Immunität der Massaiesel gegen die — . Ent- gegnung von Dr. R. Endlich 41. Tunesien, Haifa in — siehe die Nutzpflanzen der Sahara *185. Usambara, siehe Vortrag von Dr. Sander 202. — . — siehe Nachrichten aus dem Kafi'eedistrikt in — 227. Usambara-Kaffeebau-Gesellschaft, Berlin 224, 440. üpolu, siehe IL Reisebericht über Samoa 295. Urena lobata, siehe Auszüge und Mitteilungen 451. Vanilla planifolia Andr. siehe über die Insel Principe 329. Vanille siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 332. — . — siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *5. Vanillenkultur, siehe Zum neuen Jahre 4, 8, 11. — . — siehe auf Samoa. Von C. Ettling 229. A7egetationsbilder, herausgegeben von Dr. G. Ivarsteji und Dr. H. Schenck siehe Neue Literatur 404. Vereinigte Staaten von Nordamerika, Die Einfuhr von Datteln in die — 450. — .— , Die Entwicklung der Rübenzuckerindustrie in — 610. Vermischtes 40, 94, 142, 186, 231, 277, 330, 402, 449, 500, 556, 611. — XXX IV — Versuche über das Sterilisieren von Baum wollsameti siehe Bericht II, Deutsch-Koloniale Baumwullunternehniuiigen 1902/1003, *i;38bis*141. Ver.suclisstation Kwai siehe Zum neuen Jaln-e 5. Viehmast in Costarika, Die — . Von Th. Koschny 471 bis 492. 1. Die Mastarräser 471 bis 474. 2. Die Herstellung der Mast- weide 474 bis 477. i). Die Zäune und ihre Einteilung 477 bis 480. 4. Die Bewirtschaftung der Mastweide und das Abbrennen 480 bis 4S4. 5. Der Transport 484 bis 486 6. Die Mästung 486 bis 488. 7. Der geschäftliche Teil 488 bis 489. 8. Anhang — Verschiedenes 489 bis 492. Viehseuchen siehe Zum neuen Jahre 13. Viehzucht siehe Zum neuen Jahre 5. Vigiia sinensis (Cow pea) siehe Zur BaumwoUdüngung 263. Viktoria, Westafrika 11 i sc he Pflanzungsgesellschaft — siehe Zum neuen Jahre 2. — , siehe 268. — , Botanischer Garten zu — siehe Zum neuen Jahre 8. -, Bezirk zu Kamerun, Die K akao-Rinden wanze in den Pflan- zungen — s 176. ilfa spicata sieiie Die Nutzpflanzen der Sahara *197. tis vinifera \ — labrusca — cordifolia ^ „ ^ ., ,r. ,. T , . ; siehe Obstpflanzen in Costarika 426. — aestivalis — vulpina ( ^ — r i p a r i a j Vorderasien, Die Ansichten für die Baumwollkultur in — 362. Wachspalmen der Anden, Die — 533. Wanderheuschrecken und ihre Bekämpfung in unseren afrikanischen Kolonien, Die — . Von S. L. Sander siehe Neue Literatur 144. Wandoo siehe Einführung von Eucalyptusarten in unsere Kolonien 274. Wassermelonen siehe Obstpflauzen in Costarika 425. — . — reis sielie Landwirtschaft aus Portugiesisch-Timor 94. Wein siehe Zum neuen Jahre 5 — .— kultur in Madeira und Teneriffa 14. — . — siehe Obstpflanzen in Costarika 426. Weltproduktion von Kautschuk, Die — 449. Westafrika von Moritz Schanz siehe Neue Literatur 335. — . — Kakaol)au an der Goldkiiste — s 401. — . — Affairs of — by p]dm. D. Morel siehe Neue Literatur 40i. Westafrikanische Pflanzungsgesellschaft Viktoria siehe Zum neuen Jahre 2. — . — siehe 268. — . — siehe „Bibundi-', Hamburg, 31, 270. Westaustralien, Zwei Nutzhiilzer — s 103. Westdeutsche Handels- und Pluntagengesellschaft, Düsseldorf siehe Zum neuen Jahre 2, 3, 4. — . .— 321. Westusambara, Telfairiasamen aus AV ilhelmsthal in 496 — . — , Der Kartoffelbau als Grundlage der Besiedelung — s 83. — .— Bemerkungen zu „Die Besiedlungsfähigkeit von — ". Von Dr. Neubaur vom Standpunkt südbrasilianischer Kolonisation 173. — . — Bananenkultur in — 226. — XXXY — Wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien, Die — . Vortrao- von Geh. Reg. Prof. Dr. F. Wohltmann 53 bis 66. Die Auswanderung 54. — Die Pflanzungen 56. — Der Handel 61. — Die Eingeborenen 62. — Der Bergbau 63. — Die Verkehrsver- hältnisse 64. — Schluls 65. — .— Hebung von Deutsch-Südwestafrika, Vorschläge für die — . Von R. A. Schroeder 161. — •— n Verhältnisse der Provinz S. Louis in Nordwest-Argentinien, Die — . Von A. Papstein-Curitybu 178. — .— s von Madeira, Teneriffa und den Kanarischen Inseln. Von Bernegau 14. Wirtschaftstiere, Die geographische Verbreitung der — mit be- sonderer Berücksichtigung der Tropenländer von R. Müller siehe Neue Literatur 616. Witzenhauseu, Deutsche Kolonialschule zu — 143. Wollschafzucht in: Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von Deutsch-Süd westafrika 164. Wüstenwirtschaft, Über — in Namaland. Von F. Gessurt 129. Xanthorrhoea Preissii siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- Lidien *6. Yams siehe die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neu-Guinea 215. Yap, Insel der Westkarolinen siehe Zum neuen Jahre 10. York Gummi siehe Einführung von Eacalyptusarten in unsere Kolonien 274. Zebrazucht in: Vorschlä,f;e für die wirtschaftliche Hebung von Deutsch-Südwestafrika 164. Zebuochsen auf Java siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britiscli- Indien *7. Zeckensiehe die Bedeutung von Ssvannenbränden für die Texasfiebergegenden 254. Ziegen siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 447. Ziergewächse siehe die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 219. Zimt siehe Zum neuen Jahre 11. — .— siehe Über die Insel Principe 329. — .— siehe Handelsbericht von Gehe & Co. für 1902, 331. — .— (Ceylon) siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Lidien *56. — .— öl (Ceylon) siehe Bericht von Schimmel & Co., Oktober 1903, 614. Zizyphus Mistol Griseb. 328. — .— lotus siehe Die Nutzpflanzen der Sahara *189, *191, *193, *194. *202, *204. — . — Spina Christi siehe ebenda *19I, *201. Zuckerpalme siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indieu '6. Zuckerrohr siehe Zum neuen Jahre 8. — . — Industrie in Portugiesisch-Afrika, Die — 93. — . — kultur auf den Sandwich-Inseln 184. — .— siehe die Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 216. — . — siehe Einige Notizen aus Portugiesisch-Senegambien (Guine,) 230. — . — siehe Über die Insel Principe 329. — . — siehe Landwirtschaft im Archipel von Cabo Verde 446. — .— auf Trinidad siehe Trinidad 498. — .— siehe Studienreise nach Niederländisch- und Britisch-Indien *7, *2l, *24, ^25, *26, *33. Zum neuen Jahre. Von Professor Warburg 1. XXXVI — Aufsätze und Abhandlungen. Aldins^er, Dr.: Bemerkungen zu ,,üie Besiedelungsfähigkeit von Westusarnbara" von Dr. Neubaur vom Standpunkt südbrasilianischer Kolonisation 173 bis 176. Aiionymos: Der Kartotfelbau als Grundlage der Besiedelung von Westusarnbara 83 bis 85. Bernegau, L.. Korpsstabsapotheker: Wirtschaftliches von Madeira, Teneriffa und den Kanarischen Inseln 14 bis 20. — .■ — Über die Teekultur auf der Insel Sao Miguel ( Azoren i 1G4 bis 17;5. Bleichert, Adolf & Co.: Die Drahtseilbahn von Mnyusi in das Gebirge von Ostusambara 6(J bis 72. Busse, Dr. W.: Über die Krankheiten der Sorghumhirse in Deutsch-Ostafrika 517 bis 526. Dammer, Dr. Udo: Zur Seidenbaufrage 72 bis 79. Diels, L.: Zwei Nutzhölzer Westaustraliens 103 bis 111. Dürkop, Dr. E.: Die Nutzpflanzen der Sahara *159 bis *2Ü4. Endlicli, Dr. ß. : Die Bedeutung der Savannenbrände in den Te.xasfieber- gegenden 252 bis 258. Ettling, C. E.: Die Aussichten der Kakaokultur auf Samoa 79 bis 83. Gentz, Leutnant a. D. : Gartenbau in Deutsch- Süd westafrika 28 bis 30. Gessert, F.: Über die Wüstenwirtschaft im Namaland 129 bis 133. Hennings, Dr. R.: Imperial Institute in London 584 bis 588. Hilbeck, F., Konsul in Piura: Bericht über peruanische Baumwolle 153 bis 161. Klar, J.: Winke für Laien beim Bezüge von Sämereien nach überseeischen Ländern sowie über deren Aussaat 264 bis 266. Kohl, Prof. Dr. F. G. : Untersuchungen über die von Stilbella flavida hervor- gerufene Kaßeekrankheit mit Angabe der aus den Untersuchungen sich ergebenden Mafsregeln gegen diese Pilzepidemie -''61 bis *77. Kolbe, AV.: Die Kultur von Kautschuk liefernden Bäumen in Neuguinea 20 bis 24. — .— ])ie Kulturpflanzen der Eingeborenen von Neuguinea 211 bis 224. Kolonial - Wirtschaftliches Komitee: Bericht II, Deutsch - koloniale BaumwoU-Unternehmungen 1902/03 *81 bis *156. Koschny, Th.: Bananen- und Pisangkultur 112 bis 124. — .— Die Yiehmast in Costarika 471 bis 492. Lierke. E.: Zur Baumwolldüngung 261 bis 263. Papstein, A.: Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Provinz S. Louis in Nordwest-Argentinien 178 bis 182. — . — Stauanlagen in Argentinien 259 bis 261. — . — Über die deutsche Kolonisation in Südbrasilien 571 bis 581. — . — Praktische Ratschläge für den Kakaobau 243 bis 252. Preufs, Dr. P., Leiter des Botanischen Gartens in Victoria, Kamerun: Ist die Anlage einer staatlichen Guttaperchapflunzung in Kamerun zu empfehlen? 24 bis 28. — . — Über Pflanzenschädlinge in Kamerun 345 bis 361. — . — Über Kakao-Trockenvorrichtungen in Kamerun 419 bis 425. Reinecke, Dr. F.: Bodenverhältnisse und Kulturen auf Samoa 197 bis 202. Sander, Dr., Marinestabsarzt a. D. : Usambara, \ortrag 202 bis 210. — XXXV]I — Schlechter. R.: Reisebericht der Guttapercha- und Kautschuk - Expedition nach den Siidsee-Kolonien 308 bia 320. — . ~ über die neue Guttapercha von Neuguinea 467 bis 471. — . — Neue Kautschukbäume aus Neucaledonien 526 bis 530. Schmidt, Geo. A.: Die Kultur des Tees in Indien 530 bis 544, 588 bis 598. Schroeder, R. A.: Vorschläge für die wirtschaftliche Hebung von Deutsch- Südwestafrika 161 bis 164. Soskin. Dr. S. : Die Aussichten für die Baumwollkultur in Vorderasien 362 bis 368. Stuhlmann. Dr. Reg. Rat: Studienreise nach Niederländisch- und Britisch- indien *1 bis *58. War bürg. Prof. Dr. 0.: Zum neuen Jahr 1 bis 14. — . — Der Kautschuk liefernde Baum von Neucaledonien 581 bis 584. Wer ekle, C. : Obstpflanzen in Costarika 425 bis 439. Wohltmann, Prof. Dr., Geh. Reg. Rat: Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien, Vortrag 53 bis 66. — .— Die Regenmenge und Regensicherheit am Kamerungebirge 124 bis 129. — . — I. Reisebericht über Samoa 291 bis 295. — .— II. Reisebericht über Samoa 295 bis 307. — . — III. Reisebericht über Samoa 369 bis 389. Zech, Graf: Der Schibaum in Toto 413 bis 419. Zwingenberger, C: Die Kakao-Rindenwanze in den Pflanzungen des Bezirks Victoria zu Kamerun 176 bis 178. AbbiMung-en. Alstonia Dürckheimiana Schltr. n. sp. 529. Baumwolle, Die: Anbau und Handel. Karte zu Bericht II, Deutsch-koloniale Baum Wollunternehmungen 1902/03. Felder mit Kainit gedüngt, bei Tove *92. Reinigen der Baumwollpflanzung in Tove *96. Pflügen von Baumwolland zwischen jungen Kokospalmenbeständen in Kpeme *97. Ginhaus und Ballenpresse, Göpelwerk, durch Eingeborene betrieben *98. Maultiere beim Antrieb des Göpelwerkes, Ginstation Tove *99. Karren und Wagen ^'lOO, *10l. Wurzelfäule Root rot) *103. Der mexikanische Kapselkäfer *105. Bullenpresse in Tove in Betrieb *114. Transpoi-t eines Ballens Baumwolle *115 Durchschnitt einer Entkernungsmaschine *11G. Ballenpresse für Handbetrieb *116. Handwalzengin ^IH. Einfache W'alzengin *117. Göpel mit zwei Zugstangen *118 Doppelte Walzeugin '■•119. Rüstträger zum freien A'orbau der Landungsbrücke in Lome *124. Widerlager-Betonierung der Landungsbrücke in Lome *125. Vermessungssektion der Eisenbahn-Expedition Lome — Palome ""'loS. Spinnerei *152 1 Höhere Fachschule für Spinnerei, Weberei und Wirkerei Weberei *153 / in Reutlingen. — XXXVJIJ — Ceylon-Zimt: Messer und Holzbock zur Erntebereitung von Ceylon-Zimt "57. Cinchona: Pfropfreis und okulierte Cinclionapflanzt' *14. Holzgestell zum Trocknen der Cliinurinde ■••'1(>. Schema einer Cinchonaterrasse mit Unkrautgräben *lfl. |)raht.seill)ahn, ausgefulirt von der Firma Bleichert iV' Co, Fig. 1, 167. Fig. 2 Drahtseilbahn zum Erztransport in Concordiahütte (jN. Fig. 3 Bleic-hertscher Doppel-Seilbabnwagen t)9. Fig. 4 - Steilbahnwagen. Fig. 5 . „ mit dem Kupplungsapparat ..Automat". Eucalyptus: Fig. 1 lüicalyptus margiiiata Sm. (Jarra; 104. Fig. 2 „ diversicolor F. v. M (Karri 107. Fig. 3 r marginata im Bestände 108. Fig. 4 >, diversicolor im Bestände 100. Ficus Schlechteri AVarb. n. .sp. 583. hidigo: Scliöpfstange *31. Tndigopresse *32. Instrument zum Anzapfen von Kautschukbäumen 614. Kakao-Trockeuapparat „Guardiola" auf Bibundi 251. Kapok: Entkernungsmaschine ^39. Räderübertragungen der Entkernungsmaschine *40. Mimusops Henriqueni Engl, et Warb. 326. Palaquiuni Supfianum Sehltr. n. sp. 469. Schädliclie Bockkäfer aus Kamerun 347. Schibauni: Gruppe von Schibäumen bei Kete-Kratschi 416. Ein etwa 10 m hoher Schibaum bei Kete-Kratschi 417. Stauanlage in Argentinien 260. 3 Tafeln über die von Stilbella flavida verursachte Kaffeekrank- heit. Zum Artikel von Prof. Dr. Kohl. Tee: Pflanzweise des Tees im verschobenen Karree 167. Schmiedeeiserne Pfanne, welclie das Feuerloch auf dem Ofen deckt, Bambuszylinder, Ofen zum Teetroeknen, Arbeitstisch, Sortieraufsatz, Sieb, Bambusgesteli mit Bambusschalen, Bambusschaleii 170. Pflanzlöcher für Tee 538. Pflanzstock für Tee 590. Tikapbanane, Musa tikap Warb. 35. Zuckerrohr: Vorbereitung des Landes zur Zuckerrohrkultur *34. Anordnung der Gräben auf einem Zuckerroh rfeld *35. Namenverzeichnis. Abd-ul-Aziz, Sultan 619, 620. Abd-ul-Haraid IL, Sultan 620. Abd-ul-Medjid, Sultan 619. Abel, Sir Frederick 586. Abert, H. & E. 382. Abraham, J. *56. Aldinger, Dr. 173. Alfouso V., Don 328, 445. Alto Dande, Visconde de 93. Arnstadt. P. 576. Ancel-Seitz *149. Antelmann, Bruno 551. Ascherson,Prof.Dr.*159,*162,*166, *186, *188, *189, *192, *193, *194, ^195, *197. Baillaud, E. 507. Bailiiere, J. B. et Fils 96. Baker, B. T. 274. Bamberger, M. 282. Barham, Dr. 40. Barth *164, *166, *168, *170, n92, • 193, *203, *204. Bary, E. v. *161, *162. Battandier et Trabut *184, *185. *186. Bendix, L. 335. Benicio, Fernando 230. Bernegau, L., Korpsstabsapotheker 14, 164. Berwoets *30. Beurmann, v. *171. Bianconi et Doumerg *184. Bilhon, Em. 94. Bismarck, Fürst Otto v. 581. Bisäuel *170. Bleichert, Adolf & Co. 66, 67, 69. Bolle 77. Boluminski 314, 315. Boot *25, *41. "Bosch, V. d. *33. Bouant, E. 96. Broyer, Bischof 385. Bucher, Dr. 39, 40. Burchardt 94. Burck 468. Burks *95, *110, *112, *118, *129. Basemann, M. 561. Busse, Dr. W. 183, 504, 517. 1 Calloway *90, *95, *112, *129, n32, I *135: Chalot, C. 559. Chevalier, Aug. 559. Collet, 0. J. A. 618. Confucius 530. Cooke 136, *61. Cosson *188. Couperus, H. W. L. 95. Cuinet, V. 367. Dalrymple 255. Daramer, Dr. Udo 72. Darolles, E. 280. Dedekind, Pastor 577. Deeken, R. 44. Delacroix *61, *62. Denham *164. Devers *84. Devraigne 453. Dickson, C. *188, *189 Di eis, L. 103, 273, 451. Dieterich, Dr. K. 505. i Dodson 255. Donnet *168, *169, *i74, *175, *176, *200. Dove, Prof. Dr. 455, 617, *159, *162. Drude *162. Dun st an, Prof. W. R. 586, 587. , Dürckheim, Graf Eckbrecht v. 528. XL Dürkop, Dr. K *159. Duveyrier *170, *173, *182, *183, *188, *189, *190, *191, *192, *196, *197, ■n98, *199. Dybowski, J. 280, 619. Ednie-Brown, J. 110. Eichelberg *17(j. K ige 11; Leiter der Moliwepüaiizung 90, 606. Endlich, Dr. R. 42, 252, 362, 363, 364. 367, 556, *86. Engelhardt, 0. 230. Engl er, Prof. Dr. 618. Engler-Prantl *173. Escobar, Pedro de 328. Esuault-Pelleterie *149. Etieniie, Dr. A. 457. Ettling, C. E. 79, 229, 506. Faber & Co. 187. Falcäo Gra§a 230. Feiten & Guilleaunie 34. Pendler. Dr. G. 139, 228, 327, 49G, 552. Fesca, Prof. Dr. M. 506. Figdor, W. 282. Fischer *166, *169, *187, *198, *199. Fitzner, Dr. ß. 188, 362, 363, 367, 617, *167, *183, *185, *187. Fitz au n67, *168, ^199, *200. Fliickiger *197. Fonreau *161, *]70. Friedrichs, Th. 581. Funk, Dr. 370, 372. Gehe & Co. 330. Geisler 136. Gentz, Leutnant a. D. 28. Gessert, F. 129. Gildemeister v. Hoffmann 37. Girard, Pater 308, 310, 311, 312. Gomes Diego 445. Gould, Ed. 503. Graef, Dr. *115. Griffin *ll.s. Grisebach *167. Groeneveld, H. 91. Gronemann, Dr. *41. Grothe 366, 454. Grüner. Dr. *95, *96, *119, *135. Grüner, Prof. Dr. 182. Günther 504. Gw3'nne, H. & J. 156. Haage, Fr. A. 91. Haeckel, Prof. *6. Haensel, H. 187. Hagen 526. Hager *174, *177, *l.sl. Hahl, Dr., Gouverneur 314. Hahn, Fr. 617. Hanausek, F. F. 282. Hann *165, *169. Hartmann *20l, *202. Hartmann, M. 366. Hartwich, C, Prof. Dr. 184, 186 Hazandinkel, Dr. *28. *29, *30. Heck *118, *135. Heckel. Ed. 450. Heller 606. Hennings, Dr. R. 584. Henriques, J., Dr. 326, 327. Henry, Dr. A. 586, 587. Hernsheim & Co. 314. Herr mann 188. Hilbeck, F., Konsul in Piura 153. Hills, Missionar 385. Hindorf, Dr. R. 57, 420, 421, 561. Hirt *7, *11, *12, *17, *54. Hoffmann, Kurt, Reg. Baum. a.D. 138. Hoffmann, Horst, Dr. 581. Hoffmann u. Gildemeister 37. Ho ff mann, A. W. v. 14. Höflich 305. Höhnel, F. v. 282. Holle, K. *55. Hollrung, Prof M. Dr. 136, *142. Holthe *37. Homann v. d. Haide *50. Hooker and Ball *178, ^180, *182. Hörn, Gouverneur *123, *135. Howard, Prof 160. Hufnagel, Kapitän 198, 375. Hunter 502. H u p f e 1 d , Bergassessor a. D. *1 14, *1 23. I V a n o \v i c h 608. Jacob, Ed. 402. Jannasch *181. Jones. Sir Alfred n45. Julius, H. 557. Jnmelle, Henri 451. — XLI — Jung, D. 581. Jnnghuhn, Dr. Fr. *17, *18. Just *19G. Kaiser, K. 604. K a n 11 e n b e r g 188. Kärger, Prof.Dr.K. 188, 256,508,617. Karsten, Prof. Dr. G. 404. Kaumanii, G. 38. Kelway Bamber 530. Kersting, Dr. *95, *96, *120, *121, *132, *r35. Kirk. John, Sir 111. Klar, J. 44. 264. Klunzinger *170, *200, *201, *202. Knake, Dr. 319. Koch. Prof. Dr. 41, *6. Kohl. Prof. Dr. F. G. *61. Kolbe, W. 20, 211. Koorders, Ür. *4, *6. Koschuy, Th. 112, 471. Krämers, Dr. *5. Krasser, F. 282. Krause, G. A. *186, *195, *199. Krohii & Co. 14, 17. Krüger 198. Krupp, Fr. 557. Kumm. K. W. *159, *194. Kummer, Dr. 41, 42. Kundt, Dr. W. 282. Kurtz, Prof. Dr. F. 327. Lang, Heinrich F. 226. Langheinrich, F., Pastor 393. Larymore, H. D., Kapitän 144, 560. Lasar, F. 282. Lafsberg, Maxim, v. P. 576, 578. Lecomte 451. Leersum, v. *17, *20. Leger *19. Lenz *167, *168. *175, *176, n79, *181, "199. Levy, Bento 186. Lierke, E. 261. Limbrock, Pater-Präfekt 308, 314. Lindemuth, H. 91, 92. Lingard 42. Linsbauer, K. 282. Loag 308. Loir, Dr. 559. Lotsy, Dr. *20. Lutz, Dr. 187. Loyu 530. Ludwig Salvator, Erzherzog *195. Lutze, J. A. 55L Lyon *192, *193. Maas de Scherrinsky, Benno 166. Macdonald 305, 307. Mahmoud II, Sultan 619. Maigret *149. Mako Bey 607. Malbran, C. 257. Mandelzloh 83. Mannich, Dr., C. 183, 272. Marloth, R. 275. Marquardt 305. Marx 557. Massee *61, *62. Matthieu et Trabut *184. M eisner, C. 42, 557. Meilin, Oberleutnant *122. Merck, E. *141, 96. Meyer, Dr., Herrn. 617. Meyer-Deling 369. Michelsen, C H. (Bremer Tauwerk- fabrik) 34. Mikosch, K. 282. Mischloch *122. Moeus, Dr. *19. Mohammed Ali, Vizekönig von Ägypten 607. Mohr, P. 43. Molisch, H. 282. *29. Moller, Ad. F. 94, 140, 141, 186, 226, 232, 277, 325, 328, 329, 447. Monteiro des Mendon^a 606. Morel, Ed. 404, 459. Morgan 255. Moritz, F. 550. Müller, Rob. 616. Müller, F. v. 111. Nachtigal n64, *166, *168, *169, *170, *187, *191, *192, *193, *195, *196, *197, *198, *204. Nally 502. Naumann 188. Neubaur, Dr. 173. Niederlein 258. Noah 308. Nolla Antonio de 445. Opel, A., Prof. Dr. 233. Oppenheim 366, 455. XLIT — Otto. Ed. 5Ü0. Oudenampsen. J. 500. Pallier 451. Papstein, A. 142, 178, 259, 571, 617. Parkinson, R. 38. PatouiUard *61, *62. Pavel, Oberst *85. Payen. Ed. 398. Pereira do Nassimento, Dr., Jos6 140. Perthes, Justus *159. Pfefferkorn, F. 253, 257. Philippi 257. Pinnau, Wohlwill & Co. 605. Pitchford 454. Prell, Oberleutnant niO. Preufs, Dv P., Leiter des bota- nischen Gartens in Victoria, Kame- run 8, 24, 40, 58, 65, 199, 329, 345, 381, 383. 419, 506. Pritzel, Dr. E. 108, 109. Quesuel *147. Raoul, E. 280. Ratcliffe 562. Reboud *189. Reichardt, P. 257. Rein ecke, Dr. F. 197, 302. Renard et Lacour *193. Rengger, Dr. J. R. 257. Richardson *192. Robinson, J. *90, *112, *132, *135. Rohlfs *161, *162, *164, *166, *168, *170, *171, *182, *183, *186, *188, *189, *192. *193. *195. Rohndahl, J. 38. Rohrbach 365, 366, 455. Romburgh, Prof. Dr. van 470. Rofs, Major, R. 453, 454, 560. Rost 504. Rotta Ferreira, A. J. C. 325, 327 Ruhm er, E. 40 Saacks & Co. 14. S ach au 366, 455. Sachse, Wirkl. Geh. Reg.-Rat 96. Sagot. P. 280. Sander, Dr. L., Marine-Stabsarzt a. D. 144, 202, 256. St. Paul Illaire, W. v. 275. Santarem Joäo de 328. Sapper 2.56. Schade 257. Schaedler 413. Schanz, M. 335. Schenck, H., Prof. Dr. 404. Schilling, Dr. *97, *129, *133, *136, 206. Schimmel & Co. 279. 402. 611. Schimper *167, *168. Schirmer *167, *169, *179, *182. Schlagdenhauffen, Fred 325, 450. Schlechter, R. 20, 27, 59, 65, 308, 467, 526, 581, 582, 583. Schlüter 315. Schmidt, Geo. A. 530, 588. Schmidt, H. 198. Schmidt, Bezirksleiter von Atak- pame *120, *135. Schnabel *176, *177. Scholefield, Goodman & Sons 420. Schröder, R. A. 161. Schulte im Hofe, Dr. 445, 606. Schultes, K. 324. Schulz 319. Schweinfurth, Prof. Dr. *159, *161, *162, *163, *164, *165, *169, *177, *178, *182, *191, *194, *197, *200. *201, *202, *203, 618. Seeber, Fr. 573. Semler, H. *162, 280, 413, 420, 421, 561. Seubert, Forstinspektor *42, *43. *46, *47, *49. Silva. Henrique da 230. Simon. A. 93. Smith, H. G. 274. Soleillet *191. Solf, Dr., Gouverneur 199, 295, 369, 384. Soskin, Dr., S. 336, 362, 401, 455, 458, 501, 505, 507, 562. Späth, L., Ökonomierat 92, 275. Spegazzini *61, *62. Sprenger, C. 132. Sprenger 366, 455. Stahl, P. 581. Steffens 308, 310. 312. Steiger, Ingenieur 162. Stock Gebr. & Co. *36. StoUowsky, Dr. 524. XLIII Stollwerck, Gebr. 272. Strunk, Chemiker am Botanischen Garten zu Viktoria, Kamerun 37, 272. Stuhlmann, Dr, Reglerungsrat 65, 505, 521. Stutzer, Prof. Dr., A. *138. Supf, K. 65, 470, *8I. Supan, A. *165. Syburg, v. *3. Thompson, G. F. 44. Thoms, Prof. Dr. 272, 496. Tlchomirowa, Frau 73. Tisserand, E. 280. Tonduz, Ad. *61. Tralboux, Kapitän 503. Trelease, William 619. Treub, Prof. *4. Vanquelin 233. Velay, A. du 619. Yietor, J. K. *113, *115. Timioso, Graf v. 329. Vincent *170. Vogel *166, *192, *193. Voges, 0. 257. Vogl, A. E. V. 282. Vohsen, Konsul 178. Vrij, Dr. de *18. Wallace 132. Walther, J. *162. Wappäus 255. Warburg, Prof. Dr., 0. 14, 24. 25, 26, 37, 43, 44, 95, 112, 143, 144, 145, 187, 188, 228, 281, 282, 325, 402, 404, 457, 550, 561, 581, 619, *159. Watson, Laidlow & Co. *36. Watt, Dr. 586, 598. Weber, A. 86. Weber & Schaer 183, 495, 605. Weise 395. Wendt 524. Werderewski 73. Weydig, C. *85. Wichmann *4. W i e g a n d *85. Wiesner, J. 281, 282. Wilckens, Th. 89. Wildeman, E. De 281, 507, 618. Wilhelm, K. 282. Willi *118, *135.. Willis, J. C. *56. Wilmer, J. 327, 495. Windisch 504. Wöckl *114, *123, *124, *128, *135. Wohltmann, F., Prof. Dr., Geh. Re- gierungsrat 53, 80, 124, 145, 199, 200, 201, 202, 291, 295, 369, 384, 385, 386, 387, 445, 505, 506. Wood, J. D. 262. Wördehoff *159, *174, *176, n77, *178. Worlee & Co., B. H. 183. Zabala, J. 257. Zech, Graf 413. Zeisel, S. 282. Zimmermann, Prof. 95, 209, 361, *4, *53. Zimmermann, Alfred 336. Zschaetzsch, C. *84. Zuntz, A. sei. Wwe. 551. 7. Jahrgang. IVi-, 1. Januar 1903. Mitarbeiter: Dr. K. DO VE, Professor an der Universität Dr. II. SCUINZ, Professor der Botanik, Jena. Direktor des Botanischen Gartens in ZQrich. Dr. M. FESCA, Professor, Witzenhansen, I Dr. K. SCHUMANN, Profe8.sor der Botanik, Docent fUr tropische Landwirtschaft. Kustos am Kgl. Botanischen Museum in Berlin. Dr. R. HINDOKF, Berlin, Mitglied des Dr. G. SCHWEIX FÜRTH, Professor, ßerlic. Kolonialrates. Dr. p. SO R AI' ER, Professor der Botanik, Dr. A.KIRCHHOFF, Professor der Erdkunde Redakteur der Zeitschrift fUr Pflanzenkrank- an der Universität Halle. heiten, Berlin. Dr. J. KIHN. Geheimer Oberregierungsrat, Dr. A. STUTZER, Professor der Agrikaltnr- ProfpsBor der Landwirtschaft und Direktor des chemie, Königsberg. Landwirtschaftlichen Instituts der Universität pr. H. THOMS, Professor der Chemie, Leiter "*''®- des Pharmazeutiscli-chemischenLaboratoriama Dr. C. LA UTERBACH, Landwirt, Stabelwitz der Universität Lerlin. bei Breslau. 0r_ A. T S C H I R C H , Professor der Pharmako- R, PARKINSOJf, Landwirt, Ralum in Neu- gnosie und angewandten Chemie, Direktor pommern. des Pharmazeutischen Instituts, Bern. 15. und K. PERROT. Wiesbaden— Lindi. Dr. L. WITTMAC K, Geheimer Regiernngsrat, Dr. V. PREUSS, Direktor des Botanischen Professor an der Landwirtschaftlichen Hoch- Gartens in Victoria, Kamerun. schule, Berlin. Einladung zum Abonnement der Zeitschrift für tropische Landwirtschaft „DER TROPENPFLMZER". Zweck des „Tropenpflanzer". Der „Tropenpflanzer" bezweckt, die landwirtschaftlichen Interessen Deutschlands in den Tropen und Subtropen zu sammeln, zu fördern und zu vertreten. Der „Tropenpflanzer" bezweckt insbesondere, die wirt- schaftliche Entwickelung unserer Kolonien tatkräftig zu unterstützen. Inhalt des „Tropenpflanzer". Der „Tropenpflanzer" enthält Originala rtikel: Land- wirtschaft der Europäer in den Tropen und Subtropen — Kul- turen der Eingeborenen und deren Hausindustrien — Förderung der Ausnutzung der Urprodukte, der Viehzucht etc. — Original- abbildungen. — Mitteilungen über „ Pflanzungsgesell- schaften" — »Aus deutschen Kolonien" — »Aus fremden Kolonien" — , Vermischtes" — „Neue Li- teratur" — „Marktbericht" — „Personalnotizen" — „Auszüge und Mitteilungen" — „Mitteilungen des Komitees" — „Anzeigen". Bezug des „Tropenpflanzer". Die monatliche Zeitschrift „Der Tropenpflanzer" wird bestellt durch die Post (Postzeitungsliste Nr. 7932), im Buch- handel oder bei dem Kcniitee, Berlin NW., Unterden Linden 40 '• Bezugspreis jährlich 10 Mk. Sendungen für die Redaktion und Expedition sind zu richten an das Kolonial-Wirtschaft- liche Komitee, zu Händen des Sekretärs Th. Wilckens, Berlin NW., Unter den Linden 401- D F R TKOPENPFLANZEK. ZEITSCHRIFT FÜB TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 7. Jahrgang. Berlin, Januar 1903. Nr. 1. Znm nenen Jahr. Das verflosseue Jahr hat noch nicht die Hoffnungen erfüllt, die man in der ersten Zeit unserer Kolonialbewegung in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonien gehegt hatte, und es ist kaum zu bezweifeln, dafs auch die nächsten Jahre nach dieser Richtung Enttäuschungen bringen werden. Enttäuschungen freilich nur für denjenigen, der allzu grofse Hoffnungen auf unsere Kolonien gesetzt hatte, der glaubte, dafs deutsche Tüchtigkeit, mit gehörigem Schneid verbunden, im Laufschritt alle Hindernisse werde nehmen können. Leider aber vollzieht sich die wirtschaftliche Ent- wicklung, namentlich in den Tropen, nirgends mit militärischer Ge- schwindigkeit und Exaktheit, denn unerwartete Schwierigkeiten und Hemmnisse lauern überall im Verborgenen. So kommt es denn, dafs gerade diejenigen Gesellschaften, die sich im Galopptempo auf die von ihnen gewählte Kultur gestürzt haben, jetzt verhältnismäfsig am schlimmsten daran sind und um sich zu halten, zur Ausgabe von Vorzugsanteilen oder von Obli- gationen Zuflucht haben nehmen müssen. Freilich gibt es noch heutzutage Leute, die anderer Meinung sind. Wir sprechen nicht von solchen, die der Ansicht huldigen, dafs ein gewisser Gelddünger die Kolonien befruchten mufs — als wenn die Karpfen fetter würden, wenn man den Teich mit Taler- stücken pflastert — , sondern von streng wirtschaftlich denkenden Leuten, welche die Summierung der bei Gesellschaften stets eiheb- lichen Verwaltungsspesen mit Sorge erfüllt, falls nicht die Sicher- heit da ist, dafs baldige grofse Einnahmen dieselben kompensieren können. In der Tat mufs man zugeben, dafs die glänzenden Rentabilitätsberechnungen der Prospekte erheblich an Zauberkraft einbüfsen, wenn man einen vorsichtigen Pflanzungsmalsstab zugrunde legt; aber ist es nicht richtiger, die Hoffnungen der Aktionäre; zu Tropenpflanzer 1903, Heft 1. 1 - 2 — übertreÜ'eu, als ihnen ein herrlicheji Zukunftsbild vorzuuialen, das nur allzubald, meist sclion im vierten bis sechsten Jahre des Be- stehens der Gesellschaft, aus einem vorher natürlich vollständig unberechenbaren Grunde sich als eine Fata morgana entpuppt? Ist unser Anlagen suchendes Publikum wirklich noch so unerfahren, dafs es solide Prospekte nicht von himmelstürmenden, ro3afarl)enen Zukunftsträumereien zu unterscheiden vermag? Fast möchte mau es glauben, wenn man sieht, wie infolge einer mehr lyrischen als wirtschaftlichen Propaganda sich gerade jetzt die Wellen des Kajiitals über die stillen Samoainseln ergiefseu, selbst zwar einer ungewissen Zukunft entgegen gehend, aber sicher die Inseln auch ihres eigen- artigen friedlichen Zaubers entkleidend. Wenn man von diesen, nur zum geringeren Teil auf gesunder Basis aufgebauten neuen Samoaunternehmungen absieht, so ist freilich von neuen Pflanzungsunternehmungen in unseren Kolonien wenig zu l)erichten; nur die zu Beginn des letzten Jahres ins Leben gerufene Bulupflanzung bei Soppo am Kamerunberg, eine kleine, mit 300 000 Mk. Grundkapital begründete oder vielmehr von der Soppopflanzung abgeteilte Gesellschaft m. b. H. ist zu erwähnen, die sich neben der Kakao- und Kickxiakultur auch mit versuchs- weiser Anpflanzung von Thee befassen ^oll. Aufserdem ist, was die Ka})italvermehrung für landwirtschaft- liche Zwecke in unseren Kolonien betrifft, noch die Durchführung der schon im Jahre 1900 beschlossenen und begonnenen Kapital- erhöhung von 300 000 auf 480 000 Mk. der Plantage Kpeme in Togo, die Ausgabe von 300 000 Mk. Vorzugsanteilen der Westdeutschen Handels- und Plantagengesellschaft, die Ausgabe von 1 Million Mark Obligationen seitens der Westafrikanischen Pflanzungsgesellschaft Victoria, die Übernahme und Sanierung mehrerer kleiner Kamerun- Gesellschaften durch die mit nominell 500 000 Mk. l^egründete Deutsche Kamerun -Gesellschaft, sowie vor allem die mit einem Kapital von 750 000 Mk. vor einigen Tagen dehnitiv konstituierte Deutsche Togogesellschaft zu erwähnen, doch ist dal)ei zu be- merken, dafs die beiden letzterwähnten Gesellschaften ihren Schwer- punkt vorläufig nicht in der Landwirtschaft, sondern im Handel liegen haben. In der Tat, man kann momentan, wenn man diese geringen, dazu noch zum Teil nur als Sanierungen anzusehenden Fortschritte betrachtet, nicht gerade sagen, dafs die Plantagen Wirtschaft unserer Kolonien sich in einem erfreulielien Aufschwung betindet; das ^Kapital verhält sich äufserst mifstrauisch gegen jede neue Gründung, und es bedarf schon, wie bei der neugegründeten Togogesellschaft, des Aüreizes unverhältnismäfsig grofsen Landbesitzes, um ein relativ — 3 — doch üur kleines Kapital mit grofser Mühe mobil zu machen. Liegt dies freilich auch zum grofsen Teil an der momentanen rückgängigen Gesamtkonjunktur des Geldmarktes, die gerade in Deutschland infolge der Behinderung der normalen Funktionen der Börse durch die Gesetzgebung in besonders scharfer Weise in Erscheinung tritt, so ist doch auch leider die Regierung nicht von allem Tadel frei- zusprechen. Während früher riesige Konzessionen fast ohne Gegen- leistung vergeben wurden, werden jetzt beim Landverkauf in Bezug auf Anpflanzungsverpflichtuug derartige Bedingungen gestellt, dafs es beinahe aussichtslos erscheinen mufs, mit solchen Beschränkungen Gesellschaften zusammenzubringen. Wenn trotzdem einige Gesell- schaften unter Annahme dieser Beschränkungen zu stände gekommen sind, so ist der Grund wohl darin zu finden, dafs den Anteilzeichnern die übernommenen Verpflichtungen überhaupt nicht bekannt geworden sind, oder dafs sie die Tragweite derselben unterschätzten. Was die Entwicklung der Pflanzungen selbst betrifft, so ist als erfreuliche Tatsaclie zu berichten, dafs man jetzt auf den meisten Pflanzungen der deutschen Schutzgebiete anfängt, neben der Hauptkultur auch den Nebenkulturen mehr und mehr Aufmerk- samkeit zu schenken. Während dies leider in Ostafrika erst ge- schieht, nachdem es wegen des fast aufgezehrten Kapitals für manche Gesellschaft beinahe zu spät ist, so fangen die meisten Kameruner Kakaopflanzungen schon beizeiten an, sich durch mehrere Kulturen sicher zu stellen, was namentlich für eventuell eintretende kritische Perioden im Kakaobau von Wichtigkeit ist. In Ostafl'ika sind es hauptsächlich der Mauritiushanf und die Sisalagave, die in den tief gelegenen Pflanzungen seit einigen Jahren in Masse kultiviert werden; so besitzt die Westdeutsche Handels- und Plantagengesellschaft 220 000 Mauritius- und 70 000 Sisalagaven, die Deutsch - Ostafrikanische Gesellschaft hatte am 1. Juni 1902 sogar schon 1 600 000 Sisalagaven auf der Pflanzung Kikogwe-Mwera stehen, von denen ein Teil seit 1901 schon das erntefähige Alter erreicht hatte; auch die Deutsch- Ostafrikanische Piautagengesellschaft wirft sich in Lewa immer mehr auf den Agavenbau, während die Deutsche Agavengesellschaft sich in Buschirihof fast ausschliefslich mit dieser Kultur befafst. Auch der Ramiekultur ist auf einer Pflanzung Beachtung geschenkt, doch ist uns nicht bekannt, mit welchem Erfolge. Die Kultur der Kokospalmen vergröfsert sich zwar nur un- bedeutend, doch treten jetzt bald die ältesten Pflanzungen in die Periode der Tragfähigkeit; so erwartet die Westdeutsche Handels- 1* — 4 — und Plantagerigesellschaft schon in diesem Jahre eine Ernte Kopra von ihrer Pflanzung Kionioni, und die Deutsch -Ostafrikanische Ge- sellschaft, die in Muoa iiber 200 OÜO Kokospalmen stehen hat, davon drei Viertel schon vierjährig oder älter, dürfte gleichfalls bald Er- träge erzielen. Übrigens besafs auch die Plantage Kpeme in Togo unter ihren 136 000 Palmen schon Ende 1901 etwa 22 000 sechs- jährige bezw. ältere Bäume und rechnet für das Jahr 1905 schon auf 85 000 tragende Palmen. Die Kautschukkultur bürgert sich in DeutschOstafrika nur sehr langsam ein; es liegt dies daran, dafs man noch keine recht passende Kautschukpflanze für dieses Land kennt; die Kaffee- pflanzungen der Gebirge von Handel sind für Castilloa und Hevea zu hoch gelegen, die tief liegenden Pflanzungen, wie man befürchtet, für diese Pflanze zu trocken; dem Cearakautschuk traute man bisher in Bezug auf Ergiebigkeit nicht, Mascarenhasia verlangt in dem relativ trockenen Klima Ostafrikas im Gegensatz zu Kamerun feuchten Boden, ist also dort für grofse Pflanzungen nicht geeignet, und die Kickxia kennt mau in Bezug auf ihre Ansprüche in trockenen Gegenden noch nicht; die Landolphia- arten wachsen natürlich gut, doch bezweifelt man mit Recht die Rentabilität ihrer Kultur. Dafs die Ficus elastica in den tieferen Gegenden wegen der langen Trockenzeit keine befriedigenden Resultate geben wird, ist anzunehmen; in der Zone des arabischen Kaffees gedeiht dieser Kautschukbaum ohne Zweifel gut, doch wird er vermutlich dort nicht schnell wachsen; immerhin sollte man die Versuche, sowohl mit ihm als auch mit Kick.xia in den Kaffeepflanzungen weiter ausdehnen, während für die tief liegenden Gegenden doch nach den neuerdings in der Regierungspflanznng Donde Liwale erzielten Resultate die Chance auf Renta))ilität der Kultur von Manihot Glaziovii gewachsen ist; die Sigipflanzungs- gesellschaft hat denn auch schon im letzten Jahre GOOO Ceara- kautschuk-Bäume augepflanzt, ebenso hat die Westdeutsche Handels- und Plantagengesellschaft den Anbau dieser Kautschukpflanze fortgesetzt; auch die Deutsch-Ostafrikanische Plantagengesellschaft besitzt eine nicht unbeträchtliche Ceara-Kautschukpflanzung in Lewa, die schon die erste Ernte gegeben hat. Die Vanillenkultur wird in Kitopeni und von der katho- lischen Mission in Bagamoyo weiter getrieben, während die Vanille- pflanzung in Tanga aufgegeben werden mufste; dagegen ist ietzt auch die Vanillenkultur von einigen ostafrikanischeu Pflanzungen als Nebenkultur aufgenommen worden; von der Westdeutschen Handels- und Plantagengesellschaft wurde im letzten Jahre die erste kleine Ernte erreicht, und die Sigigesellschaft bat gleichfalls eine Pflanzung von 10 000 Vauillepflauzen angelegt. Interessant sind die Versuche mehrerer Pflanzungen mit Kapok, das als Matratzenfüllmaterial jetzt hoch 'im Wert steht; die Sigi- Gesellschaft besitzt sogar schon 114 000 Kapokbäume und erwartet in diesem Jahre die erste Ernte. Mit spanischem oder rotem Pfeffer hat die Sigipflanzung schon in diesem Jahre Resultate erzielt, teils von wilden, teils von kultivierten Sträuchern, und im kommenden Jahre wird schon eine Ernte von 1000 Zentnern erwartet. Für Ostafrika scheint in der Tat der rote Pfeffer ein wichtiger Handelsartikel werden zu sollen. Auch von Sansibar, von wo derselbe seit langem regelmäfsig exportiert wird, nimmt die Ausfuhr dieses Artikels zu. Kardamom wird nach wie vor in kleinem Mafsstab von der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft gepflanzt, und auch die Sigi- gesellschaft wagt neuerdings einen Versuch damit. Arrowroot ist gleichfalls als Kultur von der Sigigesellschaft aufgenommen worden und zwar für nächstes Jahr in gröfserem Mafse (10 ha). Reis wird von der Sigigesellschaft als Nahrung für die Arbeiter, Mais sowie Kartoffeln und Rüben werden von der Kaflfeeplantage Sakarre für die Europäer und zu Futterzwecken angebaut. Auch die meisten anderen Pflanzungsgeselljchaften bauen übrigens etwas für eigenen Konsum. In Bezug auf die Kar- tofi'el mag bemerkt werden, dafs ihre vorläufig in kleinerem Mafs- stabe versuchte Kultur im vorigen Jahre in Sakarre immerhin schon 2000 Zentner ergeben hat, aber mit grofser Leichtigkeit gesteigert werden kann, falls sich die Möglichkeit eines gröfseren Absatzes bieten würde. Tabak wurde im Bezirk Langenburg auf vulkanischem Verwitterungsboden von einem Pflanzer versuchsweise angebaut, ebenso Wein aufser von der Versuchsstation Kwai und der Trappistenmission in Gare in Westusambara auch von einem Privatmann im Bezirk Tanga. Auch der Viehzucht wird neuerdings auf den Kafleeplantagen mehr Interesse entgegengebracht, vorläufig freilich hauptsächlich zur Gewinnung von Dünger, da der Transport nach der Küste durch die an den Hauptrouten befindlichen Tsetseherde recht erschwert wird und an Herstellung von Molkereiprodukten schon wegen der Transportschwierigkeiten nur in Ausnahmefällen zu denken ist; ebenso wird der Zucht von Lasteseln mehr Beachtung geschenkt als bisher. Man sieht aus dieser kurzen Aufzählung, dafs gerade in Ost- afrika nach den verschiedensten Richtungen bis jetzt Versuche gemacht worden; leider hat sich noch keine der höher gelegenen — 6 — Pflanzungsgesellachaften auf die Kultur der Chiniiibäume (Cinchona) geworfen, wenigstens nicht in gröfserem Mafsstabe, obgleicb jetzt gutes Ausgangsmaterial bierfür in Ostafrika vorbanden ist, und bei der einfachen Kultur und Erntebereitung eine Eeutabilität zu er- warten ist. Über die Hauptknltur freilich, über den Kaffee, ist wenig Erfreuliches zu sagen. Die überhastete Anpflanzung der ersten Jahre rächt sich jetzt; wenn die Krankheiten des KaiFees dafür ver- antwortlich gemacht werden oder die in den ersten Jahren so sehr gelobten, später un})egreiflich unfähig gewordeneu Pflanzungsleiter, so ist das im allgemeinen nicht richtig. Der Hauptfehler war der Wunsch der Aktionäre, schon nach wenigen Jahren mit grofsen Zahlen der angepflanzten Bäume prunken zu können. Daher wurden die Pflänzlinge nicht nur sehr dicht, sondern auch vielfach in Übereilung und sorglos auch an Stellen gepflanzt, wo der Boden zu schlecht oder die Krume zu dünn war, da bessere Stellen in der Nähe der Pflanzuugsgebäude nicht aufzufinden waren. Auch glaubte man vielfach, ohne oder mit dem Schatten der Waldbäume auskommen zu können. Die Folge war natürlich das Kränkeln und Eingehen der Kafifeebäumchen nach wenigen Jahren; sie mufsten gerodet oder auf den Stumpf gekappt werden, und so brauchten die Plantagen jährlich bedeutende Anpflanzungen, ohne dafs sich trotzdem die Zahl der Bäume erheblich vermehrte (es stehen jetzt villeicht 472 Millionen Bäume) und ohne dafs bisher der Kafl'eeexport eine bedeutende Steigerung zeigt. Dafs in den be- teiligten Kreisen allmählich eine starke Entmutigung um sich gegrifi'en hat, ist nur natürlich; immerhin braucht man nicht an der Zukunft des Kaflfeebaues in Deutsch-Ostafrika zu verzweifeln, wenn es auch sicher ist, dafs er nicht die riesigen Dimensionen annehmen und die goldenen Berge bringen wird, die man sich davon in den Zeiten früherer Begeisterung versprochen hat. Es ist unsere Ansicht, dafs sorgfältig gepflanzter und gepflegter Kaff"ee in den besseren, feuchteren und tiefkrumigen Teilen Usambaras zur Rentabilität gelangen wird, selbst wenn eine erhebliche Zufuhr von Phosphorsäure, Kali und vielleicht auch Kalk sich als schon jetzt nötig herausstellen sollte, dafs es sich aber kaum lohnen wird, die ausgegangeneu Bestände, falls die Bäume nicht allein wegen schlechten Pflanzens oder mangelhafter Pflege abgestorben sind, imuier durch neue Pflanzen zu ersetzen. Wirklich gesunde Kafl'eebäume setzen den Schädlingen tierischer und pflanzlicher Natur schon von selbst eine bedeutende Widerstandskraft entgegen, und wo sie sich nicht halten können, da werden auch die nach- gepflanzten Bäume nur in Ausnahmefällen bestehen können. Der — 7 — sachverständige Rat des landwirtschaftlichen Botanikers der ße- gieruugsstatiou in Handel wird sicher viel dazu beitragen, dafs die Kaffeekultur Usambaras bald einer Gesundung entgegengeht. In Kailieruu hat der Anbau des Kakao auch im letzten Jahre erfreuliche Fortschritte gemacht, üie ganze Kultur- und Ernte- methode hat sich sichtlich und bedeutend verbessert, die Frage der Schattenbäume und der richtigen Gärung ist so gut wie gelöst, die Arbeiterfrage hat ihre Schrecken verloren und scheint gleich- falls einer definitiven Lösung entgegenzugehen, die Ernährung der Arbeiter ist bedeutend besser und daliei billiger geworden, und auch die für die von der Küste entfernter gelegenen Pflanzungen so wichtige Transportfrage ist durch den Beginn des Eisenbahnbaues nach ßuea einer befriedigenden Lösung näher geführt worden. Wenn in dieser Saison schon über 10 000 Sack (Zentner) Kakao geerntet sind, so werden die nächsten Jahre zweifellos weit bedeutendere Quan- titäten bringen. Man darf wohl eine Verdreifachung der Ernten in wenigen Jahren erwarten, da von den zwei Millionen ausgepflanzter Kakaobäume die meisten schon in wenigen Jahren ihr tragfähiges Alter erreichen, in denen sie im Durchschnitt 1 kg Kakao per Baum geben. Freilich ist bei dieser Schätzung die Hauptsache, dafs die jetzt in beängstigender Weise auftretende Rindenwanze keinen Strich durch die Rechnung macht; dieser ganz neue Kakao-Schädling hat sich nämlich schon in mehreren Pflanzungen eingenistet, nicht nur in einjährigen, sondern auch in zweijährigen und älteren Beständen, und behindert nicht nur die Fruchtreife, sondern schädigt die Pflanzen derart, dafs Taufende von Bäumen auf den Stämmen gekappt werden niufsten. Glücklicherweise hat man in dem Be- streichen der Stämme mit Kalk wenigstens für die Trockenzeit ein brauchbares Bekämpfungsmittel des Schädlings gefunden. Es ist dies zwar der gefährlichste, aber nicht der einzige Schäd- ling, so z. B. befällt auf einigen Plantagen ein Pilz die Früchte vom Stengel her, auch sind hier und da Wurzelpilze in geringerem Mafse schädlich. Immerhin erfreut sich der Kameruner Kakao im Vergleich zu den südasiatischen Pflanzungen einer recht guten Gesundheit. Von Nebenkulturen hat vor allem der Anbau von Kaut- schukbäumen in Kamerun einen bemerkenswerten Aufschwung genommen. Be.-^onders erweist sich die Kickxiakultur als leicht durchführbar auf den Pflanzungen. Die Kickxia elastica ist in dor- tiger Gegend heimisch, also dem Klima angepafst, sie ist hart und widerstandsfähig, läfst sich leicht anpflanzen und stellt keine grofseu Anforderungen. Sie wird zwar von Raupen ziemlich stark an- gegriÖen, überwindet aber auf dem vorzüglichen Hoden diese — 8 — Schädigung ziemlich schnell. Sie wird sowohl in ganzen Komplexen als auch an Wegeu, Flüssen etc. i-eihenweise angepllauzt und zwar schon auf verschiedenen Pflanzungen. Auch der Hevea- oder Parakautschuk scheint sich für das Klima zu eignen, doch ist leider erst sehr wenig Pflanzungsmaterial dieses wertvollen Baumes zu erlangen gewesen, immerhin hat die Moliwepflanzuug kürzlich doch 200 Stück vom Botanischen Garten zu Victoria erhalten. Der zentralamerikanische Kautschuk, Castilloa elastica, wird bisher nur auf der Moliwepflanzung in gröfserem Mafse angebaut; infolge der Angriflb einer Bockkäfer) arve sind die jungen Bestände arg dezimiert worden, immerhin sind fast lOüO Bäume erhalten ge- blieben, die ein vorzügliches Wachstum zeigen: auch sind neuerdings wieder 5500 Pflänzchen angepflanzt, so dafs, wenn die Bockkäfer- epidemie nicht wieder erscheint (sclion seit Monaten ist kein einziger Baum mehr eingegangen), diese Kultur doch wohl als aus- sichtsreich bezeichnet werden kann. Die Versuche mit guten Kaut- schuk liefernden Varietäten von Ficus elastica sind noch so jung, dafs sich uicht,^ Bestimmtes darüber sagen läfst, ob diese Kultur aussichtsreich ist, das gleiche gilt für Mascarenhasia plastica. Von weiteren Nebenkulturen seien noch erwähnt: der Peru- balsambaum, Mahagoni- sowie die Guttaperchabäume Payena Leerii und Tabernaemontana Donnell-Smithii auf Moliwe, Kokos auf Sonje, Tabak auf Soppo (in Bibundi ist er jetzt aufgegeben worden), Liberiakaffee auf Kriegschiffhafen, arabischer Kaffee sowie Kolanufs auf dem ßotekeberg, der Thee soll, wie erwähnt, auf Bulu versucht werden, kleine Versuche sind auch mit Vanille und Ramie gemacht worden. Als besonders aussichtsvoll glaubt Dr. Preuss bezeichnen zu sollen die Vanille, die Muskatnufrf, Thee und Zuckerrohr, denen Verfasser für die höchst gelegenen Pflanzungen nocli vor allem die Chinarinde (Cinchoua) und event. Coca hinzufügen möchte. Für To^'O haben wir von der Kokoskultur, die sich nur auf die eine gröfsere Plantage Kpeme beschränkt, schon gesprochen. Zu dem auch die ostafrikanischen Palmpflanzungen recht schädigenden, übrigens in Südasien, soweit Kokos gepHauzt wird, verbreiteten, aber durch fleifsiges Einsammeln bekämpfbaren Nashornkäfer hat sich dort üuch, ebenso wie auf den Kokospflanzungen der Südsee, die Schildlaus gesellt, die aber durch Bespritzen der Bäume mit einer Öl- und Sodalösung mit Erfolg bekämpft wird. Abgesehen von dieser Pflanzung, einer unbedeutenden Kakao- und Kautschukplantage der in Liquidation beflndlichen Togo-Handels- und Plantagengesellschaft, sowie der früher Douglassclien Versuchs- farra am Agu, die neben Baumwolll)au auch etwas Kakao, Kola, Tabak — 9 — und Kautschuk gepflanzt hat, und die jetzt von der neuen „Deutschen Togogesellschaft" übernommen wurde, existiert keine selbständige gröfsere europäische Pflanzung in diesem Schutzgebiet; um so mehr Bedeutung hat aber die vom Kolonial -Wirtschaftlichen Komitee ins Leben gerufene und verwaltete Baumwoll - Versuchs- und Lehrstation zu Tove, die, von amerikanischen ßaumwollfarmern geleitet und betrieben, schon im ersten Jahre recht zufriedenstellende Resultate erzielt hat, die auch in der Presse und Öflentlichkeit An- erkennung gefunden haben, ja sogar im Auslande, l)esonders in England, wo sich darauf hin eine Cotton Growing Association gebildet hat, um in den englischen westafrikanischen Kolonien in ähnlicher Weise, wenn auch in noch gröfserem Mafsstabe mit der Förderung des Baumwollbaues durch Anlage von Pflanzungen, Verteilung von Saat, Einrichtung von Kauf- und Verkaufsstationen für Baumwolle und ihrer Nebenprodukte vorzugehen. Ob sich die Baumwollkultur für europäische Gesellschaften in Togo lohnen wird, ist freilich noch zweil'elhaft, doch wird die Togogesellschaft die auf die Prüfung dieser Frage gerichteten Be- mühungen der Agupflanzung fortsetzen, daneben aber wird sie sich in erweitertem Mafse der Kakao- und Kautschukkultur sowie dem Anbau der für Togo so viel versprechenden Kolanüsse zuwenden. Wir sind der festen Überzeugung, dafs gerade die Kolakultur ein sehr wichtiger Zweig der zukünftigen Landwirtschaft Togos zu werden berufen ist. Auch die eventuelle Fortführung der Tabaksbau- versuche sowie die Auspflanzung guter Varietäten der Ölpalme wird ins Auge gefafst werden. Von Neuguinea ist diesmal insofern günstiges zu berichten, als die Entdeckung einer einheimischen guten Guttapercha- art seitens der vom Kolonial-Wirtschaftlichen Komitee entsandten Kautschuk- und Guttapercha-Expedition nicht nur einen neueu wahr- scheinlich nicht unbedeutenden Ausfuhrartikel für dieses Schutz- gebiet schaff"en wird, sondern weil auch das Interesse an der Gutta- perchakultur in Neuguinea dadurch in hohem Mafse gestiegen ist. Die Frage der Rentabilität dieser Kultur ist ja freilich noch eine ofteue, immerhin bemüht sich die Neuguinea- Gesellschaft nach Kräften, dieselbe einer günstigen Lösung eutgegenzuführen, wozu die von der erwähnten Expedition aus Sumatra und Borneo ein- geführten Guttaperchapflänzlinge zweifellos in hohem Mafse bei- tragen werden. Auch die Kautschukbestände sind bedeutend vermehrt worden, ebenso die Kakao-, Liberiakafiee- sowie die Kapok- und Kokospflanzungen, letztere besonders im Bismarckarchipel. Von Kautschukpflanzen ist vor allem Castilloa elastica in Kultur, — 10 — sodann Ficus elastica, in geringerem Mafse Hevea; die bis- herigen Probeanzapfungen von Castilloa- und Ficusbäumen sind recht ermutigend ausgefallen. Von den KaroliiiPii und Mariaiieii ist noch wenig zu berichten, da gröfsere Pflauzungsgesellschaften daselbst noch nicht existieren, während auf den Mai'schalliliselii von der Jaluitgesellschaft ihre Kokospflanzungen etwas ausgedehnt wurden. Es wird schwer sein, auf den kleinen Atollen dieser Gruppe passende Nebenkulturen zu finden, es sei denn, dafs die Sisalagave liier mit Erfolg kultiviert werden kann, und doch ist es gerade auf diesen Inseln von be- sonderer Wichtigkeit, nicht ganz auf eine Kultur angewiesen zu sein. Als warnendes Beispiel mag die zu den Westkarolinen ge- hörende Insel Yap angeführt werden, wo in den letzten Jahren in manchen Ortschaften der Westküste I^^q und mehr der Kokos- palmen durch Kombination von Schildläusen und Dürre eingegangen sind. Was die Ostkarolinen, speziell Ponape, betrifi't, so dürfte, nach den ersten Versuchen zu urteilen, vielleicht die Kultur des Manilahanfes, der Steinnufspalmen und des Castilloakaut- schuks daselbst Zukunft haben. In Samoa ist bekanntlich vor allem die Deutsche Handels- und Plantagengesellschaft als Grofsgrundbesitzerin tätig, die den bei weitem gröfsteu Teil ihres Terrains, soweit er in Kultur ist. mit Kokospalmen bestanden hat. Auch für die Eingeborenen Samoas ist dies die wichtigste Kultur, die auf Anordnung der Regierung auch jährlich bedeutend erweitert wird. Es werden wohl 8000 ha mit Kokospalmen bestanden sein, von denen freilich etwa 3000 ha der genannten Gesellschaft gehören. Weit schneller entwickelt sich die Kultur von Kakao, auf die man sich jetzt allseitig mit wahrem Feuereifer stürzt, nachdem sich gezeigt hat, dafs der Kakao auf Samoa nicht nur gut wächst, sondern auch ein sehr hoch bewertetes Produkt gibt. Über die Dauer der Tragfähigkeit der Bäume liegen natürlich noch keine Erfahrungen vor, es ist aber wohl zu befürchten, dafs viele hoflnungs- frohe Pflanzer später ähnliche Erfahrungen machen werden, wie manche Kaüeepflanzungen Ostafrikas; genaue Prüfung der Boden- verhältnisse nicht nur im aligemeinen, sondern auch in den einzelnen Lagen, namentlich in den flachgründigen Gebieten, erscheint dringend geboten. Vor allem kann Privatleuten nicht genug abgeraten werden, mit geringem Kapital dort an die Kakaokultur heranzu- treten; die angeblich dafür benötigte Summe von M. lOOOd ist bei weitem zu gering, allein die Anlagekosten einer existenzfähigen Pflanzung werden auf "20 bis 30 000 M. und das für eine Familie erforderliche Kapital wird sogar auf 60 000 M. geschätzt. Aber — 11 — auch die Pflanzungen sollten in Anbetracht der grofseu Gefahren einer reinen Kakaokultur von vornherein auf andere Kulturpflanzen Bedacht nehmen, und als solche kommen neben Kokospalmen speziell noch Kautschukbäume in Betracht, von denen vermutlich sowohl Castilloa als auch Hevea, Kickxia und Ficus elastica gedeihen werden, wogegen Manihot Glaziovii sicher nicht in Betracht kommen wird. In Versuchspflanzungen hat die Vanille vorzügliche Resultate gegeben; um diese Kultur aber im grofsen zu betreiben, bedarf es unbedingt zuverlässiger und sorgfältiger Arbeiter; die Chinesen würden sich zweifellos gut hierfür eignen. Vielleicht würde bei gröfserer Einfuhr von Chinesen auch der Tabak in Betracht kommen, doch ist zu fürchten, dafs die Böden infolge der chemischen Beschafi^enheit sich nicht dauernd für diese Kultur eignen, auch sind die überhaupt verfügbaren Täler für eine Grofs- kultur von Tabak zu unbedeutend. Die Qualität ist jedenfalls eine recht gute, der Samoatabak ist in der Südsee eine beliebte Handels- ware. Die bisherigen Tabakbau versuche sind wie die von Thee und Zimmt seitens der Deutschen Handels- und Plantagengesell^ Schaft als unrentabel aufgegeben, was bei dem bisherigen mangel- haften Arbeitermaterial nicht wundernehmen kann. Die Versuche mit arabischem Kaffee (60 haj sind an der Hemileiakrankheit gescheitert, Liberiakaffee wird noch weiter versucht, ebenso Kola. Später dürfte Samoa wie Fiji ein wichtiges Obstland für Australien werden. Ananas und Bananen sowie die meisten tropischen Früchte gedeihen daselbst vorzüglich; aber bei der mangelhaften Verbindung ist momentan ein flotter Transport unmög- lich, und für Konserveubereitung ist die ganze Lebenshaltung von Samoa zu teuer. Wir meinen aber, dafs Samoa wirtschaftlich völlig zufriedengestellt sein kann, wenn die Küsten von breiten Kokos- pflanzungen umsäumt sind, in denen Viehherden weiden, während in den tiefgründigen Tälern Kakao, untermischt mit Hevea und vielleicht etwas Vanille, Muskat und Ffefl'er gebaut wird, an den Wegen, Bachufern etc. Kickxia- und Castilloabäurae, an den Hängen Kickxia und Ficus elastica. Haben wir bisher die tropischen Kolonien als Arbeitsfeld für deutsches Kapital und deutsche Pflanzertüchtigkeit an uns vor- überziehen lassen, so müssen wir jetzt noch einige Worte über die Kolonien als Siedelungsgebiet hinzufügen. Während über die Eignung Deutsch-Südwestafrikas als Siedelungs- gebiet kein Zweifel mehr bestehen kann, sondern nur darüber, für eine wie grofse Anzahl von Farmern daselbst Platz ist, so ist die — 12 — Eignung der Berggegeuden der rein tropischen Kolonien noch immer nicht praktisch erprobt. Neuerdings soll eine Anzahl Buren Familien mit dem Bezirks- amt von Tanga in Verbindung getreten sein, und ein Ergebnis dieser Unterhandlungen soll sein, dafs sich voraussichtlich 25 Buren- familien am Kilimandscharo bei Moschi und zwei weitere bei Mgera nördlich von Nguru ansiedeln werden. So erfreulich ein solcher Versuch im Falle des Gelingens auch sein würde, so wäre es doch verkehrt, sich viel davon zu versprechen. Die Wahrschein- lichkeit spricht dafür, dafs, wenn die Ansiedelung überhaupt zu Stande kommt, was doch auch noch sehr zweifelhaft ist, die Kolo- nisten bald wieder dem Lande den Rücken kehren werden, sei es, dafs sie sich nicht den durch die klimatischen A^erhältnisse gebotenen landwirtschaftlichen Erfordernissen anpassen bezw. dieselben nicht ins Praktische zu übersetzen vermögen, sei es, dafs sie wegen der Schwierigkeiten der Transportverhältnisse und des Mangels an ge- nügendeui Absatz keine Zukunft für sich sehen, sei es schliefsHch, dafs ihnen als freien Kindern südafrikanischer Steppen die laudes- väterliche Kontrolle der deutschen behördlichen Organe schliefsHch allzugrofses Unbehagen verursacht. Weit mehr Aussicht auf Erfolg würde man meiner Ansicht nach haben, wenn man deutsche venezuelanische Kolonisten aus Tovar dort ansiedeln würde, letztere würden wohl zweifellos sich gern übersiedeln lassen, da es ihnen schon seit längerer Zeit infolge der Revolutiouskriege und jetzt in verschärftem Mafse infolge des deutschen Konfliktes mit Venezuela nicht allzugut geht; aufserdem sind sie schon seit Generationen in Bezug auf Lebensweise und Arbeitsmethode an tropisches Bergklima angepafst, sie sind ebenso bedürfnislos wie die Buren und in Bezug auf Unterordnung unter die Staatsgewalt weit geduldiger und weniger störrisch, demnach bedeutend leichter zu behandeln. Auch nach Deutsch-Südwestafrika hat sich ja eine Anzahl Buren gewandt, doch braucht man auch dort eine scharenweise Invasion derselben kaum zu befürchten, falls man dieselbe für ein Unglück ansieht, Nvorüber freilich die Ansichten sehr verschieden sind. Die Ansässigmachung deutscher Farmer geht ihren langsamen Gang weiter, auch besteht bei der durch Rinderpest und Dürre sowie den südafrikanischen Krieg geschädigten Kolonie wenig Hoffnung, dafs das Tempo der Besiedelung ein schnelleres wird, bevor nicht erstens die Zahl der Tränkstellen vermehrt und zweitens bessere Absatzwege, namentlich nach dem Kap oder Transvaal zu, geschaffen sein werden. — 18 — Hiermit kommen wir zu dem wichtigsten Punkt der nächsten Zukunft, der Verkehrsfrage. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dafs das Tempo, das wir dank der übergrofsen Vorsicht der mafs- gebenden Kreise und ihrer ausgesprochenen Furcht, mit grofsen Forderungen an den Reichstag heranzutreten, in Bezug auf diese grundlegenden Fragen einhalten, ein für die Entwickelung der Kolonien beklagenswert langsames ist. Die Erörterungen und Diskussionen, welche Eisenbahnen zuerst notwendig sind, nehmen kein Ende, unterdessen verstreicht ein Jahr nach dem andern — denn die Küstenbahu in Togo und die kleine Plantagenbahn nach Buea tragen nur ganz unbedeutend zur Eröfinung der Kolonien bei — ohne dafs überhaupt etwas Reelles geschieht; wäre nicht ein grofser Notstand eingetreten, so hätten wirnichteinmaldiesüdwestafrikanische Eisenbahn. Und doch ist es klar, dafs die Eisenbahn in Togo nach der Gegend von Misahöhe, in Deutsch-Ostafrika nach dem Nyassa und in Kamerun mindestens eine Bahn zur Erschliefsung des Hinter- landes jedenfalls ebenso nötig, sicher auch noch weit mehr ver- sprechend sind als die südwestafrikanische Bahn. Die Eisenbahn nach Misahöhe dürfte sich möglicherweise sogar schon in relativ kurzer Zeit verzinsen, und die Nyassabahn wird auch sicher bald einen bedeutenden Verkehr an sich reifsen. Für die Kameruner Bahnen fehlen freilich noch die wirtschaftlichen Unterlagen, aber schon aus politischen und administrativen Gründen ist wenigstens eine derartige Bahn absolut notwendig. Eine etwas kräftigere Haltung der Regierung wäre hier sicher am Platze, und letztere würde vermutlich auch, wenn auch nicht gerade gleich beim ersten Versuch, bei den für die Bewilligung der Gelder mafsgebenden Faktoren zum Ziele gelangen. Eine gleichfalls für den Verkehr äufserst wichtige Frage, nämlich die Bekämpfung der schlimmsten Viehseuchen, der Surrah- krankheit, des Texasfiebers und der Rinderpest, scheint glücklicher- weise der Lösung entgegenzugehen. Aber auch hier sollte man etwas schneller vorgehen, durch Entsendung von weiteren speziell hierfür vorgebildeten Ärzten, durch systematische Aufnahme jedes einzelnen Infektionsherdes, durch Impfversuche in gröfserem Stil etc.; es kann keinem Zweifel unterliegen, dafs die geringen hierfür erforderlichen Gelder reichlich Zinsen tragen werden. Auch sollte man berück- sichtigen, dafs die Untersuchung gerade der Surrah- und Texasfieber- krankheit möglicherweise auch für die Bekämpfung der Malaria wichtige Resultate liefern kann; jeder Schritt vorwärts in dieser Richtung ist Millionen wert, namentlich seitdem man immer mehr einsieht, dafs sich in den Tropen weder eine Bekämpfung der Mos- kitos noch auch ein Schutz gegen Moskitos im grofsen durchführen — 14 — läfst uud dafs auch die Chininj)rophylaxe ein nicht ganz zuverlässiges Mittel und dabei ein sehr zweischneidiges Schwert darstellt. Jeder Fingerzeig, den die Bekämpfung der erwähnten Tierkrankheiten liefert, ist also von der allergröfsten Bedeutung für die Bekämpfung der wichtigsten tropischen Menschenkrankheit, und es ist klar, dafs sich gerade bei den lokal beschränkten Tierkrankheiten und bei der leichten Erhältlichkeit von noch nicht infiziertem Viehmaterial viel sicherere Schlüsse gewinnen lassen, als bei der Malaria, da man noch nicht infizierte Menschen doch nur in Ausnahmefällen zu beliebiger Inüzierung zur Verfügung hat. Mit Recht hat deshalb das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee, das schon in vergangenen Jahren mit Tränkstellen-Beschafiüng, TsetHe- krankheits-Bekämpfung und Togobahn-Expertise kräftig an die Lösung dieser Frage herangetreten ist, für die nächste Zeit die Verkehrsfrage und die damit zusammenhängenden Gebiete in den Vordergrund seiner Aktionstätigkeit gestellt, und es ist im Interesse der wirt- schaftlichen Entwickelung unserer Kolonien aufs lebhafteste zu "wünschen, dafs es hierbei ebensoviel Erfolg hat wie bei seiner bisherigen Tätigkeit. Warburg. Wirtschaftliches von Madeira, Teneriffa und den Ranarischen Von Korpsstabsapotheker Bernegau. Über die Weinkultur in Madeira und Teneriffa. Die Weiubereitung durch die Eingeborenen in Madeira und Tenerifta ist unrationell und roh. Beim Auspressen der Trauben wird nicht mit der erforderlichen Sorgfalt verfahren. Da die Trauben vielfach nicht genügend gereinigt sind, gelangen in den Traubensaft Gerbsäure, Humusstoffe uud andere Verunreinigungen. Nach der Gärung wird zur Klärung und Erzielung der Haltbarkeit Weingeist zugesetzt; die Madeira- und Teneriffaweine sind daher sehr alkoholreich. Die grofsen Madeira- und Teneriffa-Weinlirmen Krohn & Co. uud Saacks »>>>>>>>>:■> «- ^ VI Aus deutschen Kolonien. :^ N ■Ti« <:««c«: - Tikaphanf von den Karolinen. (Mit einer Abbildung). In dem Sitzungsberichte des Arbeitsausschusses des Kolonial-Wirtschaft- lichen Komitees vom 29. September 1902 ist über den Tikaphanf berichtet worden, der dem Komitee vom Kaiserlichen Bezirksamt von Ponape eingesandt worden war und von dem gröfsere Mengen sowohl unverarbeitet als auch in Fabrikaten während des Kolonialkongresses im Reichstage seitens des Kolonial- wirtschaftlichen Komitees zur Ausstellung gelangten. Die Bremer 'J'auwerkfabrik A. G. vormals C. H. Mich eisen, Grohn- Vegesack, schätzte den Preis frei Bremen auf 35 Mk. per 100 kg für die schlechtere und auf 45 Mk. für die bessere Sorte, unter Berücksichtigung des allgemein eingetretenen Preisrückganges für überseeischen Faserstoö". Die Firma Feiten & Gnilleaume, Köln am Rhein, hat Versuche über die Druckfestigkeit dieses Hanfes angestellt, wobei es sich herausstellte, dafs die Faser eine etwa um ein Fünftel geringere Bruchfestigkeit besitzt als der Manila hanf und sogar noch von Seeländerhanf in Bezug hierauf etwas übertrolTen wird (siehe die Tabelle auf S. 23 des Sitzungsberichts). Immerhin ist es interessant, dafs eine wilde Bananeuart — denn um eine solche handelt es sich — eine relativ so gute Faser liefert. Schon im vorigen Jahre wurde eine Probe der Pflanze eingesandt, die aber leider infolge unzweckmäfsiger Versendung völlig verfault ankam. Das nach den Angaben des Unterzeichneten präservierte, neuerdings eingesandte Material, 35 un, Tikapbanane, Musa tikap Warb, a männliche Blüte, b äufseres Blatt der Blutenhülle, c und d inneres Blatt der- selben, e Staubgefäfs, f Stylodium, g Stück des unteren weiblichen Teiles des Blutenstandes, h weibliche Blüte, 1 Griffel und Staminodieu, k Durchschnitt durch den Fruchtknoten, 1 reife Früchte, m Durchschnitt durch die Frucht, n und Same, p Längsschnitt durch den Samen. 3* — 36 — bestehend aus einem Blatte und verscbiedeiuMi 'l'eilen des Blüten- und Frucht- standes in Alkohol, geniij^te vollkommen zur wissenschaftlichen Bestimmune. Es stellte sieh nun heraus, dal's es eine Bananenart ist, die mit dem be- kannten Manilahanf nahe verwandt, aber nicht identiscli ist, und die ich des- halb mit ihrem eiiiheimischem Namen als Musa tikap bezeichnen möchte. Gleichzeitig sei hier eine genaue Beschreibung dieser Ptianze beigefügt: V'on den Blättern dieser Faserbanane liegt nur ein junges Blatt vor, das sich von jungen Blättern der Efsbanane kaum untersciieidet. Die Blattspreite desselben ist etwa 1 m lang und .>() cm breit, der Blattstiel hat etwa 1 cm im Durchmesser, die Seitennerven haben einen Abstand von etwa 1 cm von- einander. Ob der Blüten- resp. Fruchtstand nickt oder aufrecht steht, geht aus den eingesandten Teilen desselben nicht liervor. Der Blutenstand iöt im übrigen gel)aut wie bei den gewöhnlichen Bananen; die aus zwei Bliitenreihen lie- stehenden Partialblütenstände. die sogen. Häjide, sind von gi'ofsen lederigen, an der Spitze des gesamten Blütenstandes einander vollständig umhüllenden, kaum s])itzen Brakteen liedeckt, die eine Liinge von 12 cm oder mehr erreichen und später, vor der Fruchtreife, abfallen. Die Blüten des unteren Teiles des Blüten- standes sind weiblich, sie enthalten an Stelle der Staubgefäfse nur kleine rudimentäre Gebilde (Staminodien>, die des oberen Teiles sind männlich, sie enthalten zwar einen Griffel mit Narbe, aber keinen Fruchtknoten. Die erwachsenen Tnännlichen Blüten sind etwa 5 cm lang und (i mm breit und sitzen auf einem etwa 1 cm langen Stiel. Die Blütenhülle besteht aus einem äufseren bis auf einen vorderen Schlitz röhrenförmigeji 5 cm langen und einem von ihm eingeschlossenen rinnenförmigen, nur IV2 cm langen Blumenblatt; ersteres ist im ausge.breiteten Zustande 1 cm breit und endet in fünf 1 liis 2 mm lange Zipfel, die meist in eine gedrehte Spitze auslaufen, das zweite und vierte Zipfelchen sind meist kleiner, öfters sogar undeutlich, auch sind sie etwas an der Innenseite der Röhre angewachsen und enden nur zum Teil in eine ge- drehte Spitze. Das innere IV2 cm lange Blütenhüllblatt ist ausgebreitet V2 cui breit, es ist an der Spitze gestutzt und endet dort in der Mitte in einem ganz kurzen Spitzchen. Die Staubgefäfse sind in Fünfzahl vorhanden, sie sind liiiealisch, IVi.' mm breit, und bestehen aus einem ^/'j cm langen Stiel und einer 3 cm langen zwei- fächerigen Anthere. über der das Mittelstück mit kurzer stumpfer Spitze heraus- ragt. Der im Grunde der Blüte sitzende Griffel ist 3V2 cm lang und nicht ganz 1 mm breit, er endet in einer 3 mm langen, 2 mm breiten dunkleren Narbe. Die weiblichen Blüten sind ähnlich gebaut, nur robuster, auch besitzen sie statt des Blütenstieles einen dreifächerigen, stunipfkautigen Fruchtknoten von 4' '2 bis 5 cm Länge und 7 bis 8 mm Breite: jedes Fruchtknotenfach ent- hält zwei Längsreihen von Samenaulagen, die im Innenwinkel jedes Faches an- geheftet sind. Die Blutenhülle ist etwas kürzer als bei den männlichen Blüten, nur 4V2 cm lang, aber ausgebreitet l'/i' cm breit, und mit zwei dicken, hervor- tretenden Längswülsten versehen, auch die Lappen an der Spitze sind etwas länger und spitzer, bis 4 nun lang: das innere Blütenhüllblatt ist 2^,2 bis 3 cm lang. 12 bis 13 nnii breit, an der Spitze etwas ausgerandet, aber doch auch öfters dort mit einem hervorragenden Spitzchen versehen. Der Griffel ist fast 4 cm lang und 2 mm dick, die Narbe ist ö mm lang und breit. Die Staminodien sind in Füuf- zahl vorhanden, zwei etwas gröfsere, (5 mm lange, und ihnen gegenüber drei etwas kleinere, 5 mm lange, sie sind sämtlich etwas flach. 1 mm breit, und fra'jen am Ende ein feines kurzes Spitzchen. — oi — Die reiten Früclite sind kleiner als die kleinsten Efsbananen, ohne Stiel nur etwa 7 bis 8 cm lang und 2 cm breit, walzig und ohne Kanten; an der Basis laufen sie in einen etwa IV2 cm langen und 8 mm breiten Stiel unmerklich aus, an der Spitze enden sie allmählich in einen kurzen, 7 mm breiten Schnaliel, den Boden der abgefallenen Blüte. Sie sind völlig von einem grauen Marke ausgefüllt und enthalten zahlreiche eckige, etwa 5 bis 6 mm im Durchschnitte zeigende braun -schwarze Samen; letztere besitzen ein plattes, etwas tief- liegendes, rundlich eckiges Ililum von 2 mm Durchmesser, unter dem sich der Keimling in dem weifsen Eudosperm befindet. Eine Elinbuchtung des Endo- sperms von 2^/2 mm Breite und 2 mm Tiefe auf der entgegengesetzten Seite, an der Chalaza, wird von einer harzigen, schwarzen Masse ausgefüllt, deren Zweck man noch jücht kennt. Diese Bananenart ist zweifellos eine gute Art, die dem echten Manila- hanf, Musa textilis, von den Philippinen, sehr nahe steht. Letztere unterscheidet sich nach dem von mir in Luzon gesammelten Material vor allem durch das spitze und verhältnismäfsig viel längere innere Blütenhüllblatt der männlichen Blüten, sowie durch die kleineren und stark gekrümmten, vom Stiel deutlich abgesetzten fruchte, die nur sehr wenig Fruchtmark und auch kleinere Samen besitzen. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, dafs auf Inseln, wo diese Bananenart wild in Menge vorkommt, auch die Kulturformen der Manilahanf" Banane ein ihnen zusagendes Klima finden werden. Warburg. Citronellöl in Kamerun. Im Botanischen Garten wird unter dem Namen Andropogon citratus ein Gras kultiviert, dessen Identität bisher nicht bestimmt werden konnte, weil dasselbe hier niemals geblüht hat. Die Grol'skultar der. verschiedenen Andro- pogon-Arten wird hauptsächlich in Ostindien für Herstellung von ätherischen Ölen betrieben. Es wurden von mir Versuche gemacht, das ätherische Öl der hier vor- handenen Art in gröfserer Menge darzustellen. Ich verfuhr in der Weise, dafs ich das Gras, ohne es vorher zu trocknen, in einer gewöhnlichen Destillier- blase mit Wasser übergofs und von 10 kg Gras ungefähr 3 1 Wasser ab- destillierte. Das dabei mit übergehende ätherische Öl wurde in einer ge- eigneten Vorrichtung aufgefaiigen. Obgleich diese Methode nur als eine primitive zu bezeichnen ist, ent- spricht sie doch der in Ostindien allgemein gebräuchlichen (vergl. Gilde- meister u. Hoffmann, die ätherischen Öle); die Ausbeute betrug durch- schnittlich 0,38 pCt. Die Prüfung des Öls, soweit sie mit den hier vorhandenen, völlig unzu- reichenden Mitteln überhaupt möglich war, ergab mit ziemlicher Wahrschein- lichkeit das Resultat, dafs dasselbe nicht Lemongrasöl, sondern Citronellöl war, und dafs diese Grasart demnach nicht Andropogon citratus, sondern Andropogon Nardus ist. Der Aldehydgehalt des Öls, der bei Andropogon citratus etwa 70 bis 80 pCt, beträgt, wurde bei dem hier gewonnenen Öl zu etwa 15 pCt. ermittelt. Das Aldehyd konnte zwar nur in ganz kleinen Mengen isoliert werden, weil die betreffenden Reagenzien fehlten; dasselbe liefs aber in alkoholischer Lösung deutliche Rechtsdrehung erkennen. Es erscheint deshalb auch schon an der Hand dieser kleinen Mengen die Annahme bei-echtigt, dafs das Aldehyd Citronellal und das ätherische Öl Citronellöl ist. Strunk, Chemiker am Botanischen Garten zu Victoria, Kamerun. 38 Kokospflanzungen im Bismarckarchipel. Die Auskunftsstelle für Auswauderer gibt in ihrer Üeutecli-Neu-Guinea behandelnden Anweisung eine Kostenberechnung für eine mittelgrofse Kokos- palm-Pflanzung mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse des Nordens der Gazellehalbinsel. Es seien hier die hierauf bezüglichen Stellen jener An- weisung wiedergegeben : ,Im Bismarckarchipel bilden die Blanchebucht (Gazellehalbinsel) und Nusiihafen (Neumecklenburg) die Mittelpunkte der Bntwickelung. Meist wird die Kokospalme angebaut. Der Grofsbetrieb ist vorherrschend. Auf der Gazelle- halbinsel setzt in neuerer Zeit aber auch der mittlere Betrieb mit Flächen von 100 bis 500 ha energisch ein. Die Besonderheit des Geländes, welches weithin aus offener Grassteppe (Alangfeldern) besteht, deren leicht zu bearbeitender Boden aus Bims^^tein, Asche und einer etwa 40 cm starken Humusschicht ge- bildet wird, verleiht diesen Unternehmungen Aussicht auf Erfolg. Als Zwischen- frucht wird bis zu genügender Entwickelang der Palme, d. h. etwa .'5 Jahre hin- durch, Mais, Hackfrucht etc. gebaut. Sie dient zur Beköstigung der Arbeiter und Viehfütterung. Mais wird sogar neuerdings in geringer Menge durch die Ralumpflanzung nach Sidney ausgeführt Aufserordentlich günstig wirkt natür- lich die Pflege des Kleinhandels mit den Eingeborenen, wo sich ein solcher ein- richten läfst. Betriebe dieser Art stellen dar die von Richard Parkinson in Maulapao, Georg Kaumann in Natawa, Johann Rohndahl in Kabakaul, sämtlich auf der Gazellehalbinsel gelegen. Die Schwierigkeit liegt in der Arbeiterbeschafifiing. Der Neuankömmling muCs schon ziemlich weit von der Regierungsniederlassung entfernt Land suchen oder aus zweiter Hand sich solches erwerben. Kostenberechnung einer Pflanzung von 500 ha: 1 . 500 ha Land 2 500 Mk. 2. Vermessung und Eintragung nach Dauer der Vermessungs- arbeit verschieden 1 000 „ 3. Bootsmaterial, 1 gedeckter Kutter, 1 Ruderboot .... 6000 4. Unterhaltungskosten für 6 Jahre 1 800 5. Werkzeuge in 6 Jahren, Spaten, Hacken, Messer. Äxte, 1 vollständiges Zimmermanns-Handwerkzeug 1 800 „ (j. Die Beschaffung von 50 Arbeitern auf 3 Jahre Vertragszeit 5 000 „ 7. Weitere 50 Arbeiter 5 000 „ 8. Lohn der Arbeiter. Der Mann im Monat 6 Mark ... 21 600 - 9. 5O0O Saatnüsse 1 5(X) „ 10. Hausbau, 1 Wohnhaus, Vorratshaus, Bootshaus, Werkstätte, Arbeiterhäuser 100(Hi 11. Gehalt für einen Gehilfen monatlich 200 Mark, freie Ver- pflegung 14 400 - 12. Lobenslialtung, Gehilfe eingeschlossen 18 000 88 6(K) Mk. Der Voransciilag umfal'st einen Zeitraum von iJ Jahren. In dieser Zeit können mit 50 Arbeitern 50() ha Graslandes (Alangfeld) mit Kokospalmen bestockt sein. Die erste Pflanzuugsarbeit geht schnell vor sich: später verur- sachen die Reinigungsarbeiten grofsen Aufenthalt. Für die Verpflegung der Arbeiter ist ein Betrag nicht vorgesehen. Dafür dient der Ertrag der Zwischenfrüchte. — 39 — Der Anschlag kaim sich wesentlich verbilligen. Bei Anschlufs an eine regelmäfsige V^erbindung über See wird der Kutter entbehrlich . . 6 200 Mk. Ein Teil der Arbeiter, vielleicht die Hälfte, kann den Vertrag erneuern 2 500 Gute Freundschaft mit den benachbarten Eingeborenen bewegt diese zum Diensteintritt, vielleicht 25 Mann 2 500 Die Lebenshaltung läfst sich bei guter Gärtnerei vereinfachen 6 000 _ Der Handel mit den Eingeborenen kann Gewinn bringen, jährlich 1000 Mark (3 000 „ 23 200 Mk. Dasselbe Ziel kann also unter Umständen auch mit 65 400 Mk , ja, wie die Erfahrung gelehrt hat, bei einem schwunghaften Handelsbetriebe mit ganz geringen Mitteln erreicht werden. Unglücksfälle, z. B. Sterblichkeit unter den Arbeitern, Seeverlust, schwerer Pflanzungeschaden (bis jetzt nirgends aufgetreten) können hemmend wirken. Die Beschaffung von Vieh ist nicht vorgesehen. Bei Palmenpflanzungen wird am besten, um die jungen Bäume vor Schaden zu bewahren, erst nach 4 Jahren mit der Viehzucht begonnen, wenn nicht eine besondere Koppelung, aus der Pflanzung losgetrennt, dafür bestimmt wird. Die Viehzucht erfordert langsames, vorsichtiges Beginnen, Einsammlung reicher Erfahrung. Im siebenten Jahre kann die erste Ernte erwartet werden. Man rechnet auf einen Hektar 100 Palmen, von der Palme einen Jahresertrag von 1 Mk. 7000 bis 8000 Nüsse geben eine Tonne zu 1000 kg marktfähiger Kopra. Der Baum trägt jährlich bei normalem Regenfall 80 Nüsse. 8000 Nüsse wären daher das Erträgnis eines Hektars zu 100 Palmen. Der Preis der Tonne Kopra be- trägt augenblicklich 240 bis 300 Mk. Die Auslagen für eine Tonne selbst zu 140 Mk. angenommen, was unwahrscheinlich hoch für eigenen Betrieb ist, so würden wenigstens 100 Mk. reiner Ertrag für den Hektar bleiben. Unter Beibehaltung der 50 Mann, Hinzurechnung eines weiteren Gehilfen, Erneuerung des Häuserkontos nach dem 10. Jahre mit 10000 Mk., Einrechnung der Verpackuugs- und Verschiffungsspesen mit 40 Mk. die Tonne, kann eine kaufmännisch völlig genaue Rechnung leicht aufgestellt werden, unter Fortfüh- rung der Rechnung in das 7., 8. etc. Jahr. Im ersten Jahre mögen noch 50 ha unter Kultur gebracht worden sein. Die Erstlingsernten sind aber gewöhnlich weniger reichhaltig. Die Reineinnahme soll daher nur 4000 Mk. betragen. Nach 14 Jahren spätestens ist die Pflanzung volltragend. Nach den gegenwärtigen Marktpreisen und Löhnen ist aus der Kopra dann auf eine reine Jahreseinnahme von 40000 bis 50000 Mk. zu rechnen. ► ^»»^ ./^. c:c:ie Aussicliteii der Kakaokultur auf Samoa. H°. IG S. IJruck und Verlag von Gerhard .Stalling, Oldenburg i. Gr. Preis 0,80 Mk. Es ist dies die Wiedergabe eines N'ortrages, den der Verfasser in den Abteilungen der Deutschen Kolonialgesellschaft gehalten hat, und in dem er. ebenso wie in seinem Buche „Manuia Samoa", warm für die Zukunft der Kakao- kultur in Samoa eintritt und eine Kapitalvcrzinsung von KM) p( 't. iiropliezeit. Unsere weit skeptischere Auffassung beruht vor allem darauf, dafs es unzulässig ist, den einmaligen Ertrag einer kleinen Pflanzung von G70 Bäumen (17 Centner per Acre) der Schätzung zu Grunde zu legen; auch der von Mr. Macdonald in Apia angenommene Satz von 10 {.Jentnern ])er Acre 5 Pfund per Paunii ist nach den Kameruner Erfahrungen, wo gewifs der Boden fruchtbar und das Klima günstig ist, viel zu hoch, ebenso auch noch ein weiterer Abzug von 20 pCt., also unter Zugrundelegung der Schätzung des Pflanzers Carruthers, 4 Pfund per Baum. Ferner sind die Ausgaben zu niedrig taxiert. Vor allem aber litfst sich nocli gar nicht übersehen, wie lange die Tragkraft der Bäume anhält, da die Boden- untersuchungen von Geheinu-at Wohltmanu zu vielerlei Bedenken Veranlassung geben. Ebenso ist der Preis von 75 Pf. per Pfund ein aufsergewöhnlich hoher, und es ist fraglich, ob er sich bei grofsen Quantitäten halten kann. Endlich ist die Arlieiterfrage doch immer noch nicht geklärt, und dal's Schädlinge gänzlich ausbleiben sollen, ist sehr unwahrscheinlich. So sehr man also auch wünschen kann, dafs es Leute gilit, die ihr Kapital dem Kakaobau in Samoa zuwenden, so dringend ist doch zu raten, sich keinen übertriebenen Hoffiuingen hinzugeben und jedenfalls von Anfang an möglichst Vorsicht in Bezug auf Auswahl des Terrains und N'ermeidung über- flüssiger Ausgaben walten zu lassen. Namentlich Gesellschaften mit geringerem Kapital ist zu empfehlen, die heimische Verwaltung so billig wie irgend möglich einzurichten und anstatt eines hohen Gehaltes lielier liidiere Tantiemen zu Wg. G. F. Thompson: Die Angoraziege. Deutsche autorisierte Ausgabe. 8 . 7G S. mit 17 Tafeln. Dietrich Reimer (Ernst Vohsen . Berlin 1902. Preis 2 Mk. Es ist dies Buch die Übersetzung des im Jahre 1901 iil Washington er- schienenen Bull. Nr. 27 des U. S. Department of Agriculture. Bureau of animal industry, und bei der Wichtigkeit der Angoraziegenzucht für Deutsch-Südwest- ufrika können wir dem Y erlag für die Übersetzung nur dankl)ar sein. Das Büchlein ))ehandelt den Ursprung und die Geschichte der Angoraziege, speziell in Nordamerika, wo sie erst seit etwa 50 Jahren heimisch geworden ist, die Beschreibung der Ziege, ihre Benennung, den Nutzen derselben, die für Angorazucht geeigneten Ortlichkeiten, die Pflege der Angoraziege, das Aufziehen und Verwalten einer Angoraherde, das Scheren und das Ausfallen der Haare, Krankheiten und Feinde, die Zahl der Angoraziegen (in den Vereinigten Staaten 1/4 Million, in Kapland '6 Millionen, in Angora IV4 Million), die Mohairproduktioii (am Kap 1898 etwa 11 Mill. Pfnndi sowie den amerikanischen Zolltarif dafür Die Tafeln zeigen Ländereien mit Ziegen, letztere in verschiedenem Alter und in verschiedener Umgebung sowie Mohairproben. Joseph Klar: Haupt- Preiscourant des Saatetablissemeuts. Berlin C, Linien- strafse 80. 190:5. Wiederum liegt ein illustrierter Katalog dieser renommierten Firma vor, der neben einer reichen Auswahl von Zier- und heimischen Nutzpflanzen einen fast 20() Nummern umfassenden Alischnitt von Kolonialpflanzen enthält. Die Preise 45 — sind im Durchschnitt mäfsige zu nennen, z. B. kosten 20 g Samen der besten Cinchujiaiirten nur 30 Mk., 100 Korn des Parakautschuk (Hevea brasiliensisj 20 Mk., ein AV'ardscher Kasten derselben Art mit 500 Pflanzen 1100 Mk., mit 250 Pflanzen 800 Mk., 100 Pflanzen 500 Mk., die Castilloas und Landolphias sowie ürceola esculenta sind um die Hälfte billiger, von Haucornia kosten dagegen 10 Stück 200 Mk., Sisal kosten 1000 Ausläufer 250 Mk., Muskatnufs 100 angekeimte Samen 55 Mk., 100 Pflanzen 360 Mk., Thee lOOO gekeimte Samen 90 Mk., 1000 Pflanzen 500 Mk., Vanille 100 Stecklinge 3(X) Mk. Wer die Unkosten der Aufzucht tropischer Pflanzen in nnserm Klima und das dabei gelaufene Risiko kennt, wird die Preise kaum als zu hoch ansehen und lieber Wardsche Kasten mit Pflänzlingen, die sich beurteilen lassen, kaufen als die viel billigeren Samen, die sich oft genug als nicht keimfähig erweisen, wodurch dann die Einführung der betreffenden Kultur eine sehr teure und unnütze Ver- schleppung erleidet. ►l-f Marktbericlit. +-i Die Preise verstehen sich pro 100 kg unverzollt. Hamburg, 27. Dezember 1902. Aloe Capensis 92—94 Mk. A r r w r 1 70 Mk. Balsam. Copaivae 340—350, Peru 1000-1025, Tolutanus 270—280 Mk. Baumwolle. Nordamerik. raiddling fair 97,(i0 bis 9 ,50, fully good middling 93,00—93,50, good raiddling 90,50-91, fnlly 89,00— 89..50, middling 87,50— 88,00, fully low middling 86.00—86,50, low raiddling 84..50— 85,U0 Mk. Ostindische, Bengal superflne 73.50, fine 71.00, fully good 67,50, Scinde mach, gined, superflne 77,00, fine 74,50, fully good 71,00 Mk. Peru, luod. rough 102-128 Mk. Westindische 60-94 Mk. Chinin sulphuric. 37—38 Mk. per Kilo. Cochenille. Ten. gr. 220-240, Zacatilla 200 bis 240 Mk. Copra. Ostafrikanische 30—33, westafrikanische 24—30 Mk. Cortex. Cascarillae 115—120, Quiltay. 38— 40 Mk. Curcumae. Chines. 46-48, Bengal. 23-25 Mk. Dividivi 25-30 Mk. Düngestoffe. Fleisch- und Fischmehl 14,25. Knochenmehl 7,'50— 10,00 Mk. Elfenbein. 7,15 Mk. für i/, kg, für Kamerun- Zähne von 15 bis 16 Pfd. Erdnufs. Geschälte Mozambique 26,00—27,00 Mk. Farbhölzer. Blau, Lag. Camp. 10—20, Rot, Bahia 5,00-6,00, Westafrika 5.00— 6,0a, Sandel6,50 bis 7,00, Camwood 12—16 Mk. F i b r e. Palray ra 42— 70 Mk. Folia Coca 240—280, Matico 30-100 Mk. Gerbholz. Quebrachoholz, Lohschnitt 7,75- 8,00, pulv. 7.65-7,90, Hirnschnitt 7,65-7.90, Mimosen- rinde, gem. austral., 23—24, Natal in Stücken 19,50-20,50 Mk. Oummi. Damar. elect. 160— 190, Gutli 370— 420 Mk. 'Guttapercha. I. 1100-1600, 11. 350— lÜOO Mk. Hanf. AloöMaur. 72-80, Manila 70-112, Sisal86 bis 90, Mexik. Palma 46-50, Zacaton 72— 180Mk. Holz. Eben-, Ceylon 14-30, Gaboon 10-20, Madagaskar 28—40, Sansibar 14—24, Jaca- randa brasil. 16—54, afrik. 8—12, Mahagoni (per Vic cbm), Mexik. 1,50-3,00, Westindisches 1,30 bis 200, Afrikanisclies 1,00—2,20 Teak, Bangkok 1,70-2.2.1 Mk. Indigo. Guatemala 500— 1000, Bengal., f. blau u. viol. 1300-1400, gut viol. 1050—1100, ord. gel. n. viol. 700- 800, Madras 400-800, Java lOOO bis 1400 Mk. Ingber. Afrikan. 58-62, Bengal 86, Cochin 110 bis 118 Mk. Jute. Ostindische 30-30 MIc. Kaffee. Kio ord. 50—58, fein ord. 70—74, Santos ord. 48—54, good 58—62, prima 66-72, Bahia 46-6U, Guatemala 100—140, Mocca 150—200. Afrikan. (Lib. native) 54—61, Java 90- 180 Mk. Kakao. Caracas 14U— 176, Guavaquil 126— 14S, Domingo 90-100, Ceylon 124—170, St. Thome 104— IUI, Kamerun 112- 122, Victoria, Lagos und Accra 102-104 Mk. Kampfer, raffiniert 425—445 Mk. Kaneel. Ceylon 340—350, Chips 46 Mk. Kardamom. Malabar, ninil 600—800 Mk., klein 300-600, Saat 400 Mk. Kassia lignea 85, Bruch 42—77, flores 164 Mk. Katechu 64-66 Mk. Kautschuk. Kamerun 4«0, Para 830 Mk. Kolanüsse 42,50—45,00 Mk. Kopal. Sansibar 90-300, Manila 35-110 Mk. Lignum. Quass. Jam. 10—18 Mk. Macis. Blüte 360-440, Nüsse 160—440 Mk. Myrobalanen 8,00-12,50. gemahlene 11—15 Mk. Nelken. Amboina 116—128, Sansibar 79-80 Mk. Nelkenstengel 30 Mk. Nuces vomicae 18-40 Mk. Öl. ßaurawollsaat 45 — 15, 50, Kokosnufs sup. Cochin 71—72, snp. Ceylon 60-61 Mk. Palmöl, Lagos 51,50—52,00, Accra, Togo, Ka- merun 50.00—50.50 Mk. Ricinus, med. 55-60, I. Pressung 52—54 Mk. Ölkuchen per 1000 kg. Palm 105, Kokos 110 bis 120, Baumwollsaat 130-140. Erdnufs 130-146 Mk. Opium 1425-1500 Mk. Orlean. Guadeloupe 80—85 Mk. Orseille-Moos. Sansib. 40—100 Mk. Palmkerne. Kamerun, Lagos 24,00—24,40, Togo Ostind. Macassar 500 bis Bombay 160—240, Sudsee, -119, weifserlse 23,50-23,70 Mk. Perlmntterschalen. 600, Manila 250-400, schwarze 430—530 Mk. Pfeffer. Singapore, schwarzer 118- bis 220 Mk. Piassava. Bahia 72— 116, Liberia 38,00— 53,50 Mk. Piment. Jamaika 52—56 Mk. Radix. Chinae 60—6.', Ipecacnanhae 1300—1800, Senegal 680—700 Mk. Reis. Karoliner 40—48, Rangoon geschält 16 bis 22, Japan 25-28 Mk. Sago. Perl- 23,50—25, Tapioca, Peri- 21—22 Mk. Sesamsaat. Bunte Mozambique 23,50— 24.50, West- afrikanische 22.00—25.00 Mk. Stuhlrohr (Rottan). Sortiert 60—190, unsortiert 24— C4, Flechtrohr 200-900 Mk. Tabak. Havana-Deckblatt 1200-2400, Brasil 80 bis 400, Java und Sumatra 60-700 Mk. Tamarinden. Calc. 24—26 Mk. Thee. CongoB, Hankow- nnd Shanghai-Sorten ord. bis extrafein per !/•> kg 0,50—3,50, Souchongs 0,60 bis 3.40, Flowery Pekoes ord. und extrafein 1,20 bis 7,00, Ceylon 0,48—2, Java 0,48-2.40 Mk. Vanille. Bourbon per ','2 kg 23—28, Tahiti 8-13 Mk. Wachs. Carananba 110— 170. Japan in Kuchen HO bis llO.Benguela 133— 134, Madagaskar 131,iX) bis 131,50 Mk. Wolle. Cap sn. wh. beste 310-330, gute 280 bis 300, mittel 250—270, Buenos Aires (Schweils) 100-130 Mk. — 46 Anzeigen, Anzeigen werden vom Sekretär des Komitees, Th. Wilckens, Berlin, Unter den Linden 40, sowie von jedem Annoncenburean entgegenprenommen. Hoflieferant Sr. Miijestät des Kaisers und Königs nnd Sr. K. Hoheit des Grosslierzogs von Mecklenburg-Schwerin. iiiptg'eschäft u. Yersaiid- Abteilung; Berlin SW.19, Leipzigerstrasse 51, (I. 5680. j Zweig-grescliäfte : Berlin, Schillstr. 16. „ Kantstr. 22. , Alt-Moabit 121. Breslau, Trebnitzerstr. 24. Dresden, Zahnsgasse 8. Kassel, HohenzoUernstr. 40. Koblenz, Neumarkt 7. Leipzig;, Schulstr. 12. München, Schellingstr. 74/0. Wiesbaden, Ur. Burgsti. 13. c B C8 «4 .tri e Postpakete von 10 Mk. ab portofrei innerhalb ganz Deutschland. U.'iiaiubara - Kaffee. Das Pfund geröstet: Mk. 1,^, 1,20, 1,40, 1,60, 1,80 und 2 Mark. Kamerun - Kakao und daraus bereitete Schokoladen. Deutsches Kalat- u. iSpeise-Oel aus Erdnüssen. 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Komitees, Berlin. Verlag und Eigentum des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees, Berlin. Gedruckt und in Vertrieh bei E. S. Mittler & Sohn in Berlin SWi?, Kochstr. 68—71. otömaf-Sii^if<|(tfiIt^e^ Komitee (bcgrün&et ^896). Begründet im 'Jnhvc 1896 und ausgestattet mit den Redeten einer juristisdien Person, wirkt das Kolonial -CClirt- 8d)aftlid)e Komitee unter Verzicht auf Hgitation und Polemik im Interesse der Hllgemeinbeit durd> facbgemäfse Husfübrung grundlegender wirt- s*aftlidier Pionierarbeiten in den Kolonien und über- seeischen Interessengebieten u. a. durch: Cdertbcstimmung wirtschaftlich noch unerforschter Gebiete; Studium der Cdirtschaftsverhältnisse in älteren fremden Kolonien; Expeditionen nad) deutschen Kolonien ztvedtsRentabilitatsnachxveises bestimmter wirtschaftlicher Unternehmungen, bezw. möglichster Verhütung von f^chlschlägen; Beschaffung und Verteilung Ton Saatgut; chemische und technische Untersuchungen kolonialer Produkte; "Veröffentlichungen über Kolonialwirtschaft: Zeitschrift „Der Cropen- pf lanzer" — „Kolonial - Randeis - Hdrefsbuch" — „Kulturen der Kolonien" — „G^cpeditionen des K. m. K." Beteiligung an Kolonialausstellungen und Schulsammlungen. ]VIit- Wirkung an der Errichtung einer Reichs -Randelsstelle, landwirt- schaftlichen Reichsstelle, Kolonialbank; Stellennachweis für die Kolonien etc. etc. Der Cllrbcitsausfd^u^ bcftcljt aus: Karl Supf, Berlin. Graf Eckbrecht v. Dürckheim, Hannover. — Prof. Dr. Dove, Jena. V. Bomhaupt, Berlin. — Frhr. v. Cramer-Klett, München. — Dr. Hartmann, Berlin. Frhr. v. Herman, Stuttgart. — F. Hernsheim, Hamburg. — Dr. Hindorf, Berlin. F. Hupfeld, Berlin. — C. J. Lange, Berlin. Ludolph Müller, Präses der Handelskammer, Bremen. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Paasche, M. d. R., Berlin. — Dr. Passarge, Steglitz. Ed. Rabe, Präses der Handelskammer, Lübeck. — Justus Strandes, Hamburg, Prof. Dr. Thoms, Berlin. — Job. Thormählen, Hamburg. — Prof. Dr. Warburg, Berlin. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Wohltmann, Bonn. — E. Woermann, Hamburg. Sekretär: Th. Wilckens. Ständige Hülfsarbeiter : Botaniker J. Mildbread. Chemiker Dr. Georg Pendler. Die Mitgliedschaft des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees, Berlin, Unter den Linden 40, kann erworben werden durdi €ntrichtung eines Jahresbeitrags von M« 10,—. Die Mit- gliedschaft bcreditigt: a) zu Sitz und Stimme in der )VIitgliedervcrsammlung; b) zum kostenfreien Bezug der Zettschrift „Cropcnpf lanzer"; c) zum kostenfreien Bezug des „Kolonial-Randcls-Hdrefsbuches"; d) zur kostenfreien Besichtigung der e^peditions-Husstellungen im Deutschen Kolonial-J^Iuscum, Berlin. Anmeldungen sind zu richten an das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee, Berlin NW., Unter den Linden 40. 7. Jahrgang. ]Vi-- ^. Februar 1903. Mitarbeiter: Dr. K. DOVE, Professor an der UniversitUt Jena. Dr. M. FESCA, Professor, Witzenhansen, Docent für tropische Landwirtschaft. Dr. K. II IN DORF, Berlin, Mitglied des Eolonialrates. Dr. A.K IRC II HO FF, Professor der Erdkunde an der Universität Halle. Dr. J. KiH>', Geheimer Oberregierungsrat, Professor der Landwirtschaft und Direktor des Landwirtschaftlichen Instituts der Universität Ualle. Dr. C. LAUTERBACH, Landwirt, Stahelwitz bei Breslau. K. PARKINSON, Landwirt, Ralum in Nen- pommem. 15. und K. PERROT, Wiesbaden— Lindi. Dr. P. PREUSS, Direktor des Botanischen Gartens in Victoria, Kamerun. Dr. H. SC HINZ, Professor der Botanik, Direktor des Botanischen Gartens in ZOrich. Dr. K. SCHUMANN, Professor der BoUnik, Kustos am K gl. Botanischen Museum in Berlin. Dr. O. S C H W E I N F U RT H , Professor, Berlin. Dr. P. SORAUER, Professor der Botanik, Redakteur der Zeitschrift für Pflanzenkrank- heiten, Berlin. Dr. A. STUTZER, Professor der Agrikultur- Chemie, Königsberg. Dr. H. THOMS, Professor der Chemie, Leiter des Pharmazeutisch-chemischen Laboratoriums der Universität Berlin. Dr. A. TSCHIRCH, Professor der Pharmako- gnosie und angewandten Chemie, Direktor des Pharmazeutischen Institute, Bern. Dr. L. WITTMACK, Geheimer Regierungsrat. Professor an der Landwirtschaftlichen Hoch- scliule, Berlin. Einladung zum Abonnement der Zeitschrift für tropische Landwirtschaft „DER TROPENPFLMZER". Zweck des „Tropenpflanzer^^ Der „Tropenpflanzer" bezweckt, die landwirtschaftlichen Interessen Deutschlands in den Tropen und Subtropen zu sammeln, zu fördern und zu vertreten. Der „Tropenpflanzer" bezweckt insbesondere, die wirt- schaftliche Entwickelung unserer Kolonien tatkräftig zu unterstützen. Inhalt des „Tropenpflanzer". Der „Tropenpflanzer" enthält Originalartikel: Land- wirtschaft der Europäer in den Tropen und Subtropen — Kul- turen der Eingeborenen und deren Hausindustrien — Förderung derAusnutzuiigderUrprodukte, der Viehzucht etc. — Original- abbildungen. — Mitteilungen über „Pflanzungsgesell- schaften" — »Aus deutschen Kolonien" — »Aus fremden Kolonien" — ., Vermischtes" — „Neue Li- teratur" — „Marktbericht" — „Personalnotizen" — „Auszüge und Mitteilungen" — „Mitteilungen des Komitees" — „Anzeigen". Bezug des „Tropenpflanzer". Die monatliche Zeitschrift „Der Tropenpflanzer" wird bestellt durch die Post (Postzeitungsliste Nr. 71)32), im Buch- handel oder bei dem Komitee, Berlin NW., Unter den Linden 40 J- Bezugspreis jährlich 10 Mk. Sendungen für die Redaktion und Expedition sind zu richten an das Kolonial-Wirtschaft- liche Komitee, zu Händen des Sekretärs Th. Wilckens, Berlin NW., Unter den Linden 40 1- DER TEOPENPFLANZEK. ZEITSCHRIFT FÜR TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 7. Jahrgang. Berlin, Februar 1903. Nr. 2. Die wirtsehaftliche Entwicklung unserer Kolonien. Vortrag, gehalten auf der Hauptversammlung des deutschen Koloftialkongresses in Berlin am 11. Oktober 1902 vom Geheimen Regierungsrat Professor Dr. F. Wohltmann. Die grofsen Hoffnungen, welche vor 12 Jahren auf eine glänzende Entwicklung der deutschen Kolonien gesetzt wurden, konnten bis jetzt nur zu einem kleinen Teile erfüllt werden. Sie gingen bei dem damals noch recht beschränkten kolonialen Gesichtskreis unseres Volkes vielfach von Laien aus, welche die Überseeverhältnisse nur in phantasiereichen Vorstellungen kannten, und waren als solche vonNatur eitel und aussichtslos. Andererseits übersahen aber auch diejenigen, welche in den kolonialen Handels-, Produktions- und Verkehrsfragen ein leidliches Urteil besitzen konnten, die ungeheueren Schwierig- keiten, welche ein des Kolonisierens noch unkundiges Volk in voll- ständig rohen und ungesitteten Ländern, wie unsere Kolonien vor 18 Jahren bei ihrer Erwerbung waren, zunächst zu überwinden hat. So blicken denn die einen mehr oder minder enttäuscht auf die heutige Lage unserer Kolonien, die anderen anerkennen nüchtern und sachgemäfs, wenn auch nicht mit vollster Befriedigung, so doch mit einer gewissen Genugtuung das, was bis heute erreicht ist. Das eine können wir jedoch mit vollster Zuversicht sagen: Mögen auch Fehler bedenklicher Art gemacht worden sein, die bei gröfserer kolonialer Sachkenntnis hätten vermieden werden können, der Ge- samtarbeit, welche in unseren Kolonien bis heute geleistet worden ist, brauchen wir uns nicht zu schämen. Was uns an Erfahrung fehlte, wurde moralisch aufgewogen durch Eifer und Schaffenslust, selbst dort, wo sie in falschen Bahnen wirkten. Ob andere Völker in der kurzen Spanne Zeit von 12 Jahren, seitdem wir in unseren Kolonien wirtschaftlich tätig sind, mit denselben Mitteln und in der gleichen Lage wie Deutschland mehr geleistet und gröfsere Tropenpflanzer 1903, Heft 2. 4 — 54 — wirtschaftliche Erfolge erzielt haben würden, erscheint mir fraglich. Durch diesen Vergleich sollen unsere Fehler nicht vertuscht, wohl aber unsere Leistungen gerecht gewürdigt werden. Die Auswauderuiig. Als wir unsere Kolonien 1884 erwarben, bestand in der Masse unseres Volkes die Ansicht, in ihnen neue, weite Siedlungsgebiete in Besitz genommen zu haben zur Aufnahme deutscher Einwanderung. Diese Auffassung erklärt sich vor allem aus der massenhaften Aus- wanderung, welche gerade Anfang der achtziger Jahre vor sich ging und sich 1881 sogar auf 221000, 1882 auf 204 000 und 1883 auf 174 000 Köpfe gesteigert hatte. Leider hat sich diese HoflTnung bis jetzt kaum erwähnenswert erfüllt; denn was besagt es gegenüber jenen Auswandererströmen und gegenüber dem heutigen von all- jährlich rund 20 000 Köpfen, wenn heute insgesamt kaum 4500 Deutsche in unseren Kolonien leben, von denen etwa 250 wirkliche Kolonisten und höchstens 600 sefshaft gewordene Kaufleute, Hand- werker und Arbeiter sind. Auch in Zukunft können unsere Kolonien nur sehr beschränkt in Frage kommen, wenn sich — was Gott verhüten möge — wieder einmal starke Auswandererströme von 100 000 bis 200 000 Köpfen pro Jahr bilden sollten. In unseren echt tropischen Kolonien werden wir niemals den deutschen Bauern, der sich von seiner Hände Arbeit nähren mufs, ansiedeln können, und so bleiben also nur, vom dichtbevölkerten Kiautschou — wo 163 Einwohner auf 1 qkm kommen gegen 105 in Deutschland — abgesehen, die Hoch- länder Deutsch -Ostafrikas und unser Südwestafrika dafür übrig. Erstere können in späteren Decennien oder Jahrhunderten, nachdem sich dort die Verkehrs- und Absatzverhältnisse günstig gestaltet haben, vielleicht einer kleinen Auswandererzahl in wasserreichen Gegenden Unterkunft bieten, aber niemals Ilunderttausenden von Ansiedlern. Man wolle vor allem bedenken, dafs der deutsche Landwirt jene Gebiete im Hochlande von Deutsch-Ostafrika, welche heute als besiedlungsfähig empfohlen werden, in der Hauptsache aL Ödland und Unland ansprechen mufs, von dem es in unseren heimischen Mooren und Heiden noch sehr grofse Flächen zu besiedeln gilt. Hätte Deutsch-Ostafrika, das doppelt so grofs ist wie Deutschland, auch nur annähernd Ströme wie der Rhein, die Elbe, die Oder und die "Weichsel aufzuweisen und dementsprechend dichte, regenreiche Wälder, so würde die besiedlungsfähige Fläche der Hochländer und ihre wirtschaftliche Entwicklung eine hofi'nungsvollere sein. In Deutsch-Südwestafrika setzt erst in neuester Zeit, nachdem die Bahn bis Windhoek fertiggestellt, die Siedlung lebhafter ein. — 55 — und zwar ist man neuerdings darauf bedacht, statt der Viehzüchterei- betriebe kleinere Ackerbauer anzusiedeln. Etwa 250 deutsche An- siedler, von denen die deutsche Siedlungsgesellschaft allein 60 unter- brachte, sind bereits sefshaft geworden. Würde das Land nur für Viehzucht brauchbar sein und würde nach früheren sachverständigen Angaben jeder Viehzüchter mindestens 10 000 ha Fläche benötigen, so würde die Kolonie kaum 6000 bis 7000 Viehzüchterfamilien auf- nehmen können. Die grofse, offene Frage ist daher jetzt, wieviel Fläche als Pflug-, Garten-, Obst-, Heb-, Feigen-, Datielpalm- und dergl. Land urbar zu machen ist. Diese Frage ist noch keineswegs geklärt, und wir haben heute keinerlei sicheres Urteil darüber, ob diese Kolonie, sagen wir im Lauf der nächsten 20 Jahre, nur 1000 oder 100 000 Ansiedlern Unterkunft zu bieten im stände ist. Die Besiedlung mit Kleinbauern ist daselbst ausschliefslich von der Bewässerungsmöglichkeit des Landes abhängig. Darum ist hierüber in erster Linie gründliche und schnelle Aufklärung nötig. Die so verdienstvollen und leider auch in ihrem Prinzip angegriffenen Arbeiten von Professor Rehbock sowie die vom Kolonial-Wirtschaft- lichen Komitee auf Anregung von Graf Dürckheim eingerichtete Bohrkolonne sind der Anfang einer systematischen Erforschung der Wasserfrage dieses Landes. Ohne eine günstige Lösung derselben, d. h. ohne vielerorts und reichlich Wasser nachgewiesen zu haben, wird die Auswanderung nach Deutsch-Südwestafrika und damit die ganze Entwicklung dieser Kolonie immer nur von untergeordneter Bedeutung bleiben. Entsprechend diesem Kernpunkt der Sachlage konnte sich Deutsch-Südwestafrika bis heute — abgesehen von seinen Guauolagern — kaum hervortun, zumal die grofsen Land- gesellschaften so gut wie nichts getan haben, die Wasserfrage des Landes lösen zu helfen. Wenn aber auch wirklich die Wasserfrage in Deutsch-Süd west- afrika eine verhältnismäfsig glückliche Lösung erfährt, eine Aus- wanderungskolonie grofsen Stiles, wie einst der Westen Nordamerikas» wird es nach seinen natürlichen Verhältnissen nie werden können. Das können wir bereits heute nach den ähnlichen Erfahrungen in Südafrika und Australien mit aller Bestimmtheit annehmen. Ich möchte hierbei nicht unterlassen hervorzuheben, dafs heut- zutage auch das Auswandererpersonal ein weit anspruchsvolleres und begehrlicheres ist als vor 50 und noch 20 Jahren. So kümmerlich, wie sich seinerzeit die deutschen Kolonisten in Nordamerika und vornehmlich in Südbrasilien durchgeschlagen haben, das wird sich heute kein deutscher Auswanderer mehr zumuten lassen. Die An- siedlung ist daher heute sehr viel kostspieliger als wie früher. Ohne erhebliche Beihilfe seitens der Regierung, welche über die jetzt zur 4* — 56 - Verfügung stehende Summe von 100 000 Mk. weit hinausgeht, wird sie in Deutsch-Südwestafrika nur sehr langsam fortschreiten. Die Pflanzuiigen. Eine Milliarde Mark verausgabt Deutschland alljährlich für Kolonialprodukte an fremde Länder und Kolonien. Das Bestreben, wenn auch nur einen Teil dieser Summe in den eigenen Kolonien zu gewinnen, wurde daher mit gröfstem Eifer in allen Kolonien, die Fflanzungsanlagen gestatten und auch mit bedeutenden Kapitalien aufgenommen. Diese beziffern sich zurzeit bereits wohl auf etwa 30 Millionen Mark. Die Zahl der Pflanzer beträgt heute insgesamt etwa 215 und zwar: in Deutsch-Ostafrika 90 „ Kamerun 80 r Togo 7 „ Neuguinea und den Inseln 25 auf den Marschallinseln 3 in Samoa 10 Im allgemeinen haben bis jetzt nur wenige unserer Pflanzungen den in sie gesetzten Erwartungen voll entsprochen. Falsche Wahl des Landes, falsche Methoden des Anbaues, ünerfahrenheit der Pflanzer, eine falsche Auffassung derselben von ihrer Tätigkeit und Stellung, un- erfahrene, arbeitsunkundige und infolgedessen teuere Arbeiter, Krank- heit und Sterben zumeist der tüchtigsten Kräfte als Opfer der rohen und schwierigen Verhältnisse, alles dieses erklärt die mannigfachen Mifserfolge. Diese sind aber keineswegs so grofs, dafs sie uns von der einmal betretenen Bahn abschrecken. Aufserdem sind sie viel- fach in den eigenartigen Verhältnissen begründet und verzeihlich. Analogien finden wir bei allen Kolonialvölkern, und gegenüber den wirtschaftlichen Verlusten, welche die Engländer anfänglich in Ceylon und Indien und die Holländer in Java und Sumatra erlitten, ist das Lehrgeld, welches unser Privatkapital in unseren Kolonien gezahlt hat, noch gering zu nennen. In Deutsch-Ostafrika hat man sich seit 1890 mit gröfster Energie auf Kaffeekultur gelegt. Etwa zehn grofse kapitalkräftige Pflanzungen wurden nach und nach mit Vorwerken angelegt, vornehmlich in den üsambaragebirgen. In den dortigen zehn grofsen Kaffeeunter- nehmungen stecken heute etwa 16 000 000 Mk. Anlagekapital. Die Erfolge lassen jedoch trotz billiger Arbeitskräfte, trotz Eifer und Umsicht und neuerdings auch guter Sachkenntnis noch sehr zu wünschen übrig. Die Ernten sind noch sehr mäfsig; das Jahr 1901 dürfte schwerlich mehr als insgesamt 5000 Zentner KaÖee gebracht haben im Werte von rund 300 000 Mk. Bohrkäfer, Wurzellaus und — 57 — Hemileia bedrohen neben der Nährstoffarmut des Bodens und der Unsicherheit des Klimas vielerorts den infolge der ürwaldasche anfänglich stets guten Bestand. Es ist zurzeit noch nicht möglich, ein letztes Wort über die Rentabilität dieser Anlagen zu reden. Soviel steht jedoch leider fest, dafs ein Teil des in Kaffee angelegten Kapitals verloren ist. Andere Kulturen sind vereinzelt bereits an Stelle des Kaffees getreten, und in Zukunft wird dieses noch immer mehr erforderlich sein. Auch die Vanilleanlagen in der Niederung sowie im Usambaragebirge scheinen nicht rentabel zu sein, und gerade- zu fehlgeschlagen sind die Tabakanbauversuche in Lewa und Mohorro, Dahingegen verspricht grofsen Erfolg die von Dr. Hiudorf ein- geführte Sisalhanfkultur, welche in Kikogwe, Kiomoni, Lewa und Buschirihof bereits im grofsen betrieben wird. Zweifelhaft ist da- ffesren noch die Rentabilität des Anbaues von Mauritiushanf. Kardamom und Kokospalmen werfen gleichfalls Gewinn ab. Die Aussichten der Zucker- und Rumfabrikation am Pangani in einer nach europäischem Muster eingerichteten Zuckerfabrik sind noch unsicher. Mit vielen anderen tropischen Kulturpflanzen, so ins- besondere auch mit Thee, sind ferner mannigfache Versuche an- gestellt, und die neugegründete Kaiserliche biologische landwirt- schaftliche Station zu Amaui und Mombo setzt dieselben jetzt fort. Wir können jedoch nicht hoffen, dafs die Entwicklung der Plantagen plötzlich einen grofsen Aufschwung nehmen wird, erst nach und nach, nachdem genügend Erfahrungen über Boden, Klima und die Eigenart der Kulturen gesammelt sind, wird eine ruhige und ge- sicherte Weiterentwicklung Platz greifen können. Neuerdings wird bereits erheblich billiger und sparsamer gewirtschaftet. Die über- spannten Illusionen sind zu Grabe getragen, die Sturm- und Drang- periode ist überwunden, und eine kühle wirtschaftliche Berechnung hat die Leitung übernommen. Mit grofser Anerkennung verdient hier noch die Tätigkeit des Kulturamtes in Dar-es-Saläm hervor- gehoben zu werden, das in seinen neuesten Berichten wiederum den Beweis gröfster Strebsamkeit und Fürsorge für kulturelle Anlagen geliefert hat. Kamerun, wo erst seit 1897 gröfsere Flächen in Kultur ge- nommen sind, ist schon glücklicher daran. Die letzten Jahre haben bereits ansehnliche Erträge geliefert. Die Hauptfrucht ist hier der Kakao. 1900 wurden 2600 dz Kakao geerntet im Werte von 334 000 Mk., 1901 steigerte sich die Ernte auf 6000 dz im Werte von 720 000 Mk. und für 1902 kann man etwa SOOO dz im Werte von 900 000 Mk. erhoffen. Bei der Güte des vulkanischen Bodens und bei der Sicherheit der Niederschläge ist bestimmt darauf zu rechnen, dafs sich diese Ziffern — 58 — 1904 bereits verdoppeln, und dafs sich die 7 000 000 Mk., welche jetzt bereits in Kakaokulturen angelegt sind, gut verzinsen werden. Die neueren Kakaopflauzungen, welche die Fehler der alten ver- meiden sowie die Erfahrungen und die wichtigen Ergebnisse der zentralamerikanischen Reise des Dr. Preufs benutzen konnten, sehen bei ihrer sparsamen Wirtschaftsweise einer sehr günstigen Rentabilität entgegen. Auch Vanille gedeiht in Kamerun vorziiglich. sowie alle echt tropischen Gewächse, welche guten Boden und viel Feuchtigkeit beanspruchen. Um die Existenz der Pflanzungen nicht auf eine einzige Kulturpflanze zu setzen, hat man neuerdings für Gummigewinnung Kickxia elastica Preuss mit Erfolg angepflanzt, nachdem sich Castilloa nicht bewährt hat. Leider hat auch der Tabakbau, der 1900 in Bibundi so grofsartige FJrfolge versprach, wieder ausgesetzt und auf spätere Zeiten verschoben werden müssen. Klima und Boden begünstigen in Kamerun sicherlich diese so ein- trägliche Pflanze, aber die Arbeiterverhältnisse lassen den Anbau im grofsen noch nicht zu. Grofse Sorge bereitete vor zwei Jahren in Kamerun die Arbeiterfrage; sie ist jedoch jetzt im Prinzip als ge- löst zu betrachten, nachdem die Binnenvölker gelernt haben, zu Hunderten und Tausenden an die Küste zu ziehen und dort zu arbeiten, und nachdem ihre Ernährung und Behandlung seit 1901 eine sachgemäfse geworden. Nur wird man, mit Rücksicht auf die Arbeiterverhältnisse, gut tun, die Erweiterung der Kulturen in einem langsameren Tempo als Ende der 1890er Jahre vorzunehmen. Die Zahl der Pflanzungsarbeiter in Kamerun beziflert sich seit 1900 und zurzeit auf über 5000, während sie 1896 kaum 500 betrug. Um die Entwicklung der Pflanzungen hat sich der Dr. Preufs unterstellte botanische Versuchsgarten, welcher zurzeit mit einer agrikultur- chemischen und botanischen Untersuchungsstation ausgerüstet wird, grofse Verdienste erworben. Neuerdings gilt es mit Hilfe des- selben auch die Eingeborenenkulturen zu heben und die Bevölkerung insbesondere zum Anbau der Ölpalme und Gummi liefernder Ge- wächse anzuleiten. Es wird aber kaum möglich sein, alle in Ka- merun erforderlichen Kulturarbeiten von diesem einzigen Institut aus zu fördern. Um denselben gerecht zu werden, ist es demnach er- forderlich, in der so hofi"nungsreichen Kolonie, ebenso wie es bereits in Ostafrika geschehen ist, ein Kulturamt einzurichten zur Förderung der Landeskultur. Auch in den anderen Kolonien wird sich alsbald das Bedürfnis nach Kulturämtern herausstellen, nach Kamerun zu- nächst in Deutsch-öüdwestafrika und sodann in Samoa, In Togo besteht schon seit längerenJahren die Kokospalmpflanzung Kpeme, zurzeit mit einem Bestand von gegen 150 000 Palmen. Trotzdem dieselben von Nashornkäfern und Schildläusen stark ge- — 59 — schädigt waren, ist die Pflanzung jetzt wieder eine gedeihliche. Liberiakaffee hat in Togo nur wenig Erfolg aufzuweisen. Dahingegen scheinen Baumwollen- und Ölpalmenpflanzungen als Volkskulturen Aus- sicht auf guten Erfolg zu haben, nachdem inTove und auf der Douglas- schen Agupflanzung die ersten Baumwollversuche günstig ausfielen und die Ölpalmhaine der Eingeborenen sich bereits bewährt haben. Im übrigen ist Togo für Anlage grofser europäischer Pflanzungs- betriebe wegen der geringen Gunst des Bodens und der Unsicher- heit des Klimas nicht geeignet. In Neuguinea und auf den dazu gehörigen Inseln haben die im grofsen Stile und mit etwa 4 Millionen Mark aufgenommenen Pflanzungsarbeiten zu dem Ergebnis geführt, dafs der Kaffeebau zur- zeit nicht lohnend ist. Dasselbe gilt vom Baumwollanbau. An Tabak wurde alljährlich für 100 000 bis 150 000 Mk. exportiert, und an Kopra, zu deren Erzeugung man in den letzten Jahren grofse Palmbestände erfolgreich angelegt hat, bereits für ^/2 bis 1 Million Mark. Dazu hat man neuerdings die Anpflanzung von Gummi- und auch Guttaperchabäumen ins Auge gefafst, nachdem Schlechter in den Urwäldern Neuguineas das reiche Vorkommen von Guttapercha sicher nachgewiesen. Das echt tropische Klima macht bei dem Mangel an Gesundheitsstationen in höheren Lagen der Kolonisierung dieses Gebietes viele Schwierigkeiten. Dazu kommt die Sorge der Beschaffung genügend billiger und guter Arbeiter. Unter diesen Hemmnissen hat die landwirtschaftliche Entwicklung hier von jeher sehr gelitten. Sie werden erst nach und nach zu besiegen sein, und alsdann wird die aufserordentliche Fruchtbarkeit Neuguineas und seiner Inselgruppen voll zur Geltung kommen. In Sanioa, das für fast alle tropischen Kulturen einen guten Boden und ein sicheres Klima zu besitzen scheint, ist die Entwicklung moderner Pflanzungsbetriebe in der Hauptsache von der zurzeit sehr brennenden Arbeiterfrage abhängig. Aus diesem Grunde mufste die viele Arbeitskräfte erfordernde Baumwollkultur aufgegeben werden. Besonders lohnend sind die Kokospalmpflanzungen, die in den letzten Jahren bereits für je V-ji bis P/s Millionen Mark Kopra brachten. Neuerdings hat man sich auch dem Kakao zugewandt, welchem in Samoa eine sehr dünnschalige und äufserst schmack- hafte Frucht hat. Er wird sicherlich auf richtig ausgewähltem Ge- lände gut und reichlich gedeihen, ob jedoch sein Anbau in Samoa in solcher Ausdehnung möglich sein wird, wie eine etwas voreilige Reklame behauptet, erscheint mir sehr fraglich. Auf alle Fälle wird der augenblicklich übertriebene Andrang von unerfahrenen — 60 — Kakaopflanzern den Inseln wenig Segen und dem Gouvernement noch viel Sorge und Arger bereiten. Meine Herren! Man hat mehrfach dem (leutscheil Kapital den Vorwurf gemacht, dafs es sich zu wenig auf unsere Kolonien ge- worfen, und dafs es, statt in denselben grofse Pflanzungen zu schaffen, andere unsichere Länder, z. ß. in Zentralamerika, bevorzugt hat. Es ist richtig, dafs in Venezuela, Ecuador, Guatemala, auch in Sumatra offenkundig weit über 20 000 000 Mark und im stillen gewifs noch eine weit höhere Summe deutschen Geldes in rein deutschen Plantagen festgelegt sind, aber andererseits mufs ich doch auch hervorheben, dafs nach den Erfahrungen, welche wir mit den Pflanzungsanlagen in unseren Kolonien gemacht haben, es recht gut war, dafs wir in Anlage und Ausdehnung der Pflanzungen uns gerade nicht überstürzt haben. Das Lehrgeld und die abschreckenden Verluste wären dann er- heblich gröfser gewesen! Auch war es in den meisten Kolonien absolut unuiöglich, genügend Arbeitskräfte zu einem annehmbaren Preise für eine gröfsere Anzahl von Pflanzungen, als jetzt vorhanden, zu beschaffen. Es will eben alles seine Zeit haben! Andererseits haben wir aber auch inzwischen gelernt, dafs fast sämtliche Pflanzungsunternehmungen in unseren Kolonien mit zu geringem Kapital in Angriff genommen worden sind, was eine nachherige Anleihe oder Herausgabe von Vorrechtsaktien zur Folge hatte. Für die Zukunft ist hieraus die Lehre zu ziehen, derartige Unter- nehmungen mit 50 bis 100 pCt. höherem Kapital in jedem einzelnen Falle zu begründen. Und schliefslich bedarf hier noch eins der Beachtung, das ist die Personenfrage. Wir haben es leider mehrfach erleben müssen, dafs unfähige Pflanzer ganze Pflanzungen geradezu an den Rand des Verderbens brachten — ich könnte Namen nennen — und dafs wirklich tüchtige und allseits erfahrene sehr schwer, oft gar nicht zu beschaffen waren. Auch heute noch ist die Beamtenfrage auf unseren Pllanzungen eine sehr brennende. Wirklich tüchtige Leute, die sich fortdauernd bewähren, sind noch nicht die allgemeine Regel. Und ohne solche Beamte wird uns der Kampf mit der Konkurrenz sehr schwer werden. Wir haben daher mit aller Sorg- falt für die Beschaffung eines tüchtigen Pflanzerpersonals Sorge zu tragen: durch richtige Auswahl der Personen, durch Unterstützung der sehr bewährten Kolonialschule Witzenhausen und vor allem auch durch Ausbildung tüchtiger Leute in fremden Musterplantagen. Wie einst die deutsche Industrie vor 50 und 60 Jahren tüchtige Leute zur Er- lernung der englischen Lidustrie aussandte — auch ein Oechelhäuser hat diese Schule durchgemacht — , so müssen wir jetzt beständig Ex- perten in fremde Kolonien entsenden und junge, tüchtige Leute mit 61 - Stipendien und Reiseunterstützungen ausrüsten, damit uns die prak- tischen Erfahrungen und die bewährten Methoden anderer Kolonien zu- geführt werden. Welchen Nutzen kann es nicht stiften, wenn auch nur 10 junge, tüchtige Leute in diesem Sinne einschlagen! Staat, Ge- sellschaften und Private dürfen hier nicht zögern, Stipendien in der Höhe von 3000 bis 6000 Mk. auszuwerfen, um die Erfahrungen anderer Länder gleichsam zu erkaufen! Der Handel unserer Kolonien wird am besten durch Statistik beleuchtet. Dieselbe ergab im Jahre 1900 in Mark die Ein- und Ausfuhr- Einfuhr Aus fuhr Zusammen Deutsch-Ostafrika Kamerun 11 430 540 14 245014 3 516 786 6 968 385 1 612 685 459 224 597 400 2105 811 4 293 645 5 886 458 3 058 902 907 565 1 008 529 263 481 556 400 1265 799 15 724 185 20 131 472 Toffo 6 575 688 Deutsch-Südwestafrika .... Neuguinea Karolinen etc Marsehallinseln Samoa 7 875 950 2 621 214 722 705 1 153 800 8 371 610 Summa . . . 40 935 845 17 240 779 58176 624 Hiernach hat also Kamerun Ostafrika, welches früher obenan stand, bereits erheblich überholt und nimmt jetzt die erste Stelle ein, insbesondere auch in der Ausfuhr. Dieselbe wird infolge des tatsächlichen Gummireichtums dieser Kolonie und infolge ihrer zahlreichen Ölpalmbestände und der Zunahme tragender Kakaobäume alljährlich weiter ansteigen und für 1903 wohl bereits auf 8 bis 9 Millionen Mark zu bemessen sein. Im Verhältnis zur Gröfse des Landes stehen dagegen Samoa und Togo obenan. Beachtenswert ist ferner die Entwicklung des Schiffsverkehrs Deutschlands nach seinen Kolonien. 1882 zählte die heutige Woermannlinie, welche Hamburg mit Westafrika verbindet, nur 3 kleine Dampfer, 1896 bereits 15 mit 28 000 Brutto-Registertons, und heute ist der Bestand dieser Linie an Schiffen 34 mit 75 000 Brutto-Registertons. Nach Deutsch-Ostafrika verkehren jetzt beständig 12 grofse Dampfer von Hamburg, während vor 18 Jahren kaum ein einziges gröfseres deutsches Dampfschiff diese Küste be- rührte. Im ganzen beziffert sich unsere koloniale Handelsflotte, Tropenpflanzer 1903, Heft 2. t — 62 — welche unsere Kolonien mit dem Mutterlande verbindet, zurzeit auf etwa 60 bis 70 grofse Dampier. So können wir denn mit Befriedigung auf die Entwicklung unseres kolonialen Handels blicken. Noch mehr wird das sicherlich der Fall sein, Avenn Kiautschou, das den ausgesprochenen Typus einer Handelskolonie trägt, mit seinen grofs- artigen Kapitalsanlagen nach Beginn des Bergbaues und nach Fertigstellung der Schantungbahn in Blüte tritt, und wenn unsere Neuguinea- und Südseebesitzungen mit ihren zahlreichen jungen Kokospalmbeständen sich weiter entwickelt haben. Es dürfte hier auch der Ort sein, der grofsen Konzessionen zu gedenken, welche in unseren Kolonien mehrfach vergeben sind. Ich bin der Ansicht, dafs solche keineswegs ohne weiteres im Prinzip zu verdammen sind, sondern, dafs dieselben sehr wohl grofsen Nutzen stiften können. Aber statt einer Beteiligung der Regierung an dem Reingewinn, wie solche ja auch vorgesehen wurde, und auch aus anderen Gründen wäre es wohl richtiger gewesen, den Land- und Handelskonzessionen Pflichten aufzuerlegen und besonders solche, welche die systematische Erforschung und Erschliefsung des Landes betreffen. Strafsen-, Wege- und Eisenbahnbauten, Hafen- anlagen und Flufsregulierungen, Flufsschififahrt, Wasserbeschafiung und Transporteinrichtuug, das sind die Grundbedingungen des Handels und Fortschrittes in unseren Kolonien, und ohne diese liegen auch die Konzessionsgesellschaften mehr oder minder lahm und betrachten ihre Konzession als Landspekulation. Nach dieser Seite hin sind Fehler begangen worden, welche kaum wieder gut zu machen sind. Die Eingeborenen. Den gröfseren Nutzern unserer Kolonien haben bis jetzt nicht wir, sondern die Eingeborenen gezogen, und wir wollen ihnen den- selben von Herzen gönnen. Für sie sind nicht nur die festen Grundlagen einer wirtschaftlichen Entwicklung gelegt, sondern es ist auch schon ein sehr schöner Anfang dazu gemacht worden. Nicht nur ist der grausame Sklavenhandel beseitigt und überall Ruhe und Sicherheit hergestellt, nicht nur werden Krankheiten und Seuchen bei Menschen und Tier überwacht und nach Möglichkeit verhütet und geheilt, nicht nur werden Hungersnöte gelindert, sondern es wird auch überall Zuclit und Ordnung aufrecht erhalten, und überall ist ein für die Eingeborenen gewinnbringender nie stockender Handel — am meisten in Togo und Deutsch-Ostafrika — ins Werk gesetzt worden An Löhnen sind obendrein wohl mindestens bereits 50 Mil- lionen Mark seitens der Faktoreien, der Pflanzungen, seitens Ex- peditionen und der Regierung unter die Eingeborenen unserer I — 63 — Kolonien o^ebracht worden. Auch zu Volkskulturen, welche grofsen wirtschaftlichen Nutzen stiften können, werden die Eingeborenen jetzt angelernt und angehalten, zum Baumwoll- und Ölpalmbau in Togo, zum Ölpalm- und Gummibau in Kamerun, zu rationellerer und edlerer Viehzucht in Deutsch-Südwestafrika. Sämereien aller Art und neue Früchte (z. B. die Kartoffeln, Mais und Reis) sind zum Anbau eingeführt, um den Hungersnöten zu steuern und Geld zu bringen. Brunnen werden gegraben und Berieselungen angelegt. In den Schulen und in den Missionen werden die Eingeborenen be- lehrt und in Handwerken aller Art unterwiesen. Bedenkt man die wirtschaftlichen Zustände der Eingeborenen z. B. in Deutsch-Ost- afrika und Togo vor 18 Jahren, so wird man den Gegensatz, welcher heute vorliegt, nicht genug preisen können. Dafs die Ein- geborenen dafür einen Teil ihrer rohen Freiheit aufgeben mufsten, liegt in dem Einzug der Kultur begründet, deren Steigerung auch fernerhin stets eine zunehmende Einschränkung der persönlichen Freiheit im Gefolge hat. Gegenüber diesen Wohltaten der wirt- schaftlichen Kultur, welche wir in unsere Kolonien brachten, waren bis vor kurzem die Gegenleistungen der Eingeborenen sehr gering. Sie brachten uns nur für Geld die Rohprodukte des Landes, oder bieten uns ihre Arbeitskraft, die oft ebenso ungeschickt wie nahezu überall relativ teuer ist. Es ist daher in allen unseren Kolonien nunmehr an der Zeit, auch Gegenleistungen seitens der Eingeborenen zu verlangen, welche unseren Leistungen entsprechen und gleich- zeitig im Kulturinteresse jener liegen. Die Heranziehung zu öffent- lichen Arbeiten aller Art, so z. B. auch ganzer Volksstämme zu Wege- und Eisenbahnbauten, zu Abgaben in bar oder Naturalien, und wo angängig zu einer Hütten- oder Kopfsteuer, ist nachgerade durchaus zeitgemäfs und berechtigt und wird, in der richtigen Weise ein- geleitet und durchgeführt, der Eingeborenenbevölkerung nur zum Segen gereichen. Wer diesem widerspricht und einer selbst- bestimmenden Entwicklung der Eingeborenen das Wort redet, ver- kennt den Gang jeder kulturgeschichtlichen Entwicklung. Und wer da vermeint, dafs der Zwang, welchen wir den rohen Natur- völkern auferlegen, nicht mehr denn zehnfach aufgewogen wird durch den Segen, welchen unsere Kultur bringt, der verleugnet überhaupt Kultur und Fortschritt. Der ßergbaa. Die Entwicklung der Minentätigkeit in unseren Kolonien ist, abgesehen von der Ausbeutung von Guanolagern an der Küste Deutsch-Südwestafrikas und den erfolgreichen Kohlenmutungen im Hinterland von Kiautschou, nur sehr gering. Mehrfache Explo- 5* — 64 — rationen sind UDternommeu. Jn Deutsch-Südwestafrika ist Kupfer in gröfseren Mengen nachgewiesen und werden Gold und Diamauten vermutet. Ob und waun sich hier eine stets erhoffte umfangreiche und rentable Montanindustrie entwickeln wird, kann jedoch niemand voraussagen. In Deutsch-Ostafrika ist anscheinend mit Erfolg auf Gold gemutet und ist Glimmer in gröfseren sehr abbauwürdigen Mengen nachgewiesen, so dafs hier der Bergbau beginnt. In Neuguinea wird Gold in lohnender Menge sicher vermutet. Im Kameruner Hinterland ist Zinn vorhanden und Kohle möglichen- falla an der Küste zu erbohren. Mutuugen haben jedoch noch nicht stattgefunden. Nur Togo scheint nach den gründlichen Untersuchungen Hupfelds für den Bergbau aussichtslos zu sein. Sehr beachtens- wert ist der Nachweis artesischen Wassers bei Dar-es-Saläm, welches dem Küstenstrich sehr viel Segen bringen wird. Es wäre sehr zu wünschen, dafs zu gründlicher geologischer Erforschung sowohl im Interesse des Bergbaues wie zur Auflindung guter Baumaterialien und artesischen Wassers in all unseren Kolonien ständige Landes- geologen angestellt werden. Lohnende Arbeit ist für dieselben überall reichlich vorhanden. Die Verkelirsverhältnisse haben sich in den meisten unserer Kolonien nur sehr langsam und auch ungenügend entwickelt. Am meisten bevorzugt ist Deutsch- Südwestafrika durch seine etwa 350 km lange Eisenbahn und gute Wegeverbesserungen. In Deutsch-Ostafrika ist der Bau von Wegen und Rasthäusern sehr gefördert, dahingegen der Eisenbahnbau noch immer im Rück- stand. Nach meiner Auffassung liegt die Zukunft dieser Kolonie mehr in der Dichte und Kaufkraft der eingeborenen Bevölkerung, als in Pflanzungsanlagen. Will man das Volk heben und fördern, 80 ist das nur durch gute und schnelle Verkehrsverhältnisse möglich. Daher ist der Bau einer Inlandbalm nicht nur politisch, sondern auch aus Rücksichten auf die wirtschaftliche Entwicklung des Volkes — zu der w^ir moralisch verpflichtet sind — unbedingt er- forderlich. Ohne Bahnen ist diese Kolonie unter den heutigen Verhältnissen zu dauernder Stagnation verurteilt. Togo erfreut sich eines guten Wegenetzes, namentlich im Hinter- lande, und steht im Begriff, Eisenbahnen zu erhalten. In Kamerun fehlt es bis jetzt noch sehr an guten Wegen, Tele- graphen, Hafenanlagen und Brücken, insonderheit auch an der Küste. Dafür ist jedoch erfreulicherweise von kapitalkräftiger Seite der Bau zweier Privateisenbahnen eingeleitet, die eine von Victoria aus- — 65 — gehend, die andere von der Wurimündung. Der Bau der eräteren hat bereits begonnen. Durch diese Bahnen wird die Kolonie erst richtig erschlossen werden und das Gummi- und Ölpalmen-reiclie Hinterland mit seiner vielerorts sehr dichten Bevölkerung uns zu- gänglich gemacht. Das gesamte Transportwesen in unseren Kolonien liegt ferner insofern noch sehr im argen, als tierische Transportmittel aufser in Süd Westafrika noch fast vollständig fehlen. In dieser Beziehung stehen wir sehr gegen Indien, Java etc. zurück. Die Ausgaben für Träger verteuern die Transporte mafslos, und es tut hier Wandel zum Besseren grofse Not. Sclilufs. Am Schlüsse meines wirtschaftlichen Referates angelangt, er- scheint es mir als Pflicht, hier auch des Kolouial-Wirtschaftliclien Komitees, jetzigen wirtschaftlichen Ausschusses der deutschen Kolouialgesellschaft, zu gedenken, das unter der Leitung des Herrn Supf und getragen von den dankenswerten Sympathien aller Kolonialfreunde, seit 1896 in rastloser Arbeit eine grofse Reihe der glücklichsten und bedeutsamsten Unternehmungen vollführte, und welches durch seine Tätigkeit auch die Bestrebungen der Reichs- regierung in der wirtschaftlichen Förderung wesentlich unterstützte. Die Entsendung Schlechte rs nach Westafrika und Guinea zur Auf- deckung des Gummireichtums dieser Kolonien, die Entsendung von Dr. Preufs nach Zentralamerika, die Einrichtung der Bohrkolonne in Deutsch-Südwestafrika, die Einführung des Baumwollbaues als Volkskultur in Togo, die Tracierung der Eisenbahnlinie Lome — Palime in Togo, die Entsendung des Regierungsrates Dr. Stuhlmann nach Indien, die Begründung und Herausgabe des „Tropenpflanzer", das sind mit all den kaum absehbaren Folgen nur einige der Leistungen dieses Komitees, aber es sind wirtschaftliche Taten ersten Ranges, die in der Geschichte der Entwicklung unserer Kolonien als Mark- steine sicherlich volle Würdigung verdienen. Des ferneren halte ich mich verpflichtet, noch auf eine Lücke hinzuweisen, welche bereits lebhaft empfunden wird, nicht nur seitens der Kolonien, sondern auch in der Wissenschaft von unserer Nationalökonomie. Es ist dieses der Mangel eines Lelirstuliles für Kolonialwirtsehaft an unseren deutschen Universitäten. Schon Röscher und hernach auch Jannasch haben 1844, 1856 und 1884 in ihrem Werke „Kolonien, Kolonialpolitik und Auswanderung" darauf hingewiesen, dafs die Lehrbücher der Nationalökonomie dieser Er- gänzung bedürfen. Seitdem hat sich niemand ihrer Anregung an- genommen, trotzdem wir seit 1884 eigene Kolonien besitzen. Zwar — 66 — lindet mau iu den Vorleduugsverzeicbiiissen unserer Universitäten und Hoclischulen wohl sporadisch eine ein- bis zweistündige Vor- lesung über Kolonialpolitik; oder auch über unsere Kolonien, aber was uns praktisch und wissenschaftlich gerade not tut, solche über Kolonialwirtschaft, die fehlen. Lehrstühle für Kolonialwirt- schaft sind aber nicht nur ein absolutes Bedingnis für eine gründ- liche wirtschaftliche Ausbildung unserer Kolonialbeamten — die eine solche nahezu sämtlich durchaus vermissen lassen — , und sie sind somit nicht nur ein absolutes Bedürfnis unserer Kolonien, sondern sie sind auch nachgerade ein nicht zu leugnendes Bedürfnis für die deutsche Wissenschaft. Sie dienen dazu, die Lehre von der Kolonialwirtschaft, welche bei uns noch vollständig in den Windeln liegt, zu erfassen, zu sammeln, zu vertiefen und zu verbreiten. Die deutsche Wissenschaft würde mit ihrer Zeit nicht fortschreiten, wollte sie sich dieser Erkenntnis verschliefsen. Meine Herren! Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien zeigt also keineswegs jene Stagnation, von welcher man redet. Nur in Ostafrika, dessen wirtschaftlicher Wert von jeher im Volke über- schätzt wurde, ist augenblicklich ein Stillstand eingetreten. Unsere 18jährige Kolonisationsarbeit ist auch keineswegs eine vergebliche gewesen. Wir haben zwar vielfach zu optimistisch und heifsblütig gehandelt und manchmal auch sehr der nötigen Erfahrung ermangelt, das sind jedoch Fehler, welche man sich abgewöhnen kann, und in- zwischen hat sich bereits auch überall der wahre wirtschaftliche Ernst, ohne den es nun einmal nicht geht, eingestellt. Ich betrachte diese ersten 18 Jahre unserer Kolonialzeit als die sorglosen, phantasie- reichen Flitterwochen, die ein jedes lebensfrische Paar und ein lebensfrohes Volk, das glücklich Kolonien heimgeführt, durchmachen mufs. Sie sind jetzt zu Ende! Der Ernst des Lebens mit seiner besonnenen Arbeit hat jetzt in unserer Kolonialwirtschaft festen Fuls gefafst, und edle Früchte werden unsere treue Arbeit segnen. Die Drahtseilbahii von Mnyusi in das Ccbirgc von Ostusamkra. Entwurf der Firma Adolf Bleieliert & Co. in Leipzig-Gohlis. (Mit b Abbildungen.) In einer der letzten Nummern der „Deutschen Kolonialzeitung" (Nr. 50) habe ich die Anlage einer Drahtseilbahn von der Station Mnyusi in das Gebirge von Ostusambara empfohlen, weil ich in der Anlage dieses Transportweges die erste Mafsnahme für die Assanirung der bedrängten KaÜeeplantagen sehe. Denn sobald eine Seilbahn das Gebirge mit der Eisenbahn verbindet, kann den Plan- — 67 - tagen die Schnittholzfabrikation das Mittel werden für die Be- schaffung des Betriebskapitals der nächsten Jahre, die sicher noch keine grofsen Kaffeeernten bringen werden. Das wird manchen der Gesellschaften, die an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gekommen sind, über die noch bevorstehenden schlechten Jahre hinweghelfen können, und mufs allen Plantagen erwünschter sein, als neues Kapital für den Betrieb aufzunehmen. Und wenn die Schnittholz- fabrikation im grofsen aufgenommen wird, läfst sich aus der- Fig. 1. Drahtseilbahn, ausgeführt von der Firma Bleichert & Co. selben sogar ein ganz erheblicher Gewinn erzielen, sobald für die Al)fuhr des Holzes eine Seilbahn zur Verfügung steht. Deshalb habe ich die Firma Adolf Bleichert & Co. in Leipzig-Gohlis veranlafst, den Entwurf nebst Kostenberechnung einer Seilbahn zwischen Muyusi und dem Gebirge aufzustellen, den ich im Ein- verständnis mit der genannten Firma nachstehend veröffentliche. Zunächst einige Bemerkungen über Drahtseilbahnen im all- gemeinen. 68 (T)*' I-« 3 '^ , t-^ C-+- N ^ er p c ^ Oq 3 • ^3 s ^ 3 S tu K oq N (i C: C-. rn V < O O cf- •-^ Oj ^-i (T -i i-S a. •^ CD «-- r! K es rc (T> t> CL. 5 C5 (T ■-s -^ ?r 53 m n o ts (T ^ ■^ <; &= (6 O J? o n^ ■• r o o 3 T) rs N o crq ff-i O P o ^_ 69 Bei den Drahtseilbahnen für kontinuierlichen Betrieb (die Ab- bildung 1 gibt ein Beispiel für eine solche von der Firma Bleichert & Co. ausgeführte Anlage) wird die Laufbahn durch zwei nebeneinander schwebende Drahtseile (Tragseile) gebildet, die in Entfernungen von 2 bis 3 m durch hölzerne oder eiserne Unter- stützungen getragen werden. Die Fortbewegung der auf den Trag- seilen laufenden Förderwagen, von denen die Abbildungen 3 und 4 zwei verschiedene Arten darstellen, bewirkt ein an den Endpunkten der Bahn über horizontal gelagerte Scheiben geführtes Zugseil, welches die Wagen in stetem Kreislauf über die Seilbahn laufen läfst. Die Verbindung zwischen Zugseil und Förderwagen wird durch einen besonderen Kupplungsapparat (Abbildung 5) her- gestellt, der sich selbsttätig löst, sobald der Wagen den Endpunkt Fig. 3. Bleichertscher Doppel- Seilbahnwa^en zum Transport von Holz in langen Stämmen und Brettern, Eisen, Schienen etc. der Bahnstrecke erreicht hat. Der Antrieb des Zugseils erfolgt in der Regel durch einen besonderen Motor. Liegt die Bahn im Ge- fälle und gehen die beladenen Wagen talwärts, so ist eine be- sondere motorische Kraft überflüssig. Bei ausreichenden Transportmengen stellen sich die Förder- kosten auf Drahtseilbahnen aufserordentlich niedrig. Adolf Bleichert gibt dieselben bei einer Bahnlänge von 5 km und einer täglichen Fördermenge von 100 Tonnen auf nur 0,295 Mk. für die Tonne an (vergl. das Ing. Taschenbuch „Hütte" 1902, Ab- teilung n, S. 641). Die Bahn von Mnyusi ins Gebirge erhält nach dem B leicher t- schen Entwurf eine Länge von 5500 m bei einem Gefälle von 670 m. Da fast ausschliefslich Abwärtstransport (von Langholz, Kafi"ee etc.) stattlinden wird, so ist die Aufstellung eines besonderen — 70 Motors für deu Antrieb des Zugseils entbehrlicb. Der Betrieb stellt sich folgendermafsen: Die Wagen werden für den Schnitt- holz- und Laugbolztransport zu zweien zusammeugekuppelt und nehmen alsdann 500 bis 800 kg Nutzlast auf. Sie folgen sich in Intervallen von 180 Sekunden und bei 2 m sekundlicher Geschwindig- keit in mehr oder minder regelmäfsigen Entfernungen von 360 m, so dafs zur Besetzung der Bahnstrecke, Hinweg und Kückweg zu- sammengerechnet, 30 Doppelwagen oder 60 einfache Seilbahnwagen erforderlich sind. Letztere dienen zum Trausport von Kaffee etc. und folgen sich in 180 m Abstand. Die Wagen sind mit Bleicbert- schen selbsttätigen Patent-Backenklemmapparaten (siehe Abbildung 5) Fig. 4. Bleichertscber Seilbahnwagen Fig. 5. Bleicliertscher Seilliahnwagen, zum direkten Transport von Gruben- ausgerüstet mit dem Kupplungsapparat liunten. ^Automat", in einer Steigung von 45°. ausgerüstet. Die Laufbahn für die beladeneu Wagen besteht aus einem Spiraltragseil aus bestem Fatentgufsstahl von 150 kg Bruch- festigkeit per qmm und erhält 28 mm Durchmesser. Die Tragseile werden in Längen von 300 bis 400 m geliefert und durch ßleichert- sche Patent-Ringkeil-Zwischenkuppelungen zur durchgehenden Lauf- bahn verbunden. Auf der freien Strecke ruhen die Tragseile auf soliden Stützen, die in Entfernungen von durchschnittlich etwa 100 m aufgestellt und so hoch bemessen werden, dafs der A'erkehr unter- halb der Bahn nicht beeinträchtigt wird. Die Stützen sind in Holz angenommen, da solches an Ort und Stelle reichlich vorhanden ist und auch trotz des Termitenfrafses sich im Betriebe jedenfalls — 71 — billiger stellt als EisenkoDStruktion. Auf der Mitte der Bahnstrecke wird eiue doppelte mittlere Tragseil-Spanuvorrichtuüg eingebaut, um einen sicheren Ausgleich aller Spannungsdifferenzen zu erhalten. Diese Spannvorrichtung ist derart angeordnet, dafs die Wagen frei durchfahren und keine besondere Bedienung erforderlich wird. Das zur Bewegung der Wagen auf der Bahnstrecke dienende Zugseil ist aus bestem Patentgufsstahl und erhält 18 mm Durchmesser. Das Seil ist ohne Ende und in ständiger Bewegung begriffen, wobei es um die Endseilscheiben der Endstationen läuft. Die Seilscheibe der oberen Station ist mit dem Bremsvorgelege, diejenige der unteren Station mit der selbsttätigen Spannvorrichtung kombiniert. Auf der freien Strecke wird das Zugseil von den Wagen und von den auf den Stützen angebrachten Schutzrollen getragen. Die Be- wegung des Zugseils erfolgt, wie bereits erwähnt, durch die tal- wärts gehenden beladenen Wagen. Damit genügend überschüssige Kraft vorhanden ist, mufs stets die richtige Wagenzahl auf der Strecke sein, was event. auszuprobieren ist. Die Anordnung der Endstationen wird sehr einfach. Die Be- ladestation wird zu ebener Erde aufgestellt, um eine bequeme Be- ladung der Seilbahnwagen zu erzielen, während die Endstation an der Eisenbahn etwas erhöht wird, damit die Überladung in die Eisenbahnwaggons in bequemer Weise erfolgen kann. Nach dem Bleich er tschen Voranschlage stellen sich die Kosten der kompletten Eisenteile, Wagen, Schrauben etc. einschl. seetüchtiger Verpackung auf etwa 77 000 Mk. Dazu treten: an Ausgaben für Seefracht und Landtransport '. . 9 000 „ an Ausgaben für die Montage an Ort und Stelle sowie für die Beschaffung der Stützen in Holz 40 000 « zusammen . . . 126 000 Mk. Werden ferner die bei Bauausführungen in den Tropen be- sonders hoch anzusetzenden unvorhergesehenen Kosten mit einem Betrage von 24 000 Mk. berücksichtigt, so stellen sich die Gesamt- kosten der Seilbahn auf 150 000 Mk. Für die Bedienung der Anlage sind erforderlich: 1 Bahnaufseher, 1 Bremser und etwa 6 Arbeiter zum Schieben, Beladen und Entladen der Wagen. Der Bahnaufseher wird zunächst ein Europäer sein müssen, später aber, wenn der Betrieb den Schwarzen geläufig ge- — 72 — worden ist, genügt ein gewandter Halbfarbiger, Wenn daher nach- stehend die Betriebskosten der Seilbahn mit 6500 Mk. angegeben werden, so ist dazu zu bemerken, dafs voraussichtlich sehr bald nach Inbetriebnahme der Bahn eine erhebliche Ermäfsigung der Be- triebskosten eintreten wird, denn sobald der Europäer durch einen Farbigen ersetzt wird, kostet der Betrieb nur die Hälfte. Um die Seilbahn rentabel zu machen, sind aufzubringen: 7 500 Mk. Zinsen, 6 000 „ Amortisation, 6 500 „ Betriebskosten, im ganzen 20 000 Mk. Mir ist bekannt, dafs die Plantagen der Deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft jährlich annähernd 5000 Mk. für Trägerlöhne ver- ausgaben. Die Prinz Albrecht-Plantagen werden kaum weniger be- zahlen, und man kann annehmen, dafs die übrigen Pflanzungen zusammen mindestens die gleiche Summe für Trägertransporte auf- wenden müssen. Das würde im ganzen schon einen Betrag von 15 000 Mk. ausmachen. Rechnet man dazu noch die Trägerlöhne der im Bau begriffenen Kaiserlichen Versuchsstation Amani, so scheint schon jetzt ohne Vermehrung der Holzabfuhr die Rentabilität des Unternehmens gesichert. Ich glaube daher mit Recht den Interessenten die schleunige Ausführung einer Seilbahn nach Ostusambara dringend empfehlen zu dürfen. Zur Seidenbalifrage. Von Dr. Udo Dammer. Einer Aufforderung des Herausgebers dieser Zeitschi"ift nach- kommend, will ich im folgenden auf einige den Seidenbau be- treffende Punkte etwas näher eingehen, welche mir für die Ent- wickelung des Seidenbaues in unseren Kolonien von Bedeutung zu sein scheinen. Da ich mich seit einer Reihe von Jahren theoretisch und praktisch mit der Seidenbaufrage beschäftigt und zu dem Zwecke auch verschiedene Reisen unternommen habe, um den Seidenbau in anderen Ländern zu studieren, glaube ich mich zu den folgenden Ausführungen legitimiert. Während bis vor verhältnismäfsig kurzer Zeit als einzig brauch- bare Futterpflanze des Seidenspinners nur der Maulbeerbaum (Morus alba) in Betracht kam, ist durch die Versuche von Harz in München festgestellt worden, dafs Bombvx Mori auch noch eine Anzahl anderer Futterpflanzen hat, unter denen aber allein die Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica) praktisch in Betracht kommt. — 73 — Die Harzsche Methode, Seidenraupen mit Schwarzwurzelblättern heranzuziehen, führte aber erst zu praktisch verwertbaren Eesul- taten, nachdem sie durch die Russen Frau Tichomirowa und Werde- rewski ausgebaut worden war. In diesem Stadium lernte ich sie 1896 kennen und machte sie in meiner 1897 erschienenen Bro- schüre „Über die Aufzucht der Raupe des Seidenspinners (Bombyx Mori) mit den Blättern der Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica)", Frankfurt a. 0. 1897, Trowitzsch & Sohn, in Deutschland bekannt. Bezüglich der Einzelheiten kann ich im folgenden deshalb kurz auf diese Arbeit verweisen. Das Wesentliche der russischen Methode besteht darin, dafs die Temperatur des Zuchtraumes auf 18 bis 20° R. gehalten wird, während Harz seine Raupen bei wesentlich niedrigeren Tempera- turen züchtete und dadurch die Entwickelungsdauer der Raupen aufserordentlich in die Länge zog. In meiner Broschüre hatte ich darauf hingewiesen, dafs die neue Nährpflanze die Möglichkeit biete, statt, wie bisher, eine Zucht im Laufe des Jahres, mehrere Zuchten hintereinander aus- führen zu können. Dieser Hinweis ist auf fruchtbaren Boden ge- fallen. Es ist nicht nur gelungen, Eier eines Jahrganges so in der Entwickelung zurückzuhalten, dafs es möglich war, drei Brüten nacheinander grofs zu ziehen, sondern, was mir fast noch wichtiger erscheint, noch im Herbst und zwar im Oktober, eine zweite Generation vollständig normal heranzuziehen. So stehen jetzt also dem Seidenraupenzüchter wenigstens sechs Monate zur Zucht zur Verfügung, so dafs er in demselben Räume statt bisher eine Zucht, deren fünf ausführen kann. Damit ist die Seidenbaufrage in ein ganz neues Stadium getreten. Es fragt sich nun, ob es möglich ist, den Seidenraupen während dieser Zeit auch beständig die nötige Menge Futter zu beschaffen? Bei der Ernährung der Raupen mit Maulbeerblättern mufste diese Frage verneint werden, sowie es sich darum handelte, dafs eine gröfsere Anzahl Seidenbauer an einem Orte wohnen. Es gehören zur Aufzucht der Seidenraupen so grofse Mengen Futter, dafs ganze Wälder von Maulbeerbäumen nötig seiu würden, um denselben die für diese Raupenmengen nötigen Blattmassen zu entnehmen, ohne den Bäumen Schaden zuzufügen. Diese Wälder müfsten erst herangezogen werden, worüber Jahrzehnte vergehen würden, es sei denn, dafs man den schon früher einmal beschrittenen Weg von neuem einschlüge, die Maulbeerpflanze als einjährige Pflanze anzubauen, d. h. die Samen ziemlich dicht auszusäen und die jungen Pflanzen mit der Sense abzumähen. Dem steht aber der — 74 — hohe Preis der Maulbeersamen im Wege, der bedingt ist durch die zeitraubende Reinigung des Samens. Dagegen bietet die Schwarzwurzel ohne Mühe die Möglichkeit, während 6 bis 7 Monate den Raupen Jederzeit die nötige Futter- menge zu liefern. Die Kultur der Schvvarzwurzelpflanze ist zudem die denkbar einfachste; sie stellt keine grofsen Anforderungen an die technische Fertigkeit des Züchters und ist, was mir besonders "wichtig erscheint, auch noch auf solchen Böden ausführbar, welche für andere Kulturen fast ganz oder ganz wertlos sind, nämlich auf trockenen, sandigen Böden. Die Samen werden so zeitig wie möglich im Frühjahr in 10 cm weiten Reihen zu je 2 in Ab- ständen von 10 cm 2 bis 3 cm tief in die Erde gebracht, möglichst so, dafs das Erdreich bald nach der Aussaat vom Frühjahrsregen durchfeuchtet wird. In trocknerem Klima und trocknerem, sandigem Boden sind die Samen tiefer, in feuchterem Klima und wasser- haltenderem Boden flacher zu legen; doch sollen die Grenzzahlen 2 bis 3 cm nicht wesentlich überschritten werden. Da bei dieser Kulturmethode auf dem Quadratmeter 100 Pflanzen stehen, 100 Pflanzen aber das für die Aufzucht von 400 Raupen nötige Futter liefern, so kann der Züchter leicht feststellen, wieviel Fläche für eine bestimmte Anzahl Raupen er mit Schwarzwurzeln bestellen mufs. Für 30 000 Raupen, etwa die mittlere Durch- schnittsmenge einer Zucht, w'ürden also ^^^ = 75 Quadratmeter, also eine Fläche von 5X15 m, oder unter Hinzurechnung der nötigen Wege, von 7x15 m nötig sein. Diese Fläche dürfte leicht überall in nächster Nähe des Zuchtraumes zu beschaflFen sein, so dafs mit der Beschaflung des Futters nicht viel Zeit verloren geht. Betreifs der Aufzucht der Raupen mit Schwarzwurzelblättern kann ich auf meine Broschüre verweisen, in welcher die tägliche Futtermenge genau angegeben ist. Die jungen Raupen nehmen das Schwarzwurzelblatt ohne weiteres an und gedeihen, wenn für die nötige Lufttemperatur Sorge getragen wird, gerade so gut wie bei Maulbeerblattfutter. Die Entwickelung der Raupen vollzieht sich in der normalen Zeit, ebenso das Einspinnen. Es wurden anfänglich Bedenken gehegt bezüglich der Güte des mit Schwarz- wurzelfütterung gewonnenen Fadens. Diese Bedenken sind aber vollständig widerlegt worden durch genaue Prüfung des Fadens auf Stärke, Elastizität und Reifswiderstand. Anfänglich waren die Fäden feiner als die mit Maulbeerfütterung gewonnenen und infolge- dessen die Kokons leichter, so dafs 800 Kokons ein Kilogramm wogen. Es ist jedoch später durcii Auswahl guter Rasseneier gelungen, auch stärkere Fäden und dementsprechend schwerere — <0 — Kokons (500 = 1 Kilogramm) zu erhalten. Der Faden selbst ist aufserordentlich glänzend, dabei sehr elastisch und wenig zum Reifsen geneigt, so dafs er den besten bisherigen Seidenfäden ebenbürtig zur Seite steht, ja sie in mancher Hinsicht sogar noch übertrifft. (Glanz, Elastizität.) Es liegt die Frage nahe, ob man dazu raten solle, den Seiden- bau auf der neuen Basis in einzelne unserer Kolonien einzuführen. Damit komme ich zu dem zweiten Punkte meiner Erörterungen. Ich hege kein Bedenken, den Seidenbau in einzelnen unserer Kolonien zu befürworten, sei es mit Maulbeer-, sei es mit Schwarz- wurzelfütterung. Wo die Schwarzwurzel überhaupt gedeiht, würde ich dieser unbedingt den Vorzug geben, weil sie eine leichte und schnelle Futterbeschaflung gestattet. Aber ich kann die Ein- führung des Seidenbaues nur dann befürworten, wenn eine Vor- bedingung erfüllt ist. Diese Bedingung ist: Stellung des Seiden- baues unter Staatsaufsicht. So sehr ich sonst für freie, selbständige Entwickelung einer Industrie oder eines Gewerbes bin und jede Staatsaufsicht auf das geringste zulässige Mafs beschränkt wissen will, so sehr mufs ich gerade hier auf strengste Staatsaufsicht dringen, soll andererseits der Seidenbau in unseren Kolonien vor harten Nackenschlägen bewahrt bleiben. Ohne Staatsaufsicht wird unausbleiblich der Zeitpunkt kommen, in dem der ganze Seidenbau einer Kolonie mit einem Schlage vernichtet wird. Diese dem Seidenbau drohende furchtbare Gefahr liegt in den Krankheiten, welchen die Seidenraupen ausgesetzt sind. Die Krankheiten sind zum Teil erblich. Die gefährlichste derselben ist die Körnchen- krankheit. Wo sie einmal ausgebrochen ist, kann sie nur durch energischste Bekämpfung niedergehalten werden, andernfalls ver- nichtet sie in kurzer Zeit die Industrie eines ganzen Landes. Zum Glück ist ihr Nachweis nicht schwierig und die Bekämpfung leicht ausführbar, wenn der gesamte Seidenbau eines Landes zentralisiert ist. Da diese Krankheit vererbt wird, so läfst sich durch eine leicht auszuführende Untersuchung der Eltern feststellen, ob die Eier die Keime der Krankheit enthalten oder nicht. Von dieser Erkenntnis ausgehend, hat die ungarische Regierung geradezu mustergültige und vorbildliche Einrichtungen getroffen, welche überall dort, wo man den Seidenbau einführen will, aufs peinlichste nachgeahmt werden sollten. Dank diesen Einrichtungen hat der Seidenbau in Ungarn einen Aufschwung genommen, der einzig in seiner Art dasteht. In Ungarn ist der Seidenbau streng zentralisiert. Von der Zentralbehörde werden sämtliche Schmetterlinge, welche Eier geliefert haben, untersucht, ob sie körnchenfrei sind. Zu dem Zweck _ 76 — wird jedes Schmetterliugspaar während des Kopulationsaktes in ein kleines Gazebeutelcheu eingeschlossen, in welchem das Weibchen s])äter die Eier ablegt. Nachdem die Schmetterlinge abgestorben sind, werden sie untersucht und zwar, um jeden Irrtum auszu- schliefsen, viermal. Erst wenn sie dann als körnchenfrei erkannt sind, werden die Eier zur Weiterzucht freigegeben. Da Ungarn nur einen Bruchteil seiner Eier selbst züchtet, die gröfsere Menge aus Italien und Südfrankreich bezieht, so besteht es darauf, dafs die Eier nur mit den Schmetterlingen zusammen eingeführt werden dürfen. Die Zentralbehörde gibt die Eier gratis an die Züchter ab, verlangt aber dafür, dafs kein Züchter ohne Wissen der Re- gierung selbst Eier gewinnen darf und dafs er die gewonnenen Eier an die Zentralbehörde abliefert. Die Einfuhr von Eiern, Raupen, Kokons oder Schmetterlingen des Seidenspinners ist Privaten bei hohen Strafen verboten. Wer Seidenraupen züchten will, erhält die Eier in gewünschter Menge gratis geliefert mit einem Schein, auf welchem die gelieferte Eiermenge vermerkt ist. Die erzielten Kokons sind mit diesem Schein an die Regierung abzuliefern und zwar sortiert, und werden von der Regierung zu einem alljährlich festgesetzten Preise bezahlt. Auf diese Weise hat die Regierung eine genaue Kontrolle. Da der Abtötungsprozefs der Puppen in den Kokons von grofsem Einflufs auf die Qualität der Seide ist, übernimmt die Regierung das Abtöten der Kokons und erzielt dadurch ein gleichmäfsiges Produkt. Das Abtöten ist eine so schwierig zu erlernende Arbeit, dafs nur ganz besonders geschulte Leute dazu verwendet werden können. Auch das Abhaspeln der Seide wird in Staatsinstituten ausgeführt. Es würde hier zu weit führen, die einzelnen Einrichtungen in Ungarn noch ausführlicher zu beschreiben. Die obigen Andeu- tungen mögen genügen, um eine Vorstellung davon zu geben, wie durchdacht der Seidenbau in Ungarn organisiert ist. Will man in unseren Kolonien Seidenbau einführen, so überlege man zuvor genau, ob man eine solche Organisation daselbst treffen kann und will. Hat man sich aber einmal dafür entschieden, dann fördere man den Seidenbau mit aller Kraft, denn er bringt namentlich mit der neuen Futterpllanze und der neuen Zuchtmethode dann lohnenden Nebenverdienst. Ohne strenge Kontrolle führe man nirgends Seidenbau ein, denn das dafür ausgegebene Geld ist fortgeworfen. Wer als einzelner Seidenbau treiben will, solange keine Staats- aufsicht existiert, der mache sich mit der üntersuchungsmethode vertraut und suche das Abtötungsverfahren zu erlernen. Zuvor überlege er aber folgendes: Im günstigsten Falle erzielt er von t i 500 Eaupen 1 Kilo Kokons im Werte von höchstens zwei Mark, und mehr als 35 000 Raupen kann ein einzelner mit seiner Familie kaum in einer Zucht grofsziehen, so dafs ihm eine Zucht im allergünstigsten Falle 140 Mark Bruttoeinnahme bringt. Eine Zucht dauert rund einen Monat, so dafs bei der neuen Methode günstigenfalls fünf Zuchten in einem Jahre grofsgezogen werden können, welche brutto höchstens 700 Mark einbringen. Zu diesen Zahlen mufs ich aber bemerken, dafs sie wohl kaum ^ jemals erreicht werden, weil stets Abgang an Raupen zu verzeichnen ist, ferner bei weitem nicht alle Kokons gleichwertig sind. Einen besseren Anhalt zur Rentabilitätsberechnung gewähren die folgenden Zahlen, welche Durchschnittszahlen der in Ungarn erzielten Resultate sind. Es wurden in Ungarn aus einer Unze importierter Eier ge- wonnen: 1890 30,25, 1891 32,02, 1892 26,12, 1893 26,91, 1894 28,57, 1895 30,72, 1896 26,83, 1897 22,33, 1898 26,71, 1899 27,03 kg frische Kokons, d. h. im Durchschnitt pro Jahr 27,809 kg frische Kokons von einer Unze Eier. Im einzelnen schwankten die Erträge in diesem Jahre zwischen 12,22 und 45,97 kg. Zum Vergleich sei erwähnt, dafs in Japan nach Bolle („Der Seidenbau in Japan", Budapest, Wien, Leipzig, Hartlebens Verlag, 1898, S. 47 bis 49) von 45 000 Eiern im Durchschnitt 45 kg, im Maximum 56 kg Kokons erzielt werden. Für die Aufzucht von 35 000 Raupen sind nötig: 30 Gramm pasteurisierte Eier und etwa 375 Dm grobes Papier als Unter- lage für das Futter und die Raupen. Die nötige Menge Schwarz- wurzelpflanzen erzieht man, guten keimfähigen Samen voraus- gesetzt, aus etwa 100 Gramm Samen. Hierzu ist indessen zu bemerken, dafs der Schwarzwurzelsamen häufig sehr ungleichmäfsig keimt, so dafs man besser die doppelte Menge Samen in Anschlag bringen soll. Andererseits ist zu berücksichtigen, dafs die Schwarz- wurzelpflanzen ausdauernd sind und mindestens 4 Jahre lang Futter geben. Die Blätter, welche im ersten Jahre gebildet werden, sollen, wenn irgend möglich, nicht zur Fütterung verwendet werden, sondern erst die vom zweiten Jahre. In Gegenden mit langanhaltender warmer Trockenzeit wird man die Raupen im Freien ziehen können, wobei aber für Schutz während der Nacht zu sorgen ist, wenn kühle Nächte zu befürchten sind. Besser ist es, überhaupt in geschlossenen, dabei aber luftigen Räumen die Raupen heranzuziehen. Für 35 000 Eaupen sind etwa 68 Dm Fläche im geschlossenen Räume nötig. Durch Anwendung von Stellagen von 1 m Breite mit 3 Fächern, in Abständen von etwa 60 cm übereinander würde man für 35 000 Raupen also etwa 23 Hm Bodenfläche ohne die nötigen Wege zwischen den Stellagen - 78 - brauchen. Es würde also eiu Raum von 6x6 ni, der an den Längsseiten mit einer, in der Mitte mit einer doppelten Stellage besetzt wäre, gerade ausreichen. Au einmaligen Ausgaben kämen dann noch in Betracht: ein Brutschrank, Spinnhütten, ein Kühlraum, um die Eier in der Eutwickelung zurückzuhalten, Netze von verschiedener Maschen- weite zum Übertragen der Raupen, eine Abtötungsvorrichtung, welche in einfachster Form aus drei grofsen runden, mit Rohr-, Bast- oder Bindfadengeflecht, nicht mit Metallgeflecht überspannten ^ Sieben und einem grofsen Kessel bestehen kann, und einige Ther- mometer. Wo in einem Orte mehrere Züchter zusammen wohnen, können die Anschaffungskosten für den Brutschrank, den Kühlraum und die Abtötungsvorrichtung gemeinsam verteilt werden, weil sie von allen gemeinsam benutzt werden können. Soll der Seidenbau nicht als Nebenerwerb, sondern als ein Hauptbetrieb aufgenommen werden, was ich nach der neuen Methode für ausführbar halte, so sind dazu billige und zuverlässige Arbeiter unbedingt nötig. Man beginne, um selbst die Zucht gründlich kenneu zu lernen, im kleinen und ziehe sich nach und nach einen zuverlässigen Arbeiterstamm heran. Im Gegensatz zu meinem frühereu Vorschlage in meiner Broschüre, möchte ich aber empfehlen, die Zucht auf verschiedene kleinere Räume, die sich womöglich in getrennten Gebäuden beflnden, zu verteilen und sie nicht in einem grofsen Gebäude vorzunehmen. Veranlassung zu dieser Meinungsänderuug ist die mittlerweile gemachte Erfahrung, dafs eine andere Krankheit der Seidenraupen, die Gelbsucht, so verheerend auftreten kann, dafs die Zucht in einem Raum dadurch vollständig vernichtet wird. Sind dagegen die einzelnen Zuchten räumlich getrennt, so ist es viel leichter möglich, die nicht von Gelbsucht befallenen Raupen zu retten. Bricht in einem Raum die Gelbsucht aus, so tut man am besten, die Zucht vollständig durch Feuer zu vernichten, sowie man merkt, dafs die Krankheit bös- artig wird. Gleich von vornherein beim Auftreten der Krankheit die Zucht zu vernichten, ist deshalb nicht ratsam, weil gar nicht selten die Krankheit gutartig bleibt, nur einzelne Raupen zu Grunde richtet, die übrigen aber verschont. Die Verteilung der Zucht- räume auf verschiedene Gebäude gewährt ferner den Vorteil, dafs das Futter nicht von weither herangeschaift werden braucht, sondern in nächster Nähe des Zuchtortes angebaut werden kann, so dafs bei der Futterbeschaflung Zeit gespart wird. Nicht eindringlich genug kann ich aber davor warnen, den Seidenbau, selbst als Grofsbetrieb, als einzigen Wirtschaftszweig zu — 79 — betreiben. Am vorteilhaftesten dürfte er aber mit irgend einem gärtnerischen Betriebe kombiniert werden, weil diese bei intensiver Wirtschaft so hohe Erträge bringen, dafs die Gesamtwirtschaft bei einem etwaigen Ausfalle des Seidenbaues in einem Jahre, der immerhin möglich ist, dadurch vor unüberwindlichen Schäden bewahrt bleibt. Die Aussiebten der Kakaokultnr auf Samoa. Von 0. E. Ettling. Der ruhige, wirtschaftliche Fortschritt Samoas seit der Flaggen- hissung, das schnelle Aufblühen dieses neuesten Kolonialbesitzes in der Südsee nach Wiederherstellung von Gesetz und Ordnung im Laude, und die Erkenntnis, dafs der Kakaobau auf Samoa rentabel sei, haben zur Anlage vieler Neupflanzungen geführt und sind die Veranlassung gewesen, dafs auch gröfsere neue englische, amerika- nische wie auch deutsche Pflanzungsunternehmen entstanden oder noch im Entstehen begriffen sind, die alle mehr oder weniger dem Kakaobau sich zuzuwenden beabsichtigen. Nicht mit unrecht darf daher die Frage aufgeworfen werden, inwieweit man berechtigt ist, so kühne Hoffnungen auf die Kakao- kultur zu setzen und ob die Aussichten für diese Kultur auch wirklich so glänzend sind, wie sie in letzter Zeit so häufig von meist unberufener Seite dargestellt werden. Die Antwort ist un- schwer zu geben. Jeder gewissenhafte Kenner Samoas, jeder prak- tische Landwirt, der längere Zeit auf Samöa gelebt, mufs zur Über- zeugung gekommen sein, dafs die Aussichten für die Kakaokultur günstig, sogar glänzend sind, jedoch nur dann, wenn rationell ge- wirtschaftet wird. Die äufserst günstigen Ergebnisse, welche die Kakaokultur augenblicklich auf Samoa aufweisen kann, haben die Bevölkerung in eine derartige Begeisterung versetzt, dafs nun jedermann Kakao bauen und Kakaopflanzer sein will. Dieses überhastete Vorgehen der weifsen Bevölkerung Samoas, die zum gröfsten Teil allen andern Berufsklassen angehört, nur nicht der Landwirtschaft, kann die Zukunft der so viel versprechenden Kultur stark kompro- mittieren. Weitere Kreise haben sich nun in Deutschland für Samoa und seine Kulturen interessiert, so auch das Kolonial- Wirtschaftliche Komitee, das für die wirtschaftliche Erschliefsung unserer Kolonien recht bemerkenswertes geleistet und auch Samoa in den Kreis seiner Wirksamkeit aufgenommen hat und binnen kurzem unseren — 80 — schönsten Besitz in der Südsee auf seinen Wert wissenschaftlich untersuchen lassen will. Bei einem rationellen Betriebe ist vor allen Dingen eine genaue Kenntnis des Bodens und seiner chemischen Stoffe von ein- schneidender Bedeutung. Daher ist es mit Freuden zu begrüfsen, dafs Mitte Februar der Geheime Regierungsrat Professor Dr. Wohlt- mann an Ort und Stelle diese Bodenuntersuchungen vornehmen wird. Praktisch erfahrene Pflanzer sind zwar im stände, beim jungfräulichen Urwalde an den verschiedenen Kennzeichen einigermafsen den Wert eines Bodens zu bestimmen, aber chemische Analysen dürfen selbst- redend nicht aufser acht gelassen werden und müssen für eine Wert- bestimmung des Bodens den Ausschlag geben, zumal wenn berück- sichtigt wird, ob auch die sonstigen Umstände, Lage des Terrains, Windschutz, Begenmenge etc. eine Kultur gestatten. Für den Pflanzer und Ansiedler auf Samoa wird demnach die erwähnte Expertise von ganz hervorragender Bedeutung sein, sie wird zwar manche Illusionen zerstören, aber sicherlich dazu bei- tragen, den Wert unserer kleinen Besitzung in der Südsee in das rechte Licht zu stellen. Wir sagen absichtlich und mit Betonung, „sie wird manche Illusionen zerstören". Die Kakaokultur auf Samoa wird nämlich augenblicklich fast ausschliefslich in der Nähe Apias auf den aus- gesogenen, tief gelegenen Ländereien der Eingeborenen betrieben, die zwar wieder mit Busch überwachsen sind, aber darum doch nicht in die gleiche Bonitätsklasse gehören, wie die etwas höher gelegenen, wirklich jungfräulichen Urwaldböden. Der Distrikt Lotopa, in welchem die meisten Pflanzungen an- gelegt sind, ist von kleinen Leuten besiedelt, welche meist nur in Samoa ihre Erfahrungen im Kakaobau gesammelt haben. Wer ein- gehend und mit offenen Augen diese Pflanzungen besichtigt hat, wird manches fi^nden, was zu Besorgnis Anlafs geben kann. Diese Pflanzungen liegen im allgemeinen zu niedrig und leiden daher bedeutend unter der Trockenheit, weil auch nur von den wenigsten Ansiedlern für guten Schatten vorgesorgt ist. Die wenigen Pflanzungen, die gute Schattenbäume besitzen und dabei den Vorzug haben, höher zu liegen, sahen im letzten Jahre, trotz der grofsen Trockenheit, prächtig aus, gewifs ein Zeichen dafür, dafs man auf die Kakaokultur bei genügender Höhenlage gute Hoffnungen setzen darf. Ein weiterer Umstand, der den „Lotopapflanzungen" verhängnis- voll werden kann, besteht darin, dafs die Pflanzungen dicht bei- einander liegen. Sie sind durch keinerlei gröfsere Waldstreifen getrennt, die bei eventuellen Seuchen eine Beschiänkung dieser auf — 81 — die einzelnen verseuchten Pflanzungen ermöglichen. Man mufs sich mit dem Gedanken vertraut machen, dafs auch in Samoa Kakao- krankheiten Eingang finden werden. Wir wenigstens glauben nicht, dafs unsere Bäume ewig von schädlichen Pilzen, Blattkrank- heiten, Bohrwürmern etc. verschont bleiben. Speziell weisen wir auch noch auf die Rattenplage hin, die sich bereits jetzt unangenehm fühlbar macht. Hiermit sollten die Pflanzer rechnen und darum die Pflanzungen so bewirtschaften, dafs die Bäume gesund und kräftig sich entwickeln können und die Pflanzungen namentlich frei von allem Unkraut, faulendem Gehölz etc. gehalten werden. Gerade in letzterem findet man die Brutstätte ungeheuerer Mengen von Un- geziefer. Die Frage wird nun aufgeworfen werden: wie wirtschaftet man eigentlich auf Samoa? Mit nur wenigen Ausnahmen liegt augenblicklich der Kakao- bau in Händen von Personen, die weder praktische noch theoretische Vorbildung als Pflanzer genossen haben. Ein jeder auf Samoa glaubt die Sache zu verstehen, und dieser Dilettantismus ist auch ein Grund, weshalb man von fachmännischer Seite aus die Zukunft dieser Kakaopflanzungen so kritisch betrachtet, entgegen allem dem, was bisher von meist unberufener Seite hierüber ge- schrieben wurde. Wie mancher in Samoa Kakao baut, ist mit wenigen Worten gesagt, aus denen jedem Fachmanne und auch Laien deutlich wird, dafs eine einschneidende Änderung eintreten mufs. Man legt nämlich einfach den Wald nieder, meist ohne sich vorher darüber vergewissert zu haben, ob auch das Terrain eiuiger- mafsen für die Kultur geeignet, ob genügend Windschutz und speziell Wasser vorhanden ist. Brennen hält man in Samoa für un- nötig, sogar für schädlich, das konnte Schreiber dieses vielfach hören. In dieses Urwaldchaos hinein steckt man auf möglichst ge- ringem Abstand zwei bis drei Kakaobohnen, nachdem man den Boden einigermafsen — oder auch nicht — gelockert hat, und kennzeichnet den Platz mit Stäbchen. In solcher. Wildnis erblickt also die Kakaopflanze das Licht der Welt. Denn wunderbarer- weise keimen die Bohnen und man findet verhältnismäfsig wenig Versager. Die junge Pflanze beginnt nun den Kampf um die Existen? und verteidigt sich gegen Unkraut, Schling- und Wucherpflanzen, die ihr Licht und Luft rauben. Trotz allem möglichen Ungeziefer, welches in den verfaulenden Baumstämmen seine Brutnester hat, gedeiht die Pflanze — aber wie? Sie sieht kläglich aus. Hoch aufgeschossen, ohne rechte Kraft und Saft, sucht sie ihren Weg durch die Wildnis, — 82 — ein trauriger Anblick für jeden Pflanzer, der gewohnt ist, seine Pflänzlinge mit gröfster Sorgfalt zu hegen und zu pflegen. Man mufs unwillkürlich staunen, wie es überhaupt möglich ist, dafs eine solch mifshandelte Pflanze aufkommen kann. Die einzige Pflege, die ihr geboten wird, besteht in etwas Ausjäten. Bodenbearbeitung aber, Baumschnitt und sonstige Pflege wird ihr nicht zu teil. Das hat nach der Meinung der Pflanzer auf Samoa der Kakaobaum nicht nötig, das ist unnötige Geldverschwendung. Die Hauptsache ist in Samoa, dafs der Baum trägt, und wunderbarerweise arbeitet sich derselbe durch Unkraut, Schlingpflanzen und faulendes Gehölz durch und bringt doch noch reiche Ernten. Wer mit offenen Augen derartig bewirtschaftete Pflanzungen durchwandert, dem wird es klar, wie sehr, zum Nachteile der Kultur, des Landes und der Bevölkerung gesündigt wird. Jeder einsichtsvolle Mensch mufs sich sagen, dafs eine solche Mifswirt- schaft auf die Dauer nicht so weiter gehen darf, sondern dafs eine einschneidende Umwälzung stattfinden mufs, soll die Zukunft der Kakaokultur auf Samoa nicht aufs Spiel gesetzt werden. Freilich wollen "wir zur Entschuldigung der Kakaopflanzer in Samoa nicht unerwähnt lassen, dafs die frühere Unsicherheit im Lande, der Arbeitermangel und die mifslichen finanziellen Verhältnisse, hervor- gerufen durch die letzten Kriege, zum grofsen Teile schuld daran sind, dafs eine derartige Mifswirtschaft auf den Pflanzungen herrscht. Glücklicherweise haben sich diese Verhältnisse jetzt aber grofsen- teils geändert, und daher ist die Reise von Professor Wohltmann mit Freuden zu begrüfsen. Sie wird dazu beitragen, die Bevölkerung über die bisher gemachten Fehler aufzuklären. An Ermahnungen und Ratschlägen wird es derselbe gewifs nicht fehlen lassen, nach- dem er sich von dem Stand der Dinge persönlich überzeugt haben wird. Wir wollen daher nicht allein im Interesse der beteiligten Pflanzei'kreise, sondern noch mehr in dem unserer fernen, kleinen Kolonie hofien, dafs die Reise den Erfolg haben möchte, unsere Saraoapflanzer zur Einsicht zu bringen, dafs nur bei rationeller Bewirtschaftung ihrer Ländereien die Zukunft der Kakaokultur auf Samoa eine aussichtsvolle sein kann. Die Pflanzer und Ansiedler werden dann zwar keine grofsen Vermögen erwerben, aber ein sorgenfreies und beneidenswertes Leben führen können. - 83 Der Kartoffelbau als Grnndlage der BesiedeluDg Westasambaras. Bei der aufserord entlichen Wichtigkeit der Besiedelung der malariafreien Hochländer in unseren Tropenkolonien durch euro- päische Ansiedler ist ein in den letzten Monaten vom Gouvernement Dar-es-Saläm zur Klärung der einschlägigen Verhältnisse unter- nommener Versuch von weittragender Bedeutung. Schon seit langen Jahren ist die Frage der Besiedelungs- fähigkeit von Westusambara, das wegen seiner Lage in der Nähe der Küste für solche Versuche von besonderer Bedeutung ist, ein ziemlich regelmäfsig wiederkehrendes Thema in unserer Kolonial- presse. Von Sachverständigen und Laien ist viel dafür und dawider geschrieben worden. Die Möglichkeit für Europäer, dauernd in dem Hochlande von Westusambara zu leben, ist zwar nie bestritten, auch haben langjährige Versuche gezeigt, dafs eine ganze Reihe von Nutzpflanzen dort angebaut werden können; jedoch wurden schwerwiegende Bedenken geltend gemacht, ob sich ein genügend grofser Absatzmarkt für die Produkte würde finden lassen. Um diese Frage endgültig zu entscheiden, hat der Gouverneur im September vorigen Jahres angeordnet, dafs das Bezirksamt Westusambara aus den ihm vom Gouvernement für Ansiedelungs- zwecke zur Verfü.^ung gestellten Mitteln der Wohlfahrtslotterie eine gröfsere Sendung Kartoffeln zur Probe nach Durban an die dortige Firma Mandelzloh senden sollte Der Versuch wurde mit 240 Zentner, welche in Kwai gewachsen waren, gemacht. Die Kartoffeln waren schon nicht mehr ganz frisch, auch machte es grofse Schwierigkeiten, eine richtige Verpackung herzustellen. Bei der Ankunft der Lasten in Tanga wurde deshalb eine Umpackung notwendig, wodurch die erste Verschiffungsgelegenheit versäumt wurde. Die Kartoffeln waren infolgedessen schon teilweise aus- gewachsen, als sie in Durban eintrafen. Es ist deshalb als ein aufserordentlich günstiges Resultat ?.u bezeichnen, wenn trotzdem der Zentner einen Verkaufspreis von 10 sh. 6 d. (etwa 11 Mk.) er- zielte. Die Firma schreibt, dafs dauernd während der Monate Mai bis November grofse Posten solcher Kartoffeln dort abgesetzt werden könnten. Wenn die Ware frisch und in gangbarer Verpackung an- kommen würde, so könne mit Sicherheit auf einen mindestens 50 pCt. höheren ^Verkaufspreis (= 16,50 Mk. pro Zentner) gerechnet werden, da die Qualität sehr gefallen habe. Dafs es den Ansiedlern in Westusambara ohne grofse Schwierigkeit gelingen wird, eine bessere Verpackung zu finden, ist wohl als sicher anzunehmen. Der An- siedler Hedde hat sich bereits mit Unterstützung der Kommune — 84 — Wilhelmsthal eine kleine Sägemühle in Deutschland bestellt, um die nötigen Kistenbretter an Ort und Stelle anzufertigen. Es ist somit begründete Hoffnung vorhanden, dafs während einiger Monate im Jahre ein dauernder Export von Kartoffeln aus VVestusambara nach dem Süden stattfinden kann. Zur Prüfung, welchen Nutzen der Ansiedler in Westusambara bei obigen Kartoffelpreisen haben würde, möge folgendes dienen: Eine Holzkiste für 66 Pfund Kartoffeln kostet zurzeit noch etwa 0,30 Mk.; das macht pro Zentner 0,45 Mk. Trägerlohn bis "Wilhelmsthal, von wo eine Fahrstrafse nach Mombo führt, beträgt bei einer Durchschnittsentfernung der An- siedelung von 4 Stunden für 66 Pfund 0,35 Mk., mithin für 1 Zentner .... 0,53 „ Transport per Achse von Wilhelmsthal bis Mombo (22 km) beträgt in Anbetracht des ümstandes, dafs der Weg noch recht mangelhaft ist, pro Zentner 0,32 „ Transport von Mombo, nach Fertigstellung der Bahnstrecke von Mombo nachKorogwe, bis Tanga unter Zugrundelegung des jetzigen ermäfsigten Tarifes 1,00 „ Unkosten durch Umladen etc. bis Tanga . 0,20 „ Pracht Tanga — Durban einschl. Ver- schiffungsspeseu (20 Rupies pro Tonne Fracht) pro Zentner 2,00 „ Landungsspesen, Sortieren etc 0,25 „ Importzoll in Durban 0,35 „ pro Zentner Summa 5,10 Mk. Die eigentlichen Unkosten des Transportes von 1 Zentner Kartoffeln bis Durban würden also 5,10 Mk. betragen. Dazu käme der Verdienst in Tanga und die Kommission der Firma in Durban. Immerhin ist klar, dafs, wenn nicht zu viel Verdienst in den Taschen der Zwischenhändler stecken bleibt, dem Ansiedler etwa die Hälfte des Verkaufspreises in Durban gezahlt werden kann. Dafs dabei für denselben ein recht guter Reinverdienst bleiben würde, werden alle zugeben, die die Verhältnisse in Westusambara kennen. Bei einer Anfrage des Bezirksamtes an die Produzenten in West- usambara, wieviel sie pro Zentner Kartoffeln an Ort und Stelle verlangen müfsten, um bestehen zu können, lagen die Antworten zwischen 2 und 4 Mk. — 85 — Es mufs noch besonders hervorgehoben werden, dafs die oben aus dem A'ersueh gezogenen Schlüsse nur in der ausdrücklichen Voraussetzung zutreffen, dafs der jetzige Bahntorso Tanga — Korogwe bis Mombo weitergebaut wird. Ohne diesen Weiterbau ist an eine Entwicklung des An- siedelungsgebietes von Westusambara überhaupt nicht zu denken. Die wenigen Lasten, die schon jetzt durch Träger nach Korogwe gebracht werden, sind nicht nur über 1 bis 2 Mk. pro Zentner teurer, sondern sie absorbieren auch schon jetzt alle dort vor- handenen Trägerkräfte, so dafs häufig Lasten liegen bleiben müssen, weil für dieselben keine Träger vorhanden sind. Des ferneren ist es notwendig, dafs die Deutsche Ostafrikalinie den bei dem Ver- suche gewährten ermäfsigten Frachtsatz von 20 Rupien pro Tonne nicht erhöht. & > ?>^>^>;>^:?^> 6" Koloniale Gesellschaften. ^ Gesellschaft Süd-Kamerun, Hamburg-Brüssel. Am 30. Dezember v. Js. fand in Hamburg unter dem Vorsitz des Herrn Direktors Max Schinkel die Generalversammlung der Aktionäre der Gesell- schaft statt, in welcher der Bericht des Direktoriums für das Geschäftsjahr 1901 zur Vorlage gelangte. Nach dem Bericht betrug die durch die Gesellschaft aus- geführte Menge Kautschuk insgesamt 27 Tonnen (ä 1000 kgi. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1902 wurden bereits 41 Tonnen ausgeführt. Für das Jahr 1902 wird insgesamt mit einer Menge von 70 bis 80 Tonnen, für das Jahr 1903 mit mindestens 100 Tonnen Kautschuk gerechnet. Nach den Berichten des Leiters der Regierungsstatiou von Ngoko, Herrn Freiherrn v. Stein, bestätigt sich die Feststellung des Kautschukexperten des Kolonial- Wirtschaftlichen Komitees, Herrn Rudolf Schlechter, im Jahre 1900, dafs das Konzessionsgebiet der Gesellschaft au fser ordentlich reich an kautschuk- liefernden Kickxiabäumen ist. Nach den Berichten des Herrn v. Stein ist zu hoffen, dafs auch die Arbeiter- und Trägerfrage zufriedenstellend gelöst werden kann. Nicht ohne Bedeutung würde es sein, wenn die Regierung sich ent- schliefsen würde, die von ihr den Eingeborenen auferlegten Strafen durch Lieferung von Kautschuk vorzuschreiben, weil dadurch die Eingeborenen diesem Arbeitszweige mehr zugeführt und auch der Regierung ein finanzielles Äquivalent für die Ausgaben der Station zukommen würde. Wichtig erscheint auch die tatkräftige Unterstützung der Regierung für die Beschaffung geeigneter Träger zu mäfsigen Preisen. Die Gesellschaft arbeitet jetzt zum Teil noch mit von der Küste eingeführten Arbeitern, welche ihr naturgemäfs aufserordentlich hohe Kosten verursachen. In dem Konzessionsgebiet bestehen derzeit 12 Faktoreien und 10 Posten, deren Betrieb durch 2 Hauptagenten, G Faktoreileiter und 13 Faktoreigehilfen und einer Anzahl schwarzer Clerks besorgt wird. Die Zentralleitung wird von dem Direktor Grafen Schlippenbach, dessen Stellvertreter und 2 Buchhaltern Tropenpflanzer 1903, Heft 2. 6 — 86 — erledi<,'t, für den Dampferdienat sind 2 Kapitäne, 1 Obermaschinist und 2 Ma- schinisten angestellt, an eingeborenen Arbeitern etwa G50. Den Dampferdienst zwischen dem Konzessionsgebiet und Stanley Pool besorgen zwei Heckraddanijjfer und ein gemieteter Heckraddanipfer in regel- mäfsigen Fahrten: seit einem halben Jalu- ist auch ein kleiner, auf der JJoltz- schen AVerft in Harburg gebauter Dampfer eingestellt. Der Verpflichtung gemäfs, welche die Gesellschaft bei Konzessionserteilung der deutschen Regierung gegenüber eingegangen ist, wird die Geschäftsführung in diesem Jahre von Brüssel nach Hamburg verlegt. Zu Mitgliedern de.< Direktoriums werden die Herren Hermann Münster- Schultz und Albert Weber, beide in Hamburg, neugewählt. Die Bilanz per 31. Dezember lÜOl schliefst mit 2 237 263 Mk. in Aktiva und Pas.siva ab. Die Aktiven setzen sich zusammen aus 750 000 Mk. noch nicht eingeforderter Aktien, 264 268 Mk. Bankguthaben, 3G 257 Mk. Kassen- bestand in Europa und Afrika, 480 465 Mk. Anlagekosten der Niederlassungen und Grundeigentum, 140 908 Mk. Flufsmaterial, 345 665 Mk. Warenlager. 192 888 Mk. Produkte, 26 500 Mk. Diverse. Demgegenüber stehen das Aktien- kapital mit 2 000 000 Mk., 183 622 Mk. diverse Kreditoren, 42 458 :Mk. Reserven etc. Das Gewinn- und Verlustkonto pro 1901 schliefst mit einem Überschufs von 11 111 Mk. ab, welcher auf neue Rechnung vorgetragen wird. Der Brutto- gewinn auf Produkte und Transaktionen in Afrika beträgt 272 899 Mk., dazu kommen Zinsen und Diskont 14 623 Mk. und Saldovortrag aus 1900 24 2-22 Mk. Die Unkosten betragen: Unkosten und Abgaben in Afrika 235 528 Mk., Ver- waltungskosten in Europa 31952 Mk. , diverse Spesen, Agio, Kommission 16 735 Mk. und Abschreibungen 16 419 Mk. Deutsche Colonial- Gesellschaft für Südwestafrika, Berlin. Die Generalversammlung der Gesellschaft fand am 18. Dezember zu Berlin statt. Von der Versammlung wurde der von dem Verwaltungsrat erstattete Bericht über das 17. Geschäftsjahr (vom 1. April 1901 bis 31. März 1902i an- genommen. Aus dem Vorstande ist der bisherige Generalbevollmächtigte der Gesell- schuft in Deutsch-Südwestafrika, Herr Dr. Rhode, ausgetreten; dafür eingetreten ist Herr Gouverneur z. D. v. Bennigsen mit der Verpflichtung, so oft und so lange das Interesse der Gesellschaft es erfordert, nach Südwestafrika zu reisen; am 30. Dezember hat Herr v. Bennigsen zum erstenmal die Reise nach dorthin angetreten. An Stelle eines Generalbevollmächtigten ist den Herren Boedecker, Schettler und Stolz mit der Mafsgabe Prokura erteilt, dafs die Unterschrift von je zwei der genannten Herren für die Gesellschaft rechtsverbindlich ist. Die Leitung der Geschäfte ist unter den Betreffenden entsprechend verteilt. Die Rechnung für das verflossene Geschäftsjahr schliefst mit einem Verlust- saldo von 210 243 Mk., einschliefslich des aus dem Vorjahr übertragenen Verlust- saldos von 78 500 Mk. mit 288 743 Mk. ab. Dieser Verlust ist hauptsächlich durch Abschreibung des A'erlustes auf Beteiligung an der Swakopmunder Handelsgesellschaft m. b. IL, 119 807 Mk., und der Verluste und Abschreibungen der landwirtschaftlichen Stationen Heusis, Salem und Spitzkoppje veranlafst. Es ist Vorrichtung getroffen, dafs die Kosten dieser Stationen eingeschränkt und das Baup^eschäft der Swakopmunder Handelsgesellschaft, welches allein 182 458 Mk. Verlust brachte, aufgegeben wird. Diese Einschränkungen dürften r — 87 — nm so angebrachter seiii; als sonst die Gesellschaft, trotz steigender Einnahmen aus ihren anderweitigen Unternehmungen, sich bald am Ende ihrer verfügbaren Mittel (165101 Mk. am 31. März 1902) befinden dürfte. Die Einnahmen der Gesellschaft betrugen: Zinsen, einschliefslieh Hypo- theken und Restkaufgelder- Zinsen 19 931 Mk. 1 1900/1901: 21965 Mk.), Netto- ertrag der an die Gesellschaft bezahlten Abgaben 17 657 Mk. (1900/1901: 36 386 Mk.i, Schürfgebühren 18 413 Mk. (1900/1901: 1160 Mk.), sonstige Ein- nahmen 1420 Mk. Die Ausgaben betrugen aufser den bereits angeführten Verlusten : Unkosten in Berlin und Afrika 55 873 Mk., Verlust der Filiale Lüderitzbucht 2907 Mk. Für verkaufte Terrains wurden 37 419 Mk. (1900/1901: 10 574 Mk.i erzielt. Über die Verwertung der Bergwerksgerechtsame der Gesellschaft in Deutsch-Südwestafrika ist zu bemerken: Mit der Firma A. Goerz & Co. wurde ein Vertrag abgeschlossen zwecks Untersuchung und eventueller Wieder- ausnutzung der unter dem Namen Sinclairmine bekannten Kupferfundstelle, ferner wurde derselben Firma die Ausbeutung einer umfassenden Minen- konzession in dem Gebiete zwischen Swakop- nnd Kuisibflufs gegen die Ver- pflichtung jährlicher Abgaben übertragen. Ein gleicher Vertrag ist mit der mit dem Sitz in Swakopmund neu gegründeten Swakopmunder Minengesellschaft m. b. H. betreffs Ausbeutung der Gorob- Kupfermine geschlossen. Seitens ein- zelner Personen sind ferner vielfach Schürfscheine für das nördlich des Swakop gelegene Gebiet gelöst. Die Einnahmen aus dem Bergwerkskonto sind denn auch in diesem Jahre auf 18 413 Mk. gegen 1160 Mk. im Vorjahre gestiegen. Es steht zu hoffen, dafs die Gesellschaft gerade aus diesem Zweig ihrer Unter- nehmungen bald höhere Einnahmen erzielt. I I Safata-Samoa-Gesellschaft. Ein Syndikat, bestehend aus dem Pflanzer Carl Ettling, den Plantagen- besitzern Fiedler und v. der Heide, Berlin und Apia, Paul Hoeflich, Kauf- mann und Plantagenbesitzer, Apia, G. Kunst, Plantagenbesitzer, in Firma Kunst iV Albers, Hamburg, Villa Vailima, Apia, Emil Haaben, Ingenieur und Plantagenbesitzer, Apia, Paartsch, Kaufmann, Apia, Landwirt E. Thilo, Buchholz, Schlesien, Pflanzer Brünicke, Apia, zur Gründung einer Kakao- gesellschaft, versendet einen Prospekt, dem wir folgendes entnehmen: Das in Betracht kommende Land liegt auf der Südseite der Insel Upolu im Distrikt Safata, etwa 2V2 englische Meilen von der Seeküste, zwischen 400 und 1400 Fufs über dem Meere, gröfstenteils unterhalb 1000 Fufs, es ist vor- züglich bewässert, mit dem Safata-Hafen leicht durch einen ganz ebenen Weg zu verbinden, andererseits auch von Apia aus über das Gebirge hin zugänglich; und zwar soll der bisherige Fufsweg zu einem Fahrweg ausgebaut werden. Der Boden ist vulkanischen Ursprungs, tiefgründig und ziemlich steinfrei, von nicht besonders schwerem, aber ursprünglichem Wald bestanden, und gut gegen die trockenen Ostwinde geschützt. Das zur Verfügung stehende Terrain ist 1000 Acres grofs (also etwa 400 hai, von denen mindestens 600 Acres (240 hai tür den Kakaobau geeignet sind; es ist auf die Dauer von 40 Jahren gepachtet und zwar die ersten 10 Jahre für 1 Mk., die nächsten 10 Jahre für 1,50 Mk. und der Rest für 2 Mk. pro Acre; kann das Land nicht angekauft werden, so geht die Pacht, falls der Pächter nicht kündigt, ruhig weiter, wie lange und zu welchem Pachtpreise, •wird freilich nicht mitgeteilt. 6* — 88 — Neben dem Kakaoltau sollen in den niedrij:^ gelegenen Teilen Kokos- palmen gepflanzt und gleichzeitig Viehzucht daselbst getrieben werden; ebeuso sollen die Lebensmittel für die Arbeiter (^man rechnet auf die einzuführenden Chinesen 1 dort selbst gebaut werden. Durrli die Viehzucht wird vor allem noch beabsichtigt, Dünger für die Kakaopflanzung zu beschafiFen; die Nähe der See würde freilich auch die Zufuhr mineralischen Düngers ermöglichen, falls es nötig erscheinen sollte. Die Gesellschaft ist als Kolonialgesellschaft gedacht mit einem Kapital von ÖOOOOO Alk. in Anteilen a ICK) Mk. Der Aufsichtsrat soll hauptsächlich aus Leuten gebildet werden, die in Samoa ansässig sind, was, wenn es zur Ausführung kommt, eine vortreÖ'liche Neuerunff sein würde. Otavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft, Berlin. Der Bericht über das mit dem 31. März 1902 abgeschlossene zweite Ge- schäftsjahr bringt wenig neue Tatsachen. Die Feststellungen des Ingenieurs Christopher James bezüglicli der Tsumebmine gehen dahin, dafs dort etwa 239 330 Tonnen hochgradigen Erzes mit einem durchschnittlichen Gehalt von 12,61 pCt. Kupfer und 25,29 pCt. Blei aufgeschlossen sind, dazu kämen noch rund 190 000 Tonneu armen Erzes mit einem Durchschnittsgehalt von 2,91 pCt. Kupfer und 4,37 pCt. Blei. Nach den Berechnungen des Herrn James würde dieser A'orrat hochgradigen Erzes nach dem aufgestellten Plan in etwa 5 Jahren aufgearbeitet sein. Es würden jährlich etwa 77G0 Tonnen Kupfer und rund 15 000 Tonnen Blei gewonnen werden, wobei, bei Zugrundelegung eines Kupfer- preises von (?0 Pfd. Sterl. per 1'onne und eines Bleipreises von 12 Pfd. Sterl. per Tonne, rund 390000 Pfd. Sterl. Gewinn pro Jahr erzielt werden könnten. Legt man den augenblicklichen Kupferpreis von 50 Pfd. Sterl. zu Grunde, so vermindert sich der Gewinn auf 312 000 Pfd. Sterl. In diese Berechnung ist nun allerdings weder die Verarbeitung des geringhaltigen Erzes berücksichtigt, noch das im Blei in nicht unbedeutendem Mafse enthaltene Silber in Betracht gezogen. Arbeitskräfte und Brennmaterial sind in der Nähe der Tsumebmine in genügendem Mafse vorhanden. Das für den Grubenbetrieb nötige Wasser müfste allerdings aus einer Entfernung von etwa 20 km herangeschafift werden. Zur InangrifFnahme dieses Bergwerksunternehmens ist natürlich die Lösung der Transportfrage erste Bedingung. Am einfachsten wäre sicher der Anschlufs von Windhoek an die Bahn nach Swakopmund. Die Gesellschaft hat aber für den Bau dieser Strecke wohl Interesse, aber keine materielle Unter- stützung von anderer Seite gefunden. Es ist dieser Plan daher aufgegeben und in Erwägung gezogen, mit Unterstützung der South West Africa Company eine Bahn nach Port Alexander in dem portugiesischen Angola zu bauen. Die Bahn würde 400 km durch deutsches Gebiet und 330 km durch portugiesisches Gebiet führen. Mit der portugiesischen Regierung werden zurzeit wegen Erlangung einer Eisenbahnkonzession Verhandlungen gepflogen. Bei der augenblicklich allgemein schlechten Lage des Geldmarktes wird die Aufbringung der Mittel jedoch Schwierigkeiten bereiten und eine günstigere Zeit abgewartet werden müssen. Das auf diese Weise durchschnittene Gebiet soll landwirtschaftlich und berg- baulich gute Aussichten bieten, was auch absolut notwendig wäre; denn allein auf das oben erwähnte zu erwartende Resultat der Tsumebmine würde sich der Bau der Eisenbahn kaum rechtfertigen lassen. — 89 — Deutsche Samoa-Gesellschaft, Berlin. Das Bureau der Gesellschaft ist nach Potsdamerstrafse 112 verlegt. An Stelle des ausgeschiedenen Direktors Herrn G. Mein ecke ist der bisherige 2. Vorsitzende des Aufsichtsrats Herr P>nst Ulimann zum Vorstand gewählt. In den Aufsichtsrat ist dafür Herr C. Gercke, Charlottenburg, gewählt. Makombe-Syndikat, Hannover. Durch das Anfang .Januar in Hannover gegründete Makombe-Syndikat sind die Niederlassungen nnd Minen der Dr. Karl Peters- Gesellschaft in Ma- korabeland übernommen. Die Geschäftsleitung bezw. den Vorsitz des neuen Syndikats hat Herr Sartorius Eeinhold, in Firma Reinhold & Co., Han- nover, übernommen: derselbe wird die Umwandlung des Syndikats in eine den deutschen Gesetzen entsprechende Rechtsform vorbereiten. Das Kapital ist voll gezeichnet. Herr Dr. Karl Peters wird demnächst an der Spitze einer vollständig ausgerüsteten Minenexpedition nach dem Makombeland reisen, um die Ein- richtung eines geregelten bergmännischen Betriebes in die Wege zu leiten. In der Nähe des Konzeesionsgebietes der bisherigen Dr. Karl Peters- Gesellschaft haben neuerdings verschiedene Unternehmungen bergbauliche Kon- zessionen erhalten, so im Norden vom Makombeland die Oceana-Kompagnie, im Süden die Rhodesia Limited. Ein anderes Konsortium hat eine Konzession im Muiratal erworben, um dieses Gebiet mit Baggermaschinen auf Alluvialgold zu bearbeiten. Ws. Guatemala-Plantagen- Gesellschaft, Hamburg-. Das mit dem 30. September v. Js. abgeschlossene dreizehnte Geschäfts- jahr ist insofern nicht ungünstig, als die auf nur 10 000 Quintales veranschlagte Ernte über 13 500 Quintales brachte, wofür 614 438 Mk. erzielt wurden. Die Ausgaben stellen sich auf 383 261 Mk. für Betriebsspesen etc., 44 375 Mk. Zinsen, für Prioritätsanleihe (892 500 Mk.) 55 018 Mk. Abschreibungen. Das im Oktober V. Js. erfolgte Erdbeben hat zwar den Pflanzungen nur geringen Materialschaden zugefügt, doch ist infolge des Erdbebens eine geringere Ernte zu erwarten. Der Vorstand erachtete deshalb 4000(JMk. als Reserve für Erdbebenschaden als ge- nügend und brachte den verbleibenden Gewinnsaldo als 4 pCt Dividende auf das Aktienkapital in Vorschlag. Die am 8. Januar stattgehabte General- versammlung der Aktionäre hat dagegen beschlossen, keine Dividende für die.ses Jahr zur Verteilung zu bringen und den Gesamtbetrag, nunmehr 130 000 Mk., als Reserve für Erdbebenschaden zurückzustellen. Hanseatische Kolonisations-Gesellschaft m. b. H., Hamburg. Die Hanseatische Kolonisations- Gesellschaft führt zurzeit die Erhöhung ihres Stammkapitals von 1 150 000 Mk. auf rund 1 500 000 Mk durch und ist In- teressenten somit Gelegenheit gegeben, sich an dem auesichtsvollen Unternehmen zu beteiligen. Von den zu zeichnenden 350000 Mk. sind bereits über 150000 Mk. aus den Kreisen der bisherigen Gesellschafter in Aussicht gestellt. Die kleinsten Anteile sind 500 Mk. oder der entsprechende vielfache Betrag hiervon. Die im Staate Santa Catharina erworbene Konzession umfafst 650000 ha, dazu kommen noch 7255 ha angekauftes Privatland. Bis 1. Oktober waren von — 90 — der Konzession vermessen und bezahlt 174 874 lui, davon wieder verkauft au Ansiedler 16 735 ha. Die praktische l'iitif^keit der Gesellschaft begann im Sep- tember 1807, konnte jedoch erst nach der am 13. November 1898 von der deutschen Reichsregierung erteilten Erlaubnis zur Beförderung von deutschen Auswanderern in umfangreichem Mafse ausgeübt werdeii. Nach den Ansiede- lungen der Gesellschaft wurden befördert 1898: 103, 1899: 331, 1900: 278, 1901: 428, 1902: 945 Personen. ])as letzte Jahr weist demnach gegen das Vorjahr eine Steigerung von über 10() pCt. auf, eine fortgesetzte Steigerung ist auf ab- sehbare Zeit als bestimmt anzunehmen. Mit der Hamburg — Südamerikanischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft und dem Norddeutschen Llovd hat die Gesellschaft ein Abkommen dahin getroffen, dafs die nach ihren Kolonien reisenden Auswanderer eine bedeutende Passage- ermäfsigung geniefsen. Für verkauftes Land wurden bis 1. Oktober 1902 11(3 375 Mk. bar verein- nahmt, während 482 715 Mk. noch ausstellen. Diese Aufsenstände gehen infolge der den Ansiedlern gestellten günstigen Bedingungen (gemäfs den Bestimmungen der Reichsregierung) nur langsam ein, sind aber als durchaus sichere Anlagen zu betrachten. Mit der vorzunelnnendeu Kapitalserhöhung erwartet die Gesellschaft, bei einer jährlichen Zunahme der Auswanderung um 30 pCt., die Geschäfte in bis- heriger Weise weiterführen zu können, bis die Ausgaben durch die P^innahmeu gedeckt werden. Vom Jahre 1904 an rechnet die Gesellschaft bereits mit einem Überschufs, welcher sich dann von Jahr zu Jahr steigern dürfte. Es steht zu erwarten, dafs der gegenüber dem gewaltigen Landbesitz und der sonst günstigen Lage der Gesellschaft verhältnismäfsig geringe Betrag von rund 200 000 Mk. bald voll gezeichnet sein wird. Bei dem nationalen In- teresse der Stärkung des Deutschtums in Brasilien kann für das Unternehmen nur auf eine gedeihliche und durch Mangel flüssiger Mittel nicht gestörte Fortentwickeluug gehoö't werden. Dem Prospekt ist ein reichhaltiges Material über das in Betracht kom- mende Gebiet und den Stand des Unternehmens beigefügt. Auswanderungs- lustigen wird durch die Geschäftsleitung, Hamburg, Hansahaus, auf AVunsch ausführliche Auskunft erteilt. ■ :;^>^>^>^>^:?^> Ck<:<:<-««' - ^ , Aus deutschen Kolonien. , ^ ^ .,,,,— AI 9 Gewichtsverlust der Kameruner Kakaobohnen durch Waschung". über diese für die Pflanzungen Kameruns wichtige Frage liegt jetzt ein Versuch von HerrJi Eigen, Leiter der Moliwepflanzung. vor. Es wurden einer sechs Tage fermentierten Kakaomenge von etwa 100 kg zweimal je 5 kg entnommen, hiervon wurden 5 kg sauber gewaschen und 5 kg ungewaschen an der Sonne getrocknet. Die Trocknung dauerte, da es zum Teil sehr bewölkt war, bei dem gewaschenen Kakao fünf Tage, bei dem ungewaschenen sieben Tage. Das Ergebnis war folgendes: die 5 kg gewaschene Bohnen wogen nach der Trocknung . 2 kg 200 g, die 5 kg ungewaschene Bohnen wogen nach der Trocknung . 2 kg 840 g. — 91 — Es ergibt sich hieraus also ein Verlust durch die Waschung der Bohnen von etwa 6 pCt. Da die Waschung der Kakaobohnen Arbeitskräfte in Anspruch nimmt und die Preise für gewaschenen Kamerun-Kakao momentan keine besseren sind wie für ungewaschenen, so dürfte es sich empfehlen, auf die Waschung der Bohnen zu verzichten. Es fehlen noch Untersuchungen darüber, ob nicht die gewascheneu Bohnen auf dem Transport nach Hamburg gröfseren Gewichts- verlust erleiden als die ungewaschenen, da ihnen die schützende eingetrocknete Schleimhülle fehlt. Obstbau in Deutscli-Südwestafrika. Herr H. Groeueveld (Bethanien) schreibt uns: „Hier habe ich mir etwa 1 ha Boden erworben und zwar schweren Lehm- boden, der mit porösem Kalkgestein reichlich, mit Salpeter wenig versetzt ist; meine Feigenbäume, Weinstöcke gedeihen vorzüglich, nach reichlicher Düngung habe ich bis zu 25 Pfund schwere Melonen und Wassermelonen, wirkliche Blumenkohlbäume (150 bis 160 cm Höhe) etc. etc. gezogen. Vor zwei Jahren liefs ich mir Erdbeeren, Beerensträucher, Kletterrosen etc. kommen, fast keine sind mir angegangen, die wenigen aber, die zuerst angenommen zu haben schienen, gingen wieder ein. In diesem Jahre Februar a. er. erhielt ich die vorjährige Sendung noch einmal und dazu alle Arten Obstbäume; die Sendung war von Herrn Franz Anton Haage, Erfurt, wie ich glauben möchte, gut verpackt, die Hochstämme schienen gut bewurzelt zu sein; die Sendung kostete allein an Seefracht 111 Mk. und — nicht ein einziger Obstbaum, nicht ein einziger Strauch ist angegangen. Ein gut Teil mag beitragen, dafs die Bäume und Sträucher, wenn sie hier ankommen und zu ti'eiben anfangen, starken Nacht- frösten (bis Anfang September) ausgesetzt sind, sehr viel Schuld trägt auch wohl die lange 'Seereise, besonders der manchmal reichlich lauge dauernde Aufenthalt in Lüderitzbueht und die drei AVochen dauernde Landreise bis hier h er. - In Bezug auf diese, für das Schutzgebiet recht wichtige Frage schreibt uns Herr H. Lindemuth, Lispektor des Königl. Universitätsgartens, an den wir uns deshalb wandten, folgendes: „Ich habe mit grofsem Interesse das Schreiben gelesen, und halte ich die gestellte Frage für sehr wichtig. Von Interesse ist die Mitteilung, dafs der Feigenbaum und auch der Weinstock vortrefflich gedeihen. Das Gedeihen des Weinstockes halte ich für ein sicheres Zeichen, dals alle Bedingungen für einen gedeihlichen Obstbau vorhanden sind. Ich bin überzeugt, dafs die Ankunft von Obstgehölzen in lebensfähigem Zustande möglich ist. Von einigen Mifserfolgen, die durch zahlreiche und verschiedenartige ungünstige Zufälligkeiten auf einer so langen Reise leicht eintreten können, darf man sich nicht abschrecken lassen. Nach meinem Dafürhalten ist zu beachten: 1. Die richtige Zeit der Absendung, natürlich von hier während der Ruhezeit der Sträucher. Diese Zeit dauert aber eine Reihe von Monaten. Die Sendung mufs zu einer für dortige Verhältnisse möglichst günstigen Pflanzzeit ankommen. Es mufs daher mit mög- lichster Genauigkeit die Zeit der Ankunft am Bestimmungsorte be- rechnet und der Zeitpunkt der Absendung gewählt werden. — 92 — 2. Die Verpackung mufs sehr aorgfältig ausgeführt werden. Nützlich ist es, die Wurzeln in geeignetes Material zu hüllen. Stämme und Äste sollen locker und frei liegen. Vor vielem Beschneiden der Wurzeln und Aste ist zu warnen. 3. Sollte die Ankunftszeit ungünstig sein — sollten z. B. starke Nacht- fröste herrschen, was nach dem Briefe des Fragestellers bei Ankunft der letzten Sendung der Fall war, — so müssen die Pflanzen während dieser Zeit in zweckmäfsiger Weise geschützt werden; unter Um- ständen müssen sie unter ein Schutzdach gepflanzt, oder mufs ein Schutzdach über ihnen errichtet werden. Vielleicht ist es zweck- mäfsig, sie zuerst in Gefäfse zu pflanzen und geschützt zu stellen. 4. Ferner empfehle ich, nur junge, kleine Pflanzen zu beziehen. Der Fragesteller spricht von Hochstämmen. Ich weifs nicht, ob er wirk- liche hohe Stämme oder junge, auf Wildlinge veredelte Pflanzen meint. - Ks ist anzuraten, wenn dort Hochstämme erwünscht sind, auf Obstwildlinge veredelte jugendliche Bäumchen zu beziehen und die- selben dort zu Hochstämmen heranzubilden. Ist man dort erst im Besitze guter Obstsorten, wenn aucli in nur wenigen Bäumen, so wäre zu versuchen, aus Samen Obstwildiinge zu gewinnen und diese zu veredeln. Zu dem gleichen Zwecke würden Zwergäpfelsträucher für Äpfel und Quitten für Birnen durch Niederlegen i Senkern und Steckholz zu vermehren .sein, als Unterlagen zu zwergartiger Erziehung. Auch der Bezug von Edel- reisern — bei Vorhandensein von Wildlingen — ist zu versuchen. Bei fernerem Bezug von Obstgehölzen möchte ich raten, eine Firma zu wählen, die bereits mit Erfolg Sendungen nach fernen Ländern ausgeführt hat. Ich wandte mich um eine Auskunft an den erfahrenen Herrn ÖkonoTnie- rat Späth. Er hatte die Güte, mir eine umgehende Antwort zu erteilen. Den Brief füge ich bei." Herr L. Späth, Baumschulenweg bei Berlin, schreibt an Herrn Garten- jnspektor Lindemuth folgendes: „Mit Interesse habe Ihre Zuschrift aus Deutsch-Südwestafrika gelesen, und läfst sich eine Versendung von Pflanzen wohl mit ziemlicher Sicherheit nach dort bewei'kstelligen, wenn es auch stets vorkommen wird, dafs mal eine Sendung durch irgend welche Umstände zu Grunde geht. Im Anfang der neunziger Jahre habe ich mehrere gröfsere Sendungen an das Kloster der Ti-appisten, Mariahill, Natal, abgefertigt, und waren die Klosterl>rüder erfreut über die gute Ankunft der Pflanzen, doch sind etliche Sendungen auch ganz verloren gegangen, eine liegt z. B. im Hafen von Lissabon. Ich habe nach !Afrika stets nur junge 1 bis 2jälirige Veredelungen ge- sendet und diese noch kurz zurückgeschnitten, so dafs der Transport möglichst verbilligt wird. Die Wurzeln wurden in Lehm getaucht, leicht an der Luft wieder getrocknet und dann mit feuchtem Moos und Holzwolle verpackt, aber 80, dafs die Holzteile der Pflanzen frei in der Kiste liegen. Die Kisten werden mit Luftlöchern versehen, und nicht zu grofs genommen, damit der Land- transport nicht zu schwierig wird. Hochstämme sowie stärkere Pflanzen sind nicht empfehlenswert nach dort zu senden, denn erstens kommt die Verpackung und der Transport zu teuer, und dann leiden diese stärkeren Pflanzen mehr als junge Ware. Die Versendung an sich ist nicht .schwierig, sondern die dortige Akkli- matisation, da die Jahreszeiten entgegengesetzt den unserigen sind. Die Sen- dungen müssen liier im Oktober auf den Weg kommen." — 93 - Erträge von Kickxiabäumen in Kamerun. Herr A. Simon, Leiter der Mokonjefarm, Kamerun, schrei) )t unter dem 26. November 1902. dafs er einige in der Pflanzung wild wachsende Kickxia elastica-Bäume angezapft habe. Die Milch flofs beim Anzapfen (sogen. Gräten- schnitt) der fünf verschiedenen Bäume gleichmäfsig dick und für diese Jahres- zeit äufserst schnell, koagulierte sofort nach dem Kochen, und es ergaben 150 g Milch genau 100 g reinen Gummi. In der Farm befinden sich ungefähr 100 ältere Bäume der Kickxia elastica, welche einen Stammumfang von 30 bis 96 cm haben. Davon trugen 25 Stück der stärksten bereits mehr oder weniger Samen; die Schoten enthalten im Durchschnitt etwa 150 derselben. Auch pflanzte Herr Simon etwa 100 der von ihm Anfang des Jahres ausgesäten Kickxia elastica an den Wegen aus Dieselben sehen recht gesund aus und haben eine Höhe von 50 bis 75 cm. Die, infolge der Koagulation durch Kochen, im Innern etwas Wasser ent- haltenden, aber sehr elastischen kleinen Kautschukbälle wurden gleichzeitig ein- gesandt und in Hamburg auf 4.80 Mk. pro Kilo taxiert, entsprachen also den durchschnittlich für Kamerunkautschuk gezahlten Preisen. Durch Koagulation im Rauch, durch Ti-ocknen an der Luft, vielleicht auch durch Zentrifugieren liefse sich wohl ein besseres Produkt herstellen, es fragt sich aber, ob der Preisgewinn dem Gewichtsverlust entsprechen wird. VI j, Aus fremden Produktionsgebieten. ^ ^ c:<':<^^ - Die Zuckerindustrie in Portugiesisch-Afrika. A"on Louren^o Marques wird geschrieben, dafs die Zuckerindustrie in Mozambique einen bedeutenden Aufschwung nimmt. Daselbst wird diese In- dustrie von der Companhia do Assucar de Mozambique (Mopeia) und der Companhia Assucareira da Africa Oriental (Marromeu) betrieben. Diese beiden Kompanien erzeugen allein jährlich über 3000 Tonnen Zucker. In iMarromeu (Mozambique) hofft die Companhia Assucareira. die eine ünterkon Zession der Companhia do Luabo besitzt, im Jahre 1902 ungefähr 4000 Tonnen Zucker auszuführen. Die Zuckerausfuhr dürfte aber schon in den nächsten Jahren sehr steigen, weil diese Kompanie die Anbauflächen von Zuckerrohr sehr vergröfsert. Man sagt sogar, daCs diese Kompanie schon gröfsere Pflanzungen von Zucker- rohr besitzt als die oben genannte Companhia do Assucar de Mozambique. Aufserdem beabsichtigt man, diese Industrie in Chai-Chai einzuführen, wenigstens ist schon eine Gesellschaft hierfür mit portugiesischem und fremdem Kapital gebildet. Auch in Angola wird sich wahrscheinlich diese Industrie bald entwickeln. Der Herr Visconde de Alto Dande hat schon von Kuropa die Ma- schinen für seine neue Zuckerfabrik erhalten und sie soll sehr bald zu ai-beiten beginnen. Die Companhia do Bengo, die vor kaum einem Jahre gegründet wurde, hat schon etwa 60 ha mit Zuckerrohr bepflanzt, und wird, wenn die Zuckerfabrik errichtet ist, 1000 Tonnen Zucker jährlich fabrizieren. Daneben betreibt diese Gesellschaft freilich auch Kautschukhandel; der Kautschuk, der in jener Gegend reichlich vorhanden sein soll, ist von vorzüglicher Qualität und erzielt auf dem Hamburger Markte Preise von 7 Mk. per kg. — 94 - Die Coinpanhia de Cuzeiigo will eine Zuckerfabrik auf dem Besitztum Born Jesus anlegen. Für die Kinriclitung ist ein französischer Ingenieur. Mr. Emile Bilhon, engagiert. Die Companhia Assucareira de Angola wurde im November 1902 mit einem Kapital von 275 Contos de Eeis begründet. Diese Gesellschaft will ihre erste Zuckerfabrik auf ihren Landereien in Dombe Grande (Distrikt Ben- guella) anlegen und hat gleichfalls den Ingenieur Mr. Emile Bilhon engagiert, um die Maschinen einzurichten. Coinibra. Ad. F. Mo Her. Landwirtschaftliches aus Portugiesisch-Timor. über die Landwirtschaft der portugiesischen Kolonie Timor liegen jetzt allerlei neue Notizen vor. In den Ländereien von Ermera und Tuco-Lulia, wo die ersten methodischen Kulturen eingeführt sind, sind schon grofse Strecken Lajides mit den verschiedensten Kulturen bedeckt. Unter anderem waren da- selbst am 2. November 1902 etwa 10000 Löcher gegraben, um junge Kaffee- pflänzchen einzusetzen, und man erwartet, bis Ende 1902 im ganzen 20 000 Löcher fertigzustellen. Der Kaffee von Timor ist bekanntlich von sehr guter Qualität. Es werden daselbst auch grofse Pflanzungen von Musa textilis (Manilahanf), Calamus Rotang L. und anderer Arten von Klimmpalmen, welche Rottan liefern, sowie von Kapok liefernden Pflanzen angelegt. Im Jahre 1903 sollen auch grofse Kokospflanzungen gemacht werden. Im Baumschatten stehen auch schon viele andere nützliche junge Bäume und Sträucher, auch werden grofse Mengen Samen von Kakao, Manihot Glaziovii und Castilloa elastica erwartet. Bergreis (Arroz queroi wird daselbst viel kultiviert, ebenso Mais, Bohnen (Phaseolus), Kartoffeln, süfse Kartoffeln, Wasserreis, Maniok, verschiedene Ge- müse etc. Coimbra. Ad. F. ^I oll er. ./^ Vermisclites. <>f<^ Vermehrung- der Guttaperchapflanzen durch Stecklinge. Während man früher die A^'ermehrung der Guttaperchabäume für ganz aufserordentlich schwierig hielt, und von selten der niederländisch-indisclien Regierung wohl auch absichtlich nichts getan wurde, um diese Ansieht zu ent- kräften, stellt sich in neuester Zeit heraus, dal's die Vermehrung der Palaquium- arten eine überaas einfache ist. Seit einigen Jahren vermehrt ein Deutscher, namens Burchardt, in Jndragiri auf Sumatra Palaquiumarten dadurch, dafs er die zurückgeschnittenen Pflanzen wagerecht auf Erdterrassen legt und bis auf den obereji Teil mit Erde bedeckt; die nach etwa drei Monaten aus dem Stamm hervorsproesenden Triebe werden dann Jiach Zerschneiden des Stammes in Stücke in Beeten oder Kästen zur Bewurzelung gebracht. — Die Barito- gesellschaft in Brüssel vermehrt ihre Guttaperchapflanzen im Treibhaus, ohne sie einzugraben, einfach durch Zerschneiden, auch werden die austreibenden Seiten- sprossen einfach abgeschnitten und in gewöhnlicher Weise zur Bewurzelung ge- bracht. Das gleiche ist jetzt im botanischen Garten zu Berlin in hervorragender — 95 — Weise gelungen, und die Mutterpflanzen treiben immer aufs neue wieder kräftige Seitenschosse. Auch in Java ist das Verfahren übrigens schon seit längerer Zeit bekannt; in einem Brief an Prof. Zimmermann beschreibt Herr H. W. L. Couperus in Soekabumi auf Java einen recht interessanten Versuch: Am 2. Mai setzte er 150 Stecklinge von Palaquium oblongifolium von 1 ' Länge in eine Petroleumkiste mit viel feuchter Erde, darüber spannte er einen Bambusrahmen mit weifsem Baumwollzeug. Die Kiste blieb einige Zeit im Logierhaus stehen und kam Anfang Juni nach Soekabumi ; dort stellte er sie im Schatten eines Baumes auf bis zum 16. August, und nur von Zeit zu Zeit wurde sie begossen, um die Erde in der Kiste feucht zu halten. Bereits Mitte Juni begannen die Stecklinge weifse Spitzen zu zeigen, und als sie am IG. August vorsichtig aus der Kiste genommen wurden, hatten 78 der Stecklinge junge Zweige getrieben, 42 waren ohne Knospen, besafsen aber neue Wurzeln, und 30 Stück waren scheinbar tot. Im Pflanzgarten ausgesetzt, schlugen auch 35 der bisher knospenlosen Stecklinge aus, und selbst von den scheinbar toten Stecklingen gingen 5 auf, so dafs schliel'slich von den 150 ursprünglichen Stecklingen 78 + 35 + o = 118 Stück aufgekommen sind. Andere Stecklinge, die aus Sparsamkeit mit nur wenig Erde verpackt waren, so dals möglichst viel in die Petroleumkiste gingen, zeigten ein viel schlechteres Resultat, indem nur 40pCt. aufkamen. Da etwa 150 Stecklinge bequem in eine solche Petroleumkiste gehen, und auch die längsten Seefahrten mit Schnelldampfern zwei Monate nicht übersteigen, so ist es leicht, beliebige Mengen von Guttapercha-Stecklingen nach jedem be- liebigen Platze in den Tropen überzuführen. Ist keine direkte Verbindung vorhanden, so hat man natürlich an dem Umladeplatz einen Gärtner mit der Aufsicht bezw. Umpflanzung zu betrauen. Für Kamerun würde Hamburg der Um- ladeplatz sein, und es würde Sache des dortigen Gärtners sein, in jedem Einzel- falle zu entscheiden, ob die Versendung nach Kamerun weiter in gewöhnlichen Kisten geschehen kann, oder ob mau die Stecklinge in Hamburg besser in Wardsche Kästen pflanzt. Natürlich eignet sich bei einem nördlich gelegenen Umladeplatz nur der Sommer für die Versendung. Wg. Parakautschuk. Während des Jahres 1902 betrug die Ausfuhr von Parakautschuk 28 574 695 kg, von denen 13 722 946 kg nach Nordamerika und 14 851 749 kg nach Europa gingen. Die Gesamtausfuhr war um 1765 259 kg geringer als im Jahre 1901. Als Ursache wird die Revolution im Acreterritorium angesehen, welche dem Export von Kautschuk aus jener Gegend grofsen Schaden zugefügt hat. Die Produktion der Amazonasiiiseln an Kautschuk war ungefähr die gleiche wie im Vorjahre. Der Markt für Kautschuk war in der letzten Zeit sehr lebhaft, und viele Verkäufer erwarten, dafs der rasch steigende Preis noch weiter anziehen wird: gi'öfsere Vorräte existieren jedenfalls nicht. — 96 — Neue Literatur. Mercks Index. Zweite Anfluge, abgeschlossen Ende .hili 1902. Gr. 8". 374 S. Es ist ein vollständiges Verzeichnis der in der chemischen Fabrik E. Merck in Darmatadt geführten Präparate, Drogen und Mineralien, und zwar derart, dafs bei jedem Präparat Mitteilungen über die chemischen und physika- lischen Eigenschaften, sowie bei Drogen über die Herkunft und die Anwendung gemacht werden. Das ist der Grund, warum wir diesen Katalog hier erwähnen, da auch viele der seltenei-en tropischen Arzneimittel hier erläutert werden. E. Bouant: Le TabaC; culture et industrie, 1 vol. in 16«, 347 S. mit 104 Fig., cart. 5 Frcs. U)01. Librairie J. B. Bailliere et fils, Paris 19 rue Hautefeuille. Ein handliches kleines Buch, das in allgemein verständlicher Weise einen Überblick über die mit dem Tabak zusammenhängenden Fragen gibt. Nach einem 12 Seiten umfassenden Kapitel über die Geschichte des Tabaks behandelt ein längerer Abschnitt (116 Seiten) die Kultur des Tabaks, d. h. die botanische Statistik der Kultur, den Boden und die Düngemittel, die Kultur in Frankreich, die Ernte in Frankreich, die Feinde des Tabaks und die Kultur aufserhalb Frankreichs; letzteres Kapitel ist leider sehr unvollständig (Deutschland, Vorder- indien, Mexiko, Portorico werden überhaupt nicht bespi'ochen). Es folgt dann ein längerer Abschnitt über die Technologie, in der die Verarbeitung des Tabaks zu Zigarren, Zigaretten, Pfeifen-; Schnupf- und Kautabak etc. in besonderen Kapiteln besprochen wird. Der dritte Abschnitt behandelt die nationalökono- mischen und hygienischen Fragen, das Monopolsystem, speziell von Frankreich, die Statistik des Tabakkonsums, die Stellung der medizinischen Wissenschaft zum Tabak, die Gegner und Verteidiger des Tabaks sowie hygienische Rat- schläge. Demjenigen, der, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, sich über den Stand der einzelnen Fragen orientieren will, ist das Buch, welches ein Band aus der Encyclopedie industrielle des Verlages Bailliere et fils ist, wohl zu empfehlen. Persönliches. Durch den Heimgang Seiner Exzellenz des Herrn Wirklichen Geheimen Rats Sachse, stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Wohlfahrts- lotterie zu Zwecken der deutschen Schutzgel)iete. hat das Kolonial- Wirt- schaftliche Komitee einen seiner treuesten Freunde und Gönner verloren. Seinem Interesse an den Bestrebungen des Komitees gab er noch kurz vor seinem Tode Ausdruck : „Ihre mir freundlichst ausgesprochenen guten Wünsche erwidere ich unter verbindlicher Danksagung in voller Aufrichtigkeit. Es war für mich immer eine besondere Freude, wenn ich an meijiem bescheidenen Teil dazu beitragen durfte, die grofsen nationalen Ziele, welche das Komitee und sein verdienstvoller Vorsitzender verfolgen, ein wenig zu fördern, soweit die Möglichkeit hierfür sich darbot." Das Komitee wird dem Verstorbenen stets ein ehrendes und dankbares Andenken bewaliren. 97 - Anzeigen. Anzeigen werden vom Sekretär des Komitees, Th. Wilckens, Berlin, Unter den Linden 40, sowie ron jedem Annoncenbureau entgegengenommen. Postpakete von 10 Mk. ab portofrei innerhalb ganz Deutschland. Usambara -Kaffee. Das Pfund geröstet: Mk. 1 ,— , 1,20, 1,40, 1,60, 1,80 und 2 Mark. Hamernn - Kakao und daraus bereitete Schokoladen. Deutsches Salat- n. Speise-Oel aus Erdnüssen. Ständiger Verbrauch in den Kaiser- lichen Hofktichen. Kommt dem besten Olivenöl gleich und ist bedeutend billiger. Neu - Guinea- und Kamerun- Zigarren. — Zigaretten. Kokosnnssfett. Bestes Back- und Speisefett. Bedeutend billiger als Milchbutter, Schmalz, Margarine u. s. w. Talg, Kola- und ülassoi - liikttre V2 Liter-Flaschen Mk. 2,—, Vi » « V 3,50. Preislisten kostenfrei. R. Beinhauer Söhne, Hamburg Internationales Waarenlager Stammhaus gegründet 1828 Reiseaufsrüstungen für alle Welttheile. 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J^aa^^ & Schmidt Erfurt, Deutschland Samenhandlung, Kunst- und Handelsgärtnerei empfehlen sich für den Bezug aller Arten von Sämereien (Gemüse-, landwirt- schaftlichen, Blumen-, Gehölzsamen, Palmensamen), von Pflanzen, Blumen- zwiebeln und Knollen. Huuptkatalog (mit 272 Seiten, illustriert durch ca. 400 Abbildungen) and Herbstkatalog: erscheinen alljährlich Anfang Januar bezw. Aug^ust. Verantwortlich fUr den wlBsenechaftlichen Teil des .Tropenpflanzer* Prof. Dr. 0. Warbnrg, Berlin. Verantwortlich für den Inseratenteil Th. W i 1 c k e n e , Sekretär des Kolonial-Wirtachaftl. K omltee«, Berlin. Verlag and Eigentum des Eolonial-Wirtacbaftlichen Komitees, Berlin. Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler * Sohn in Berlin SW12, Kocbatr. 68—71. 0nnt"^ixif^ ^miUi- (begrttn^ct \S%). Begründet im 'Ifabre 1896 und ausgestattet mit den Redeten einer juristischen Person, wirkt das Kolonial -^irt- ediaftlicbe Komitee unter Verzicht auf Hgitation und Polemik im Interesse der Hllgemeinheit durch fachgemäfse Husführung grundlegender wirt- sd^aftlicher Pionierarbeiten in den Kolonien und über- seeischen Interessengebieten u. a. durch: tUcrtbcstimmung wirtschaftlich noch unerforschter Gebiete; Studium der Älirtschaftsverhältnisse in älteren fremden Kolonien; e^cpcditionen nach deutschen Kolonien zwedisRentabilitatsnachweises bestimmter wirtschaftlicher Unternehmungen, bezw, möglichster Terhütung ron -fehlschlagen; Beschaffung und Verteilung von Saatgut; chemisdie und techntsdie Untersuchungen kolonialer produhte; Teroffentlichungen Ober Kolonialwirtschaft: Zeitschrift ,,Der Cropen- pf lanzer" — „Kolonial - Randeis - Hdrcfsbudi" — „Kulturen der Kolonien" — „Expeditionen des K. Cd. K." Beteiligung an Kolonialausstellungen und Schulsammlungen. J^Iit- Wirkung an der Errichtung einer Reichs -Randelsstelle, landwirt- schaftlichen Reichsstelle, Kolonialbank; Stellennachweis für die Kolonien etc. etc. Der 3lrbcit5ausfd]u^ bcftetjt aus: Karl Supf, Berlin. Graf Eckbrecht v. Dürckheim, Hannover. — Prof. Dr. Dove, Jena. V. Bornhaupt, Berlin. — Frhr. v. Cramer-Klett, München. — Dr. Hartmann, Berlin. Frhr. v. Herman, Stuttgart. — F. Hernsheim, Hamburg. — Dr. Hindorf, Berlin. F. Hupfeld, Berlin. — C. J. Lange, Berlin. Ludolph Müller, Präses der Handelskammer, Bremen. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Paasche, M. d. R., Berlin. — Dr. Passarge, Steglitz. Ed. Rabe, Präses der Handelskammer, Lübeck. — Justus Strandes, Hamburg. Prof. Dr. Thoms, Berlin. — Joh. Thormählen, Hamburg. — Prof. Dr. Warburg, Berlin. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Wohltmann, Bonn. — E. Woermann, Hamburg. Sekretär: Th. Wilckens. Ständige Hilfsarbeiter: Botaniker J. Mildbread, Chemiker Dr. Georg Fendler. Die Mitgliedschaft des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees, Berlin, Qnter den Linden 40, kann erworben werden dur* Sntrid^tung eines Jahresbeitrags von M» 10,—. Die Mit- gliedschaft berechtigt: a) zu Sitz und Stimme in der )VIitglicderrersammlung; b) zum kostenfreien Bezug der Zeitschrift „Cropenpf lanzer"; c) zum kostenfreien Bezug des „Kolonial- Bandeis -HdrefsbuAes"; d) zur kostenfreien Besiditigung der expeditions-Husstellungen im Deutschen Kolonial-J^luseum, Berlin. Anmeldungen sind zu richten an das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee, Berlin NW., Unter den Linden 40. Jahrgang. IVi--3. Miirz 1903. Mitarbeiter Ür. K. DO VE, Professor an der Universität Jena. Dr. M. i'KS« A. Professor, Witzenhausen, Docent für troiiisclie Landwirtschaft. Dr. R. H IM) ORF, Herlin, Mitglied des Eolonialratea. Dr. A. K I K (' II H F F , Professor der Erdkunde an der Universität Halle. Ur. J. Ki'HN, Geheimer Oberregiernngsrat, Professor der Landwirtschaft und Direktor des Landwirtschaftlichen Instituts der Universität Halle. Dr. C. LAUTERB.4CH, Landwirt, Stabelwitz bei Breslau. R. PAKKISSOX, Landwirt, Ralum in Neu- pommem. 15. und K. PER ROT, Wiesbaden-Lindi. Dr. V. PREl'SS, Direktor des Lotanischen Gartens in Victoria, Kamerun. Dr, H. S('HI>Z, Professor der Botanik, Direktor des Botanischen Gartens in Zürich. Dr. K. SCIirMASK, Profes-sor der BoUnik, Kustos am Kf;l. Botanischen Hnseum in Berlin. Dr. (;. S(;inVEI>FURTH, Professor, lierlir. Dr. P. SORAIER, Professor der Botanik, Redakteur der Zeitschrift für Pflanzeukrank- heiten, Berlin. Dr. A. STUTZER, Professor der Ägriknltnr- cheinie, Königsberg. Dr. H. THOMS, Professor der Chemie, Leiter des Pharmazeutisch-chemischen Laboratoriums der Universität Berlin. Dr. A. TSCHIRCH, Professor der Pharmako- pnosie und angewandten Chemie, Direktor des Pharmazeutischen Instituts, Hern. Dr. L. W'ITT.MACK, Geheimer Regierungsrat. Professor an der Landwirtschattlichen Hoct- schule, Berlin. Einladung zum Abonnement der Zeitschrift für tropische Landwirtschaft „DER TROPENPFLMZER". Zweck des „Tropenpflanzer*'. Der „Tropenpflanzer" bezweckt, die landwirtschaftlichen Interessen Deutschlands in den Tropen und Subtropen zu sammeln, zu fördern und zu vertreten. Der „Tropenpflanzer" bezweckt insbesondere, die wirt- schaftliche Entwickelung unserer Kolonieu tatkräftig zu unterstützen. Inhalt des „Tropenpflanzer". Der „Tropenpflanzer" enthält Originala rtikel: Land- wirtschaft der Europäer in den Tropen und Subtropen — Kul- turen der Eingeborenen und deren Hausindustrien — Förderung der AusnutzungderUrprodukte, der Viehzucht etc. — Original - abbildungen. — Mitteilungen über , Pflanzungsgesell - Schäften" — »Aus deutscheu Kolonien" — «Aus fremden Kolonien" — „Vermischtes" — -Neue Li- teratur" — „Marktbericht" — — „Auszüge und Mitteilungen' des Komitees" — „Anzeigen". ,Personalnotizen" — „Mitteilungen Bezug des „Tropenpflanzer*'. Die monatliche Zeitschrift „Der Tropenpflanzer" wird bestellt durch die Post (Postzeitungsliste Nr. 7032), im Buch- handel oder bei dem Komitee, Berlin NW., UuterdenLinden40 I- Bezugspreis jährlich 10 Mk. Sendungen für die Redaktion und Expedition sind zu richten an das Kolonial-Wirtschaft- liche Komitee, zu Händen des Sekretärs Th. Wilckens, Berlin NW., Unter den Linden 40 1- TROPENPFLANZEE. ZEITSCHRIFT FÜB TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 7. Jahrgang. Berlin, März 1903. Nr. 3. Zwei Mtzhölzer Westaustraliens. Yoii L. Diels. (Mit 4 Abbildungen.) Unter den Harthölzern Australiens erscheinen seit langer Zeit zwei Sorten an bevorzugter Stelle, die als „Jarra" und „Karri" charakterisiert werden. Für viele Zwecke besitzen beide vorzüg- liche Qualitäten. Ihr Verbrauch ist nicht nur im Lande selbst, sondern auch in Amerika und Europa in ständigem Steigen be- griffen. Da mir im Laufe eines längeren Aufenthaltes in Westaustralien die Stammarten des Holzes nach ihrer Erscheinungsform und in ihren Lebensbedingungen mehrfach nahe getreten sind, bin ich in der Lage, die Beschreibung der Pflanzenspecies und ihrer Ver- wertung durch authentische Photographien zu illustrieren und die botanischen Merkmale der beiden Bäume nach zuverlässigem Ma- terial zu veranschaulichen. Die natürliche Abgrenzung der Eucalyptusarten unterliegt sehr bedeutenden Schwierigkeiten und mufs wegen zahlreicher Über- gangsbildungen nur zu häufig mit einiger Willkür vorgenommen werden; daher beschränkt sich alles Folgende auf die typischen und am meisten verbreiteten Formen der beiden Species, zumal nur diese für die Praxis in Betracht kommen. Der Jarra (englisch meist „Jarrah" geschrieben), Eucalyptus marginata Sm., erreicht in guten Lagen eine Höhe von 30 bis 40 m. Sein Stamm ist von dunkelgrauer, faseriger, persistierender Borke gedeckt und pflegt sich erst in gröfserer Höhe zu verästen. (Vergl. Fig. 3.j Die immergrünen Blätter sind eiförmig oder lanzettlich, spitz, oft etwas sichelig, im frischen Zustande lederig und von bläulich- grüner Färbung, übrigens aber nach Konsistenz und Gestalt etwas Tropenpflanzer 1903, Heft 3. 7 104 — Fig. 1. Eucalyptus marginata Sm., „Jarra". A Blühender Zweig — B Durchschnitt durch eine Blüte im Knospenzustand — C Calyptra — D Staubblätter — K Griüel — F Fruchtstund — G Samen. (Nach der Natur."» — 105 — variabel. Die Blüten stehen zu r> bis 8 an einem gemeinsamen Blütenstiel und zeigen den cbarakteristisclien Blütenbau von Euca- lyptus: ein verkehrt-kegeliges Receptaculum, das von der Calyptra (Haube) überdeckt wird. In der Knospenzeit liegen in ihrem Schutze die Staubblätter verborgen. Beim Aufblühen wird die Calyptra ab- geworfen, und die zahlreichen weifs gefärbten Staubblätter treten in volle Entfaltung. Wichtig zur Erkennung der Art ist die Form der Anthere (Fig. 1): sie ist nierenförmig, die beiden Fächer springen mit Spalten auf. die oben oft zur Berührung kommen. Am Grunde der Staubblätter liegt die Honig absondernde Zone der Blüte. Die Frucht, deren Form ebenfalls erhebliche Bedeutung zu- kommt zur Bestimmung der Eucalyptusarten, ist bei E. mar- ginata verkehrt-eiförmig oder beinahe kuglig, am Saum etwas zu- sammengezogen und in ihrem Innern die Kapsel mit zahlreichen Samen bergend. Man findet stets Samen von sehr verschiedener Gröfse und Keimkraft in derselben Kapsel eingeschlossen: es sind nämlich so viel Samenanlagen vorhanden, dafs viele schon frühzeitig verkümmern und nur eine beschränkte Zahl wirkliche Vollkommen- heit erreichen kann. Zur weiteren Erläuterung dieser Beschreibung sei auf Fig. 1 verwiesen, wo alle zur Bestimmung des Baumes not- wendigen Teile nach der Natur abgebildet sind. Der Jarra bildet im südwestlichen Teile Westaustraliens um- fangreiche, vielfach waldartige Bestände. Etwa vom Swan- River bis zum King Georges Sound begleiten diese Waldungen die Küste in einem durchschnittlich 75 bis 120 km breiten Streifen. Sie besetzen dort hügelige, etwa bei 100 bis 300 ra über dem Meere liegende Landstrafsen, oft auch flacheres Vorland. In den niederen sandigen Alluvien gedeiht der Baum ebenfalls gut. Dort findet er sich in sehr lichten Beständen: das einzelne Indivi- duum gewinnt Raum zu mächtiger Entfaltung, und in der Swan- niederung um Perth sieht man daher prächtige Gestalten von wesentlich anderer Tracht, als sie in Fig. 3 dargestellt wird. Aber ökonomisch ist die ornamentale Form dieser niederen Lagen lange nicht so wertvoll, als die Produkte des Oberlandes oder gewisser südlicher Distrikte. Eisenstein-Kiesboden mit grauitischer Unter- lage ziehen sie dort jeder anderen Lage vor. Klimatisch zeichnet sich das ganze Jarragebiet durch verhältnismäfsig reichliche Nieder- schläge (etwa 75 bis 100 cm im Jahre) und weniger extreme Tem- peraturen aus, als sie sonst für Westaustralien charakteristisch. Mit diesen Vorzügen hat die Heimat unseres Eucalyptus seit Beginn der weifsen Besiedelung sich den Kolonisten als besonders anbaufähig empfohlen: sie lud mehr als das Innere oder der Norden zur Urbarmachung ein. Die Schwierigkeiten aber, des Jarrawaldes - 106 — Herr zu werden, erwiesen sich als unerwartet grofse. Das eisen- harte Holz trotzte dem Feuer: erst durch Ringelung der Bäume mufste man es abtöten, um dann den Brand hinein zu legen. Die Mühen und Kosten überstiegen alle Aussichten auf Gewinn, und daher hat in den Jarragebieten bis heute die Ansiedelung nur ge- ringe Fortschritte gemacht. Dafür aber hat man die in seineu Waldungen ruhenden Schätze nutzen gelernt und eine Holzindustrie geschaffen, deren Bedeutung noch gegenwärtig in aussichtsvollem Wachstum begriflen ist. Das Jarraholz ist das bekannteste aller australischen Hart- hölzer geworden. Es zeichnet sich aus im frischen Zustande durch eine prächtig rote Färbung. Sein Gewicht beträgt dann etwas über 26 kg per (engl.) Kubikfufs, während es nach gutem Ausreifen sich auf etwa 22 kg beläuft. Seine Haltbarkeit in Erde und Wasser — sowohl Süfs- als Salzwasser — hat sich in zahlreichen Fällen hervorragend bewiesen. Es läfst sich verhältnismäfsig leicht be- arbeiten und empfiehlt sich durch gute Politurfähigkeit. Seine lokale Benutzung überrascht durch Vielseitigkeit: es ist das herrschende Bauholz im ganzen Süden Westaustraliens und wird aufserdem zu allen denkbaren spezielleren Zwecken heran- gezogen. Für den Export bedeutsam sind seine günstigen Eigen- schaften für Strafsenpflasterung, für Molen- und Brückenbau. Be- sonders geeignet erweist es sich in der Verwendung zu Eisenbahn- schwellen. In mehreren der gröfseren Mühlen wird aufser dem Jarra ein zweiter Eucalyptus verarbeitet, dessen Bedeutung für den Export des Landes ebenfalls eine kurze Beschreibung rechtfertigt: Der Karri, Eucalyptus diversicolor F. v. M. erreicht eine immense Höhe, worüber unten noch näheres mitzuteilen sein wird. Der Stamm steigt meist kerzengerade in die Höhe und verzweigt sich erst in beträchtlicher Höhe zu einer imposanten Laubkrone. Seine Borke ist glatt, gelblichweifs, aber nicht persistent wie beim Jarra, sondern sich plattenweise ablösend, wie wir es von unserer Platane kennen. (Vergl. Fig. 4.) Die ebenfalls immergrünen Blätter gleichen im Umrifs be- deutend dem Jarralaube, sind jedoch in der Jugend bedeutend breiter, und auch im Alter daran zu erkennen, dafs die Unterseite ein blasses, bläuliches Grün besitzt, gegenüber der dunkelgrünen Oberseite. Aufserdem zeigt Fig. 2, dafs die Aderung des Blattes bei beiden Arten abweicht. Die Anordnung der Blüten ist ähnlich wie bei Eucalyptus marginata, aber ihr feinerer Bau zeigt einzelne zuverlässige Unterschiede, die aus Fig. 2 deutlich hervorgehen. Die Calyptra zunächst bleibt bedeutend kürzer. Die Antheren haben — 107 Fig. 2. Eucalyptus diversicolor F. v. M., „Karri"'. A Blühender Zweig - B Durchschnitt durch eine Blüte im Knospenzustand — C Calyptra — D Staubblätter — E GrifiFel - F Frachtstand — G Samen. (Nach der Natur.) — lOS — Fig. 3. Eucalyptus iiiargiuata Sni.. ,Jarra", im Bestände. Nach einer Aufnahme von Herrn i)r. E. Pritzel. — 109 — eine mehr elliptische Gestalt; ihre Fächer stehen mehr parallel, als es beim Jarra der Fall ist. Endlich liegen leichtere Differenzen beider Arten in der Frucht: E. diversicolor zeigt eine gestutzt eiförmige Frucht, die am Saume oft bedeutend zusammengezogen ist und eine fast urnenförmige Gestalt annimmt. Fig. 4. Eucalyptus diversicolor F. v. M., ..Karri" Nach einer Aufnahme von Herrn Dr. E. Pritzel. Die enormen Dimensionen des Karribaumes heben ihn nicht nur weit über alle anderen Formen der Vegetation in West- australien, sondern stellen ihn in die Reihe der stolzesten Fürsten des Pflanzenreiches überhaupt. Im Mittel mifst der Karri etwa 65 bis 70 m; bei etwa einem Meter über dem Boden haben solche Bäume einen Stammdurchmesser von etwas über Im; sie bleiben ast- 110 — frei bis 40 und 50 m über der Erde. Im Gebiete des Warren- Rivers, wo vielleicht die schönsten Exemplare des Baumes vor- kommen, sind Exemplare von 100 m mehrfach authentisch gemessen worden. Ihre erste Verzweigung lag bei 60 m über dem Boden, während am Stammgrunde 10 m Umfang ermittelt wurde. Die geographische Verbreitung dieses Riesen unter den Waldbäumen der Erde ist eine sehr beschränkte. Vom Cap Leeu- win säumt er die Südküste bis zum King Georges Sound in einem schmalen Streifen. Er liebt guten Boden, seine Waldungen nähren ein üppig grünendes Gebüsch in ihren Gründen. Er mischt sich fast nie mit Jarra, beide schliefsen sich aus. Überhaupt sind die Karribestände ziemlich rein, uud nirgends sonst zu finden, als in dem eben begrenzten Distrikte. Die Regenmenge ist durchschnitt- lich noch bedeutender, als im Jarragebiete, die Wärmeverhältnisse infolge der Nähe des so unendlich sich in die Weite streckenden Südraeeres ungemein gleichmäfsig für australische Verhältnisse. Die Aufschliefsung der Karriwaldungeu für Siedelung und Verkehr ist gegenwärtig erst unbedeutend: diese Gebiete sind noch heute die unwegsamsten und am schwersten zugänglichen Teile Westaustraliens. Daher ist seine Bedeutung für den gröfseren Export vorläufig nicht ganz zu übersehen. Das Karriholz ist äufserlich dem Jarra ungemein ähnlich. Nur gewiegte Kenner vermögen beide Sorten in allen Fällen sicher und zuverlässig voneinander zu unterscheiden. Das Karriholz besitzt Härte, Schwere, Elastizität und Zähigkeit, ist aber weniger halt- bar und nicht so leicht zu bearbeiten als Jarra. Für Verwendung bei oberirdischen Konstruktionen hat es jedoch mehrere Vorzüge; z. B. wird es bei feuchtem Wetter nicht so glatt als Jarra. und man gibt ihm daher für Pflasterung belebter Strafsen zum Teil den Vorzug. Im übrigen bedarf es kaum der Erwähnung, dafs Jarra sowohl wie Karri in der Qualität ihres Holzes grolse Verschiedenheiten zeigen, je nach der Provenienz des Materials uud seiner Be- handlung auf den Mühlen. Den Umfang der in erster Linie bedeutsamen Ja r rabestände schätzt eine Autorität australischen Forstwesens^) auf über 3 Millionen Hektar, ihren Gesamtwert auf 124 Millionen Pfund Sterling, ■•) J. Ednie-Hrown. The Forests of Western Australia and their deve- lopmeut. Perth 1899. Seite 29. — Diese lehrreiche Abhandlung gibt die bisher ausführlichste und im ganzen zuverlässige Darstellung der Nutzhölzer West- australiens und der darauf ireirründeteii Industrie. - 111 - Wie der Holzexport (ganz vorwiegend Jarra, daneben auch Karri) sich in den letzten Jahren entwickelt hat, zeigen folgende Statistiken. Leider sind sie mir nur bis 1898 zugänglich. Werte in Pfund Sterling: 1892 . . . . . . 78 419 1893 . . . . . . 33 888 1894 . . . . . . 74 804 1895 . . . . . . 88146 1896 . . . . . . 116 420 1897 . . . . . . 192 451 1898 . . . . . . 326195 Am Ende des Jahres 1898 bestanden in Westaustralien 35 Mühlen mit einer Maschinenausstattung von 3980 Pferdekräften. Sie beschäftigten an 3000 Arbeitnehmer. Der Handel verkörperte sich in zehn einzelnen Gesellschaften mit einem Kapital von je 160 000 bis 350 000 Pfund Sterling, insgesamt von 2 180 000 Pfund Sterling. Seit 1898 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat die Holz- produktion Westaustraliens weitere sehr bedeutende Fortschritte ge- macht. Im letzten Jahre waren Verhandlungen über die Amal- garaierung der Holzgesellschaften im Gange, über deren Resultat mir bislana; nichts zu Gehör «"ekommen ist. Während bekanntlich eine Reihe ostaustralischer Eucalyptus- arten in den Mittelmeerländern schon in bedeutendem Umfange an- gepflanzt worden sind, hat man die beiden Nutzhölzer West- australiens meines Wissens bisher nirgends in umfänglichere Kultur genommen, obgleich der Jarra z. B. im Berglande Ceylons vortreffliches Gedeihen gezeigt hat. Eine weniger nutzbare Species Westaustraliens dagegen, E. calophylla, mit sehr ähnlichen An- sprüchen an Klima und Boden hat sich sogar auf Zanzibar mit gutem Erfolge heranziehen lassen.*) In nicht zu trockenen Ge- bieten der Erde ohne Frostperioden mag man demnach auch Eucalyptus marginata und Eucalyptus diversicolor auf die Liste der Nutzpflanzen setzen, deren Prüfung des Versuches wert scheint. * Nach F. V. Müller iu Eucalyptographia Dec. X. Er stützt sieb auf Berichte des britischen Generalkonsuls Sir John Kirk. - 112 — fiananen- iind Pisaiigkiiltiir. Von Th. Kose hiiy- Costarica. I. Beiieimuiig. Uoter den als Nahrungspflanzen in Betracht kommenden Musa- eeen giebt es zwei scharf voneinander unterschiedene Hauptarten: die Musa paradisiaca L. und die Musa sapientum L., deren jede wieder eine bedeutende Anzahl Spielarten besitzt. Diese beiden Hanptarten verhalten sich zu einander wie Birnen und Äpfel und die Spielarten in eben derselben Weise wie die Varietäten dieser Früchte der gemäfsigten Zone. Aus der gegenwärtig üblichen deutschen Benennung kann selbst ein Kenner der Früchte „nicht klug werden"; er weifs nie, um was es sich handelt, wenn der Gegenstand in Artikeln berührt wird, denn die daselbst gebrauchten Namen als Banane, Pisang-Banane, Pisang und Bananen-Pisang lassen nicht erkennen, was hier nun Birne oder Apfel ist. Ebenso unterschiedslos wird der botanische Name gebraucht. Wenn der alte Linu^ die eine Musa die paradiesische nannte, so meinte er damit die den Gaumen kitzelnde, aromatische Musa, also die Banane, die nur roh genossen wird wie jede andere Baum- frucht, ohne Rücksicht auf ihren Nährwert, der nur gering ist. Ebenso gering ist auch die Trockensubstanz. Die andere nannte er die Musa der Weisen, weil sie nahrhafter und an Trocken- substanz reicher ist. Man gestatte mir hier einen Vergleich: Ein Kind, dem freie Wahl gelassen, würde Früchte zu seiner täglichen Nahrung vorziehen; der Erwachsene, also der Weisere, würde Brot und Fleisch wählen. Der erste Fall entspricht der Banane, der zweite dem Pisang.*) Diejenigen Völker, die beiderlei Früchte kultivieren und auch verwerten, haben ganz bestimmte, keine andere Deutung zulassende Benennungen dafür. Die englisch Sprechenden in Amerika nennen die Musa paradisiaca: Banana und die Musa sapientum: Plantain (sprich Plänt'n). Die spanisch Redenden die erstere: Banano oder auch Guineo fsprich. Gineö) mit den vielen Namen der Spielarten *) Wir möchten die Bezeichnungen Olist- und Mehlbanane vorziehen. Pisang ist der malayische Name für sämtliche Bananensorten. In Bezug auf Linuös Bezeichnungen verhält es sich umgekehrt, die paradiesische Banane Linnös ist die Mehlbanane, die weisen Leute ziehen aber die Obstbanane vor. Wg. — 113 — als: Patriota, Martinica, Morado, Enano etc.; die zweite Musa da- gegen „Platano" mit den zwei Hauptspielarten: Curarö und Dominica. II. Nutzen. Alle Bananenarten sind als Kochfrucht selbst im grünen Zu- stand ganz ungeeignet, sie sind, wenn sie gekocht werden, zu wässerig, weich und schmierig. Die reifen können nicht gebraten werden, weil sie dann in ihrem eigenen Wasser schwimmen. Die Banane mit all ihren Spielarten wird nur roh und im reifen Zustand genossen. Dafs die grüne Banane auf einigen Plantagen den Negern statt Pisang zur Nahrung gegeben wird, ändert nichts an ihrer eigentlichen Bestimmung, einzig und allein als reife und delikate Frucht genossen zu werden. Der Pisang mit allen seinen Spielarten zeigt ein ganz anderes Verhalten. Er ist die Koch- und Bratfrucht par excellence. Der grüne Pisang ist das Brot der Tropen; er wird hart und trocken beim Kochen und schmeckt etwas nach Kartoffeln; besonders dann ist dieser Geschmack hervorstechend, wenn er in kleine Würfel ge- schnitten und so gebraten wird. Die reife Frucht wird abgeschält, in Längsscheiben geschnitten und gebraten, sie bildet dann eine der feinsten Schüsseln, die man sich denken kann, besonders die Spiel- art Curarö. Der überreife Pisang (Pasado) — dieser Zustand tritt ein, wenn die äufsere Schale schwärzlich wird — kann auch als sehr schmackhafte Frucht roh genossen werden. Früher, als die Banane noch nicht exportiert wurde, wurde der Pisang in New Orleans als reife Frucht auch roh gegessen und war sehr beliebt; es fehlt ihm aber der birnenartige Geschmack und Geruch, Nur der Pisang allein ist als Dörrfrucht verwendbar. Die wässerige Banane würde zu nichts zusammenschrumpfen; ein Ver- such müfste im Dörrapparat gemacht werden, weil die Trocknung an der Sonne zu langsam vor sich gehen und Fermentation in- zwischen eintreten würde. Der Pisang wird, wenn er gut gelb oder auch überreif geworden ist — die Schale fängt dann an, braun zu werden — , von der äufseren Schale befreit und je nach Dicke der Frucht in drei bis vier Scheiben in der Längsrichtung aufgeschnitten, auf ein mit Matten oder Rohrgeflecht bedecktes Gestell gelegt und an der Sonne getrocknet. Zum fabrikmäfsigen Betriebe ist jedoch dieses Verfahren ungeeignet, weil es zu langsam und zu umständlich ist. Zur exportfähigen Herstellung gedörrten Pisangs sind schnell trocknende Dörrapparate, wie sie für Backobst benutzt werden, erforderlich. In der Fabrikation dieser Apparate leisten einige Fabriken am Mittelrhein Vorzügliches. — 114 — Um dem Geschmack IVeie Wahl /ii lassen, würde es sich empfehlen, zwei Sorten Dörrpisang herzustellen, was man dadurch erreicht, dafs für die eine Sorte die gerade vollgelb gewordenen Früchte geüommen werden, für die andere aber die überreifen Früchte, bevor sie anfangen schwarze Rinde zu bilden. Die erste Sorte würde nachträglich etwas aufgeweicht und dann in Fett oder Butter gebraten eine gute Zuspeise zum Fleisch abgeben. Die andere Sorte liefse sich dagegen als Dessert verwenden. Eine Verpackung des gedörrten Pisangs in kleinen Blechdosen am Produktionsorte ist der Kostspieligkeit halber nicht vorteilhaft. Die Verpackung hat der Billigkeit wegen in gröfseren, jedoch nicht zu grofsen Kollis stattzufinden, da sonst leicht Gärung eintreten könnte. Der Gegenstand ist neu, und die Erfahrung mul's erst durch kleine Versuche erlangt werden. Ich bin der Ansicht, dafs eine Packung in Stroh- oder Palmmatten in Kollis von 10 bis 12 kg am vorteilhaftesten ist. In Deutschland angelangt, sollten dann die Früchte sofort in kleinere Gefäfse verpackt werden. Eine billige Glaskrausenpackung wäre sehr empfehlenswert, da die schöne Honigfarbe der gedörrten Frucht den Appetit und also zum Kauf reizt. Da weder die Kultur, noch das Dörren mit nennenswerten Kosten verbunden sind, so könnte der Pisang ein bedeutender Konsumartikel werden, da er neben dem reichlichen Fruchtzucker auch noch Proteinstoffe enthält; durch seine Billigkeit würde er auch im Mittelstand Abnehmer finden, ja selbst dem Arbeiter zu- gänglich gemacht werden müssen. Der Verkauf sollte auf Rabatt gegeben werden, der je nach Entfernung bemessen wird, oder besser noch, die Packanstalt trägt die Fracht bis in die entlegensten Punkte des Landes. Die festen Preise werden der Etikette auf- gedruckt und auch daneben angegeben, dafs der Händler durch Rabatt bezahlt ist. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, da ich sowohl mit dem Grofs- als auch dem Kleinhandel in Deutschland recht vertraut bin. Der Kleinverkauf schraubt die Preise eines neuen Artikels ins Ungeheuerliche und ertötet daher ein sonst viel- versprechendes Geschäft. Diesem Mifsbrauch würde durch obiges Verfahren vorgebeugt. Kamerun ist für diesen Betrieb wie geschaffen seines Klimas und Bodens, dazu der nicht sehr bedeutenden Entfernung von der Heimat wegen. Auch Deutsch-Ostafrika hat in der Nähe der Küste gute Ländereien, besonders im Schwemmland des Rufidji und den Deltas der übrigen Flüsse. Es käme nur auf die Versuche an, ob die Dörrfrucht den längeren Transport aushält. — 115 — Der an der Sonne hier getrocknete Pisang hält sich bis zwei Monate (in den Tropen!), doch ist dies nicht mafsgebend, da er in kleinen Päckchen und luftig aufbewahrt wird. Vorsichtige Ver- sendungsversuche würden jedoch das nötige Beobachtungsmaterial liefern müssen, bevor man sich zu gröfseren Unternehmungen ent- schliefst. Es sei noch hier beigefügt, dafs bei der Kleinpackung eine Erwärmung der Gläser im Wasserbade zu mäfsiger Höhe, etwa 60 bis 70° C. und dann schneller, luftdichter Verschlufs auf die Haltbarkeit günstig wirken müfsten. Die beste zu Handelszwecken verwendbare Sorte des Pisang ist der Curard mit sehr grofser Frucht und wenig Tanningehalt. Näheres darüber weiter unten. Was die Verwertung der Banane anbelangt, so ist sie aufser als Tafelfrucht für die Branntweinbereitung wichtig, da sie darin SRhr ergiebig ist und bei richtiger Fermentation einen der feinsten Branntweine liefert, welcher wohl dem besten Franzbranntwein kaum nachsteht. Der auf gewöhnliche Art fabrizierte Branntwein hat einen eigentümlichen Geschmack, der nicht jedem zusagt und daher rektifiziert werden müfste, um einen guten Schnaps von neutralem Geschmack herzustellen. Ich halte die gewöhnliche Her- stellungsart für den Grofsbetrieb am zweckmäfsigsten, weil feine Branntweine eine viel umständlichere Destillation erfordern und aufserdem nebenbei hergestellt werden können. Falls der eigentüm- liche Beigeschmack, der sonst nicht unangenehm ist, aber auch mit dem Fruchtgeschmack nichts gemein hat, bei den Konsumenten keinen Anstofs erregt, so kann auch die Rektifikation unterbleiben. Diese kann übrigens ganz billig und schnell auf kaltem Wege er- folgen. Sie ist überall leicht ausführbar, wo weiche Hölzer zu Kohlen vorhanden sind. Knochenkohle wäre zu kostspielig und das Nachglühen umständlich. Ferner ist die Banane in reifem Zustande ein ausgezeichnetes Viehfutter, besonders wenn sie gelbreif ist und in mäfsiger Menge gegeben wird. Rinder, Pferde und Hühner fressen sie sehr gern; für das Borstenvieh ist sie, bei geringem Zusatz von Maiskörnern, ein vorzügliches Mastfutter. Bei der billigen Produktion und dem enormen Ertrag ist die Banane das billigste und zu gleicher Zeit das gesündeste Mastfutter. Für die in den Tropen wohnenden Europäer ist bei Genufs von rohen Bananen folgendes zu beachten: Man trinke nie nach Genufs von rohen, gelbreifen Bananen binnen zwei oder besser noch drei Stunden Spirituosen oder Bier, falls diese aufser der Mahlzeit gegessen werden. Verwendet man sie aber bei Mahlzeiten als Tafel- frucht, so ist keine schädliche Wirkung zu befürchten, wenn auch — 116 — alkoholische Getränke genossen wurden. Im ersteren Fall kann eine Art Brechdurchfall (Cholera infantil] eintreten, die mit dem Tode enden, im günstigsten Fall aber eine schwere P]rkrankung zur Folge haben kann. Nicht bei jedem und immer tritt die schäd- liche Wirkung bei nachfolgendem Genufs von Branntwein ein, aber auch der gesündeste Magen schützt nicht vor der Erkrankung. Ferner ist die Banane, wie auch die meisten Früchte, sehr kühlend und sowohl die erstere als auch die letzteren sollten nie vor dem Frühstück gegessen werden; ausgenommen sind dagegen die Säfte von Orangen und Ananas, aber nur die Säfte ohne den für den Magen unverdaulichen und beschwerlichen Faserstoff. Diese beiden Säfte wirken sehr günstig auf die Leber und Milz, Organe, die in den Tropen am meisten leiden. Gilt doch auch frischer Ananassaft in Verbindung mit kalten Bädern als wirksames Heilmittel bei schwerer Gelb- und Bleichsucht, wie Radies und Kresse bei den Erkrankungen der Milz. In den Tropen reagiert nicht immer der Körper auf Mittel, die im gemäfsigten Klima ganz gut sind. Ich will hier auf einige Tatsachen aufmerksam machen, aus denen Nutzen gezogen werden kann: Zum Zweck der Branntwein- gewinnung wurde mir eine Bahnwagenladung Exportbananen nach der in kühlem Klima gelegenen Hauptstadt zugesandt. Infolge des kühlen Klimas vergingen 15 Tage vom Tage des Schnittes gerechnet, bis die Bananen anfingen zu reifen oder, besser gesagt, gelb zu werden, denn die Banane wie auch der Pisang sind reif, wenn die trocknen Blütenreste von der Spitze der Frucht abfallen, wobei diese noch ganz grün sind. Das Gelbwerden entspricht etwa dem Teigigwerden der Feldbirne. Häufig werden die Büschel beim Ex- port hin- und hergeworfen, wodurch die Früchte leiden und früher reif werden oder auch faulen. Um ein Büschel Pisang, Bananen oder auch die Ananasfrucht längere Zeit grün zu erhalten, also die Gelbreife zu verzögern, wenden wir Salz an. Die Schnittfläche des Kolbens wird noch einmal mit scharfem Messer glatt abgeschnitten und die Schnittfläche mit reichlich Salz fest eingerieben: dies ver- zögert die Gelbreife um einige Tage. Aus Vorstehendem geht hervor, dafs die Möglichkeit eines Bananenexports aus Kamerun nicht ausgeschlossen ist, da die Banane in dem Zustande, wie sie geschnitten wird, bei einer Temperatur von 6 bis 8° R. bis 20 Tage brauchen würde, um gelb zu werden, wenn sie in einem entsprechenden Kühlraum auf Gestellen so auf- gelegt iet, dafs kein gröfserer Druck auf ihr lastet als höchstens der eines andern Büschels. Es müfste die Behandlung naturgemäfs eine sorgfältigere sein, als dies hier durch die Neger geschieht. Kleine, mit Kühlräumen versehene Schnelldampfer würden bei direkter Fahrt dem Zweck entsprechen. — 117 — Ob die Verwirklichung dieses Vorschlags möglich ist, und ob dieses Unternehmen sich rentieren würde, ist eine Frage, die nicht schwer durch kleine Versuche gelöst werden kann. Die Banane giebt auch einen feinen Essig, dessen Zubereitung sehr einfach ist. Die gelbreifen, rohen Bananen werden samt Schalen zerquetscht, dann kaltes Wasser entsprechend der Hälfte des Bananenvolumens zugesetzt, etwas Essigmutter oder in Ermange- lung derselben eine Flasche andern Essigs oder mehr, je nach der Menge, hinzugefügt, gut durchgerührt und in einem oben offenen Fafs oder Trog gären gelassen. Nach beendeter Gärung wird die Masse ausgeprefst und die trübe Flüssigkeit zur Klärung und Nachsäuerung in ein Fafs gegossen; das Spundloch wird nur mit Gaze zugedeckt. Nach drei bis vier Monaten wird der Essig ab- gezogen und, falls er noch nicht ganz klar ist, in einem andern Ge- fäfs mit Eiweifs oder sonst wie der Wein geklärt. Für Exportbananen und gedörrten Pisang kommen nur solche Landschaften in Betracht, die nahe am Verschiffungsplatz liegen oder doch nur so weit entfernt sind, dafs sie mit leichten Feld- bahnen erreicht werden können. Die Bananenpflanzungen, welche Material zur Branntweinbereitung liefern sollen, können überall da angelegt werden, wo der bedeutendste Konsum vorhanden ist oder wo billige Transportmittel die Weiterbeförderung erleichtern. III. Boden und Klima. Die Verbreitungsgrenze der nahrungliefernden Musaceen gegen Norden, Süden und in den Höhenlagen wird durch den Frost ge- setzt. Einige Arten halten ganz niedrige, nur zeitweise eintretende Temperaturen aus, aber keinen Frost. Die feinsten und schmack- haftesten Arten verlangen jedoch ein entschieden tropisches Klima, in welchem die Temperatur nie unter 16° C. fällt und die Durch- schnittstemperatur über 25" C. beträgt. Als der beste Boden für die gelbe Exportbanane (Fatriota) hat sich bisher jüngstes Alluvialland erwiesen, besonders diejenigen Stellen, die hin und wieder überschwemmt werden, doch mufs das Land immer noch hoch genug liegen, dafs der Wasserstand 2 engl. Fufs nicht übersteigt. Ferner müssen die Flächen geriage Neigung haben, sonst werden die Pflanzen herausgerissen und statt des Schlammniederschlages bilden sich Auswaschungen des Bodens. Stehenbleibendes Wasser tötet die Pflanzen, doch wird auch fliefsendes Wasser nachteilig, wenn die Überschwemmung länger als vier Tage dauert. Auf günstigem Boden ist die Lebensdauer und Produktions- fähigkeit der Banane eine bedeutende, da der abgelagerte Schlamm den stark ausgesogenen Boden immer von neuem düngt. — 118 — Nächst diesen Stellen ist der in Jüngster Zeit in den Fluf.-s- ebenen abgelagerte Boden der günstigste. Je nach dessen ßeschaften- heit erzeugt die Bananenpllanze 4 l)is 6 Jahre lang Fruchtkolbeu oder Büschel erster Klasse, späterhin kleinere, die als zweite Klasse bezeichnet werden; werden auch diese nach zwei oder drei Jahren immer kleiner, dann ist die Pflanzung als abgetan zu be- trachten und nur noch als Viehweide verwertbar, da die Musaceen den Boden bis zum äul'sersten aussaugen, so dafs andere Kultur- pflanzen unmittelbar darauf schlecht fortkommen; ja selbst das Gras zeigt anfänglich keinen sehr üppigen Wuchs. Dafs die obigen An- sahen über die Klassen und die Produktion von Büscheln im Laute der Jahre nur als allgemein angenommen betrachtet werden müssen, wird jedem Landwirt einleuchten. Auch auf älterem fetten Lehmboden kommt die Banane gut fort, doch ist die Produktionsdauer eine kürzere, und Fruchtkolben erster Klasse werden nur in den ersten beiden, stellenweise drei Jahren hervorgebracht, dann kommen schon die zweiter und dritter Klasse. Die letzteren sind zwar zum Export untauglich, doch zur Bereitung von Branntwein und als Viehfutter immer noch reichlich lohnend. Stark mit Kies gemischter Boden oder solcher, der nur eine dünne Schicht fruchtbarer Erde hat, dessen Unterlage aber aus Kies oder Rollsteinen besteht, ist zur Bananenkultur wenig geeignet und wird schon in drei Jahren erschöpft. Grofse Blocksteine sind nur insofern ungünstig, als sie die Reinigung erschweren. "Was hier über Boden und Klima gesagt wurde, gilt auch für den Pisang, besonders für die Abart Curare. IV. Kultur. A. Bananen. Eine grofse Anpflanzung von Exportbananen wird auf folgende Weise angelegt: Das Unterholz und die Lianen werden, soweit sie mit dem Paschinenmesser bewältigt werden können, weggeschnitten und liegengelassen; hierauf werden die Pflauzenreihen abgesteckt, indem im Schwemmboden in je 15 Fufs, im anderen Land in je 12 Fufs Entfernung nach jeder Richtung Markstöcke oder Staugen ein- gesteckt werden. Nachdem dies geschehen, wird um jeden Mark- stock eine etwa zwei Fufs im Durchmesser haltende Stelle gesäubert, dann ein Loch einen Fufs im Geviert und etwa 9 bis 10 Zoll tief ausgehoben. Ist etwa an dieser Stelle ein Hindernis vorhanden, als Bäume, starke Wurzeln oder grofse Steine, so hebe man das Loch ganz ruhig daneben aus ohne Rücksicht auf die Korrektheit der Reihe, da die Banane absolut gerade Linien doch nicht inne- — 119 — hält. Übrigens bildet eine neue Anlage auf Waldlaud dem Auge durchaus kein angenehmes Bild; allzugrofse Peinlichkeit der Reihen- formieruug ist demnach unangebracht. In das ausgehobene Loch legt man die Bananenknolle und streut von der besten vorher ausgehobenen Erde nur gerade soviel darauf, dafs sie bedeckt wird; den Rest der Erde läfst man einfach da liegen, wo er ist. Die Pflanze füllt bei ihrem Wachstum das Loch selbst aus. Ist eine Abteilung bepflanzt, so wird der Wald umgehauen, wobei keine Rücksicht genommen wird, wo der Baum hinfällt. Es kommt selten vor, dafs eine Pflanze dabei zerstört wird, es müfste denn der Stamm tief in den Boden einschlagen und die Knolle zerstören. Der noch blattlose und spitze Schofs dringt überall hindurch, sowohl zwischen den Asten, als auch unter dem Baumstamm, an dessen einer Seite er dann hervorkommt. In IV2 Fufs Höhe bildet er dann ein kleines schmales Blatt, dem bei weiterem Wachstum andere, immer gröfsere nachfolgen. Zur Pflanzung nehme man Knollen, keine Schöfslinge, weil diese von der Mutter genährt werden und von dieser getrennt trotz des besten Aussehens doch schliefslich siechen und dünn werden. Man verwende den Wurzelstock der grofsen ßaumschäfte, deren Früchte gerade vorher abgenommen wurden oder auch von solchen, die grofs genug sind, um bald zu blühen. Der Wurzelstock von schon vor längerer Zeit abgeernteten Schäften ist untauglich, weil er im Absterben begriffen ist. In einer Pflanzung kommt es häufig vor, dafs mehrere Stauden vom Stuim umgeworfen werden; von diesen kann alles benutzt werden, was gesund ist, auch die jungen Schosse, indem man ihnen ein Stück vom Mutterstock beläfst. Zur Herstellung der Pflanzknollen schneidet man die Schäfte dicht über dem Wurzelstock ab und zerschneidet diesen in so viel Stücke, als Augen daran sitzen; sollten jedoch zuviel Augen vorhanden sein, so würden die Stücke zu klein ausfallen und daher dem jungen Schofs zu wenig Nahrung bieten. Man kann in diesem Falle selbst zwei Augen daran lassen oder auch den Schnitt über das überflüssige Auge führen, welches natürlich dann zerstört wird. Die zer- schnittenen Stücke werden ein bis zwei Tage in einen vor Regen geschützten Raum gebracht und ausgebreitet, damit die Schnitt- flächen abtrocknen. Brächte man sie sofort in die Erde, so würden viele verfaulen. Die Knollen können auch eine ganze Woche liegen bleiben, ohne Schaden zu leiden. Die Knollen müssen auf diesem Lager wenigstens einmal umgewendet werden. Sie halten auch einen sehr langen Transport aus, wenn man sie in flaciie Kisten zwischen feuchte, aber nicht nasse Erde legt, da es lange dauert, bis sie keimen; es darf jedoch nur eine Lage in jede Kiste kommen. Tropenpflanzer 1903, Heft 3 8 — 120 — Beim Einpflanzen werden die Knollen so gelegt, dafs das Auge oder die Knospe stets zur Seite zu liegen kommt, nie nach oben oder unten. Die Pflanzung in 15 Fufs Entfernung ist zwar etwas weit, doch da die Lebensdauer der Banane auf günstigem Boden eine gröfsere ist und die Pflanze weiter wandert, so bedarf sie auf demselben mehr Raum. Die Banane bildet nach der Aufsenseite neue Sprosse, und wenn der erste Stock abgeerntet wird, so steht schon daneben ein anderer, fast ebenso grofser, wie der abgeerntete war, und zwei bis drei andere in verschiedenen Gröfsen; alle werden nach und nach tragend und bilden dann auch ihrerseits nach der Aufsenseite neue Triebe. Die kümmerlichen, nach der Innenseite entsprossenen Triebe müssen unbedingt weggeschnitten werden, da sie in der inneren, stark ausgesogenen Erde keine zur vollen Entwickelung genügende Nahrung mehr finden und ihr Leben auf Kosten des Mutterstocks fristen. Die abgeernteten Stöcke verfaulen, die jungen bilden an der Peripherie einen Kranz, der immer weiter wird, bis er sich nach Jahren in einzelne Gruppen auflöst. Ich sah einen im Schwemmland gepflanzten Bananenstock nach 30 Jahren wieder, der — zwar in Gruppen aufgelöst — so weit gewandert war, dafs man im Centrum ein nicht zu kleines Haus bauen konnte; natürlich tragen diese weit gewanderten Ausläufer nur Fruchtkolben dritter Klasse, trotz des sehr fruchtbaren Bodens und günstigen Klimas. Nach etwa 4 bis 5 Monaten haben die gelegten Knollen schon so hohe Schosse getrieben, dafs diese über dem gefällten Holze erscheinen; inzwischen sind auch die Schlingpflanzen und neue Sprosse des abgeschlagenen Holzes so weit emporgewachsen, dafs die erste und schwerste Reinigung beginnen mufs, die lediglich darin besteht, dafs alles, was emporgesprofst ist, mit dem Faschinen- messer abgehauen und der Boden um den Wurzelstock der Pflanze vom Unkraut bis IV2 Fufs Entfernung gereinigt wird. Das andere Unkraut am Boden in den Zwischenräumen wird nur kurz ab- gehauen. Zwischen dem Astwerk ist die Arbeit unangenehm und zeitraubend. Die zweite Reinigung findet in etwa 5 Monaten nach der ersten statt, je nachdem das Gebüsch aufgewachsen ist, auch früher oder später. Diese zweite Reinigung geht schon leichter von statten, da die Äste inzwischen morsch und brüchig geworden sind und unter der Wucht des Messers zusammenbrechen. Später bildet die Banane mit ihren mächtigen Blättern viel Schatten am Boden, wodurch der Wuchs des Gebüsches und Unkrautes immer mehr zurückbleibt, bis nach zwei Jahren nur noch wenig zu reinigen ist. — 121 — In Gegenden, in denen starke Winde wehen oder häufig Stürme vorkommen, ist es ratsam, in der Pflanzung hin und wieder einen Baum als Windbrecher stehen zu lassen, besonders solche Bäume, die als windfest bekannt sind und eine nur mäfsige Höhe erreichen. Aufserdem empfiehlt es sich, quer zu der Hauptwindrichtung etwa alle 300 m einen Waldstreifen von 30 bis 50 m Tiefe — je nach dessen Dichte — zu belassen. Was man da an Land verliert, wird reichlich aufgewogen durch den Schutz der Pflanzung, die durch Stürme sehr leidet, da viele Stauden entwurzelt werden. Will man entwurzelte Stellen wieder bepflanzen, so setze man die neue Pflanze nicht an dieselbe Stelle, sondern daneben in noch nicht ausgesogenen Boden. Nach der ersten Reinigung werden alle die Stellen nachgepflanzt, auf denen die Pflanzen ausgegangen sind. Sollte in der ersten Zeit das Gebüsch und Unkraut schon früher als nach den oben erwähnten 4 bis 5 Monaten stark emporgekommen sein, so mufs auch schon früher mit der ersten Reinigung begonnen werden, weil sonst die jungen Pflanzen zu dünn aufschiefsen und später im Wachstum zurückbleiben und nur kleine Fruchtkolben bringen. Bei der zweiten und den folgenden Reinigungen werden auch die trockenen Blätter, die am Schaft der Pflanze herunterhängen, so weit man mit dem Messer reichen kann, abgeschnitten und in die Zwischenreihe geworfen, damit die Luft freier streichen kann. Auch die in die Staude gefallenen Blätter und Gestrüpp werden entfernt, aber stets mit einem hölzernen Kniestock etc., weil man sonst mit der Hand leicht eine Schlange greifen könnte. Die ab- geernteten Baumschäfte werden etwa einen Fufs über dem Boden abgeschnitten und in die Zwischenreihe geworfen; ist jedoch der Fruchtschnitt zur Verschifiung bestimmt, so bleibt keine Zeit zu dieser Arbeit, sie mufs dann später erfolgen. Eine Bananenpflanzung ist von weitem von der des Pisang zu unterscheiden. Die Banane (Musa paradisiaca) ist bedeutend höher, die Blätter sind gröfser und mehr dunkelgrün, ins Bläuliche schimmernd; der Schaft ist dunkel, und die jungen Sprossen sind bläulich-grün. Der Pisang (Musa sapientium) ist dagegen hellgrün und kleiner im Blatt, Stamm und Sprossen sind gelblich-grün. B. Pisang. Der Pisang (englisch: Plantain, spanisch: Platana) wird genau so kultiriert, wie die Banane, nur wird er dichter gepflanzt, nämlich zwischen 9 und 12 Fufs Entfernung in jeder Richtung, weil er sich 8* — 122 — uie so kräftig entwickelt wie die Bauaue. Die für (li«i heifse Zoue in Betracht kommende Abart ist der Curare mit der gröfsten und schmackhaftesten Frucht, die auch als Dörrfrucht die geeignetste ist. Sie steigt nur bis höchstens 1000 Fufs Meereshöhe und ver- langt warmes und feuchtes Klima. In kühlerem Klima und auf Erhebungen von über 1000 Fufs wird die Dominica gebaut, die zwar viele, aber kleine Früchte ansetzt, die an Geschmack weit unter dem Curare stehen. Sie wird hauptsächlich in den Kaflfee- pflanzungen als Windbrecher gezogen. Der Geschmack ist herb und sehr trocken; als Dörrfrucht ist die Abart also nicht zu empfehlen, doch zur Mehlbereitung sehr geeignet. In den Tropen vermeide man beim Abstecken der Pflanzstellen allzu grofse Genauigkeit, es würde dadurch eine unnütze Ausgabe verursacht und Zeit verloren, besonders wo viel Arbeiter verwendet werden. Die Pflanzen durchbrechen in sehr kurzer Zeit doch die künstlichen Schranken. Damit will ich jedoch nicht sagen, dafs man die Reihenpflanzung nicht innehalten soll, sie ist im GegeDteil ein Gebot der Notwendigkeit zur leichteren Kontrolle der Arbeiter und besserer Luftzirkulation wegen, nur die unnütze, peinliche Genauigkeit soll da vermieden werden, wo sie nicht notwendig ist, da sie unverhältnismäfsig viel Zeit in Anspruch nimmt. V. Ernte. Zum Export nach kälteren Klimaten wird die Banane abgeerntet, wenn die Frucht etwa ^j-a der Reife erreicht hat und an der Spitze einer jeden im Kolben noch der trockene Rest der Blüte hängt. Die zu anderen Zwecken l)estimmteu Bananen müssen erst dann geerntet werden, wenn von allen Früchten des Büschels die trockenen Reste der Blüte abgefallen sind, was ein Zeichen der Vollreife ist; wartet man länger, so wird die Frucht zu saftstrotzend und die Schale spaltet auf. Die gröfsten Früchte sitzen am Grunde, also an dem dickeren Ende des Kolbens, und reifen auch zuerst. Die Fruchtkolben, die zur Bereitung von Branntwein verwendet werden sollen, müssen abgeerntet werden, sobald sie die trockenen Blüten- reste an der Spitze der Frucht abwerfen. Biischel, die an der Pflanz(5 gelb wurden, sind zur Brauntweinbereitung untauglich, da die Frucht in solchem Falle überreif ist und zur Essigbildung neigt; sie würde also bei der Fermentation in essigsauere Gärung über- gehen. Auch die Verfüttei-ung überreifer Früchte an Vieh würde einen Verlust Ijeiieiiten. d;i die Früchte l»eini Abschneiden altfallen — 123 — und entweder beim Fall oder beim Transport zum Aufbewahrungs- ort zerquetscht werden. Das Abschneiden erfolgt in folgender Weise: Auf eine etwa 3 m lange Stange setzt man ein meifselförmiges Eisen auf, oder in dessen Ermangelung wird eine Stange von hartem Holz an der Spitze meifselförmig zugeschnitten. Mit diesem Instrument geht ein Mann voraus und sticht mit dem Meifsel ein-, zwei-, selbst dreimal in den fruchttragenden Schaft hinein, bis dieser sich umbiegt und die Spitze mitsamt dem Kolben nach unten hängt. Er mufs die Stofsstelle so wählen, dafs der Kolben beim Umknicken nicht den Boden berührt, je nach der Gröfse in '^3 bis V'* der Schafthöhe. Bei geübten Leuten geht diese Arbeit ungemein schnell von statten. Hinter diesem Arbeiter gehen die Träger, die die Büschel ab- schneiden und zur Verladestelle bringen. Das Abschneiden mufs mit hinreichender Vorsicht geschehen, damit der Kolben nicht zu Boden fällt und zerbricht. Würden die Schäfte zu niedrig an- gestochen, so würden sie mit vieler Wucht zu Boden fallen, die zunächst stehenden Bananeupflanzen beschädigen, und der Frucht- kolben würde bei seiner bedeutenden Schwere in Stücke zerschlagen. Die zur ßranntweinbereitung zu verwendenden Büschel dürfen zur Gelbreife nicht übereinander aufgestapelt werden, damit die reifen und weichen Früchte nicht zerquetscht werden, da sich sonst Säure bildet. VI. Verschiedenes. Grofse Bananenkolben erreichen ein Gewicht von 125 Pfund und mehr, wenn sie vollreif abgenommen sind. Eine einzelne Vollreife Frucht wiegt bis ^4 Pfund. Will man die Bananen als Tafelfrucht benutzen, so mufs der Kolben dann abgeschnitten werden, wenn die trockenen Blütenreste gerade anfangen abzufallen. Die Frucht wird dann bedeutend süfser und schmackhafter, als wenn sie vollreif ab- genommen würde. Die Vollreife, sowohl bei der Banane als auch dem Pisang tritt ein, wenn von der noch an der Pflanze hängen- den, voll ausgebildeten Frucht die Blütenreste abfallen. Gelbreif soll sie erst auf dem Lager werden. Sowohl zum Export als auch zur Bereitung von Branntwein ist die Patriota genannte und, wenn sie reif auf Lager ist, schön gelb werdende Art die zweckmäfsigste. Es ist dieselbe, die man in Costarica anbaut und die bekanntlich auf dem nordamerikanischen Markte mit den höchsten Preisen bezahlt wird. - 124 — Von den l'isaug-Spielarten (Mu^a sapieutum) ist in jeder Be- ziehung die Curare allen anderen vorzuziehen; sie hat zwar weniger Früclite als viele andere Spielarten, aber desto grölsere. Sie trägt zwischen 30 bis 36 Früchte, wovon die am Grunde des Kolbens 500 bis 550 und die an der Spitze 300 g wiegen, von der Schale befreit 300 bis 350 und an der Spitze 150 g. Der Pisang trägt nur drei Jahre gut auf derselben Stelle, aufser in ganz jungem Schwemmboden, wo er bis fünf Jahre guten Ertrag gibt. Wie die Banane trägt auch dei- Pisang erst nach einem Jahre nach der Pflanzung — in ganz heifsen Klimaten auch etwas früher — die erste Frucht, dann aber beständig. Wenn die erste Frucht ab- geerntet wird, steht schon daneben ein anderer grofser Schaft, der bald in Blüte tritt, und in Abstufungen von verschiedener Gröfse zeigen sich 2 bis 3 fernere. Die abgeernteten grofsen Schäfte enthalten viel und recht feste Fasern, die mit Hülfe von Maschinen zu Manilahanf verarbeitet werden können. Als Kochfrucht oder Gemüse wird nur grüner Pisang genommen; die Frucht wird von der Schale befreit, dann der Länge nach in zwei Hälften geschnitten und gekocht. Zum Braten nimmt man ganz gelbreife Früchte, schält sie ab und schneidet sie der Länge nach in vier Scheiben, die dann gebraten werden; in ebensolchem Zustande und ebenso geschnitten werden sie an der Sonne getrocknet. Dieser gedörrte Pisang ist ganz weich, sehr süfs, schmeckt nach Feigen und Honig und hat eine schöne rotbraune Farbe. Die Regenmenge und Regensicherlieit am Kamerungebirge. Vou Geh. Regieruugsrat Professor Dr. Wohltmann. Der landwirtschaftliche Wert eines Landes wird in erster Linie durch die Niederschlagsmengen bestimmt, welche dem Boden zu teil werden. Das ist ein Fundamentalsatz, der nur dort eine Einschränkung erfährt, wo Bewässerungsanlagen möglich sind. Es ist aber nicht immer gesagt, dafs diejenigen. Ländereien die wertvollsten sind, welchen die meisten Niederschläge zu teil werden. Es können auch weite Landstrecken mit geringen Regenmengen sehr wohl erfolg- — 125 — reich angebaut werden, sofern man solche Kulturpflanzen auswählt, die trockenes Klima benötigen und mit geringen Feuchtigkeitsmengen hauszuhalten vermögen. Was aber alle Kulturpflanzen, mögen sie nun viel oder wenig Feuchtigkeit lieben, beanspruchen, ist eine gewisse Sicherheit der Niederschläge. Die gesamte alljährliche Niederschlagsmenge eines Ortes ist daher allein nicht im stände, ein richtiges Bild von der Fruchtbarkeit einer Gegend zu bieten, es mufs vielmehr durch jahrelange Beobachtungen auch festgestellt sein, ob die Regenmengen stets sicher und gleichmäfsig zu gewissen Zeiten eintrefi"en. Wo dieses der Fall ist, kann man einen ge- regelten, gesicherten und rationellen landwirtschaftlichen Betrieb einrichten, vorausgesetzt, dafs man solche Kulturpflanzen zum Anbau heranzieht, welche den vorliegenden Niederschlagsverhältnissen ent- sprechen. Wo aber unsichere Niederschlagsverhältnisse vorliegen, da wechseln regelmäfsig gute Ernten mit mehr oder minder totalen Mifsernten ab und letztere pflegen alsdann in entlegenen und ver- kehrsarmen Gegenden Hungersnöte, Krankheiten und Unglück sowie zuweilen auch einen vollständigen Ruin der Landwirtschaft zur Folge zu haben. Dafür liegen vielfach Beweise vor: in Indien, Deutsch- Ostafrika und in jüngster Zeit in Australien. Von allen unseren Kolonien ist in Bezug auf die Menge und Sicherheit der Niederschläge Kamerun am glücklichsten daran und insbesondere au der Küste und im Kamerungebirge. Nur dadurch war es möglich, dafs sich daselbst auf dem an sich sehr fruchtbaren Boden ein so mächtiger Urwald entwickeln konnte, der seinesgleichen in der Welt sucht. Während wir nun früher ausschliefslich aus der Mächtigkeit des Urwaldes den Regenreichtum und die Regensicherheit dieses Küstenlandes zu folgern vermochten, sind wir jetzt im stände, durch eine längere Reihe alljährlicher Regenbeobachtungen den ziffernmäfsigen Belag dafür zu bringen. Mir stehen nicht alle jene Beobachtungsergebnisse, welche in Kamerun bereits vorhanden sind, zur Verfügung, da sie nicht sämtlich veröffentlicht sind, aber die wenigen, welche ich hier vorzuführen vermag, genügen bereits für eine sichere Beurteilung des Küstenlandes. Am längsten ist in Duala beobachtet und die nachfolgende Tabelle lehrt, dafs daselbst sehr gleichmäfsig alljährlich eine mittlere Niederschlagsmenge von rund 4200 mm vorliegt. Auch die einzelneu Monate zeichnen sich durch eine verhältnismäfsig grofse Gleichmäfsigkeit aus, insbesondere die vier regenreichsten, Juni, Juli, August und September, wie die Tabelle dartut. — 120 Kegeiimeii^^eii in Millimeter in Duala. (Gemessen beim Gouveruementsgebäude.) M 11 j i t Nach „Beobachtungen Seewarte der deu * Ltschen 1892 Nach „Mit- teilungen aus d. deutschen Schutz- gebieten" 1898 Mittel 1888 1889 1890 1891 Januar Februar . März . . April . . Mai . . Juni . . Juli . . August September Oktober . November Dezember 50,0 1 70,0 1 200,0 1 135,3 352,9 673,6 805,6 516,6 462,2 738,6 22,1 80,5 113,7 46,5 74,5 133,4 289,6 611,8 883,2 682,8 531,9 890,7 154,7 121,8 12,4 110,7 351,5 291,7 164,1 407,2 1050,3 473.5 473,6 405,7 175,3 73,3 54,42 97,4 213,6 315,8 496,0 536,6 1047,2 3M,2 452,4 573,7 215,2 42,0 56,03 65,7 159,2 9,9 < 23,6 195,8 203,1 289,6 ■'■' 374.3 517,8 1368,2 463,8 301,2 272,3 109,3 fi 49,4 69,0 199,1 215,9 318,4 520,7 860,8 679,1 476,8 482,0 167,9 85,4 Zuaamme 11 4107,4 4034,6 3989,3 4398,5 — 4128,9 ' 4131,7 rund 4200 In den letzten Jahren sind auch auf den drei ßibundipflanzungen auf meine Anregung besonders sorgfältig die Eegenmengen beobachtet: in ßibundi, Isongo und Mokundange. Diese Orte liegen unmittelbar an der Westküste des Kamerungebirges und in nicht allzuweiter Entfernung voneinander, so dafs das mittlere Isongo von dem nördlichen Bibundi etwa 20 km und von dem südlichen Mokundange etwa 15 km entfernt ist. Alle drei Orte weisen eine sehr hohe Regenhöhe auf, unterscheiden sich in derselben jedoch wesentlich, Bibundi hat im Mittel von fünf Jahren sehr gleich- mäfsig 9550 mm, Isongo auch recht gleichmäfsig nur 7405 mm, Mokundange hingegen weniger gleichmäfsig, aber immer noch voll genügend für den Kakaobau, nur 4233 mm. Die folgende Tabelle bietet ein detailliertes Bild der Regenverhältnisse daselbst. 1 Aus dem Mittel der fünf folgenden Jahre ermittelt und ergänzt. ' Beobachtungen vom 1. bis 4. Januar ausgefallen. 3 Beobachtungen vom 9. und 10. Januar ausgefallen. ^ Beobachtungen vom 19. bis 26. Januar ausgefallen. ^ Beobachtungen vom 18. bis 24. Mai ausgefallen. ^ Beobachtungen vom 12. bis 16. Dezember ausgefallen. " Mit Berücksichtigung des Ausfalls in den Monaten Januar, Mai und Dezember dürfte die Regenmenge des Jahres 1898 auf über 4200 nim zu veranschlaeen sein. 127 — 3 t^ i-< «f 00 i-T 1— 1 -ri 1-» 1 i* y^ -* .» =H •^M ^ r^ 1-H *1 !« 1» •* *i i\ « ^H 4*1 o ^H lO o_ CO cc t- CD c- o o O CO Ü) Ol o l>^ r CT i>r lO t- cc ■^ /^ CO 1-H CD CO 1-H I>i ^M 1— 1 (M ^ o^ CD m CO ■«# se 1-H o Hn "o" ' Oi 1-H rH -•* ■^ 1-5" CO oo" -* co r«» T-T s CO o (M 1—1 o^ if: lO eo la t— o 05 1— ( (M 1-H CO ^ r- la ■* CT @ tH "~i£5~ 'O^ ~"o~ ""gd" \o ^o~~ i^ ^ »s •^»' 1« siT CO ,(5 «> -^ f" >a -* i| M 'M l-H CC o ?i Ol ^ S£l •^4 s (N M (?! -i*». i-r 91 1-H D« •M •^ s '^ »^ ^ i>» c_ -^^ cq_ :o lO CD ^1 X ^3, GO^ -^ o t^ GQ ec i-i" CD ^^ -* (>]" of iO~ l>^ .^ CO x" fi TC CO 55 CO (M r~- CO CO t^ o t^ •«s< es T— 1 CO 1— ( 1-H -* Ti< ^ CO l>- CO CT 05 o 6» ^H 1-H 1-H 1-1 1-H t- H^ C<1 00 eo tO t>^ "crT' l>- e«3 00 t- QO lO CT n «k •t? 8 im" ^. O 'S 1-H id lO . lO CO 05 cd cd" ^ ^" QO t- CN 1-- i^ 05 !>;_ ~- o;> ^^ o CO CT CO 00 PM T^ 1-1 1-1 1-H I-- «> •o o o. 1-1 l-H 1-H 00 CO T-J^ ■* 1-H 1-1 c:5^ lO 03 o; CO tH #t 4-< g § SO 1—1 ■35 oc GO CO CO 1-H CD GO I- lO i 1-^ cc 1—1 1-H CO OD CO 1— ' 05 1-H CT CT Ph F-< X ^ 1^ ^ «S -+ o 3C W -* X ^ -2 ■* ©~ tö nf St »m" « cT ef x" SS O ■^^ «> ■^ M 5« -* Cd ^5 cc tj M ^H et 5o i.t ^ CO S^ 00 tO ^H (M 05 - o CO CO 00 00 rfi CT o ** "tH 1-H (M iH l-( 05 «> ^ If3~ s lO ~"o~ lO o o O CJ. o o O, o "^. Ä T-( (>J '^ lO C-" (N" oo" t>r ^^ :d oT ^k' SJD CN t^ t^ o fcO CO (N •^ ■* »o 05 CO ••■ tH 1-1 ec rf" ^ ""o^ ~^=^ o. §5 GO 1-1 o so cf -<#' CO !>r CD oo" •*" CO CO CO CO o^ CO 1-1 00 s ^ (M 1-1 (M CT ,^ ,^£ ^^ (M eo 05 (M CD (M o •«9» CT CO o. tH 1-H 1-H 1-H t- '' o^' O ~o~ lÄ ^"o" ~o"" ~o"" O^ "~o" (^ lO ^ö CO ^ t>^ G^" '#'■ (M CD 05 CD Oi 05 Tji CO 1-H t^ lO OS CO 05 <^^ t- lO 1-H !>• ^ 1-H 1—1 C<1 »c 1-H £ V 4J sä o ^ • " J2 u J2 ® CO ^ t 5 «-5 3 5h s 3 1-5 's •-5 m & 3 -«1 E •♦-» O. CO O O > O 3 — 128 — Dafs diese Tabelle zutretiend und nicht zu beanstanden ist, wird durch Regenmessuugen auf der Pflanzung Debundja erhärtet, welche in den „Mitteilungen aus den deutschen Schutzgebieten", Bd. XII, Heft II, aufgeführt sind. Debundja liegt zwischen ßibundi und Isongo, mehr nach Isongo zu, und hatte: 1895 8968 mm Regenhöhe 1896 9780 „ 1897 9469 „ 1898 . . . . ■ ■ ■ 9631 „ Im Mittel 9462 mm Regenhöhe. Somit gleichen sich Bibundi und Debundja in ihrem Jahresmittel ganz aufserordentlich, sie differieren nur um 88 mm, also um kaum 1 pCt. Wie es kommt, dafs Isongo etwas weniger Regen aufweist und Mokundange so sehr zurückschlägt, findet seine Erklärung in bestimmten vorherrschenden Windrichtungen sowie gewissen oro- graphischen Verhältnissen des Gebirges und insbesondere in der Lage des kleinen Kamerunberges, auf welche ich hier nicht näher eingehen will. Jedenfalls ist die Tatsache hochbedeutsam, dafs diese auf den Pflanzungen ausgeführten Messungen die grofse Regenmenge am Kamerungebirge sicher bestätigen und auf der anderen Seite aber auch darauf hinweisen, wie verschieden dieselbe örtlich ist. Ich nahm bereits im März 1900 im Kameruner Pflanzerverein zu Victoria die Gelegenheit wahr, die Verschiedenheit der Kameruuböden sowie der Nieder- schläge am Kamerungebirge zu erörtern (siehe „Tropenpflanzer", Jahrg. 1900, Bd. IV, S. 225 u. ff.), und knüpfte an letztere die Betrachtung, dafs entsprechend den Regenverhältuissen auch gewisse wirtschaftliche Mafsnahmen zu modifizieren sind. So wird nach meiner Auffassung die Anpflanzung von Schattenbäumen in Kakao nur dort geboten sein, wo die jährliche Niederschlagsmenge unter 6000 bis 7000 mm beträgt. Andererseits haben die trockenen Orts- lagen den Vorzug, dafs sie den Kakao leichter und mehr mit Hilfe der Sonne zu trocknen vermögen, und dafs sie aufserdem weniger mit Wasser und Unkraut zu kämpfen haben und somit billiger wirtschaften können. Leider liegen trotz meiner vielfachen Mahnungen sorgfältige und langjährig ausgeführte Regenmessungen bis heute in den ver- schiedenen Teilen des Kamerungebirges noch nicht vor, sie sind jedoch ein dringendes Bedüi'f'nis, um rationelle Wirtseliafts- dispositionen treffen zu können. Das bezieht sich nicht blofs auf den Kakaobau, sondern auch auf die Einführung anderer Kulturpflanzen! — 129 — Was die einzelnen Monate anbetrifft, »so ergibt die Tabelle, dafs Juli, August und September in Bibundi und Isongo die regen- reichsten Monate sind, während in Mokundange sich die Haupt- regenzeit fast ausschliefslich auf den Juli konzentriert. Im übrigen zeigt sie nicht nur im Jahresmittel, sondern auch in Bezug auf die einzelnen Monate, oder besser ausgedrückt für die einzelnen Witterungsabschnitte : 1. Trockenzeit, 2. Tornadozeit vor dem Regen, 3. Regenzeit, 4. Tornadozeit nach dem Regen, eine grofse Sicherheit und Gleichmäfsigkeit in den Niederschlägen. Diese Tatsache garantiert neben der Güte des Kamerun- bodens den Pflanzungen daselbst eine sichere Zukunft. Mögen auch wirtschaftliche Fehler der bedenklichsten Art hier und da begangen sein, die Güte der Natur, welche hier vorliegt, wird sie alsbald ausheilen lassen und wohl niemals an diesem gesegneten Gestade versagen. Wie es mit den Niederschlagsmengen im Innern Kameruns bestellt ist, darauf näher einzugehen, behalte ich einem späteren Aufsatz vor. Ich möchte hier mit der Erklärung schliefsen, dafs in der Tat die hier aufgeführten Lagen des Kamerungebirges mit zu den niederschlagsreichsten Orten der Welt gehören. Sie sind weit regenreicher und regensicherer als ich im Jahre 1896 in meiner ersten Schrift über Kamerun annahm. Die westliche und südliche Seite des Kamerungebirges übertrifft an Regenreichtum nicht nur das Tal des Amazonenstromes und die Fidschi -Inseln, sondern bleibt auch verhältnismäfsig wenig zurück hinter dem bis jetzt als regenreichsten Ort der Welt bekannten Cherapungi in Assam (Hinterindienj, wo im Jahresmittel 12,5 m Regen fallen und in einem besonders regenreichen Jahre die kaum glaubliche Menge von 23 m gemessen worden ist. Über Wiistenwirtschaft im Jlamaland. Von F. Gessert-Inachab. Je mehr man sich mit der Tatsache abfindet, dafs man es im Namalande nicht mit einer Steppe, sondern mit einer Wüste zu tun hat, umsomehr wird man es lernen, die bisherigen Fehler in Verwaltung und Wirtschaft zu vermeiden, im Veterinärwesen, in den Arten des gezüchteten Viehs und dem Anbau von Nutzpflanzen. Bei der Behandlung von Viehseuchen ist vor allem zu beob- achten, dafs das, was sich anscheinend in den regenreichen Distrikten des Hererolandes bewährt hat, deshalb keineswegs auch für das — i:U) — aride Namalaiitl augebracht ist. Jn diesem sind einerseits die Farmen so weit von einander entfernt, das Vieh, besonders die Rinder, zerstreuen sich so weit iiber das Feld, dafs eine Ansteckungs- i^-efahr äufserst gering ist; andererseits sind die Entfernungen so grofs, dafs ein Überfiihren des Inipfstofl'es in unverdorbenem Zu- stand liäuiig zur Unmöglichkeit wird. Die Erfolge der Riuderpest- impfung sind aber auch im Damaraland sehr fragwürdig, bekanntlich sind durch dieselbe das Texaslieber und andere Krankheiten weit im Lande verbreitet worden. Eine ungeschmeichelte aber herbe Kritik des deutschen Impf Verfahrens gegen Rinderpest liegt in der langen Grenzsperre, die die Regierung der Kap-Kolonie verhängte, obwohl sie selbst dringenden Bedarf an Rindern gerade zur Kriegszeit hatte. Wer gar hier in der Wüste die Schwierigkeiten gesehen hat, mit der das Impf verfahren kämpft, das häufig wechselnde Auf- sichtspersonal, die erbärmlichen Strohhütten, die den Impfenden zur Verfügung stehen, die tödliche Ermüdung derselben nach weitem Ritt, der versteht, dafs hier nicht das segensreich wirken kann, was ein auf der Höhe der Wissenschaft stehender Gelehrter als durchführbar erwiesen hat, in einem mit allen Hilfsmitteln wohl ausgestatteten Laboratorium. Der im Sudan wegen Bekämpfung der Rinderpest von der englischen Regierung zu Rat gezogene deutsche Sachverständige sprach sich dahin aus, dafs er eine erfolg- reiche Impfung für undurchführbar halte. Da in unserm Schutz- gebiet langjährige Mifserfolge die ündurchführbarkeit schlagend bewiesen haben, wäre es am Platze, das im Deutschen Reich gültige Rinderpestgesetz vom 7. April 1869 und 9. Juni 1873 auch hier zu verkünden. Dieses Gesetz verbietet alle Heilversuche. Infolge der anhaltenden Dürre haben Hungerkrankheiten stark im Viehbestand des Namalandes aufgeräumt. Bleibt die Grenze nach den Minenbezirken hin längere Zeit offen, so werden von der verarmten und verschuldeten Bevölkerung sehr viele Rinder ver- kauft werden. Wenn dann gute Regen kommen, wird hier wieder Überflufs an Weide sein und es gilt dann, Tiergattungen einzuführen, welche besser als die bisher gezüchteten den Eigenheiten des Landes sich anzupassen verstehen. Man behauptet häuüg, dafs die Schaf- zucht gut geeignet sei für das Namaland. Das gilt aber nur von gewissen Bezirken, in denen auch Gras wächst und nur in relativ engem Bering um die Wasserstelle. Besonders die Muttertiere können nur wenige Kilometer weit von derselben zur Weide ge- trieben werden. Da aber in vielen Jahren die Weide äufserst dürftig ist, so macht es sich nicht bezahlt, Tränkstellen in geringer p]utfernung voneinander zu errichten. Man ist vielmehr darauf angpwieaen, Tiere zu züchten, die meilenweit ohne Schaden zum — 131 — Wasser kommen und tagelang dursten können. Das Pferd wird in dieser Beziehung noch vom Rind übertroffen. Aber beide ver- langen vorwiegend die hier so spärliche Grasnahrung. Zur Aus- nutzung der Busch- und Baumvegetation dürfte sich neben Eselzucht die Einfuhr von Kameleu empfehlen. Dafs sich Kamele hier gut akklimatisieren, ist mehrfach bewiesen. Dieselben in nur geringer Zahl einzuführen, hat wohl wenig Zweck. Denn dann würden sich nur wenige Einheimische bemühen, ihre Behandlung zu erlernen, bei der ünwahrscheinlickeit, je mit ihnen zu tun zu haben. Die wenigen Kamele im Lande sind so gut wie unverkäuflich, da es an geschulter Bedienungsmannschaft fehlt. Kamelimport hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn er in grofsem Mafsstabe vor sich geht und gleichzeitig eine entsprechende Zahl von Treibern und Hirten, die ihre Behandlung verstehen, mitgebracht wird. Wie wenig der Ochse geeignet ist, den steigenden an den Transport gestellten An- sprüchen zu genügen, wird neben den fast unerschwinglichen Fracht- preisen, die die Ausfuhr von Landesprodukten zur Unmöglichkeit machen, durch die enorme Sterblichkeit der Zugtiere auf dem Wege zum Hafen bewiesen. Verlor doch kürzlich ein Fuhrmann aus zwei Gespann von zusammen vierzig Ochsen vierunddreifsig Stück! Wichtiger noch als die Einfuhr geeigneter Haustiere ist der Anbau passender Nutzpflanzen. Bei äufserster Sorgfalt und unter günstigen Verhältnissen wächst hier ja fast jede Pflanze der ge- mässigten und subtropischen Zone, aber nur wenige liefern Erträge, welche die Kosten bezahlt machen. Zu diesen wenigen gehört die Tomate, welche am besten bei leichter Bedeckung gegen Prost- gefahr als Winterfrucht angebaut wird, und vor allem die Kaktus- feige. Was die Dattelpalme für die Sahara ist, das kann die Kaktusfeige hier so gut leisten wie in Mexiko und Sizilien, mit dem Unterschied allerdings, dafs hier künstliche Bewässerung des Kaktus notwendig ist. Kaum eine andere Pflanze erweist sich für ausreichende Wassergaben, gute Bodenbestellung, starke Düngung so dankbar wie die indische Feige. Läfst man es hieran nicht fehlen, so kann man vom Quadratmeter zehn Pfund und mehr ernten. Die Frucht wird hier bisher weder von Vögeln noch Heuschrecken nennenswert geschädigt. Die Pflanze verträgt, was hier überaus wichtig ist, jahrelange Vernachlässigung, ohne völlig einzugehen. Als sichere Frucht ist sie wie geschafteu als Volksnahrungsmittel. In der Ortschaft Bethanien allein liefsen sich ohne sonderliche Mühe über hundert Hektar mit Feigenkaktus anbauen und das Volkselend und Hungersnot wäre dauernd gehoben. Es sind dort einzelne alte Kaktus, aber nichts geschieht zu ihrer Püege und — 132 — Fortpflanzung au3 einem sehr charakteristischen Grunde. Fragt man selbst lange ansässige Weifse nach der Frucht, so bekommt man zur Autwort: „Die Frucht ist grün, reift im Sommer und schmeckt schauderhaft." Der verhungerte Hottentott läfst eben keine Frucht zur Reife, zur Rötung kommen, welche erst im Herbst und Winter eintritt. So kam die Frucht in Mifskredit, obwohl es sich um eine gute dornenarme Sorte handelt. Wallace spricht in seinem Buche „Farming industries in Cape Colony" von dem grofsen Nachteil, der dem Lande dadurch erwächst, dafs zur Reife- zeit der Kaktusfeigen die Eingeborenen sich nur schwer zu irgend einer Arbeit verstehen. Aber auch vom Standpunkt des engherzigsten Arbeitgebers ist es besser, dafs die Arbeiter zeitweise faulenzen, als dafs in den Bevölkerungsschichten, aus denen sich die Arbeiter rekrutiren, der Hungertod periodisch eine furchtbare Auslese hält und besonders den Nachwuchs decimiert. An sich vermehrt sich der Hottentott schnell, aber die Kindersterblichkeit ist überaus grofs. Werden ihm bessere Existenzbedingungen geboten, so werden so zahlreiche Familien allgemein werden, wie sie jetzt nur der Wohlhabende ernähren kann. Die Bethanische Kaktussorte hat den Nachteil, dafs sie ziemlich empfindlich gegen brackigen Boden ist. Eine früher in Aulsenkehr am Oranjeflufs angepflanzte Art, die ich nach meiner Farm brachte, ist von diesem Fehler frei, ebenso mehrere Sorten, die ich aus Neapel von C. Sprenger erhielt. Zudem ist der Feigenkaktus eine vorzügliche Futterpflanze. Die Tiere sind hier an dornige Nahrung gewöhnt und besonders die Ziegen verstehn es vorzüglich, die Glieder des Kaktus zu fressen, ohne sich an den langen scharfen Dornen zu verletzen. Auf Lehm- boden ist der Futter-, der Blattertrag gering zu Gunsten der Früchte. Auf Sandboden ist das Verhältnis umgekehrt. Pflanzen aus Samen zu ziehn, ist mir bisher nicht geglückt, vermutlich wegen des Salz- gehalts des verwandten Wassers. Die Demoralisierung der ver- hungernden Eingeborenen, sich äufsernd in Betrug und Viehdieb- stahl, ist zeitweise eine furchtbare. Dem ganzen Elend würde ge- steuert durch planmäfsiges Anpflanzen des Feigenkaktus im ganzen Lande. Hoffentlich wird das Gouvernement seine vielen Stationen, die meist an den besten Quellen gelegen sind, anweisen, hierin mit gutem Beispiel voranzugehn und auch die Sorten ausfindig machen, welche den verschiedeneu Bodenverhältnissen und Anforderungen am besten entsprechen. C. Sprenger hat im Tropenptianzer No. 2 vom Februar 1901 über die Kultur der indischen Feigen in Süd -Italien berichtet. Dem ist in Bezug auf hiesige Verhältnisse nur wenig zuzufügen, vornehmlich, dafs die hohe Sonnenwärme, der wolkenlose Himmel — 133 — ihnen vorzüglich zusagt. Bei Vermehrung durch Glieder kann man in Italien im dritten Jahr auf eine Fruchternte rechnen, hier bereits im zweiten Jahr, in gut bearbeitetem Schwemmland bereits im ersten. Eins der Glieder, die ich im Herbst, also vor wenigen Monaten verpflanzte, trägt bereits neun Früchte. C. Sprenger gibt den Ertrag von einem Hektar mit 220 000 Früchten an. Rechnet man die Frucht zu 20 g, so ergibt sich eine Ernte von 4400 kg. Hier kann man bei sorgfältiger Bestellung auf das zehnfache rechnen, auch 1000 Zentner. Ich habe dreijährige Pflanzen mit über 500 Früchten. Das ist von einer einzigen Ernte. Aber gleichzeitig mit den Früchten entwickeln sich neue Glieder, welche im gleichen Jahre weitere Früchte und Glieder treiben. Und letztere bringen wiederum Früchte. Die Ernte beginnt im Hochsommer und dauert den Winter hindurch bis zum Frühjahr. Die letzten Früchte werden abgenommen, wenn sich bereits die ersten gelben Blüten erschliefsen. Ich sage damit denn wohl kaum zu viel, dafs auf den Feigen- kaktus nicht oft genug und nicht angelegentlich genug hingewiesen werden kann. Auch für die Steppengebiete in Deutsch-Ostafrika mit periodischen Hungerszeiten dürfte er zu empfehlen sein. K>»»'.^^>^> s- /SV. a ^ Koloniale Gesellschaften. } *V2/— ' ^ Pacific Phosphate Company, London. Nahe am Äquator zwischen den Gilberts und Marshalls sind vor Kurzem bedeutende Ablagerungen hochgradiger Phosphate gefunden worden. Die eine Fundstätte beflndet sich auf der zu der englischen Gilbert-Gruppe gehörigen Insel Ocean-Island und die andere auf der Insel Nauru, welche zum Schutzgebiet der Marshallinseln gehört. Wissenschaftliche Untersuchungen und Bohrungen haben ergeben, dafs es sich hier um die Exkremente von Vögeln handelt, welche in weit zurückliegenden Zeiten diese damals vermutlich unbewohnten Inseln als Brutstätten benutzt haben mögen. Es scheint keinem Zweifel zu unterliegen, dafs beide Inseln Korallen- atolle waren, welche durch vulkanische Einwirkungen gehoben worden sind. Als nachgewiesen werden zwei Senkungen und drei Hebungen betrachtet; aber es mag eine weit gröfsere Anzahl stattgefunden haben, ehe Nauru seine heutige Gestalt mit Erhebungen von etwa 250' über dem Meeresspiegel angenommen hat. Auf welche Weise und unter welchen Einwirkungen sich der Guano mit dem Korallenuntergrund zu Phosphat verbunden hat, ist eine schwer zu lösende Frage, um so schwieriger, als der Phosphat sowohl als Fels wie als Kiesel und in Alluvialform auftritt. Häufig finden sich zwei oder auch alle drei Gebilde zu einem neuen, gewifsermafsen zusammengeschweifst, so dafs hieraus schon auf die Gewalt der Naturkraft geschlossen werden darf, welche bei der geologischen — 134 — Umgestaltung in Wirkung gewesen sein mufs. Verrnutlieh liegt diese weit über 1000 Jahre zurück; jedenfalls hut das Phosphat alle unangenehmen Eigenschaften, welche jüngeren Gebilden anzuhaften pflegen, verloren, ist vollständig geruch- los und reinlich wie Quarz. Nauru hat eine Flächenausdehnung von noch nicht ganz 2000 Hektar und ist von einem Riff umgeben, dessen Breite zwischen 80 und 120 m wechselt. Vom Anfsenrande des Riffes fällt die Insel in einem Winkel von etwa 45 Grad in gewaltige Meerestiefen ab. An der Hochwasserlinie zieht sich in einer durchschnittlichen Breite von 100 Metern ein Gürtel ziemlich ebenen Landes von mäfsiger Erhebung um die ganze Insel herum. Hier liegen die Kokospflan- zungen der etwa 1500 Köpfe zählenden Eingeborenen. Im Südwesten der Insel befindet sich eine etwa fünf Fufs tiefe Lagune, deren gröfste Breite etwa 600 Meter mifst; sie ist von einem Kranze Kokospalmen umsäumt und wird von den Eingeborenen zur Fischzucht benutzt. Nauru ist der Sitz eines Kaiserl. Bezirksamtmanns und sowohl die Boston- Mission als neuerdings auch die Herz- Jesu- Gesellschaft haben hier Missions- niederlassungen errichtet. Die Insel wird häufig von lang anhaltenden Dürren heimgesucht und pro- duziert im Durchschnitt jährlich nur etwa 150 Tons Kopra. In diesen unbe- deutenden Handel teilten sich seither die Jaluit-Gesellschaft und die in London domizilierte Pacific Islands Co. Dieser war von der englischen Regierung die ausschliefsliche Ausbeutung der auf Ocean-Island gefundenen Phosphatlager übertragen worden, während die Ausbeutung der Naurufunde zu den der Jaluit- Gesellschaft verliehenen Privilegien gehört. Die Ausbeutung derartiger Ablagerungen erfordert, wie leicht verständlich, bedeutende Mittel, umsomehr als beide Inseln jeglichen Hafens entbehren und geeignete Einrichtungen für Mafsenverladung hier nur mit grofsem Kostenauf- wand geschaffen werden können. Im nationalen Interesse wäre es sicherlich erwünscht gewesen, dafs der Abbau so wertvoller Ablagerungen von einer deutschen Gesellschaft unter- nommen worden wäre; unter den gegebenen Verhältnissen mag jedoch die kürz- lich erfolgte Bildung einer deutsch-englischen Gesellschaft, der Pacific Phosphate Co., mit einem Kapital von 250 000.^, als glückliche Lösung betrachtet werden, da hierdurch die Ausbeutung der Lager beider benachbarten Inseln einheitlich betrieben werden wird und sowohl der Jaluit-Gesellschaft, als auch einem be- deutenden deutschen Aufbereitungswerk an dem Unternehmen ein erheblicher Anteil umd genügender Einflufs auf die Leitung gesichert worden ist. Wie wir hören, ist die Pacific Phosphate Co. augenblicklich mit der Prüfung verschiedener Projekte für Mafsenverladung beschäftigt, unter welchen das von A. Bleichert iV' Co., Leipzig, ei^ngereichte, das eine weit ausladende Schwebebrücke mit Drahtseilbetrieb vorsieht, eine der ersten Stellen einnimmt. Hanseatische Kolonisations-Gesellschaft m. b. H., Hamburg. In der vorhergehenden Nummer wurden über den Jahresbericht der Gesell- schaft Mitteilungen gemacht und gleichzeitig berichtet, dafs die Gesellschaft beabsichtige, ihr Kapital um 350 000 Mk. auf 1 500 000 Mk. zu erhöhen. Den Bemühungen der Leiter der Gesellschaft ist es nicht gelungen, diese Mittel auf- zubringen, du nur Zeichnungen in Höhe von ca 200 000 Mk. eingingen. Von dem Aufsiciitsrat war deshalb zum 12. Februar eine auf^erordentliche Versammlung der Gesellschafter einberufen, um über weitere Malsnahmcn zur Aufliringung von Mitteln Beschlufs zu fassen. — 135 — In der Versammlung, in welcher von 96 Gesellschaftern mit 1153 Stimmen, 47 mit 597 Stimmen anwesend oder vertreten waren, berichtete der Vorsitzende Herr Eechtsanwalt Dr. Scharlach, Hamburg, eingehend über die Entwickelung nnd den jetzigen Stand des Unternehmens und führte u. a. folgendes aus: Die Gründung der Gesellschaft erfolgte Ende März 1897 mit einem Ka- pital von 1100 000 Mk., da es nicht gelang, Zeichnungen in Höhe des vorge- sehenen Kapitals von 1500000 Mk. zu erlangen und die Übernahme der Kon- zession des Kolonisationsvereins von 1849 auf 650000 ha nicht hinausgeschoben werden konnte. Infolge der verspäteten Bestätigung der deutschen Reichs- regierung, welche erst im November 1898 erfolgte, gingen nahezu 2 Jahre ver- loren. Bei dem günstigen wirtschaftlichen Stande in Deutschland in den Jahren bis 1901 war die Auswanderung nur eine minimale, im Jahre 1902 stieg die Zahl der Auswanderer nach dem Gebiete der Gesellschaft aber bereits auf 1000 und eine weitere Steigerung für die nächsten Jahre ist als ziemlich sicher anzunehmen. Bei der Gründung der Gesellschaft war ein jährlicher Aufwand von 300 000 Mk. vorgesehen, welcher dann nach fünf Jahren durch die dann rasch steigenden Einnahmen gedeckt werden sollte. Hierbei war allerdings eine jährliche Einwanderung von 1000 Personen zu Grunde gelegt. Diese Zahl ist in den ersten vier Jahren nicht erreicht, dagegen ist mit den vorgesehenen Aufschliefsungsarbeiten in der festgesetzten Weise vorgegangen. Bis heute hat die Gesellschaft rund 175000 ha von ihrer Konzession perimetrisch vermessen lassen und dafür etwa 250 000 Mk. bezahlt. 250 000 Mk. waren an den Koloni- sationsverein von 1849 zu bezahlen, wovon allerdings ein Teil in Gegenrechnung wieder au die Gesellschaft zurückvergütet wurde, rund 700 000 Mk. sind für die Aufschliefsung des vermessenen Gebietes verwendet. Die flüssigen Mittel reichen nur noch bis Ende März d. J., und ist es des- halb erforderlich, sofort Schritte zur Aufbringung weiterer Mittel zu tun, nach- dem die Erhöhung des Kapitals durch Ausgabe von Anteilscheinen zu den gleichen Bedingungen wie die früheren nicht gelungen ist. Der Aufsichtsrat brachte darauf folgende Anträge ein, welche einstimmig Annahme fanden, und deren Annahme auch seitens der nichtanwesenden Ge- sellschafter als gesichert erscheint. 1. Es wird beschlossen, das Stammkapital der Gesellschaft von 1 153 000 Mk. um bis zu 500 000 Mk., also auf 1653 000 Mk. durch Ausgabe von Vorzugsan- teilen im Gesamtbetrage von bis zu 500 000 Mk. zu erhöhen. 2. Falls eine für die Weiterführung der Gesellschaft genügende Summe durch Ausgabe von Vorzugsanteilen nicht aufgebracht werden kann, ist eine An- leihe von bis zu 500 000 Mk. unter bestmöglichen Bedingungen für die Gesell- schaft aufzunehmen. Zum Schlufs wies der Vorsitzende nochmals auf die nationale Bedeutung des Unternehmens hin, welches wie nur selten, gi'ofse ideale Ziele mit den Aus- sichten auf eine gute Verzinsung des Aktienkapitals verbinde. Die wirtschaft- liche Bedeutung des Unternehmens für das Deutschtum in Brasilien steht über allem Zweifel und bleibt nur zu hoffen, dafs die neuerdings eingeleiteten Be- mühungen zur Aufbringung weiterer Mittel von gutem Erfolg begleitet sein mögen. Die Teilnehmer des deutschen Kolonialkongresses 1902 sollten durch die Praxis beweisen, dafs es ihnen mit der einstimmig gefafsten Resolution: rDie Ansiedelung deutscher Kolonisten in Südbrasilien durch deutschen Unter- nehmungsgeist, deutsches Kapital und deutsche Handelspolitik tatkräftig zu unterstützen", wirklich auch ernst gemeint war. Tropenpflanzer 1903, Heft 3. ' 9 — 13(5 — « |V/ ^ V/I ■ >»»»» »g^Aus (leutschen Kolonien. ^^ Schädlinge der Kokospalme im Bismarckarchipel. Die Nen Guinea Compagnie übersandte dem Kolonial - Wirtschaftlichen Komitee zur Untersuchung eine Flasche mit Kokosblättern in Alkohol ans Herbertshöhe, auf welchen sich verschiedene Schädlinge, welche das Gedeihen der Palmen in hohem Mafse schädigen, befinden. Gleichzeitig wurden einige von dem Administrator Herrn Geisler verfertigte Präparate beigefügt, welche diese Schädlinge zeigen. Gutachten von Professor Dr. M. Hollrnug, Versuchsstation für Fflanzeuschutz der Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen, Halle a. S. Im Besitz Ihrer Zuschrift vom 12. November lasse ich Ihnen das Ergebnis der Untersuchung an dem unter dem 2. September eingeschickten Präparate, soweit es bis jetzt gediehen ist, zukommen. Das eingesandte Material enthält drei Sorten von Schädigern: 1. Milben, 2. eine Schildlaus, 3. einen bezw. zwei Pilze. Die Milben gehören drei verschiedenen Arten an, und zwar bildet die mit a bezeichnete Acaride eine Spezies, während die mit b bezeichnete aus zwei Spezies besteht. Es ist mir bis zurzeit noch nicht möglich gewesen, mit Genauigkeit festzustellen, welcher Gattung die Spezies zuzurechnen ist. Die als b bezeichneten Milben sind zum Teil eine in die Nähe von Tetranychopsis zu stellende Art, zum Teil handelt es sich um Bdella lignicola oder eine dieser ganz nahe verwandte Spezies. Eine von ihnen, den Mnndwerkzeugen nach die mit Bdella verwandte Milbe, dürfte mit Bestimmtheit die Ursache des lang- gestreckten, zwischen den Gefäfsbündeln der Palmenfieder sich entlang ziehenden, linien förmigen Frafses sein. Ob die mit a bezeichnete, die Mehrzahl der vor- handenen Milben bildende Art, an dem Frafse gleichfalls beteiligt ist, kann zweifelhaft sein, es würde hier aber die Beobachtung der Natur für die Be- urteilung der Milbe ausschlaggebend sein. Die im grofsen und ganzen nur in geringen Mengen auf den Blättern sitzende Schildlaus ist Aspidiotus destructor, eine Verwandte der San Jose- Laus. Der Schädiger hat sich, wie früher schon, so auch in neuerer Zeit, in mehreren Tropengegenden unliebsam bemerkbar gemacht, so neuerdings in Togo und auf der Karolineninsel Yap. Auf den geschwärzten Stellen des Blattes finden sich in gröfserer Anzahl kleine schwarze Pünktchen, die Pykniden eines Pilzes, dessen Zugehörigkeit sich aus dem vorliegenden Material nicht ohne weiteres bestimmen läfst. Da- neben findet sich ein grünlich-graues, septiertes, gekröseartig verschlungenes Mycel vor, welches kleine, dreiteilige, ebenfalls grau-grün gefärbte Conidien abschnürt. Es sind das die von dem Einsender CP^ förmig gezeichneten Ge- bilde. Ich vermute, dafs es sich um den Pilz Pestalozzia palmarum handelt, den seinerzeit Cook e in seinen „Cocoa-Palm Fungi" beschrieben hat. Was die Bekämpfung anbelangt, so glaube ich, dafs es nicht notwendig ist, irgend welche Mafsnahmen gegen den Pilz zu ergreifen, da derselbe nach den bisherigen Erfahrungen sich nur auf abgestorbenen Teilen der Palmpflanze ansiedelt. Ebenso ist es mir fraglich, ob es sich lohnt, etwas gegen die Schildläuse zu unternehmen, da deren Zahl, wie schon erwähnt, gegenwärtig — 137 - noch zu gering 'ist, um Mafsnahmen, die doch immer mit Kosten verbunden sind, zu rechtfertigen. Anders verhält es sich mit den Milben, wobei es un- erörtert bleiben kann, ob nur eine oder zwei von ihnen wirklich schädlich sind. Die in Anwendung zu bringenden Gegenmittel würden natürlich sämtliche Milbenarten, welche sich auf den Kokoswedeln vorfinden, treffen. Leider ist in der mir vorliegenden Zuschrift nicht gesagt, ob die Schädigungen sich auf alten Palmenbeständen oder auf jungen Anpflanzungen vorfinden. Sollte es sich um alte Bäume handeln, so ist naturgemäfs nur wenig zu tun. Das einzige, was sich hier empfehlen läfst, ist, die Zuwanderung von Milben den Stamm entlang zu verhüten, und das würde am besten durch Anwendung von Raupenleim oder sonst einem, gleich an Ort und Stelle gewinnbaren , längere Zeit klebrig bleibenden Stoffe geschehen können. Am einfachsten wäre es, wenn das Klebe- mittel in Form eines 10 bis 15 cm breiten Ringes etwa in Manneshöhe um den Palmenstamm gestrichen werden könnte. Sollten Bedenken herrschen, das Klebmittel direkt auf den Stamm zu streichen, so müfste der Stamm zunächst mit dickem Papier umbändert und der Raupenleim auf das Papierband ge- strichen werden. Selbstredend ist dieses Verfahren nicht so wirkungsvoll wie das erstgenannte, weil bei der Kleinheit der Milben es leicht geschehen kann, dass zwischen Stamm und Papier Tiere hindurchkriechen. Sofern es sich um eine junge Anlage handelt, steht eine Mehrzahl von Mitteln zur Verfügung. Man kann erstens eine Überkleidung der Palmenwedel mit einer giftigen Substanz vornehmen, und mau kann zweitens die Milben direkt mit einer sie tötenden Flüssigkeit oder einem gasförmigen Körper in Berührung bringen. Für die Vergiftung der Blätter möchte ich die Anwendung von Schweinfurter Grün in Kupferkalkbrühe empfehlen, wie sie auf Seite 121» meines Handbuches der Bekämpfungsmittel angeführt ist, und glaube ich auf Grund von inzwischen gemachten eigenen Erfahrungen zu folgender Abänderung der dort gegebenen Vorschrift raten zu dürfen. 1 kg Kupfervitriol wird auf 50 Liter Wasser gelöst, 1 kg gebrannter Kalk wird abgelöscht und zu 50 Liter Kalkmilch verdünnt, alsdann wird unter be- ständigem Umrühren die Kalkmilch in die Kupfervitriollösung gegossen. Dem- nächst sind 100 g Schweinfurter Grün mit ganz wenig Wasser zu einem steifen Kleister zu verrühren und allmählich durch Zusatz kleiner Mengen Wasser bis zu einer suppenartigen Konsistenz zu verdünnen. Diese Suppe von Schwein- furter Grün wird unter Umrühren der Kupferkalkbrühe in diese hineingeschüttet. Die Mischung mufs in hölzernen Gefäfsen vor sich gehen, die Verteilung des Mittels über die Palmenwedel hat unter Benutzung einer sogenannten Tornister- spritze, welche einen sehr feinen Flüssigkeitsdunst liefert, zu erfolgen. Sollte sich die Mischung anfangen zu Boden zu setzen, so mufs durch Aufrühren derselben Sorge dafür getragen werden, dafs sie ganz gleichmäfsig verteilt ist. Unter den die Milben direkt vergiftenden Stoßen (sogenannte Kontp,kt- mittel) könnten in Betracht kommen: 1. gewöhnliche Schmierseife, 2. Emulsionen von Fetten und Ölen, 3. Blausäure, 4. Schwefelwasserstofi". Am sichersten würde nach den bisher gemachten Erfahrungen die Blau- säure wirken, wenn sie nach dem sogenannten kalifornischen Verfahren an- gewendet wird. Ich glaube indessen, für die Verhältnisse im Bismarckarchipel zur Benutzung dieses Mittels nicht raten zu können. Zweckmäfsiger erscheint mir schon eine Schmierseifenlauge, welche nicht ülter 2V2 kg Schmierseife auf 9* — 138 — 1(K) Liter Wasser enthalten dürfte. Fast ebenso gut in der Wirkung wurde eine Brühe aus sogenannter Schwefelleber nach folgender Vorschrift sein; Schwefelleber 2 bis 5 kg, Wasser 100 kg. Das Kilo Schwefelleber kostet fjü Ff., beim Bezug im grofseu 50 Pf. Die Wirkung der Schwefelleber beniht darauf, dafs sie kleine Mengen Schwefel- wasserstoff abgibt, welche zur direkten Vergiftung der Läuse durcli die Luft- wege führt. Die Schmierseifenlösung würde eine Kleinigkeit billiger sein, da das Kilo Schmierseife beim Bezug im gi-ofsen für 44 Pf. erhältlich ist. Für eine sechs- bis siebenjährige Palme rechne ich bei Vorliandensein einer zweckmäfsigen Tornisterspritze 8 bis 10 Liter Flüssigkeit. Es würde also eine Palme von dem genannten Alter für etwa 10 Pf. Schmierseife erfordern. Ich möchte schliefs- lich bemerken, dafs keines der hier angefüJirten Verfahren die jeweilig vor- handenen, auf den Blättern verstreut liegenden Eier der Milben vernichtet, wie es überhaupt unnemein schwierig ist, gerade die Eier der schädlichen Insekten zu vertilgen. Aus diesem Grunde würde erforderlich sein, etwa 14 Tage bis 3 Wochen nach der ersten Behandlung der Bäume eine sorgfältige Besichtigung derselben und. falls sich neue junge Milben noch vorfinden sollten, eine zweite Bespritzung vorzunehmen. Ramie aus Deutsch-Ostafrika. Die ei'ste gröfsere Sendung von einer Tonne Ramie, die von der Friedrich lloffmann- Pflanzung in Deutsch - Ostafrika stammt, erzielte bei der Ersten deutschen Ramie -Gesellschaft zu Emmendingen einen Preis von rund 640 Mk.. und würde mehr erzielt haben, wenn nicht der Verlust bei der Degummierung ein ungewöhnlich hoher gewesen wäre (36 pCt. gegen sonst höchstens 27 bis 28 pCt,), und dies war ein Zeichen, dafs die Faser entweder sehr viel Gummi- stoff enthält, oder aber in frischem Znstande nicht genügend gewaschen ist. Eine dem Kolonial -Wirtschaftlichen Komitee überlassene Probe dieser Faser wurde durch Vermittlung der Neu Guinea Compagnie einem Broker in London zur Besichtigung vorgelegt. Seine Ansicht über dieselbe lautet, was Länge und Stärke der Fasern betrifft, sehr günstig. Der augenblickliche Marktwert der Probe wird auf 25 Pfd. Sterl. per Ton loco London geschätzt. Auch wurde die Ramieprobe mit Chinagras in Vergleich gezogen und dabei gefunden, dafs sie nicht so sorgfältig präpariert ist und zu viel Gummi und Rinde aufweist; eine Folge davon ist. dafs die Farbe schlecht fällt. Wenn die Faser, wie in China, ordentlich gereinigt würde, so besteht kein Zweifel, dafs der Wert der Faser bedeutend gehoben würde. Wahrscheinlich würde er sich auf 32 bia 35 Pfd. Sterl. per Ton stellen. Das Muster wurde dann noch an zwei voneinander unabhängigeji Stelle)) einer technischen Prüfung unterzogen. Das Ergebnis derselben bestätigte, dafs die Stärke und Länge der Faser ausgezeichnet ist. Wenn die Faser ordentlich gereinigt und präpariert sein würde, und die kleinen Stücke Rinde, welche noch an den Fasern hängen, entfernt würden, so ist es zweifellos, dafs das Produkt im Werte dem besten Chinagras kaum nachstehen, also etwa 35 Pfd. Sterl. per Ton wert sein wird. Der Besitzer der Friedrich Hoffmann-Pflanzung, Herr Reg. -Baumeister a. D. Kurt Hoffmann, warnt aber davor, an dieses verhältnismäfsig günstige Er- gebnis i)-gend welcljc überschwengliche Hoffnungen zu knüpfen, da die Ramie- felder nicht so gut gediehen sind, wie er dies früher erhofft habe, und er daher — 139 — die Kultur trotz des erzielten, verhältnismäfsig günstigen Preises vorläufig auf- gegeben habe. Woran es liegt, dafs der Wuchs der Pflanze später nachgelassen hat, liefs sich selbstredend nur an Ort und Stelle beurteilen. Er habe von vorn- lierein für die Kultur künstliche Bewässerung vorgesehen, diese sei aber offenbar nicht eingerichtet oder funktioniert nicht in der richtigen Weise. Immerhin ist zu hofifen, dafs diese Versuche, sei es von privater Seite, sei es von der Regierung, wieder aufgenommen werden, selbstverständlich aber in Ostafrika nur an bewässerbaren oder von Natur feuchtgrundigen, aber kein stehendes Wasser enthaltenden Orten. Bericht über die Untersuchung von Melonenkernen aus Togo. Von Dr. G. Fendler. Die am 28. November 1902 hier eingegangenen Melonenkerne aus Togo sind durchschnittlich etwa 1,9 cm lang und 0,8 bis 0,9 cm breit, ungefähr von Mandelform. Die helle, holzig-lederartige, leicht zu entfernende Samenschale umhüllt einen weifsen, milde-ölig schmeckenden Samen. Es beträgt der Anteil der Schalen 20,5 pCt. „ Kerne 79,5 „ Die ganzen Samen enthalten 6,5 pCt. Wasser , , Schalen , 9,5 . „ , _Kerne , 5,8 „ Durch E.xtraktion mit Äther wurde den Samen ein hellgelbes, fast geruch- loses Öl von mildem Geschmack entzogen. Die Menge desselben betrug auf die getrockneten Kerne allein l>erechnel 46,5 pCt. Auf die ganzen nichtgetrockneten Samen berechnet 34,8 pOt. Das Öl zeigt folgende Konstanten: Erstarrungspunkt 5° Schmelzpunkt 5,5° Erstarrungspunkt der Fettsäure 36,0° Sclmielzpunkt der Fettsäure 39,0^ Säurezahl 4,81 Verseifungszahl 193,27 Esterzahl^ 188,46 Jodzahl 101,5 Die entsprechenden Zahlen für Olivenöl und Cottonöl sind folgende: Olivenöl. Cottonöl Erstarrungspunkt ....... 2° unter 12° Schmelzpunkt — — Erstarrungspunkt der Fettsäure . . 22—26° 36,0° Schmelzpunkt der Fettsäuren . . . 26—28° 34-38° Säurezahl — — Verseifungszahl 188—203 191—198 Esterzahl — — Jodzahl 82—85 102-110 Das Öl zeigt somit einige Verwandtschaft mit dem Cottonöl, ist vor diesem jedoch besonders durch den niedrigen Erstarrungspunkt ausgezeichnet. Es dürfte voraussichtlich für viele Zwecke, vielleicht auch als Speiseöl, geeignet sein, jedoch kann hierüber erst ein abschliefsendes Urteil gefällt werden, wenn genügendes Untersuchnngsniaterial vorliegt. ►^•>;» — MO - /^ V Aus fremden ProduktHnis^ebieteii. v\ ^ r^i r\ • Kautschuk der portugiesischen Kolonien. Die WiederHUslulir von Kautschuk der portugiesischeu Kolonien Afrikas durch das Zollhaus von Lissabon betrug vom 1. Januar bis 30. .September 1902 186919K kg im AVert von 1839 817 Milreis. In der gleichen Periode des Jahres 19(»1 l)etrug sie 1973 829 kg im Wert von 2 479 767 Milreis, also hat sie an Quantität etwas, an Wert bedeutend ab- genommen. Die Ausfuhr von Kautschuk aus dem Distrikt Bengnella i Angola i während des Jahres 1902 betrug 470 275 kg, weit weniger als in den vergangenen Jahren, denn es wurden exportiert: 1895 1 306 0(X) kg, 1896 1 605 800 kg, 1897 1 6^'6 247 kg, 1898 2 246 431 kg, 1899 1 862 201 kg, 1900 1 228 955 kg, 1901 1 271 645 kg. Die Ursache dieser Abnahme im letzten Jahre war die Empörung der Neger von Bailundo, welche glücklicherweise November 1902 durch die Strafexpedition des portugiesischen Militärs beendet wurde. Neuerdings sind schon wieder Neger- karawanen in Benguella angekommen, die aus dem inneren Angola Kautschuk und andere Produkte brachten, und die Wege sind schon wieder frei. Von Mossamedes wird gemeldet, dafs Herr Dr. Jose Pereira do Nassi- mento vor kurzer Zeit eine Forschungsreise in die Regionen von Pungo-Andongo, Bardo und Kuanza gemacht hat, und dafs er daselbst eine grofse Menge sehr guter Kautschukpflanzen angetrofifen hat. Er nennt nicht die Namen der- selben, aber es werden wahrscheinlich Landolphias sein. Die Eingeborenen dieser Gegenden kennen noch nicht die Gewinnungs- methoden des Kautschuk und deshalb sind alle diese Pflanzen noch unberührt. Sobald sie richtig angezapft werden, dürfte ein grolser Kautschukexport aus dieser Provinz die Folge sein. In Concei9aö und in Sombo (Mozambique) hat die Companhia do Luabo grofse Pflanzungen von Kautschukpflanzen, meistens Manihot Glaziovii, und sie hofl"t in kurzer Zeit init dem Anzapfen der Bäume beginnen zu können. Dieselbe Compagnie besitzt auf ihren Ländereien auch Pflanzungen von vielen Tausenden Exemplaren von Kokospalmen, die in jeder Beziehung sehr gut stehen. Coirabra. Ad. F. Moller. Balata in Brasilien. Während bisher die als Ersatz von Guttapercha dienende Balata fast nur in Guyana und im unteren Flufsgebiet des Orinoco gewonnen wurde, und eine Erschöpfung der Bestände in relativ naher Zukunft zu befüchten war, hat sich jetzt herausgestellt, dafs Balatabäume in den beiden brasilianischen Provinzen Para und Amazonas weit verbreitet sind; auch am Purus, Acre und anderen Nebenflüssen des Amazonas sollen die Bäume vorkommen. Sie finden sich in den Wäldern, teils einzeln, teils in gröfseren Gruppen. Das aus dem Milchsaft der Bäume gewonnene Produkt soll dem in Guyana gewonnenen nichts an Güte nachgeben, vielleicht eher noch besser sein. Die Gewinnungsmethode weicht von der Kautschukgewinnung recht ab. Der Ertrag eines Balatabaumes beträgt im Durchschnitt etwa 3V2 Pfund, ein tüchtiger Arbeiter kann täglich 40 bis 50 Pfund gewinnen. Der Saft wird erst einer Art GärungsproreCs unterworfen - 141 - und die koagulierte Masse dauu an der Sonne getrocknet 's. näheres Preul's, Expedition nach Central- und Südamerika, herausgegeben vom Kolonial -Wirt- schaftlichen Komitee, 1901, S. 392'. Infolge der geringeren Herstellungskosten aoU die Produktion von Balata bessere Gewinnchancen bieten als die des Kautschuks. Es werden schon Konzessionen zur Ausbeutung der Balatabäume enthaltenden Wälder von der brasilischen Eegiernng ausgegeben und auf einer solchen Konzession ist auch schon mit der handelsmäfsigen Herstellung der Balata begonnen worden. Kakaoexport der portugiesiscli- afrikanischen Kolonien. In den Jahren 1896 bis 1900 wurden folgende Mengen exportiert: Von S. Thome und Principe: nach Deutschland 20341272 kg , England 17 870 377 , „ Holland 4 639 190 „ , Belgien 2 595 784 „ , Frankreich 2 443 385 „ , Italien 789 505 ,. „ Vereinigte Staaten von Nordamerika . . 450889 „ , Spanien 341 325 „ „ Österreich 245 870 , „ Rufsland 142 010 „ „ Dänemark 12 822 . „ Schweden und Norwegen 11 887 _ , Portugal 390 754 ., 50 275 070 kg Von Angola: nach Deutschland 78 898 kg „ England 19 316 , „ Spanien 6 386 , „ Frankreich 5 199 „ , Holland 1 694 , „ Portugal _^ 7 461 „ 118 954 kg Von Cabo Verde: nach England 629 kg Von Mozarabique: nach Portugal 65 kg Von dem Kakao von Angola stammt der meiste aus Cabinda, von dem Kakao von Cabo Verde kommt der meiste von der Insel S. Thiago. Der Kakao geht gröfstenteils von den portugiesischen Besitzungen in portu- giesischen Schifien direkt nach Lissabon und wird von hier wieder ausgeführt nach den verschiedenen fremden Ländern. Der direkte Export von den portu- giesischen Kolonien nach fremden Ländern ist nur sehr gering. Während der Jahre 1896 bis 1900 hat Portugal eingeführt vom Auslande 6490 kg Kakao sowie 157 791kg Schokolade und präparierten Kakao in Pulverform; aufserdem hat Portugal ausgeführt nach seinen Besitzungen 740 kg Schokolade und Kakao in Pulverform. In Lissabon und Oporto gibt es einige Schokoladefabriken, aber die Schokolade ist nicht so fein wie die gute Schokolade der Schweiz, Spanien etc. In Lissabon gibt es ferner auch eine Fabrik von Kakao in Pulverform und dieses Produkt soll recht gut sein. Coimbra. Ad. F. Mo Her. — 142 — ft A Veriiiisclites. — v A • ->»>>»»:>:> «««««« g- dl T) -xy Neues über die Matöfrage. üafs Südbrasilien die Länder an der Ost- und Westküste Südamerikas mit Mat6 versorgt, ist bekannt; die Hauptexporteure sind die Staaten Paranä und Matto Grosso, demnächst St. Katharina und Rio Grande do Sul. Unter der Regierung des Ex-Präsidenten Dr. Campos Salles in Brasilien wulste der da- malige Finanzminister Joaquim Murtinho seiner in Matto Grosso sefshaften Familie ein Moiiopol in die ITände zu spielen, nach welchem der Familie des Kx-Ministers Murtinho das alleinige Recht der zollfreien Exportatioii von Mat6 aus Mutto Grosso auf Dezennien hinaus gesichert wurde; jenes Monopol ist die Ursache der fortwährenden politischen Unruhen und Revolutionen im Staate Matto Grosso. Die vom Schreiber in Nr. 3 des „Tropenpflanzer- 1902 ausgesprochene und von den weitesten Kreisen geteilte Hoffnung auf eine Besserung der Lage der ersten Produzenten des Mat6 (der armen Herveros in Paranä; hat sich nicht realisiert, da das Syndikat in Buenos Ayres von seinem Projekte eigene Matemühlen an den Ufern des Rio de la Plata zu erbauen — zurücktrat und deshalb von einem Export des „Rohmate" keine Rede mehr sein konnte. Da nun aber die Matefrage in Paranä einmal aufgerollt war, so wufste krasse Be- reicherungssucht eines einzelnen die Lage zu selbstsüchtigen Zwecken auszu- beuten. Der „Mandachuva"*) von Paranä (politischer Chef) legte dem Staats- kongresse einen Gesetzentwurf vor, nach welchem je 10 kg präparierten Matös mit einem Exportzoll von 450 Reis (heutiger Kurs 45 Pfennige i d. h. SOO/^ des effektiven Wertes belegt wurden und der gehorsame Staatskongrefs genehmigte ein Gesetz, welches Tausenden von armen Caboclern und Fafsmachern das au und für sich schon kärglich bemessene tägliche Brot noch mehr verkümmerte, denn jenen Exportzoll von 450 Reis per 10 kg Mate tragen nicht die Matemühlen- besitzer, sondern letztere kürzen denselben an dem Verdienste der armen Herveros und Fafsmacher. Durch jenes Gesetz ist das Mat^geschäft in Paranä vollständig lahm gelegt und den Monopolisten in Matto Grosso Vorschub ge- leistet, d. h. in die Hände gearbeitet worden. Ein „Trust" unter den Mateexporteuren Südbrasiliens, welcher den Preis des Mate auf den südamerikanischen Märkten diktiert, liegt durchaus im Bereiche der Möglichkeit und ist nur eine Frage der Zeit. Welche hochwichtige Stellung, einem derartigen „Mat6- Trust" gegen- über, eine ausgedehnte Matekultur in Deutsch-Südwestafrika für die Zukunft auf den südamerikanischen Märkten einnelimen würde, dürfte nicht nur dem praktischen Kolonialpolitiker, sondern selbst dem Laien leicht verständlicli sein. Eine direkte, regelmäfsige Dampfschiff'ahrtsverbindung zwischen Buenos Ayres und Swakopmund, welche auf der Hinreise Mehl und andere argentinische Landesprodukte nach Deutsch-Südwestafrika bringt, dürfte sich leicht einrichten lassen, sobald Rückfracht für die betrelfenden Schifi'e vorhanden ist, und diese kann in der Zukunft — Mat6**) — sein. A. Papstein — Curityba. So richtig auch die Ausführungen sein mögen, so möchten wir doch be- zweifeln, dafs es in absehbarer Zeit möglich wird, in Deutsch-Südwestafrika *) Der dem Regen befiehlt, •xx Vergleiche Exportziffern in Nr. 1 pro 190() des „Tropenpflauzer". — 143 — eine Matekultiir zu schaffen. Es könnte höchstens im Ambolande sein, aber auch da ist es sehr zweifelhaft, ob die Regenmengen genügen. Vorläufig be- sitzen wir dort noch nicht einmal eine landwirtschaftliche Versuchsstation und bis eine solche die Matefrage praktisch erprobt haben wii-d, dürfte noch mancher Matetrust sich gebildet und wieder aufgelöst haben. Wg. Lage der Indig-oindustrie. Sal. Schönlank Söhne Nachf. (Berlin — Kalkutta i, eine der bedeutendsten Indigofirmen, schrieben kürzlich der „Voss. Zeitung" bezüglich der alarmirenden Nachricht englischer Blätter über den augeblichen Verfall der indischen Indigoindustrie einen die folgenden bemerkenswerten Daten enthaltenden Brief: Die Schliel'sung einer einzelnen Faktorei in Bi'itisch-Indien mag vor- gekommen sein ; das von einer solchen hergestellte Quantum beläuft sicli vielleicht auf 50 Kisten (etwa 6500 kg), mit deren Wegfall aber die Indigoiudustrie niclit als „untergegangen" bezeichnet werden kann. Die jetzt in Kalkutta zum Ver- kaufgelangende vorjährige Ernte der Provinzen Nieder-Bengalen, Behar, Benares und Oudh beträgt etwa 1485(100 kg; ferner wurden in den Südprovinzeu ge- erntet etwa 1 134,000 Mk. zusammen allein in Britisch-Indieu etwa 2 619,000 kg. Von einer Einstellung des Indigoanbaues in ßritisch-Indien kann also nicht die Rede sein. Aufser obigen Indigoernten kommen noch in Betracht diejenige von Niederländ. Indien mit etwa 6750 Kisten oder 500 000 kg, ferner von Zen- tral- Amerika mit 3000 Seronen oder 210000 kg. Die Gesamterzeuguug von In- digo im vorigen Jahr stellt sich somit auf ungefähr 3 330 000 kg. Der flotte Verkauf der wie gewöhnlich in Kalkatta seit Ende Dezember stattfindenden Indigoauktionen zeigt zur Genüge, dafs das natürliche Produkt noch immer be- gehrt ist und seinen Platz nach wie vor trotz des künstlichen Indigos behauptet. Die Aussichten für die Ernte 1903/1904 sind nach soeben von Kalkutta ein- gelaufenen Nachrichten die denkbar günstigsten. In allen Distrikten ist ge- nügende Feuchtigkeit vorhanden, um das Säen unter den besten Bedingungen vornehmen zu können, so dafs man allgemein behauptet, dafs in diesem Jahr ein weit gröfseres Areal bebaut werden soll, als im vergangenen. Die Indigo- industrie in Ostindien besteht also weiter fort. Deutsche Kolonialschule zu Witzenhausen. Die Deutsche Kolonialschule zu Witzenhausen a. d. Werra verööeutlicht soeben die neueste Nummer ihrer Nachrichten hefte „Der Deutsche Kulturpionier" und zwar ein reich illustriertes, gut ausgestattetes Doppelheft (Preis 2 Mk., der ganze Jahrgang 3,50 Mk.), das eine vielseitige Übersicht von den Bestrebungen der Anstalt bietet. Bei Durchsicht des Heftes gelangen wir zu der Überzeugung, dafs die Deutsche Kolonialschule in den fast vier Jahren ihres Bestehens die auf sie gesetzten Hoffnungen vollauf rechtfertigt. Bereits sind 54 junge Männer als deutsche Kulturpioniere in die ver- schiedensten Länder der Erde hinausgezogen, und sie haben sich in ihren mannigfaltigen Stellungen als durchaus tüchtig erwiesen. Im gegenwärtigen Winterhalbjahr wurden 60 Schüler aufgenommen. Der umfangreiche und sehr vielseitige Lehrplan zeigt, dafs diese Bildungsanstalt in Theorie und Praxis alles bietet, was für den Kolonialberuf, namentlich für den Pflanzer, Viehzüchter, Kolonialbeamten, Kolonisten etc. notwendig ist. Für die praktischen Übungen bieten die ausgedehnte Gärtnerei nebst Baumschulen (70 000 Stämmchen) und Gewächshäusern sowie das landwirtschaft- liche Areal mit seinen 450 Morgen Ackerland, 30 Morgen Wiesen und über — 144 — 200 Morgen Hutungeu, die Molkerei, der reiclie Yielistand und die inden 40, huwie vou jedem Annoncenbureau entgegenf^enommen. Hoflieferant Sr. Majestät di'S Kaisers und ESnigs nnd Sr. K. Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schwerin. HuiiptgeschJlft u. Yersand- Abteilung : Berlin SW.19, Leipzigerstrasse 51, (I. 5680.; Zweig'g'esehäfte : Berlin, Schillstr. 16. , Kantstr. 22. , Alt-Moabit 121. Breslau, Trebnitzerstr. 24. Dresden, Zahnsgasse 8. Kassel, HohenzoUenistr. 40. Koblenz, Neumarkt 7. Leipzig, Schulstr. 12. München, Schellingstr. 74/0. Wiesbaden. Gr. ßur!r den Linden 40. Gedruckt und in Vertrieb bei E. .S. Mittler & Sohn in Berlin SW12, Kochstr. 68—71. fitmal-^itif^ajiti^^^ Komitee (bc^vünbet 1(896). Begründet im ^ahrc 1896 und ausgestattet mit den Rechten einer juristisdien Person, wirht das Kolonial -Älirt- od^aftlicbe Komitee unter Verzicht auf Hgitation und Polemik im Interesse der Hllgemeinheit durch fad^gemäfse Husführung grundlegender wirt- schaftlidier Pionierarbeiten in den Kolonien und über- seeisd)en Interessengebieten u. a. durch: deutschen Kolonien zwedts Rentabilitätsnachweises bestimmter wirtschaftlicher Clnternehmungen, bczw. mo9lid)ster "Verhütung ron f^cblschlägen; ßesdiaffung und Verteilung ron Saatgut; chemische und technisdie Untersuchungen kolonialer Produkte; Veröffentlichungen über Kolonialwirtsdiaft: Zeitschrift „Der Cropen- pf lanzer" — „Kolonial - I>andels - Hdrefsbuch" — „Kulturen der Kolonien" — „6xpeditionen des K. 5Cl. K." Beteiligung an Kolonialausstellungen und Schulsammlungen. ]^Iit- wirkung an der Grrichtung einer Reichs -f)andelsstclle, landwirt- schaftlichen Reichsstelle, Kolonialbank; Stellennachweis für die Kolonien etc. etc. Der 2lvbe\t5au5\d]u% befielet aus: Karl Supf, Berlin. Gtraf Eckbrecht v. Dürckheim, Hannover. — Prof. Dr. Dove, Jena. V. Bornhaupt, Berlin. — Frhr. v. Cramer-Klett, München. Kgl. Baurat Gaedertz, Berlin. — Dr. Hartmann, Berlin. — Frhr. v. Herman, Stuttgart. F. Hernsheim, Hamburg. — Dr. Hindorf, Berlin. — F. Hupfeld, Berlin. C. J. Lange, Berlin. — Ludolph Müller, Präses der Handelskammer, Bremen. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Paasche, M. d. R. Berlin. — Dr. Passarge, Steglitz. Prof. Dr. Paul Preuss, Berlin. — Ed. Rabe, Präses der Handelskammer, Lübeck. Justus Strandes, Hamburg. — Prof. Dr. Thoms, Berlin. Joh. Thormählen, Hamburg. — Prof. Dr. Warburg, Berlin. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Wohltmann, Bonn. — E. Woermann, Hamburg. Sekretär: Th. Wilckens. Ständige Hilfsarbeiter: Botaniker J. Mildbread, Chemiker Dr. Georg Pendler. Die Mitgliedschaft des Kolonial-(iClirtsd^aftlichen Komitees, Berlin, Unter den Linden 40, kann erworben werden durch 6ntriditung eines Ofahresbeitrags von fä* 10,—. Die JMit- gliedsdiaft bered^tigt: a) zu Sitz und Stimme in der J^itgliederversammlung; b) zum kostenfreien Bezug der Zeitschrift „Cropenpf lanzer"; c) zum kostenfreien Bezug des „Kolonial- Randeis -Hdrefsbucbes"; d) zur kostenfreien Besiditigung der 6xpeditions-Husstellungen im Deutschen Kolonial-jviuseum, Berlin. Anmeldungen sind zu richten an das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee, Berlin NW., Unter den Linden 40. 7. Jahrgang. IVi-. 4 April 1903, Mitarbeiter: Dr. K. DO VE, Professor an der UniversilSt Jena. Dr. M. FES CA. Professor, Witzenhausen, Docent für tropische Landwirtschaft. Dr. R. HINHOnr, lierlin, Mitglied des Kolonial rates. Dr. A. K I R <" H H F F . Professor der Erdkunde an der üniyersität Halle. Dr. J. Ki'IIK, Geheimer Oberregiemnpsrat, Professor der Landwirtschaft und Direktor des Landwirtschaftlichen Instituts der UniTersität Halle. Dr. C, LAUTERB ACH, Landwirt, Stabelwitz bei Breslan. K. PARKIKSOK, Landwirt. Kalum in Nen- pommem. B. und K. PERROT. Wiesbaden— Lindi. Dr. P. PREUSS, Direktor des Botanischen Öartens in Victoria, Kamerun. Dr H. SCHINZ, Professor der BoUnik, Direktor des Botanischen Gartens in Zürich. Dr. K. SCHUMANN, Profea«or der Botanik, Kustos am Kgl. Botanischen Mnseum in Berlin. Dr. G. S C H M' E I > F U R T H , Professor, Berlin. Dr. P. SORAUER, Professor der Botanik, Redakteur der Zeitschrift für Pflanzenkrank- heiten, Berlin. Dr. A. STUTZER, Professor der Agriknltor- chemie, Königsberg. Dr. H. THOMS, Professor der Chemie, Leiter des Pharmazeutisch-cliemischen Laboratoriame der Universität Berlin. Dr. A. TSCHIRCH, Professor der Pharmako- gnosie und angewandten Chemie, DireKtor des Pharmazeutischen Instituts, Bern. Dr. L. WITTMACK, Geheimer RegiemngBrat. Professor an der Landwirtschaftlichen Hoch- scliule, Berlin. Einladung zum Abonnement der Zeitschrift für tropische Landwirtschaft „DER TROPEmiMZER". Zweck des „Tropenpflanzer". Der „Tropenpflanzen" bezweckt, die landwirtschaftlichen Interessen Deutschlands in den Tropen und Subtropen zu sammeln, zu fördern und zu vertreten. Der „Tropenpflanzer" bezweckt insbesondere, die wirt- schaftliche Entwickelung unserer Kolonien tatkräftig zu unterstützen. Inhalt des „Tropenpflanzer". Der „Tropenpflanzer" enthält Originalartikel: Land- wirtschaft der Europäer in den Tropen und Subtropen — Kul- turen der Eingeborenen und deren Hausindustrien — Förderung derAusnutzungderUrprodnkte, derViehzucht etc. — Original - abbildnngen. — Mitteilungen über „Koloniale Gesell- schaften" — »Aus deutschen Kolonien" — »Aus fremden Produktionsgebieten" — „Vermischtes" — „Nene Literatur" — „Marktbericht" — „Personal- notizen" — „Auszüge und Mitteilungen* — „Mit- teilungen des Komitees" — „Anzeigen". Bezug des „Tropenpflanzer". Die monatliche Zeitschrift „Der Tropenpflanzer" wird bestellt durch die Post (Postzeitungsliste Nr. 7932), im Buch- handel